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Orientierungslauf - ein Unterrichtsmodell politikdidaktisch analysieren

Titre: Orientierungslauf - ein Unterrichtsmodell politikdidaktisch analysieren

Dossier / Travail , 2008 , 23 Pages , Note: 1,3

Autor:in: Adrian Vladimirov (Auteur)

Didactique - Politique, Education politique
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Schülern einen Gegenstand zu vermitteln, ist nicht immer leicht, denn häufig trifft der Lehrplan nicht die Interessen der Schüler. Somit stehen Lehrer vor einem Problem: „Wie gestallte ich den Stoff interessant und zugänglich für den Schüler?“
Die Politikdidaktik steht mitten in diesem Problem. Einerseits ist Politik so aktuell und lebendig und damit auch vergänglich, dass es schwer fällt, sich auf ein Thema zu konzentrieren. Andererseits wird Politik im Unterricht mit verstaubten und trockenen Themen assoziiert.
Klaus Moegling und Joachim Stummer haben den Versuch unternommen, diese Probleme zu lösen. Durch das erfahrungsorientierte Projekt „Politischer Orientierungslauf“ wollen sie eine Möglichkeit aufzeigen, den Politikunterricht spannend und interessant für Schüler und Lehrer zu gestalten. Wie und mit welchen Mitteln Moegling und Stummer ihr Ziel erreichen und ob sie es erreichen, soll die vorliegende Arbeit klären.
Dabei wird das Projekt zunächst auf Ziele und Kompetenzförderung untersucht. Inhalt und dessen Aufbau soll im weiteren Verlauf geklärt werden, so dass in einem folgenden Abschnitt die Lernbedingungen und Lernprozesse analysiert werden. Welche Momente in dem Schüler echtes Interesse wecken und welche Perspektiven bei dem Schüler gefördert werden, stellen in diesem Abschnitt den zentralen Gegenstand dar. Ein weiterer Teil der Arbeit soll sich mit den im Projekt angewandten Methoden beschäftigen. Hier wird es darum gehen, herauszufiltern, welche politikdidaktische(n) Methode(n) im Projekt verwendet werden und welche Methode sich eventuell noch für die Vermittlung der Thematik eignen könnte. Abschließend soll ein Blick auf die Lehrerrolle im Projekt gerichtet werden. Welche Schwierigkeiten ergeben sich aus der Projektarbeit für den Lehrer? Wie und wodurch diese Schwierigkeiten behoben werden, soll an dieser Stelle geklärt werden.

Die vorliegende Hausarbeit soll allen StudienanfängerInnen als Einstiegshilfe der Lehre Andreas Petriks dienen.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Ziele

2.1 Beutelsbacher Konsens

2.1.1 Kontroversitätsgebot

2.1.2 Interessenorientierung

2.1.3 Überwältigungsverbot

2.2 Lernziele & Kompetenzen

2.2.1 Lernziele

2.2.2 Kompetenzen

3 Inhalte und ihre Struktur

3.1 Richtige politische Sachentscheidung

3.2 Wissensformen und Handlungskontext

3.2.1 Wissensformen und Handlungskontext

3.2.2 Lebensweltliches, institutionelles und sozialwissenschaftliches Wissen

3.3 Dimensionen des Politischen

3.4 Politikbegriff

4 Lernbedingungsanalyse und Lernprozesse

4.1 Momente des Konzeptwechsels

5 Methoden

5.1 Angewandte Methoden im Unterrichtsprojekt

5.2 Alternative Methoden

5.3 Genetisches Prinzip im Fall?

6 Lehrerrolle

7 Medien

8 Bilanz

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht das Unterrichtsprojekt „Politischer Orientierungslauf“ auf seine politikdidaktische Qualität. Das primäre Ziel besteht darin zu klären, wie und mit welchen Mitteln das Projekt die Lernziele und Kompetenzen fördert und welche Rolle die didaktische Aufbereitung für den Lernerfolg spielt.

  • Analyse des Projekts anhand der Kriterien des Beutelsbacher Konsenses.
  • Untersuchung der kognitiven, affektiven und praktischen Lernziele und Kompetenzförderung.
  • Anwendung des Modells der Wissensformen auf den politischen Konfliktfall.
  • Evaluierung der eingesetzten Methoden sowie Erörterung alternativer Ansätze.
  • Reflexion der Lehrerrolle und der auftretenden Aushandlungsprobleme im Unterricht.

Auszug aus dem Buch

2.1.1 Kontroversitätsgebot

Das Kontroversitätsgebot besagt, dass ein Unterrichtsthema möglichst kontrovers dargestellt werden soll. Es soll also möglichst viele Gegensätze und unterschiedliche Meinungen einbeziehen, so dass ein differenzierter und kritischer Blick des Schülers gefördert wird (Petrik, 2007, S. 24).

Dieses Gebot wurde beim „Politischen Orientierungslauf“ eingehalten. Im Lauf der Unterrichtseinheit mussten sich die Schüler mit unterschiedlichen Meinungen aus Politik und Wirtschaft auseinandersetzen. Zunächst wurden die Schüler für das Thema „Basalt“ und „Umweltschutz“ sensibilisiert, indem sie konkrete Erfahrungen und Begegnungen mit und in der Natur machten [„Sie treten aus dem Wald heraus und sehen zum ersten Mal das Bild des sich in den Wald hineinfressenden Steinbruchs. Später haben sie immer wieder berichtet, wie sich ihnen dieses Bild eingeprägt hat, wie es sie erschüttert hat: "Da kommst Du aus dem Wald und siehst dieses Loch von einem Steinbruch!"] (Moegling & Stummer, 1997). Anschließend wurde ein Interview mit der Basalt-AG durchgeführt, in dem die Position des Betreibers herausgestellt wurde[„Natürlich wollten sie[Basalt-AG] auch Gewinne machen.(…)"Der erweiterte Basaltabbau wird umweltverträglich sein" und "es geht uns um den Erhalt von dreizehn Arbeitsplätzen hier im Steinbruch"] (Moegling & Stummer, 1997). Nach diesem ersten Eindruck entwickelten die Schüler eine gewisse Eigendynamik und führten selbständig weitere Recherchen zum Thema durch. Dabei stießen sie zwangsläufig auf die institutionelle Ebene, ein sehr trockenes Thema (Moegling & Stummer, 1997). Die Schüler sammelten kontinuierlich selbständig weitere Meinungen zum Thema. So haben sie einen Bürgerinitiativler interviewt und haben den Kontakt zu einzelnen Parteien und Interessengruppen gesucht.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Vorstellung des Problems der Vermittlung politischer Inhalte und Einführung in das Projekt „Politischer Orientierungslauf“ als Lösungsansatz.

2 Ziele: Überprüfung des Projekts hinsichtlich des Beutelsbacher Konsenses sowie Analyse der angestrebten Lernziele und Kompetenzen.

3 Inhalte und ihre Struktur: Darstellung der politischen Sachentscheidungen und Anwendung des Modells der Wissensformen auf den Konfliktfall.

4 Lernbedingungsanalyse und Lernprozesse: Untersuchung der Momente des Konzeptwechsels und der Motivation der Schüler im Verlauf des Projekts.

5 Methoden: Einordnung der angewandten Unterrichtsmethoden, Diskussion alternativer Vorgehensweisen und Erörterung des genetischen Prinzips.

6 Lehrerrolle: Reflexion über die Rolle des Lehrers bezüglich Gegenstands-, Brücken- und Aushandlungsproblemen.

7 Medien: Kurze visuelle Darstellung der medialen Ebenen des Projekts.

8 Bilanz: Abschließende Bewertung des Projekterfolgs und Zusammenfassung der gewonnenen Erkenntnisse über den demokratischen Prozess.

Schlüsselwörter

Politikdidaktik, Politischer Orientierungslauf, Beutelsbacher Konsens, Kompetenzmodell, Wissensformen, Kontroversitätsgebot, Interessenorientierung, Überwältigungsverbot, Fallstudie, Genetisches Prinzip, Lehrerrolle, Partizipation, Demokratiebildung, Institutionenkunde, Konzeptwechsel

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der vorliegenden Hausarbeit?

Die Arbeit analysiert das Unterrichtsprojekt „Politischer Orientierungslauf“ auf Basis politikdidaktischer Kriterien, insbesondere hinsichtlich seiner Eignung, Schüler für komplexe politische Konflikte zu sensibilisieren.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Zentrale Themen sind die Anwendung von Kompetenzmodellen, die Strukturierung von Unterrichtsinhalten nach dem Modell der Wissensformen sowie die methodische Gestaltung von Politikunterricht.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es zu bewerten, inwieweit das Projekt die politische Urteilsfähigkeit der Schüler fördert und ob es gelingt, trockene institutionelle Zusammenhänge durch einen erfahrungsorientierten Ansatz lebendig zu vermitteln.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zur Anwendung?

Es handelt sich um eine politikdidaktische Analyse, die den vorliegenden Unterrichtsentwurf unter Rückgriff auf einschlägige Fachliteratur (z. B. Petrik, Grammes) kritisch prüft.

Was steht im inhaltlichen Fokus des Hauptteils?

Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung von Lernzielen, methodischen Vorgehensweisen (Fallstudie, Planspiel) und die kritische Reflexion der Lehrerrolle bei der Behandlung des Steinbruchkonflikts.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit ist geprägt durch Begriffe wie Partizipation, Politische Urteilsfähigkeit, Aushandlungsprobleme und Kontroversitätsgebot.

Wie bewertet der Autor die Rolle des Lehrers in diesem spezifischen Projekt?

Der Autor kritisiert, dass der Unterrichtsentwurf die Aushandlungsprobleme und die Lenkung durch den Lehrer teilweise unterbelichtet und hinterfragt die Neutralität der Lehrkraft bei der Meinungsbildung der Schüler.

Kann das Modell des „Politischen Orientierungslaufs“ auf andere Schulthemen übertragen werden?

Der Autor äußert sich skeptisch, da der Erfolg stark von der Aktualität und der lokalen Nähe zum Schulumfeld abhängt, was bei anderen, abstrakteren Themen schwerer zu replizieren sein dürfte.

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Résumé des informations

Titre
Orientierungslauf - ein Unterrichtsmodell politikdidaktisch analysieren
Université
Martin Luther University  (Politikwissenschaft & Japanologie )
Cours
Basismodul: Einführung in politikdidaktisches Denken
Note
1,3
Auteur
Adrian Vladimirov (Auteur)
Année de publication
2008
Pages
23
N° de catalogue
V179938
ISBN (ebook)
9783656056676
ISBN (Livre)
9783656057376
Langue
allemand
mots-clé
Modell der Wissensformen Beutelsbacher Konsens Dimension des Politischen
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Adrian Vladimirov (Auteur), 2008, Orientierungslauf - ein Unterrichtsmodell politikdidaktisch analysieren, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/179938
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Extrait de  23  pages
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