Die „Ostkolonisation“ des Deutschen Ordens im 13. Jahrhundert - nur eine Heidenmission?


Magisterarbeit, 2010

118 Seiten, Note: 1,7


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

0) Einleitung
0.1) Ziele der Arbeit

1) „Ostkolonisation“

2) Die Gründungsgeschichte des Deutschen Ordens
2.1) Die Zwiespältigkeit der Verantwortungsbereiche
2.2) Frühe Selbstständigkeit als Ausgangsbasis der Besitzungen des Deutschen Ordens

3) Der Deutsche Orden im Burzenland - ein lehrreiches Unternehmen

4) Der Deutsche Orden in Preußen
4.1) Versuche der Heidenmission im Ostseeraum vor dem Einmarsch des
Deutschen Ordens
4.2) Der Schwertbrüderorden und die Missionierung im Baltikum
4.3) Die Tätigkeiten des Deutschen Ordens in Preußen und im Baltikum im 13. Jahrhundert
4.3.1) Die Anfänge
4.3.2) Der Orden von Dobrin und dessen Vereinigung mit dem Deutschen Orden
4.3.3) Die Kulmer Handfeste
4.3.4) Die Aufstände der Pruzzen
4.4) Die Akteure des frühen 13. Jahrhunderts und deren Intentionen
4.4.1) Hermann von Salza
4.4.2) Friedrich II.
4.4.3) Konrad von Masowien
4.4.4) Die Kurie und der Deutsche Orden
4.5) Ausgewählte Quellen
4.5.1) Die Goldene Bulle von Rimini
4.5.1.1) Fehldatierung der Goldbulle auf 1226
4.5.1.2) Die Bedeutung der Goldenen Bulle von Rimini
4.5.2) Der Vertrag von Kruschwitz
4.5.2.1) Die Echtheitsfrage des Hilferufs Herzog Konrads und des Vertrags von Kruschwitz
4.5.3) Die Bulle von Rieti

5) Nur eine Heidenmission - oder steckte mehr dahinter?
5.1) Anzeichen einer möglichen Staatsbildung

6) Schlussbemerkungen

Literaturverzeichnis

Anhang

0) Einleitung

„Zu Beginn des 13. Jahrhunderts war Europa noch nicht ganz christianisiert. An den Rändern gab es nichtchristliche Völker, gegen die die Ideologie des Kreuzzugs angewendet wurde: östlich von Ungarn die Kumanen […], an der Ostsee die verschiedenen baltischen Stämme der Prußen, Liven, Letten und Esten.“1 Die Aufgabe in den dortigen Gebieten sollte keine leichte werden, denn „[b]is in den Anfang des 13. Jahrhunderts hinein hatte sich das Volk der Preussen in seinen Sitzen östlich der Weichsel am Becken der Ostsee in seiner Eigenthümlichkeit unabhängig erhalten.“2 Vor allem der Missionierung der Pruzzen3 sollte sich der Deutsche Orden widmen.

Der Deutsche Orden war einer der drei großen Ritterorden und entstand zeitlich gesehen nach den Templern und Johannitern als dritter und letzter unter ihnen. Den Ritterorden war gemein, dass sie nicht nur die drei Gelübde Armut, Keuschheit und Gehorsam ablegten, sondern sich auch dazu verpflichteten, den Kampf gegen die Heiden aufzunehmen. Die Ritter des Deutschen Ordens, die das schwarze Kreuz auf dem weißen Mantel trugen, waren anfangs noch ein Mönchsorden wie viele andere auch. Doch der Kampf gegen die Heiden verdichtete sich und ein neuer Ritterorden war vonnöten, der sich zunächst vordergründig um den Schutz der Pilger kümmern sollte. Die Kreuzzüge sollten sich aber nicht nur auf das Heilige Land beschränken. Auch in Spanien und im Ostseeraum kam es zu Missionstätigkeiten, die mehr oder weniger erfolgreich verliefen. Erst mit dem Einmarsch des Deutschen Ordens in Preußen gelang es, christliche Vorstellungen in diesem Gebiet durchsetzen zu können. Hierzu erhielt der Deutsche Orden ausreichende Unterstützung seitens der Weltmächte Kaiser und Papst. Auf diese Weise konnte er die Ostsiedlung organisieren und zu großer Macht gelangen. In einer beachtlich kurzen Zeitspanne eroberte der Deutsche Orden den Ostseeraum. Währenddessen wurde eine Vielzahl von Burgen erbaut, zu denen die sehr bekannte Marienburg gehört, die auch jetzt noch die Bedeutung des Deutschen Ordens in der damaligen Zeit demonstriert. Heute ist der Deutsche Ritterorden zu seinen Wurzeln zurückgekehrt und widmet sich wieder in seinem ganzen Wirken der Nächstenliebe.

Im Blick auf die Gesamtheit der Geschichte des Deutschen Ordens stellt das „Kapitel Preußen“ einen sehr bedeutsamen Abschnitt dar. Militzer beschreibt diese Bedeutsamkeit mit einer Unterscheidung zum Einsatzgebiet im Heiligen Land:

Während er im Heiligen Land nur geringe Spuren hinterlassen hat, haben seine Herrschaften im Baltikum bis zum Ende des Mittelalters und teilweise darüber hinaus Bestand gehabt. Man wird wohl sagen dürfen, dass sich die Folgen dieser Ordensherrschaft bis in unsere Zeit, besonders nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion feststellen lassen.4

Deshalb soll diese Arbeit sich stellvertretend für den Ostseeraum auf Preußen konzentrieren, das auch als der eigentliche Ordensstaat bekannt ist. Andere Gebiete, außer Siebenbürgen und das dort gescheiterte Unternehmen, werden weitgehend ausgeblendet. Die umfangreichen Tätigkeiten in Preußen lassen die Frage zu, ob es sich dabei nur um eine übliche Missionstätigkeit gehandelt hat oder ob der Orden weitere Ziele verfolgte, die über die eigentlichen Aufgaben eines Ritterordens hinausgingen. Deshalb wurde die These dieser Arbeit als eine Frage formuliert, welche untersucht, ob es sich bei der „Ostkolonisation“ des Deutschen Ordens im 13. Jahrhundert nur um eine Heidenmission gehandelt haben könnte oder ob noch andere Ziele verfolgt wurden.

„Über den Deutschen Orden und seine Geschichte sind inzwischen unzählige fachwissenschaftliche und populäre Abhandlungen und Artikel erschienen, nur wenige Themen sind in der Geschichtsforschung und -schreibung so heikel und so umstritten.“5 Sehr umstritten ist besonders die Geschichte des Deutschen Ordens in Preußen. Die osteuropäische Forschung vertritt die Überzeugung, dass der Ritterorden die Pruzzen ausrotten und vertreiben wollte und seinen Staat auf rechtlichen Grundlagen gründete, die sehr fragwürdig sind. Die deutsche Forschung bezieht auch die positiven Aspekte in die wissenschaftlichen Darstellungen mit ein, die sich vor allem mit den strukturellen Neuerungen, die Preußen zu einer Wirtschaftsmacht des Spätmittelalters werden ließen, beschäftigen. Zu den allgemeinen und aktuellen Darstellungen der Geschichte des Deutschen Ordens gehören in erster Linie Klaus Militzer mit Die Geschichte des Deutschen Ordens und Jürgen Sarnowsky und Wolfgang Sonthofen mit den gleich lautenden Titeln Der Deutsche Orden. Sehr populär ist Uwe Zieglers Werk Kreuz und Schwert. Die Geschichte des Deutschen Ordens und etwas älter, aber schon von den Ideen der neueren Forschung durchzogen ist die Monographie von Dieter Zimmerling Der Deutsche Ritterorden aus dem Jahre 1988. Hartmut Boockmann beschäftigte sich in seinen 12 Kapiteln aus seiner Geschichte vornehmlich mit der Geschichte des Ordens im Preußenland. Hermann Schreiber geht sogar noch weiter und beschränkt die Geschichte des Deutschen Ordens in Preußen und Baltikum unter den Kreuzrittern. Die Geschichte des Deutschen Ordens sogar ganz auf den Ostseeraum. Die Aufsätze, die sich auf die Geschichte des Deutschen Ordens in Preußen und dessen Auswirkungen im besagten Gebiet beziehen, behandeln vordergründig die Fragwürdigkeiten der Urkunden, welche die Basis der dortigen Missionierung dargestellt hatten. Beispielsweise konzentrierte sich Erich Weise in seinem Aufsatz Interpretation der Goldenen Bulle von Rimini (1226) nach kanonischen Recht auf die Privilegien des Kaisers Friedrich II. Andere kurze Abhandlungen legen ihr Augenmerk auf die „Entwicklungshilfe“, die der Deutsche Orden im preußischen Gebiet leistete. Zu ihnen gehört unter anderem Henryk Samsonowicz mit seinem Aufsatz Der Deutsche Orden als Wirtschaftsmacht des Ostseeraumes. Zenon Hubert Nowak und Bernhart Jähning widmeten sich auch den wirtschaftlichen Auswirkungen des Deutschen Ordens im Preußenland.

Die vorliegende Arbeit ist auf den ersten Blick chronologisch aufgebaut, geht aber auch vom Allgemeinen zum Spezifischen, das heißt von der allgemeinen Geschichte des Deutschen Ordens hin zu den Urkunden, die ihnen eine Etablierung im Ostseeraum ermöglichen sollten. Zuerst sollen die Gründungsgeschichte und die Umstände untersucht werden, die aus dem Hospitalorden einen Ritterorden werden ließen. Die Zwiespältigkeit der Verantwortungsbereiche war also von Beginn an gegeben. Eine große Basis für die weitere Entwicklung des Ordens bildeten die vielen Gönner, die ihn mit Privilegien und Land ausstatteten und er auf diese Weise schnell zu einer beachtlichen Selbstständigkeit gelangen konnte. Diese war schließlich eine Grundvoraussetzung für das Vorhaben sich in Preußen als Landesherr zu etablieren. Ein erster Versuch im Burzenland, der hier vorbereitend auf das Unternehmen in Preußen analysiert wird, sollte scheitern. Ausgewählte Darstellungen und Untersuchungen zur Vorgeschichte sind nötig, um die Entscheidung für Preußen nachvollziehen zu können. Auch in Preußen gab es schon vor dem Wirken des Deutschen Ritterordens zahlreiche Versuche, das Gebiet zu missionieren. Im Baltikum sollten der Schwertbrüderorden und der Dobriner Orden sogar noch während den Anfängen des Deutschen Ordens in Preußen scheitern. Rückschläge und Errungenschaften werden im 13. Jahrhundert in themenbedingten Auswahlen dargestellt und analysiert. Anschließend werden die wichtigsten Akteure, die mit diesem Vorhaben in Verbindung gebracht werden, hinsichtlich ihrer Intentionen untersucht, die sie dazu gebracht haben könnten, den Deutschen Ritterorden mit der Heidenmission und späteren Staatsbildung, die hier aber noch untersucht werden muss, zu beauftragen. Zu ihnen gehören der Hochmeister Hermann von Salza, Kaiser Friedrich II., Herzog Konrad von Masowien und Papst Gregor IX. Danach wird eine Analyse drei ausgewählter Urkunden folgen, von denen die Goldene Bulle von Rimini aus dem Jahre 1226/1235, ausgestellt in der kaiserlichen Kanzlei, eine besondere Rolle spielen soll. Ihr folgen der umstrittene Vertrag von Kruschwitz von 1230, der aus der Feder Herzog Konrads von Masowien stammen soll und die päpstliche Bulle von Rieti aus dem Jahre 1234.

Bevor es zur eigentlichen Untersuchung der These kommen kann, werden noch die Ziele und die zu verfolgenden Fragen der Arbeit festgelegt und anschließend eine Begriffsklärung der „Ostkolonisation“ vorgenommen.

0.1) Ziele der Arbeit

In dieser Arbeit werden ausgewählte Aspekte der Geschichte des Deutschen Ordens hinsichtlich der jeweiligen Absichten untersucht. Es ist eine Analyse der Intentionen auf den verschiedenen Stationen der Ordensgeschichte des 13. Jahrhunderts am konkreten Beispiel, hier besonders bezüglich der Unterwerfung und Missionierung der Pruzzen.

Es soll zum Einen festgestellt werden, ob die Heidenmission schon von Beginn an das Ziel des Deutschen Ordens war oder ob es andere Institutionen gab, die ein Interesse gehabt haben könnten, dem ursprünglichen Hospitalorden diese Aufgabe zu erteilen. Die anfänglichen Tätigkeiten des Deutschen Ordens in Preußen werden daraufhin untersucht, ob sie eine reine Heidenmission gewesen waren oder ob schon damals andere Ambitionen eine Rolle gespielt hatten. Die Ostsiedlung beispielsweise ist Teil der Geschichte des Mittelalters und beschränkte sich nicht nur auf die Unternehmungen des Deutschen Ordens in Preußen. Die Kulmer Handfeste hingegen ist ein Beleg für die gewollte Neustrukturierung des Deutschen Ordens in Preußen und auf dieser Grundlage könnte man meinen, dass der Ritterorden schon früh über das Ziel der Heidenmission hinausging. Die Aufstände der Pruzzen ab der Mitte des 13. Jahrhunderts waren eines der Resultate der eventuell zu raschen Heidenmission. Doch die Intentionen des gesamten Ordens treten in den Hintergrund, betrachtet man die wichtigsten Akteure, die den Weg nach Preußen ebneten. Die Motivationen des Hochmeisters Hermann von Salza, von Kaiser Friedrich II., von Herzog Konrad von Masowien und die des Papstes sollen untersucht und die Frage nach dem eigentlichen Initiator geklärt werden. Die anschließende Analyse von ausgewählten Quellen soll die Intentionen der Akteure entweder stützen oder diese widerlegen. Auch der ursprüngliche Auftrag, der in den einzelnen Urkunden dem Deutschen Orden erteilt wurde, soll dahingehend analysiert werden, ob er den Deutschen Orden mit der Heidenmission beauftragte oder ob er ihm den Weg hin zur selbstständigen Territorialherrschaft geebnet hatte. Es muss auch untersucht werden, inwiefern die einzelnen Gönner den Deutschen Orden kontrollieren wollten oder ihm freie Hand ließen. Zudem hätte man den Deutschen Ritterorden in seinen Anfängen überfordern können, wie es möglicherweise wenig später durch das Drängen des Papstes in Livland geschehen ist. Die Inkorporationen mit dem Dobriner Orden und dem Schwertbrüderorden brachten also nicht nur positive Effekte hervor. Auch dies wird später noch zur Sprache kommen.

Schließlich soll die Frage beantwortet werden, ob die Definition einer Heidenmission zutrifft oder welche Aspekte möglicherweise für eine Staatsbildung unter dem Wirken des Deutschen Ordens in Preußen sprechen würden und ob die Ritterbrüder deswegen über ihr eigentliches Ziel weit hinausgegangen wären, dem Ziel der Missionierung.

1) „Ostkolonisation“

An dieser Stelle wird nun aufgrund der Titelwahl der Hausarbeit eine Begriffsklärung des Ausdruckes „Ostkolonisation“ allgemeiner Art und im Zusammenhang mit dem Deutschen Ritterorden erfolgen.

Der Begriff „Ostkolonisation“ gilt in der neueren Forschung als veraltet und als Abwertung des neutralen, heute hauptsächlich verwendeten Begriffs der „Ostsiedlung“: „Die Ostsiedlung, auch mit den negativen Begriffen „Ostkolonisation“ und „Deutscher Drang nach Osten“ behaftet, war ein mitteleuropäisches Phänomen von der Mitte des 12. Jahrhunderts bis ca. 1400, das zu den umstrittenen Themen der tschechischen, polnischen und deutschen Historikerinnen und Historikern gehört.“6 Wie Knefelkamp in seiner kurzen, aber sehr treffenden Definition der „Ostsiedlung“ anmerkt, löst diese einen Konflikt aus, der schon vor rund 1000 Jahren begann und bis heute, wenn auch nur noch in Form der wissenschaftlichen Auseinandersetzung, andauert. Denn schon am Ende des 10. Jahrhunderts begann der „Drang nach Osten“, der die Ziele der „landwirtschaftliche[n] Urbarmachung, Germanisierung und Christianisierung“ verfolgte. Manchmal ereigneten sich die Wanderungsbewegungen aus eigenem Antrieb heraus, aber gewöhnlich wurden sie von Fürsten durchgeführt und gewannen so ein immenses Ausmaß.7 Bis in die Mitte des 14. Jahrhunderts dauerte diese Bewegung an und ebbte schließlich mit dem Ausbruch und der Ausbreitung der Pest ab. Aufgrund dessen war bis in die 1350er Jahre hinein ein großes Bevölkerungswachstum Osteuropas zu verzeichnen, das kurz stagnierte, sich dann aber wieder bis in das 17. Jahrhundert hinein durch weitere Ostsiedlung vermehrte.

Von der Ostsiedlung betroffen waren Gebiete, die sich östlich von Elbe und Saale befanden und sich bis nach Estland erstreckten. Dort wurden nach und nach Städte und Dörfer errichtet oder schon vorhandene ausgebaut. Die Siedler selbst kamen zunächst aus Brandenburg und Pommern, später entstanden dann für die schon ansässigen Einwohner der neu gewonnenen Territorien noch weiter ostwärts abermals Städte und Dörfer, in die sie umsiedelten.8

„Die deutsche Ostwanderung, die Siedlungs- und Herrschaftsbegründung also hat Tradition; der Deutsche Ritterorden ist ein Teil von ihr.“9 Die Heidenmission des Deutschen Ordens in Preußen beabsichtige folglich nicht nur die Bekehrung der Nichtgläubigen, sondern auch die Umsiedelung und Neustrukturierung der eroberten und anschließend missionierten Gebiete.10

Von einer Ostsiedlung schon im 13. Jahrhundert, durchgeführt vom Deutschen Orden, kann nur in Ansätzen die Rede sein: „Die Besiedelung der Deutschordensgebiete verlief in den Jahren 1230-1283 zumeist eher sporadisch und zufällig. Eine systematische Siedlungspolitik begannen der Deutsche Orden und die preußischen Bischöfe erst an der Wende vom 13. zum 14. Jahrhundert.“11 Die anfänglich stockende Heidenmission ließ eine Ostsiedlung also kaum zu. Gründe dafür waren primär Aufstände in der Bevölkerung. Nichtsdestotrotz organisierte der Deutsche Ritterorden in der Zeit bis zum ersten Pruzzenaufstand im Jahre 1243 in den eroberten Gebieten eine Ausgangsbasis, die es ihm ermöglichte, das Land neu zu besiedeln. Die gewaltsamen Auseinandersetzungen vor und während des Einmarschs des Deutschen Ordens haben in Preußen große Spuren der Verwüstung hinterlassen. Infolgedessen war es für den Ritterorden unausweichlich, das Land neu zu strukturieren und mit einer Ostsiedlung zu beginnen, welche die durch die Kriege geschrumpfte Bevölkerungszahl wieder erhöhen sollte.12 Uwe Ziegler schreibt jedoch, dass die Zahl der Bewohner in Preußen schon vor der Missionierung des Deutschen Ordens eher gering einzuschätzen sei: „Das Land zwischen Memel und unterer Weichsel war, als es in den Blick der Deutschordensritter geriet, von den Pruzzen bewohnt, jedoch nicht so dicht besiedelt wie der Westen Europas. Es gab also noch genügend ungenutzte Flächen, auf denen sich Neusiedler niederlassen oder Städte gegründet werden konnten.“13 Dies lässt die Vermutung zu, dass der Deutsche Orden schon von vornherein im Begriff war, nach seinem Eindringen, eine Neu- und Umsiedelung durchzuführen, die Heidenmission somit nicht sein übergeordnetes Ziel war.

Die Organisation der Ostsiedlung war von Land zu Land und sogar über die Jahrhunderte hinweg gleich geblieben. Es bewährte sich Lokatoren zu bestimmen, die um neue Siedler warben und die Umsiedelung von der Beförderung, über die Zuweisung der Grundstücke bis hin zur Ausgabe von Lebensmitteln und Saatgut durchführten.14 Der Deutsche Orden tat es den Vorbildern der Ostsiedlung gleich und außerdem erleichterte die Tatsache, dass die deutschen Neusiedler in Gemeinden oder Städten nach dem „kulmischen Recht“15 beheimatet waren und somit ohne Hindernisse in Orte umzusiedeln konnten, in denen das entsprechende Recht galt, die gesamte Ostsiedlung in preußisches Gebiet.16 „Auf diese Weise entstand in Ostmitteleuropa eine neu geformte Kulturlandschaft mit Dörfern und Städten.“17 Wie Knefelkamp erkennt auch Ziegler in der Ostsiedlung positive Effekte, die nicht nur die Neusiedler, sondern auch die einheimische Bevölkerung zu spüren bekamen:

Die Ostsiedlungsbewegungen des 12. bis 14. Jahrhunderts sind eine der wenigen Aktionen der Geschichte, von denen alle Beteiligten profitieren: der Landesherr durch neue Untertanen, urbar gemachtes Land und folglich verbesserte Einkünfte; die Untertanen durch eine erheblich bessere Rechtsstellung; die Lokatoren durch größeren Besitz oder die Zuweisung von einkommensgleichen Rechten. Selbst die Pruzzen profitierten - in der Regel - von diesen Ansiedlungsmaßnahmen. Denn sie waren ausdrücklich nicht ausgeschlossen von der Landerschließung.18

Diese Ansicht wird jedoch bis heute fast ausschließlich nur von deutschen Historikern vertreten. Die osteuropäische Forschung sieht in der Ostsiedlung bis heute das vordergründige Motiv die ungläubigen Pruzzen auszurotten, was in der Tat zum Teil geschah, aber überwiegend in der Zeit der Aufstände.

Der Titel „Ostkolonisation“ wurde schließlich gewählt, um die Uneinigkeit der Bewertung auch in der heutigen Forschung zwischen Osteuropa und Deutschland aufzugreifen. Zudem soll in der Hausarbeit untersucht werden, inwiefern der Deutsche Orden durch seine „Ostsiedlung“ auch positive Errungenschaften, wie hier im Zitat von Ziegler schon vorab angedeutet, die der ansässigen Bevölkerung Nutzen brachte, in den eroberten Gebieten vorweisen kann.

2) Die Gründungsgeschichte des Deutschen Ordens

Vor der eigentlichen Gründung des Deutschen Ordens soll es bereits eine Gruppierung deutscher Pilger gegeben haben, die sich ungefähr im Jahre 1120 in Jerusalem zusammenfanden. Zur gleichen Zeit entwickelten die Templer und Johanniter sich zu den zwei bedeutendsten und größten Ritterorden. Lange Zeit nahm man an, dass diese Zusammenkunft einiger Dutzend Brüder die Vorfahren des späteren Deutschen Ordens gewesen sein mussten. 1187 aber verlor sich ihre Spur, wahrscheinlich aufgrund der Stadtübernahme von Saladin.19 Schon zwei Jahre nach der Übernahme Saladins legten vermutlich zwei Kaufleute, der eine aus Bremen, der andere aus Lübeck, den Grundstein des Deutschen Ordens. Rekonstruiert werden konnte dies bis dato aber nicht. Sie sollen in der durch Kreuzfahrerheere belagerten Stadt Akkon ein Feldspital gegründet haben. Dieses stand in erster Linie den deutschen Kreuzrittern zur Verfügung. All dies taten sie aus eigener Initiative heraus. Erst Herzog Friedrich von Schwaben erwirkte im Jahre 1190, dass dieses Spital zu einer bestehenden Institution werden konnte und es erhielt den Namen „Hospital Sankt Mariens der Deutschen zu Jerusalem“, welcher die Anbindung an das Heilige Land aufzeigt. Zimmerling ist auch der Meinung, dass es wohl schon zuvor existiert haben musste, sonst hätte Guido von Lusignan im gleichen Jahre dem Lazarett keine Schenkungskurkunde ausstellen können. Dennoch setzt er das Gründungsdatum viel später an, und zwar im Jahr 1189, in dem die Belagerung von Akkon begann und vorher kein Grund bestanden haben könnte, ein Lazarett zu errichten.20

Es ist sehr wahrscheinlich, dass es solche Feldspitäler, in denen sich Brüder aufopferungsvoll dem Wohl ihre Landsleute widmeten, auch an anderer Stelle gab. Es stand schließlich gewissermaßen an der Tagesordnung, dass in der Zeit der Kreuzzüge Zeltspitäler errichtet worden sind, vor allem bei längeren Belagerungszeiten und kurz darauf wieder abgebaut wurden.21 Doch leider wurden uns hierzu keine Quellen hinterlassen. Dieses legt den Schluss nahe, dass die Begebenheiten in Akkon um das Jahr 1190 nicht ohne Hintergedanken festgehalten worden sind. Der Anlass hierfür ist eindeutig, und zwar die Entstehung eines der drei größten Ritterorden, des Deutschen Ordens.22

Es war sogar der Deutsche Orden selbst, der uns seine eigene Gründungsgeschichte überliefert hat. Die Schrift lautet De primordis ordinis Theutonici und stammt aus dem Jahre 1245 von einem uns heute nicht bekannten Verfasser, der aber dem Deutschen Orden angehört haben musste.23

Der Text von 1245 lautet nach einer Übersetzung von Sarnowsky wie folgt:

In der Zeit, als Akkon von einem christlichen Heer belagert und mit Gottes Hilfe aus der Hand der Ungläubigen befreit wurde, errichteten einige Männer aus den Städten Bremen und Lübeck im Heer unter günstigen Vorzeichen ein Hospital unter dem Segel eines Schiffes, das Kogge genannt wird, um zur Ehre Gottes Werke der Barmherzigkeit auszuüben (…). In dieses nahmen sie viele und verschiedene Kranke auf, und indem sie reinen Herzens die Aufgaben der Menschlichkeit erfüllten, sorgten sie mit Umsicht und großem Eifer für das Hospital bis zur Ankunft des erlauchten Herzogs Friedrich von Schwaben, des Sohns Kaiser Friedrich Barbarossas. (…)24

Der Deutsche Orden stellt die eigene Gründungsgeschichte als eine Geschichte ohne Makel dar. Im nächsten Zitat aus dem Text De primordis ordinis Theutonici wird vom Verfasser dargestellt, welche naheliegenden Ziele der Orden bei seiner Gründung verfolgt haben musste. Zu bemerken ist, dass der Deutsche Orden bis Ende des 13. Jahrhunderts den Sitz im Heiligen Land nicht aufgeben wollte und diese Absicht ist wohl schon in den Text von 1245 mit eingeflossen:

„in der Hoffnung und dem Vertrauen, dass das Heilige Land dem christlichen Glauben zurückgegeben und dann in der Stadt Jerusalem das Haupthaus des Ordens entstehen würde (…)“25

Der Ordenschronist Peter von Dusburg sorgte schließlich im 14. Jahrhundert dafür, dass die Gründungsversion von 1245 allgemein bekannt wurde und bis heute noch Bestand hat.26

Zur Gründungsgeschichte des Deutschen Ordens ist es außerdem wichtig anzumerken, dass seine Geburtsstunde unter einem guten Stern stand. Der Deutsche Ritterorden konstituierte sich in einer Zeit, in der die beiden anderen großen Ritterorden, die Templer und die Johanniter, schon lange Bestand hatten. Er konnte sich also an deren Gepflogenheiten orientieren und auf diese Weise schnell und ohne große Hürden, zum Beispiel durch Uneinigkeiten mit der Kurie, welche den Traditionen der anderen beiden Ritterorden und somit auch denen des Deutschen Ordens zustimmte, eigene Strukturen aufbauen.27 Auch Sonthofen bekräftigt diese angenehme Ausgangslage: „Vom Standpunkt des Ordens aus gesehen, fiel seine Gründung in eine günstige Zeit. Das Rittertum stand gerade in seiner höchsten Blüte. Da bereits geistliche Ritterorden bestanden, konnte man auf deren Erfahrungen zurückgreifen und Fehler vermeiden.“28 Max Perlbach belegt diese Annahme mit der Tatsache, dass sich die Deutschordensregel hauptsächlich an der Regel der Tempelritter orientierte.29

Der Weg zum eigentlichen Ritterorden war aber dennoch nicht unmittelbar möglich. Zunächst wurde die Bruderschaft von einer Verbündung der Laiensamariter in einen Hospitalorden umgewandelt. Diese Genehmigung erfolgte durch den Papst und zeugt von dem besonderen Stellenwert, den der Orden schon vor der Umwandlung in einen Ritterorden genossen hatte. Am 5. März 1198 wurde der Hospitalorden von den in Akkon zusammengekommenen Fürsten des Reiches zum geistlichen Ritterorden ernannt, und nannte sich fortan „Orden der Brüder des Hospitals St. Marien der Deutschen zu Jerusalem“.30 Deshalb gilt das Jahr 1198 als das offizielle Gründungsjahr des Deutschen Ordens.31 Mit der Erhebung zum Ritterorden ist die Phase der Entstehung des Deutschen Ordens zur Vollendung gelangt. Nun trat neben die Aufgabe der Nächstenhilfe auch der militärische Kampf gegen die Heiden.32

Trotz der Gleichstellung mit den Templern und Johannitern unterschied der Deutsche Orden sich von den beiden anderen großen Ritterorden in seiner Basis: „Zum einen standen an seiner Wiege Kaufleute […]. Zum anderen wurde der Deutsche Orden von Laien gegründet; ihre Herkunft und ihre soziale Stellung sind allerdings weitgehend unbekannt.“33 Dies sollte aber im Laufe der Zeit keinen möglichen negativen Einfluss auf die weitere Entwicklung des Ordens nehmen, im Gegenteil, durch die Unterstützung des Papstes und des Kaisers konnte er seine Stellung im Mittelmeerraum und später in Nordosteuropa Schritt für Schritt festigen.34

Ob der Deutsche Orden selbst diese Wendung seines Werdens gewollt hatte oder ob eine Notwendigkeit der Entstehung eines neuen Ritterordens, von der Papst und Kaiser möglicherweise wegen der prekären Lage im Heiligen Land überzeugt gewesen sein könnten, die Ursache der Umbenennung in einen Ritterorden darstellten, ist nicht nachweisbar. Denn „die Gründungsphase des Deutschen Ordens, […] der Zusammenschluss der deutschen Ritter zum Schutz von Spitälern und Pilgerheimen, [liegt]weitgehend im Dunkel.“35

In den folgenden beiden Unterpunkten werden, bezogen auf die Gründungsphase, noch einmal ausführlicher der Widerspruch der Verantwortungsbereiche des Deutschen Ordens einerseits und dessen positive Ausgangsbasis andererseits näher analysiert werden.

2.1) Die Zwiespältigkeit der Verantwortungsbereiche

Die Brüder, die sich anfangs in Jerusalem zusammenfanden, hatten sich die Armen- und Krankenpflege zur wichtigsten Aufgabe gemacht. Diese Tatsache wird auch später noch in den Vorschriften des Ritterordens deutlich gemacht. Dort hätten sie sich neben den Regeln der Templer und der Johanniter auch an denen der Bettelorden, beispielsweise der Dominikaner, orientiert. Dies kann aber nicht eindeutig nachverfolgt, sondern nur aufgrund überschneidender Inhalte angenommen werden.36 Udo Arnold schreibt in seinem Aufsatz Vom Feldspital zum Ritterorden. Militarisierung und Territorialisierung des Deutschen Ordens (1190 - ca. 1240), dass eine Absicht zur Erweiterung der Verantwortung des Deutschen Ordens um den militärischen Bereich im Orden selbst und auch von außen nie bestanden habe: „Eine Militarisierung des deutschen Hospitals von Akkon aus eigenem Antrieb oder seitens des Königs von Jerusalem oder durch die Kurie war nicht gegeben[.]“37

Aber die militärische Verantwortung stieg, allein durch die Wahl der Regeln für den Orden, die vornehmlich durch den Papst erfolgte. Innozenz III. war es, der das deutsche Hospital direkt unter seinen Schutz stellte und bei der Entscheidung der Übernahme der Ordensregel der Templer für den militärischen Part und der Johanniterregel für den Part der Fürsorge maßgeblich mitwirkte.38 Neben der Kurie hatte auch der Kaiser seinen Teil zur Militarisierung beigetragen. Udo Arnold beschreibt schlüssig, dass es neben dem Eigenengagement des Ordens vorwiegend der Kaiser gewesen sei, der ein Interesse an der Militarisierung des Ordens gehabt haben musste, um seine Kreuzzugsvorhaben besser verwirklichen zu können.39 Am Ende seines abwägenden Aufsatzes kommt Udo Arnold zu dem Schluss, dass es tatsächlich nicht der Deutsche Orden selbst gewesen sein konnte, der seine Militarisierung vorantrieb, sondern Heinrich VI., der sich stark auf den Raum des Mittelmeeres konzentrierte und einen weiteren Orden, der ihm Kreuzritter zur Verfügung stellte, gut gebrauchen konnte.40

Später kam die erfolgte Verschiebung der Prioritäten den eigenen Plänen des Deutschen Ordens und seinem Hochmeister Hermann von Salza sehr entgegen. Die Missionierung der Pruzzen konnte nicht auf friedliche Art und Weise vonstatten gehen und bedurfte ausgiebig des militärischen Zweiges seiner Bruderschaft: „In Preußen sah die Situation jedoch anders aus. Hierher kam der Orden zum Kampf, als Eroberer heidnischer Territorien. Das ritterliche Element stand eindeutig im Vordergrund.“41

Die ursprünglichen Absichten des Deutschen Ordens waren die der selbstlosen Krankenfürsorge, die später durch die Ernennung zum Ritterorden mit dem großen Ziel der Heidenmission an sekundäre Stelle verdrängt wurden. Schon Walter Hubatsch deutet in den 1950ern das Bild des Deutschen Ordens im Mittelalter, wie es auch heute noch oftmals dargestellt wird, als zu einseitig:

Die ritterlichen Eigenschaften des Deutschen Ordens haben die Vorstellung entstehen lassen, als ob die Deutschherren vornehmlich eine politische Kampfgemeinschaft gebildet hätten. Ihre ursprüngliche Gründung als geistliche Kongregation ist dahinter zurückgetreten, obwohl sie für das Wesen dieser mittelalterlichen Bruderschaft von nicht geringer Bedeutung gewesen ist.42

2.2) Frühe Selbstständigkeit als Ausgangsbasis der Besitzungen des Deutschen Ordens

Obwohl die Brüder des Deutschen Ordens wahrscheinlich keine eigenen Absichten hegten, sich zu militarisieren, wurde ihnen am Anfang vieles leicht gemacht und durch die Unterstützung vieler Parteien konnten sie schnell zu Besitzungen und somit auch zu Macht und Ansehen gelangen.

Die frühe Selbstständigkeit des Deutschen Ritterordens, die sich bei den anderen Ritterorden erst nach einer gewissen Zeit einstellte, ist vor allem damit zu begründen, dass er sich ohne große Auseinandersetzungen und Hürden, wie zuvor schon angemerkt, bilden und strukturieren konnte: „Während sich dies aber bei den Johannitern in einem langen Prozess und unter großen Widerständen vollzog, wandelte sich der Deutsche Orden innerhalb weniger Jahre und ohne innere Konflikte. Bald entstanden auch neue Strukturen.“43

Daher legte der Deutsche Orden nicht unbedingt selbst den Grundstein für seine Missionstätigkeiten. Früh erhielt er Privilegien und Rechte, auf welche die anderen Orden wesentlich länger warten und für diese auch drängen mussten. Eine Begründung hierfür könnte sein, dass dem Orden schon früh die militärische Verantwortung aufgetragen wurde. Dies geschah sogar schon vor der Erhebung zum Ritterorden und somit vor dem Jahre 1198, dem allgemein anerkannten Entstehungsdatum des Deutschen Ordens: „Schon seit 1193 war das deutsche Hospital für den Unterhalt eines Teils der Mauern, Tore und Gräben Akkons verantwortlich.“44

Doch allein dies konnte nicht für die frühe Selbstständigkeit des Ordens verantwortlich sein. Macht spiegelte sich im Mittelalter vor allem dadurch wider, wie viele Besitztümer, also wie viel Land man besaß. Aus diesem Grunde kann man den Landschenkungen, von denen der Orden eine nennenswerte Menge erhielt, die größte Signifikanz zusprechen. Der Orden vermehrte seine Besitzungen auf der Basis vieler möglicher Ursachen. Auf der einen Seite waren die Belehnungen des Kaisers, anderen Königen und verschiedenen Herzögen, die auch ein Interesse daran hatten, Palästina zu verteidigen und somit den Ritterorden zu einer vermehrten Teilnahme an den Kreuzzügen zu veranlassen. Auf der anderen Seite kauften sich Adelige, Fürsten und auch Könige durch Belehnungen für den Deutschen Ritterorden von der eigenen Initiative bezüglich der Kreuzzüge frei. Frühe Unterstützung erhielt der Orden beispielsweise von den Königen von Jerusalem und Armenien. Auch Konrad von Masowien, dem später ein eigener Unterpunkt gewidmet wird, beschenkte den Deutschen Orden. Dieser Sachverhalt ist aber bis heute umstritten, da der Vertrag von Kruschwitz angezweifelt wird. Unter anderem erhielt der Orden nicht nur Schenkungen aus dem Gebiet des römisch-deutschen Reiches, sondern aus ganz Westeuropa und dem Bereich des Mittelmeeres.45 Manchmal wurden aber auch Geschenke finanzieller Art getätigt: „Auch Heinrich III. von England sagte dem Orden eine Rente, feste jährliche Einkünfte, zu.“46

Doch den größten Stellenwert in puncto Förderung des Deutschen Ordens nahmen das Haus der Staufer und die Kurie ein. Aufgrund der Tatsache, dass sich der Deutsche Orden auf die Hilfe für deutsche Kreuzfahrer konzentrierte, konnte er sich dem Interesse und der Unterstützung des römisch-deutschen Kaisers sicher sein:

So als ein Glied der internationalen Ordensgemeinschaften auf dem neutralen Boden Palästinas erwachsen, erhält er doch sofort eine besondere Note, indem er, von vornherein zum Schutze deutscher Pilger bestimmt, lediglich aus deutschen Mitgliedern besteht und dadurch - im Unterschiede von den beiden anderen Orden - in ein Verhältnis nicht nur zu der Kirche, sondern auch zu der anderen universalen Macht der Zeit, die zugleich auf nationaler Grundlage ruhte, dem deutschen Kaisertum, tritt.47

Schon im Jahre 1191 nahm Papst Clemens III., wie auch später Innozenz III., den damaligen Hospitalorden unter sein persönliches Schutzschild. Cölestin III. erlaubte 1196 die Beisetzung nicht zur Bruderschaft gehörender Verstorbener und die selbstständige Ernennung des Ordensmeisters. Obwohl die Ritterbrüder nun weitgehend eigenständig waren, standen sie immer noch unter dem Schutz und somit unter der Amtsgewalt der Kirche.48

Udo Arnold untersucht in seinem Aufsatz Der Deutsche Orden - ein staufischer Hausorden?, inwiefern diese Frage bejaht werden kann. Der Deutsche Orden wird zwar oftmals als der „Staufische Hausorden“ bezeichnet, doch Arnold weist darauf hin, dass es erst unter Friedrich II. zu einer engeren Beziehung gekommen sei und nicht schon, wie oftmals vermutet, unter Friedrich I. Barbarossa oder Heinrich VI.49 Nach der ersten Begegnung zwischen Hermann und Friedrich im Jahre 1216 kam es zu einer engen Bindung der beiden. „Der Deutsche Orden wurde fortan zu einer Stütze der staufischen Herrschaft im Reich, in Sizilien und in Unteritalien.“50

Dass erst unter Hermann von Salza und seiner beratenden Tätigkeit für den Kaiser eine Förderung durch das Haus des Kaisers stattfand, beweist der Umstand, dass die Zeit vor dem Zusammentreffen der beiden Akteure von fehlender Selbstständigkeit und großer Bescheidenheit seitens des Ordens geprägt war. Dies wird besonders dadurch verdeutlicht, dass über die Hochmeister vor der Amtszeit Hermann von Salzas so gut wie nichts bekannt ist: „Diese bescheidenen Anfänge spiegeln sich auch in der Reihe der ersten Meister. Von Heinrich Walpot, Otto von Kerpen und Heinrich Bart kennt man kaum mehr als die Namen, den in den Ordensnekrologien, den Listen der Gedenktage für die verstorbenen Mitglieder des Ordens, überlieferten Todestag (ohne das Jahr) und den Ort ihrer Bestattung, Akkon.“51

Es war folglich in erster Linie das Wirken des Kaisers und Hermann von Salzas, welches den Orden zu Beginn des 13. Jahrhunderts zu rascher Macht gelangen und sich zu einer stabilen Institution entwickeln ließ. Dies hatte zur Folge, dass der Deutsche Orden die meisten Schenkungen nicht im Gebiet des Heiligen Landes erhalten hatte, wie er es sich wahrscheinlich zunächst gewünscht hätte und dort noch bis Ende des 13. Jahrhunderts versuchte, sich zu etablieren, sondern aus dem römisch-deutschen Reich.52

Auf die Beziehungen, die der Deutsche Orden vor allem unter seinem Hochmeister Hermann von Salza zu Kaiser und Papst pflegte, soll in dieser Arbeit später noch sehr ausführlich eingegangen werden.

Aufgrund der Vielzahl der Schenkungen und Privilegien, besonders der Privilegien verliehen durch den Papst und den Kaiser, konnte der Deutsche Ritterorden binnen kurzer Zeit einen hohen Grad an Selbstständigkeit erlangen, welcher ihm den Weg zunächst nach Siebenbürgen und später dann nach Preußen einfacher machen sollte.

3) Der Deutsche Orden im Burzenland - ein lehrreiches Unternehmen

Bevor nun auf das Hauptaugenmerk der Arbeit, und zwar das Wirken des Deutschen Ordens in Preußen, eingegangen werden kann, muss auf ein ähnliches Projekt, das kurz zuvor stattfand und letztendlich scheiterte, hingewiesen werden. Da es ein Kapitel der Ostpolitik des Ordens, wenn auch nur ein kleines, gewesen war, ist es unablässig, dessen Verlauf zu analysieren, auch wenn man über dessen Ausgang in den Reihen der Deutschordensritter weniger erfreut gewesen sein musste.

Das Wirken im Burzenland gilt als der erste, aber gescheiterte Versuch der Territorialbildung des Deutschen Ordens im östlichen Europa. Die Chancen schienen zu Beginn gut für ihn zu stehen, denn unter anderem war er als alleiniger Orden im Burzenland tätig geworden und musste eine Konkurrenz anderer Ritterorden nicht fürchten. Auf die Unterstützung der Kurie konnte er scheinbar auch setzen.

Die Anfänge um das Jahr 1211 stellten sich für den Orden wahrlich als Glücksgriff dar. König Andreas II. von Ungarn beschenkte den Deutschen Orden mit dem Burzenland unter der Bedingung, dass er die Grenze Ungarns gegen die Kumanen absichern sollte. Zunächst kam König Andreas II. dem Deutschen Orden sehr entgegen. Er gestattete ihm beispielsweise das Zehntrecht, das Münzrecht und das in Ungarn besondere Privileg zum Bau von Burgen.53 Jene Privilegien und Zugeständnisse erhielt der Orden hauptsächlich im Jahr 1222, also erst gegen Ende seines Wirkens in Ungarn.54 Im besagten Gebiet erbaute der Orden schließlich sechs Burgen und versuchte auf diese Weise Fuß zu fassen und die Macht über das Territorium auszuweiten. Allen voran, so sagt es die Geschichtsschreibung, sei es Hochmeister Hermann von Salza gewesen, der aufgrund der sehr zersplitterten Gebiete des Deutschen Ordens einen eigenen Territorialstaat angestrebt habe.55

Der Deutsche Orden wollte augenscheinlich mehr, als nur die Bekehrung der Kumanen erreichen, denn sofort nach der Eroberung der Besitzungen versuchte der Deutsche Ritterorden seinen Einflussbereich zu erweitern: „In erster Linie strebte er nach der Aufhebung der Jurisdiktion des siebenbürgischen Bischofs in seinem Gebiet.“ Mit dieser Absicht schuf der Orden sich die Missgunst nicht nur des Königs von Ungarn, sondern auch von dessen Thronfolger Bela.56

1224 versuchte letztendlich auch noch der Papst das Burzenland zum Besitz der Kurie zu machen und förderte deswegen den Deutschen Ritterorden bei der Bildung eines eigenen Territorialstaates.57 Der Heilige Stuhl hatte also auch ein Interesse an der Bildung eines Staates unter der Herrschaft des Deutschen Ordens, der unter dem Schutz des Papstes und somit auch dessen Einflusssphäre stand. Das Einmischen des Papstes gilt allgemein als der Auslöser des Niedergangs des Deutschen Ordens in Siebenbürgen: „Allerdings scheiterten diese Absichten nach recht guten Anfangserfolgen bald, als der Orden von Papst Honorius III. im Jahre 1224 erwirkte, dass dieser das Ordengebiet in das Eigen des hl. Petrus und den besonderen Schutz des apostolischen Stuhls aufnahm, d. h. aus dem ungarischen Staatsverband löste.“58

Der König von Ungarn geriet durch das Einmischen des Papstes immer mehr in Bedrängnis und suchte nach Lösungsmöglichkeiten, die seine Herrschaft in Ungarn garantieren konnten. Die Motivation von König Andreas lag nämlich darin, dass das Burzenland durch die Missionierung der Kumanen vergrößert werden würde und er so zu mehr Macht und Einfluss gelangen könnte.59 Nun musste er das Ruder an den Deutschen Orden beziehungsweise an die Kurie abgeben und somit konnte er seine eigenen Ziele nicht weiter verfolgen.

Schließlich versuchte König Andreas den Papst vom Missbrauch der Gastfreundschaft des Deutschen Ordens zu überzeugen. Doch dies gelang ihm nicht und somit vertrieb er im Jahre 1225 den Orden mit militärischen Mitteln und forderte zudem die Rückzahlung von Steuern, welche der Orden unrechtmäßig eingezogen hatte. Da die ungarische Armee dem Deutschen Orden in Zahlen hoch überlegen war, musste dieser schnell aufgeben und das Land verlassen.60 Hinzu kommt, dass die Ordensbrüder zuvor noch nie auf eine solch große militärische Offensivhandlung getroffen waren.61 Die von ihm erbauten Burgen wurden im Auftrag des ungarischen Königs Andreas II. wieder vernichtet.62

Für den Niedergang des Deutschen Ritterordens im Burzenland spricht vordergründig der Versuch dessen, einen „Staat im Staate“ zu gründen und dies auch noch in Zeiten, in denen starke innere Unruhen in Ungarn herrschten.63 Dieses Vorhaben war scheinbar von Anfang an zum Scheitern bestimmt.

Trotz der militärischen Niederlage konnte der Deutsche Orden keine großen Verluste verzeichnen und wurde in seiner Gesamtentwicklung nicht zurückgeworfen.64 Dies könnte den Orden, beziehungsweise seinen Hochmeister Hermann von Salza immer wieder dazu animiert haben, erneut, wenn auch nur auf diplomatischem Wege, um das Gebiet des Burzenlandes zu kämpfen. „Hermann von Salza hat einige Versuche unternommen, sich gegen die Vertreibung zur Wehr zu setzen. Noch 1231 ist er nach Ungarn gereist, um eine Rückgabe des Landes an den Orden zu erreichen - vergeblich.“65 Alle Versuche, mit der Unterstützung des Papstes erneute Rechte für das Land zu gewinnen, gingen nicht über verschiedene Bittschreiben an den ungarischen König hinaus. Dieser musste nun wohl verstanden haben, dass der Orden sich des Gebietes bemächtigen wollte.66

Der Deutsche Orden konnte aus der Misere aber dennoch etwas Positives mitnehmen: Eine Lehre, die daraus bestand, sich nicht ohne vorige vertragliche Absicherung eines Landes bemächtigen zu wollen.

[...]


1 TRETIN-MEYER, Maike (Hg.); ARNOLD, Udo (Text): Deutscher Orden 1190-2000. Ein Führer durch das Deutschordensmuseum in Bad Mergentheim, Baunach 2004. S. 28.

2 RETHWISCH, Conrad: Die Berufung des Deutschen Ordens gegen die Preussen, Göttingen 1868. (Neuerscheinung von 2005). S. 1.

3 In der Literatur wird der baltische Volksstamm der „Pruzzen“ durch die Andersschreibung von den späteren „Preußen“ unterschieden. In dieser Arbeit wird diese Unterscheidung ebenso angewendet.

4 MILITZER, Klaus: Die Geschichte des Deutschen Ordens, Stuttgart 2005. S. 10.

5 ZIEGLER, Uwe: Kreuz und Schwert. Die Geschichte des Deutschen Ordens, Böhlau/Köln u. a. 2003. S. 12.

6 KNEFELKAMP, Ulrich: Das Mittelalter: Geschichte im Überblick, Paderborn 22003. S. 241.

7 Vgl. und siehe: DEMURGER, Alain: Die Ritter des Herrn. Geschichte der geistlichen Ritterorden, München 2003. S. 72.

8 Vgl. SARNOWSKY, Jürgen: Der Deutsche Orden, München 2007. S. 43.

9 ZIMMERLING, Dieter: Der Deutsche Ritterorden, Düsseldorf 1988. S. 90.

10 Vgl. BOOCKMANN, Hartmut: Der Deutsche Orden. 12 Kapitel aus seiner Geschichte, München 1999. S. 115.

11 BISKUP, Marian; LABUDA, Gerard: Die Geschichte des Deutschen Ordens in Preußen. WirtschaftGesellschaft-Staat-Ideologie, Osnabrück 2000. (= Klio in Polen 6). S. 215.

12 Vgl. MILITZER (2005). S. 66.

13 ZIEGLER. S. 216.

14 Vgl. ZIEGLER. S. 216.

15 Kulmisches Recht: volkstümlich auch kölmisches Recht. Stadtrecht im Ordensland, regelte Besitzrecht an Höfen und Gütern. Obersten Instanz mit Sitz in Kulm, Magdeburg und nach 1466 auch in Königsberg. (http://www.memelland-adm.de/Lexikon/K/kulmische_handfeste.html, abgerufen am 28.08.2009)

16 Vgl. MILITZER (2005). S. 76.

17 KNEFELKAMP. S. 241.

18 ZIEGLER. S. 217.

19 Vgl. JOSSERAND, Philippe: Der Deutsche Orden, in: Ritterorden im Mittelalter, hg. v. Feliciano Novoa Portela und Carlos de Ayala Martínez, Stuttgart 2006, S. 167-193. S. 168.

20 Vgl. ZIMMERLING. S. 29.

21 Vgl. ARNOLD, Udo: Vom Feldspital zum Ritterorden. Militarisierung und Territorialisierung des Deutschen Ordens (1190 - ca. 1240), in : Balticum, hg. v. Zenon Hubert Nowak, Toru 1992, S. 25-36. (hier in: ARNOLD, Udo: Deutscher Orden und Preußenland: ausgewählte Aufsätze anlässlich des 65. Geburtstages, Marburg 2005, S. 133-142). S. 133-134.

22 Vgl. ZIEGLER. S. 26.

23 Vgl. BISKUP/LABUDA. S. 117-118.

24 PERLBACH, Max (Hg.): Die Statuten des Deutschen Ordens nach den ältesten Handschriften, Halle 1890. (Neuauflage Hildesheim, New York 1975), S. 159-160. (hier: Übersetzung von SARNOWSKY. S. 13)

25 PERLBACH (1890). S. 159-160. (hier: Übersetzung von SARNOWSKY. S. 13)

26 Vgl. BISKUP/LABUDA. S. 117-118.

27 Vgl. MILITZER (2005). S. 9-10.

28 SONTHOFEN. S. 21.

29 Vgl. PERLBACH (1890). S. XXXII (Einleitung, S. 32).

30 Vgl. SCHWAIGER, Georg: Mönchtum Orden Klöster. Von den Anfängen bis zur Gegenwart. Ein Lexikon, München 42004. S. 149.

31 Vgl. SONTHOFEN. S. 21.

32 Vgl. MILITZER (2005). S. 14.

33 ZIEGLER. S. 49.

34 Vgl. JOSSERAND. S. 169.

35 SCHREIBER, Hermann: Preußen und Baltikum unter den Kreuzrittern. Die Geschichte des Deutschen Ordens, Gernsbach 2003. S. 54.

36 Vgl. SARNOWSKY. S. 19.

37 ARNOLD (2005). S. 136.

38 Vgl. SARNOWSKY. S. 15.

39 Vgl. ARNOLD (2005). S. 136-137.

40 Vgl. ARNOLD (2005). S. 142.

41 ARNOLD, Udo: Georg und Elisabeth - Deutschordensheilige als Pfarrpatrone in Preußen, in: Die Rolle der Ritteroden in der Christianisierung und Kolonialisierung des Ostseegebietes, hg. v. Zenon Hubert Nowak, Toru 1983, S. 69-78. S. 77.

42 HUBATSCH, Walther: Quellen zur Geschichte des Deutschen Ordens, Göttingen 1954. S. 9.

43 SARNOWSKY. S. 15.

44 SARNOWSKY. S. 15.

45 Vgl. BISKUP/LABUDA. S. 122.

46 SARNOWSKY. S. 9.

47 SCHUMACHER, BRUNO: Die Idee der geistlichen Ritterorden im Mittelalter, in: Heidenmission und Kreuzzugsgedanke in der Deutschen Ostpolitik des Mittelalters, hg. v. Helmut Beumann, Darmstadt 1973, S. 364-385. (= Wege der Forschung, Bd. VII) (Ersterscheinung in: Altpreußische Forschungen 1 (1924) S. 5-24.). S. 373.

48 Vgl. SARNOWSKY. S. 14.

49 Vgl. ARNOLD, Udo: Der Deutsche Orden - ein staufischer Hausorden?, in: Der Deutsche Orden in Europa, Göttingen 2004, S. 10-28. (= Schriften zur staufischen Geschichte und Kunst, Bd. 23) (hier in: ARNOLD, Udo: Deutscher Orden und Preußenland: ausgewählte Aufsätze anlässlich des 65. Geburtstages, Marburg 2005, S. 149-162). S. 149-150.

50 ARNOLD (1992). S. 32.

51 SARNOWSKY. S. 16.

52 Vgl. SARNOWSKY. S. 26.

53 Vgl. BOOCKMANN (1999). S. 68-669.

54 Vgl. HUBATSCH (1954). S. 15.

55 Vgl. DIRLMEIER, Ulf; FOUQUET, Gerhard; FUHRMANN, Bernd: Europa im Spätmittelalter. Oldenbourg Grundriss der Geschichte, München 2003. S. 145.

56 Vgl. & s. BISKUP/LABUDA. S. 134.

57 Vgl. BOOCKMANN (1999). S. 68-69.

58 MATISON, Ingrid: Zum politischen Aspekt der Goldenen Bulle von Rimini, in: Acht Jahrhunderte Deutscher Orden in Einzeldarstellungen, hg. v. P. Klemens Wieser O.T., Bonn 1967. S. 49-55. (= Quellen und Studien zur Geschichte des Deutschen Ordens, Bd. 1). S. 51-52.

59 Vgl. BISKUP/LABUDA. S. 133.

60 Vgl. BISKUP/LABUDA. S. 137.

61 Vgl. SCHREIBER. S. 73.

62 Vgl. BISKUP/LABUDA. S. 137.

63 Vgl. ARNOLD. (2005). S. 140.

64 Vgl. HUBATSCH (1954). S. 15.

65 SONTHOFEN. S. 30.

66 Vgl. MILITZER, Klaus: Von Akkon zur Marienburg. Verfassung, Verwaltung und Sozialstruktur des Deutschen Ordens 1190-1309, Marburg 1999. (= Quellen und Studien zur Geschichte des Deutschen Ordens; Bd. 56 - Veröffentlichungen der Internationalen Historischen Kommission zur Erforschung des Deutschen Ordens; Bd. 9). S. 335.

Ende der Leseprobe aus 118 Seiten

Details

Titel
Die „Ostkolonisation“ des Deutschen Ordens im 13. Jahrhundert - nur eine Heidenmission?
Hochschule
Technische Universität Darmstadt
Note
1,7
Autor
Jahr
2010
Seiten
118
Katalognummer
V179954
ISBN (eBook)
9783656030447
ISBN (Buch)
9783656030812
Dateigröße
1152 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Deutscher Orden, Preußen, Heidenmission, Mittelalter, Ostseeraum, Friedrich II., Burzenland, Baltikum, Missionierung, Orden von Dubrin, Kulmer Handfeste, Goldene Bulle von Rimini, Hermann von Salza, Vertrag von Kruschwitz, Konrad von Masowien
Arbeit zitieren
C. Köhne (Autor), 2010, Die „Ostkolonisation“ des Deutschen Ordens im 13. Jahrhundert - nur eine Heidenmission?, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/179954

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