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Basel II - Die neue Baseler Eigenkapitalvereinbarung und ihre Auswirkungen auf die Mindestkapitalanforderungen im Bankgewerbe

Titel: Basel II - Die neue Baseler Eigenkapitalvereinbarung und ihre Auswirkungen auf die Mindestkapitalanforderungen im Bankgewerbe

Hausarbeit , 2002 , 27 Seiten , Note: 2,3

Autor:in: Sarina Bansal (Autor:in)

BWL - Bank, Börse, Versicherung
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Um das Wirtschaftswachstum und die allgemeine Beschäftigung nicht zu gefährden, dürfen
Banken nicht in Insolvenz geraten, da sie die Hauptfinanzierungsquelle der deutschen Unternehmen
darstellen.1 Damit größere Auswirkungen auf die Liquidität der Banken verhindert
werden, müssen die Risiken, die mit der Kreditvergabe der Banken verbunden sind, mit entsprechendem
Eigenkapital unterlegt werden. Eine ausreichende bzw. risikoadäquate Eigenkapitalausstattung
der Kreditinstitute ist somit Voraussetzung für ein stabiles Finanz- und
Wirtschaftssystem.2 Aufgrund des immer komplexer werdenden Bankgeschäfts wird derzeit
an einer Modifizierung der Eigenkapitalregeln, und somit der Mindestkapitalanforderungen,
gearbeitet. Diese neue Regelung, genannt Basel II, der neue Baseler Akkord oder die neue
Baseler Eigenkapitalvereinbarung, wird sehr kontrovers diskutiert. Basel II sieht vor, dass in
Zukunft das individuelle Rating eines Kreditnehmers für die notwendige Eigenkapitalunterlegung
maßgeblich für die Kreditvergabe sein wird.3 Kreditinstitute nutzen ohnehin schon
für die Beurteilung ihrer Kreditnehmer interne Ratingsysteme, die nun aufgrund der neuen
Regelung den neuen Anforderungen von Basel II angepasst werden müssen. Die Banken
stehen vor großen Herausforderungen.
Ziel dieser Arbeit ist es zu beweisen, dass sich trotz vieler offener Fragen bezüglich der genauen
Ratingverfahren und noch nicht vollendeter Diskussion über die Auswirkungen der
neuen Regelung auf Unternehmen und Banken die Neuregelung von Basel II eher vorteilhaft
auf die Banken und nachteilig auf die insbesonders kleineren Unternehmen auswirken werden.
Nach einer Erläuterung der Entstehungsgeschichte und des Ziels der Baseler Eigenkapitalvereinbarung
wird auf die Bestandteile der neuen Regelung eingegangen. Da das Kreditrisiko
den Hauptrisikofaktor im Kreditgeschäft darstellt, wird dieser Bereich Schwerpunkt dieser
Arbeit sein. Ganz besonders wird das interne Ratingverfahren durchleuchtet und auf die
Vorbereitungsanforderungen auf dieses Verfahren seitens der Kreditinstitute und ihrer Kreditnehmer
eingegangen. Weitere wesentliche Einflussfaktoren auf die Mindestkapitalanforderungen,
wie das Marktrisiko und das operationelle Risiko, werden aufgrund des Umfangs
nicht näher erläutert.

1 Vgl. Hückmann, Carolin (2002), S. 13.
2 Vgl. Paul, Stephan (2001), S. 6.
3 Vgl. Leker, Jens et al. (2001), S. 2.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Basel II

2.1 Der Baseler Ausschuss für Bankenaufsicht

2.2 Entwicklungsstufen von Basel II

2.3 Ziele von Basel II

3. Die drei Säulen der Neuen Eigenkapitalvereinbarung

3.1 Säule 3: Förderung der Marktdisziplin

3.2 Säule 2: Aufsichtliches Überprüfungsverfahren

3.3 Säule 1: Mindestkapitalanforderungen

3.3.1 Kreditrisiko

3.3.1.1 Standardansatz

3.3.1.2 Interner Ratingansatz

3.3.1.2.1 Basisansatz

3.3.1.2.2 Fortgeschrittener Ansatz

3.3.2 Auswirkungen des Ratings nach dem Standardansatz

3.3.3 Auswirkungen des Ratings nach dem Internen Ratingansatz

4. Anforderungen bei der Vorbereitung zum Internen Rating

4.1 Aus Sicht der Kunden

4.1.1 Vorteile

4.1.2 Nachteile

4.2 Aus Sicht der Banken

4.2.1 Vorteile

4.2.2 Nachteile

5. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Auswirkungen der neuen Baseler Eigenkapitalvereinbarung (Basel II) auf das Bankgewerbe. Im Fokus steht die Frage, inwiefern die Neuregelung vorteilhaft für Banken ist und welche Konsequenzen sich insbesondere für kleinere Unternehmen im Zuge der geänderten Eigenkapitalanforderungen und Ratingverfahren ergeben.

  • Grundlagen und Entstehungsgeschichte von Basel II
  • Analyse der drei Säulen des neuen Eigenkapitalmodells
  • Vergleich zwischen Standardansatz und Internem Ratingansatz
  • Bewertung der Anforderungen an Kreditinstitute und Unternehmenskunden
  • Untersuchung der Vor- und Nachteile aus Sicht von Banken und Mittelstand

Auszug aus dem Buch

3.3.3 Auswirkungen des Ratings nach dem Internen Ratingansatz

Wie bereits erwähnt, ist allein schon aus Kostengründen anzunehmen, dass sich viele Unternehmen eher diesem Rating unterziehen werden. Je feiner und damit auch umfangreicher ein IRB- Ansatz konstruiert ist und je besser er die Risiken nachbildet und steuert, desto mehr Erleichterungen kann das diesen Ansatz anwendende Institut bei der Eigenkapitalunterlegung erfahren.

Die Eigenkapitalunterlegung berechnet sich nach derselben Formel, die im Standardansatz angewendet wird:

Kreditbetrag x Risikogewicht x Solvabilitätskennziffer.

internes Rating

Um zur besseren Vergleichbarkeit bei demselben Rechenbeispiel wie bisher zu bleiben, ist anzunehmen, dass ein Unternehmer mit einem Kreditbetrag von 100.000 Euro im ersten Fall ein Rating von AA- erhält und im zweiten Fall ein Rating von CCC+.

Die Berechnung im ersten Fall lautet wie folgt: 100.000 x Risikogewicht x acht Prozent. Laut Tabelle 2 entspricht dem Rating AA- ein Risikogewicht von 19 %. Hieraus ergibt sich eine Eigenkapitalunterlegung von 1.520 Euro.

Für den zweiten Fall erhält der Kreditnehmer ein Risikogewicht von 482 %. Dies bedeutet für das Kreditinstitut, das Kreditengagement mit 38.560 Euro Eigenkapital zu hinterlegen. Bei dem schlechtesten Rating wäre sogar eine Eigenkapitalunterlegung von 50.000 Euro notwendig.

Hier machen sich die differenzierteren Risikogewichte in den Auswirkungen der Mindesteigenkapitalanforderungen deutlich bemerkbar: der Standardansatz stellt im ersten Fall aufgrund der etwas höheren Eigenkapitalhinterlegung schlechtere Konditionen für den Kunden bereit als der IRB- Ansatz. Im zweiten Fall muss im internen Ratingansatz eine höhere Eigenkapitalunterlegung erfolgen, der dadurch die schlechteren Konditionen für den Kunden erzwingt.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Erläutert die Notwendigkeit von Basel II zur Stabilisierung des Finanzsystems und formuliert die Hypothese über die Auswirkungen auf Banken und Mittelstand.

2. Basel II: Beschreibt die Ursprünge beim Baseler Ausschuss für Bankenaufsicht sowie die historischen Entwicklungsstufen der Eigenkapitalregeln.

3. Die drei Säulen der Neuen Eigenkapitalvereinbarung: Detaillierte Darstellung des Drei-Säulen-Modells mit Fokus auf Mindestkapital, aufsichtliche Überprüfung und Marktdisziplin.

4. Anforderungen bei der Vorbereitung zum Internen Rating: Analysiert die Herausforderungen und Konsequenzen der notwendigen Prozessanpassungen für Kunden und Banken.

5. Fazit: Fasst die Ergebnisse zusammen und bestätigt die Hypothese, dass Basel II Banken begünstigt, während es mittelständische Unternehmen finanziell belastet.

Schlüsselwörter

Basel II, Eigenkapitalvereinbarung, Bankenaufsicht, Kreditrisiko, Internes Rating, Standardansatz, Solvabilität, Eigenkapitalunterlegung, Mittelstand, Risikogewichtung, Bonitätsanalyse, Bankgeschäft, Risikomanagement, Ausfallwahrscheinlichkeit.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Hausarbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der neuen Baseler Eigenkapitalvereinbarung (Basel II) und analysiert, wie diese Neuregelungen die Mindestkapitalanforderungen für Banken verändern.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind das Drei-Säulen-Modell von Basel II, die Unterscheidung zwischen dem Standardansatz und dem Internen Ratingansatz sowie die Auswirkungen auf Banken und Unternehmen.

Welches Ziel verfolgt die Arbeit?

Die Arbeit möchte beweisen, dass die Einführung von Basel II vorteilhaft für Banken ist, sich jedoch nachteilig auf kleinere Unternehmen auswirkt.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Analyse erfolgt durch die Erläuterung theoretischer Grundlagen, den Vergleich verschiedener Ratingverfahren und die beispielhafte Berechnung von Auswirkungen auf die Eigenkapitalunterlegung.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung der drei Säulen, eine detaillierte Prüfung der Ratingmodelle und eine Untersuchung der Anforderungen an die Vorbereitung auf interne Ratings.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie Basel II, Kreditrisiko, Internes Rating, Solvabilität, Mittelstand und Eigenkapitalunterlegung charakterisiert.

Wie wirkt sich Basel II auf die Kreditkosten für Unternehmen aus?

Unternehmen mit guter Bonität profitieren tendenziell, während Unternehmen mit schlechterer Bonität oder diejenigen, die den hohen Aufwand für ein Rating scheuen, mit höheren Kreditkonditionen rechnen müssen.

Warum ist das interne Rating besonders für mittelständische Unternehmen problematisch?

Viele mittelständische Betriebe verfügen über eine geringe Eigenkapitalausstattung und müssen zudem hohe Kosten für die Implementierung und Aktualisierung der erforderlichen Ratingsysteme tragen.

Ende der Leseprobe aus 27 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Basel II - Die neue Baseler Eigenkapitalvereinbarung und ihre Auswirkungen auf die Mindestkapitalanforderungen im Bankgewerbe
Hochschule
Berufsakademie Berlin  (Berliner Bank AG)
Note
2,3
Autor
Sarina Bansal (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2002
Seiten
27
Katalognummer
V17990
ISBN (eBook)
9783638224192
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Basel Baseler Eigenkapitalvereinbarung Auswirkungen Mindestkapitalanforderungen Bankgewerbe
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Sarina Bansal (Autor:in), 2002, Basel II - Die neue Baseler Eigenkapitalvereinbarung und ihre Auswirkungen auf die Mindestkapitalanforderungen im Bankgewerbe, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/17990
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Leseprobe aus  27  Seiten
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