„Fast 28% der Führungskräfte sind weiblich – Höchststand in 2010.“
Diese Pressemitteilung des Statistischen Bundesamtes steht beispielhaft für die berufliche Segregation von Männern und Frauen in Deutschland.
Der Frauenanteil in Führungspositionen stellt seit Jahren eine der wichtigsten Thematiken der arbeitsmarkt- und gleichstellungspolitischen Diskussionen dar.
Obwohl der Anteil von Frauen in Führungspositionen laut dem Statistischen Bundesamt im vorigen Jahr einen neuen Höchststand erreichte, bestehen nach wie vor Chancenungleichheiten von Frauen und Männern auf dem deutschen Arbeitsmarkt.
Die Arbeit thematisiert die berufliche Segregation beider Geschlechter. Dabei soll vor allem auf Frauen in Führungspositionen eingegangen werden.
Der erste Abschnitt dieser Arbeit beinhaltet Zahlen und Fakten zum Thema Frauen in Führungspositionen und soll den aktuellen Forschungsstand darstellen. Hierzu wurden drei Studien zu Frauen in Führungspositionen aufgeführt und in Vergleich gesetzt. Dadurch soll zum einen die Aktualität des Themas, zum anderen aber auch Probleme der aktuellen Forschungssituation erörtert werden. Weiterhin soll der Frage nach der Ursache der Unterrepräsentanz von Frauen nachgegangen werden, welche einen besonderen Teil dieser Arbeit ausmacht. Aufgrund der zahlreichen Urteilszuschreibungen wurden hierzu drei entscheidende Ursachen ausgewählt. Der letzte Abschnitt dieser Arbeit beinhaltet aktuelle Konzepte zur Verbesserung der Chancengleichheit von Frauen und Männern in Unternehmen.
Diese Arbeit soll die Aktualität und Brisanz des Themas zeigen. Zum einen durch uneinheitliche Ergebnisse in den Studien, die keine genauen Zahlen liefern. Zum anderen durch festgefahrene Geschlechtsstereotype und Machtstrukturen, welche trotz Gleichstellungspolitik die Frauenquote in den letzten Jahren kaum ansteigen ließen.
Inhaltsverzeichnis
- Einleitung
- Segregation von Frauen und Männern
- Ergebnisse aus Studien
- Mikrozensus
- IAB- Führungskräfte- Studie
- Studie Sonja Bischoff
- Vergleich der Studien
- Erfolgsfaktoren und Hindernisse für Frauen
- Glass- Ceiling Phänomen
- Geschlechtsstereotype
- Leistungszuschreibungen
- Erfolgsfaktor Studium
- Zusammenfassung und Ausblick
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Diese Arbeit befasst sich mit der beruflichen Segregation von Frauen und Männern in Deutschland, mit besonderem Fokus auf Frauen in Führungspositionen. Sie analysiert die aktuelle Forschungslage anhand von Studien, untersucht die Ursachen für die Unterrepräsentanz von Frauen in Führungspositionen und beleuchtet verschiedene Konzepte zur Verbesserung der Chancengleichheit.
- Aktuelle Forschung zu Frauen in Führungspositionen
- Ursachen für die Unterrepräsentanz von Frauen in Führungspositionen
- Herausforderungen und Chancen für Frauen in der Arbeitswelt
- Konzepte zur Förderung der Chancengleichheit
- Vertikale Segregation und die Situation von Frauen in Führungspositionen
Zusammenfassung der Kapitel
Das erste Kapitel führt in das Thema der beruflichen Segregation ein und beleuchtet die aktuelle Situation von Frauen in Führungspositionen in Deutschland. Die Studie des Statistischen Bundesamtes aus dem Jahr 2010 wird als Beispiel für die Herausforderungen in Bezug auf die Chancengleichheit herangezogen.
Das zweite Kapitel beleuchtet die Segregation von Frauen und Männern, die sich sowohl in der horizontalen als auch in der vertikalen Ebene der Arbeitswelt zeigt. Es wird auf typische Frauen- und Männerberufe sowie auf die Unterrepräsentanz von Frauen in Führungspositionen eingegangen.
Schlüsselwörter
Berufliche Segregation, Frauen in Führungspositionen, Chancengleichheit, Geschlechtsstereotype, Glass-Ceiling Phänomen, Studien, Mikrozensus, IAB- Führungskräfte- Studie, Studie Sonja Bischoff, Erfolgsfaktoren, Hindernisse.
Häufig gestellte Fragen
Was bedeutet berufliche Segregation?
Berufliche Segregation beschreibt die ungleiche Verteilung von Männern und Frauen auf dem Arbeitsmarkt, sowohl horizontal (verschiedene Berufsfelder) als auch vertikal (Hierarchieebenen).
Was ist das "Glass-Ceiling-Phänomen"?
Es bezeichnet die unsichtbare Barriere, die qualifizierte Frauen daran hindert, in die obersten Führungsetagen von Unternehmen und Organisationen aufzusteigen.
Warum sind Frauen in Führungspositionen unterrepräsentiert?
Ursachen sind oft festgefahrene Geschlechtsstereotype, männlich geprägte Machtstrukturen, mangelnde Vereinbarkeit von Familie und Beruf sowie unbewusste Voreingenommenheit bei der Beförderung.
Welche Rolle spielen Geschlechtsstereotype?
Stereotype führen dazu, dass Führungskompetenzen eher Männern zugeschrieben werden, während Frauen oft eher soziale Kompetenzen attestiert werden, was ihre Karrierechancen in technischen oder strategischen Bereichen mindert.
Wie kann die Chancengleichheit in Unternehmen verbessert werden?
Durch Konzepte wie Mentoring-Programme, verbindliche Frauenquoten, transparente Beförderungskriterien und eine familienfreundliche Unternehmenskultur.
- Quote paper
- Edith Papsin (Author), 2011, Berufliche Segregation von Frauen und Männern, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/179913