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Analyse des Eskalationsprozesses zwischen Georgien, Südossetien und Russland vor dem Fünf-Tage-Krieg in Südossetien 2008

Wie werden frozen conflicts zum Krieg?

Title: Analyse des Eskalationsprozesses zwischen Georgien, Südossetien und Russland vor dem Fünf-Tage-Krieg in Südossetien 2008

Term Paper , 2009 , 29 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Olga Siemers (Author)

Politics - Region: Russia
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Summary Excerpt Details

Die separatistischen Konflikte im postsowjetischen Raum werden oft als frozen conflicts bezeichnet. Der Fünf-Tage-Krieg zwischen Georgien, Südossetien und Russland Anfang August 2008 hat gezeigt, dass ein frozen conflict zu einem Krieg werden kann. Auf diesem wenig untersuchten Feld, wie und wann aus einem frozen conflict ein Krieg wird, gibt es einen großen Forschungsbedarf.
Nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion haben viele ehemaligen Sowjetrepubliken ihre Unabhängigkeit erklärt und sind dadurch souveräne Staaten geworden. Gleichzeitig haben eine Reihe kleiner Territorien innerhalb dieser neu gebildeten Staaten ihre eigene Unabhängigkeit deklariert. Dazu gehören Bergkarabach in Armenien und Aserbaidschan, Transnistrien in der Republik Moldau, Tschetschenien in der Russischen Föderation sowie Adjarien, Südossetien und Abchasien jeweils in Georgien. Die Unabhängigkeitserklärungen dieser Territorien wurden von der internationalen Staatengemeinschaft nicht anerkannt. Die Bevölkerung und die Politiker dieser Territorien behaarten aber auf ihre Eigenständigkeit. Sie bauten semi-staatliche Strukturen auf. Der Konflikt zwischen dem abtrünnigen Gebiet und dem Mutterland wurde in fast allen genannten Fällen in den letzten zwei Dekaden nicht gelöst. So entstanden die frozen conflicts, die teilweise tiefere historische Wurzel haben.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

1.1 Forschungsstand

1.2 Fragestellung, Methode und Relevanz

1.3 Theoretischer Hintergrund und Untersuchungsrahmen

2. Die Eskalation des Konfliktes um Südossetien

2.1 Die Vorgeschichte des Konfliktes 1989-2004

2.2 Die wachsende Spannung in den Beziehungen zwischen Russland und Georgien 2004-2007

2.3 Die Eskalation des Konfliktes in der Endphase vor dem Fünf-Tage-Krieg 2008

3. Analyse des Eskalationsprozesses zwischen Georgien und Russland

3.1 Analyse des Eskalationsmusters vor dem Fünf-Tage-Krieg

3.2 Analyse des Grundes des Fünf-Tage-Krieges

4. Schlussfolgerung

Zielsetzung & Themen

Das Hauptziel dieser Arbeit ist es, den Eskalationsprozess zu analysieren, der im August 2008 zum Fünf-Tage-Krieg zwischen Georgien, Südossetien und Russland führte, um die zentrale Forschungsfrage nach dem Warum und dem zugrundeliegenden Mechanismus der Umwandlung eines "frozen conflict" in einen offenen Krieg zu beantworten.

  • Analyse der Eskalationsphasen im Konflikt um Südossetien seit 1989.
  • Untersuchung der sich verschlechternden Beziehungen zwischen Russland und Georgien.
  • Identifikation externer Faktoren und internationaler Ereignisse als Kriegsauslöser.
  • Überprüfung der Rolle der NATO-Osterweiterungspläne im Kontext der regionalen Konflikte.
  • Erarbeitung eines Eskalationsmusters, das den Übergang von der Krisenphase zum Krieg erklärt.

Auszug aus dem Buch

3.2 Analyse des Grundes des Fünf-Tage-Krieges

Die Analyse des Eskalationsprozesses lässt die Schlussfolgerungen über die Gründe des Krieges ableiten. Damit wird die Hauptfrage dieser Untersuchung zu beantwortet: Warum ist der Fünf-Tage-Krieg im August 2008 ausgebrochen? Es wird nach dem konkreten Anlass zum Krieg gesucht und nicht nach den ausführlichen Konflikthintergründen.

Bei der durchgeführten Analyse des Eskalationsprozesses wurde die Eskalation auf fünf Etappen aufgeteilt. Die dritte Etappe ist die Entspannung, nach der eine erneute Krisenphase kommt. Logischerweise sollen die Gründe des Krieges in dieser Krisenphase gesucht werden. Sie umfasst die ersten Monate 2008. In dieser Zeit sind zwei wichtigen Ereignissen auf der internationalen Ebene passiert, die von großer Bedeutung für die Konfliktparteien waren. Diese Ereignisse sind die Unabhängigkeitserklärung des Kosovos und das NATO-Gipfeltreffen in Bukarest. Die Unabhängigkeit des Kosovos kann man als einen Präzedenzfall betrachten, der den Willen von Südosseten zur Souveränität und auch Hoffnung einen international anerkannten Status zu bekommen, gestärkt hat. Die Unabhängigkeit des Kosovos alleine würde aber nicht den Krieg zwischen Georgien, Südossetien und Russland auslösen, weil Kosovo in keinem direkten Zusammenhang mit den Interessen der drei Seiten in der Konfliktregion steht. Der Fall Kosovo hat die Südosseten in ihren Bestrebungen zur Unabhängigkeit gestärkt, aber auf das Verhalten von Russland oder Georgien in diesem Konflikt eher keine Auswirkungen gehabt.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung definiert den Begriff "frozen conflicts" im postsowjetischen Raum und begründet das wissenschaftliche Forschungsinteresse am Übergang dieser Konflikte in einen Krieg.

1.1 Forschungsstand: Dieser Abschnitt gibt einen Überblick über die bestehende Literatur und wissenschaftliche Auseinandersetzung mit dem Südossetien-Konflikt und den Reaktionen internationaler Akteure.

1.2 Fragestellung, Methode und Relevanz: Das Kapitel erläutert das y-zentrierte Forschungsdesign und die methodische Vorgehensweise zur Analyse der Eskalationsschritte als unabhängige Variablen.

1.3 Theoretischer Hintergrund und Untersuchungsrahmen: Es werden die theoretischen Grundlagen der Friedens- und Konfliktforschung sowie der zeitliche und institutionelle Rahmen der Untersuchung festgelegt.

2. Die Eskalation des Konfliktes um Südossetien: Dieses Kapitel teilt den Eskalationsprozess chronologisch in drei wesentliche historische Phasen auf.

2.1 Die Vorgeschichte des Konfliktes 1989-2004: Es wird die historische Genese des Konflikts und die Entwicklung von der Sowjetzeit bis zur ersten militärischen Auseinandersetzung analysiert.

2.2 Die wachsende Spannung in den Beziehungen zwischen Russland und Georgien 2004-2007: Dieses Unterkapitel beschreibt die zunehmende Konfrontation zwischen Georgien und Russland unter den neuen Regierungen ab 2004.

2.3 Die Eskalation des Konfliktes in der Endphase vor dem Fünf-Tage-Krieg 2008: Hier werden die unmittelbaren Ereignisse und die rapide militärische Eskalation vor dem Kriegsausbruch im August 2008 dargestellt.

3. Analyse des Eskalationsprozesses zwischen Georgien und Russland: In diesem Kapitel wird der zuvor dargestellte Prozess anhand tabellarisch aufbereiteter Daten systematisch analysiert.

3.1 Analyse des Eskalationsmusters vor dem Fünf-Tage-Krieg: Dieses Unterkapitel leitet die Eskalationsmuster aus den verschiedenen Konfliktphasen ab und untersucht die Rolle der beteiligten Akteure.

3.2 Analyse des Grundes des Fünf-Tage-Krieges: Hier werden die zentralen Auslöser identifiziert und begründet, warum das NATO-Gipfeltreffen in Bukarest als entscheidender Faktor für den Kriegsausbruch gilt.

4. Schlussfolgerung: Die Schlussfolgerung fasst die Ergebnisse der Analyse zusammen und reflektiert über die Auswirkungen des Krieges und die gewählte Lösungsvariante.

Schlüsselwörter

Fünf-Tage-Krieg, Südossetien, Georgien, Russland, frozen conflicts, Eskalationsprozess, NATO-Gipfel Bukarest, Sezessionskonflikt, Krisenphase, territoriale Integrität, internationale Politik, Friedens- und Konfliktforschung, Konfliktregulierung, Abchasien, Souveränität.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert den Eskalationsprozess, der zum Ausbruch des Fünf-Tage-Krieges im August 2008 in Südossetien führte, und untersucht, wie aus sogenannten "frozen conflicts" offene militärische Konflikte entstehen können.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Zentrale Themen sind die historische Entwicklung der Konflikte im postsowjetischen Raum, die Verschlechterung der russisch-georgischen Beziehungen sowie die Rolle internationaler politischer Ereignisse bei der Eskalation von Regionalkonflikten.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das primäre Ziel ist es, zu beantworten, warum der Konflikt im August 2008 eskalierte, und den spezifischen Mechanismus bzw. den Auslöser zu identifizieren, der diesen Prozess zum Krieg führte.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt die Methode der Einzelfallstudie, bei der der Eskalationsprozess in fünf Etappen unterteilt und in einer chronologischen Analyse untersucht wird, um kausale Zusammenhänge zwischen Ereignissen und der Kriegsentwicklung aufzuzeigen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine chronologische Darstellung der Eskalation und eine anschließende analytische Untersuchung der Muster sowie der Gründe des Krieges, basierend auf dem Forschungsdesign der abhängigen und unabhängigen Variablen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Fünf-Tage-Krieg, Südossetien, Eskalationsprozess, NATO-Gipfel Bukarest, territoriale Integrität und frozen conflicts.

Warum spielt das NATO-Gipfeltreffen in Bukarest eine so entscheidende Rolle in der Analyse der Autorin?

Die Autorin identifiziert diesen Gipfel als den eigentlichen Grund des Krieges, da er Georgien die NATO-Aufnahme in Aussicht stellte, sofern territoriale Probleme gelöst würden, was den Handlungsdruck auf Georgien und den Reaktionszwang für Russland massiv erhöhte.

Welche Rolle spielte die Anerkennung des Kosovo in der Einschätzung der Eskalation?

Die Unabhängigkeitserklärung des Kosovo fungierte laut der Arbeit als Präzedenzfall, der die Erwartungen der südossetischen Führung auf internationale Anerkennung stärkte, aber für sich genommen noch keinen Krieg zwischen den betroffenen Großmächten auslöste.

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Details

Title
Analyse des Eskalationsprozesses zwischen Georgien, Südossetien und Russland vor dem Fünf-Tage-Krieg in Südossetien 2008
Subtitle
Wie werden frozen conflicts zum Krieg?
College
Free University of Berlin  (OSI)
Course
Seminar Ökonomie des Krieges
Grade
1,7
Author
Olga Siemers (Author)
Publication Year
2009
Pages
29
Catalog Number
V179796
ISBN (eBook)
9783656022664
ISBN (Book)
9783656022725
Language
German
Tags
Krieg Konfliktforsung Südossetien Georgien Russland Interbationale Beziehungen
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Olga Siemers (Author), 2009, Analyse des Eskalationsprozesses zwischen Georgien, Südossetien und Russland vor dem Fünf-Tage-Krieg in Südossetien 2008, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/179796
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