1. Einleitung und Zielsetzung
In Zeiten der Globalisierung und der zunehmenden Sättigung von Märkten stellt sich für Unternehmen immer häufiger die Frage auf neuen Märkten unternehmerisch tätig zu werden, um den langfristigen Unternehmenserfolg zu sichern. In meiner folgenden Hausarbeit möchte ich die strategischen Internationalisierungsziele von Unternehmen erläutern.
Dabei werde ich mich an der Reihenfolge orientieren, in welcher die Ziele ope-rationalisiert bzw. festgelegt werden, das heißt von den Gesamtunternehmens-zielen ausgehend werde ich sachlogisch auf die untergeordneten Ziele schlie-ßen. Ich werde zunächst das internationale Zielsystem beschreiben, um dann detailliert auf die einzelnen Zielarten einzugehen.
Dabei möchte ich mich auf die drei Hauptelemente, Allgemeine Internationali-sierungsziele, Marktziele und Funktionsbereichsziele fokussieren. Im Rahmen der Funktionsbereichsziele werde ich konkret auf die Marketingziele eingehen, da sie einen erheblichen Einfluss auf die Ausgestaltung der vier weiteren Funktionsbereichsziele haben.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung und Zielsetzung
2. Das internationale Zielsystem
3. Allgemeine Internationalisierungsziele
3.1 Ökonomische Ziele
3.2 Nichtökonomische Ziele
4. Marktziele
5. Funktionsbereichsziele
6. Schlussfolgerungen und Fazit
Zielsetzung & Themen
Die Hausarbeit untersucht die strategischen Internationalisierungsziele von Unternehmen, um einen theoretischen Rahmen für die operative Zielsetzung bei der Expansion auf ausländische Märkte zu schaffen.
- Strukturierung des internationalen Zielsystems
- Kategorisierung allgemeiner Internationalisierungsziele
- Analyse von Marktstrategien gemäß der Produkt-Markt-Matrix
- Konkretisierung von Funktionsbereichszielen (insb. Marketing)
- Bedeutung der strategischen Ausrichtung für den Unternehmenserfolg
Auszug aus dem Buch
3.1 Ökonomische Ziele
Die ökonomischen Ziele lassen sich in Marktstellungsziele, Kostenziele, Rentabilitätsziele und Finanzziele untergliedern. Beginnen möchte ich mit den Marktstellungszielen. Sie beinhalten konkrete Umsatz- oder Marktanteilsziele in Bezug auf neu zu erschließende Märkte. Hierbei gibt es vier verschiedene Orientierungsmöglichkeiten die Marktstellungsziele zu formulieren:
Ethnozentrische Orientierung (Inlandsorientierung)
Polyzentrische Orientierung (Gastlandorientierung)
Regiozentrische Orientierung
Geozentrische Orientierung (Weltorientierung)
Bei der ethnozentrischen bzw. Inlandsorientierung werden die Marktstellungsziele nach den Konzepten und Strategien des Unternehmens im Heimatland (im Folgenden Stammhaus genannt) festgelegt. Das Management und Know-how des Stammhauses wird als überlegen und erfolgreich angesehen und auf den neuen Markt übertragen. Kulturelle Unterschiede zwischen dem Heimatmarkt und dem neuen fremden Markt werden nicht berücksichtigt.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung und Zielsetzung: Der Autor führt in die Problematik der Marktsättigung ein und erläutert die Absicht, die strategischen Internationalisierungsziele von Unternehmen systematisch zu beleuchten.
2. Das internationale Zielsystem: In diesem Kapitel wird die Notwendigkeit aufgezeigt, internationalisierungsbezogene Unternehmensabsichten hierarchisch aufeinander abzustimmen und klar zu definieren.
3. Allgemeine Internationalisierungsziele: Hier erfolgt eine Klassifizierung der Motive und Anlässe für internationale Aktivitäten, unterteilt in ökonomische sowie nichtökonomische Ziele.
4. Marktziele: Dieser Abschnitt behandelt spezifische Marktaktivitäten anhand der Produkt-Markt-Matrix nach Ansoff, inklusive Beispielen für Marktdurchdringung und Marktentwicklung.
5. Funktionsbereichsziele: Der Fokus liegt auf der Operationalisierung der Ziele in Bereichen wie Marketing, Personal, Beschaffung und Produktion, um die Strategie auf den Auslandsmarkt zu übertragen.
6. Schlussfolgerungen und Fazit: Das Kapitel fasst die Bedeutung des internationalen Zielsystems zusammen und betont die wachsende Relevanz strategischer Planung in der globalisierten Wirtschaft.
Schlüsselwörter
Internationalisierungsziele, Zielsystem, Globalisierung, Markteintritt, Marktdurchdringung, Marktentwicklung, Diversifikation, Marketing-Mix, ökonomische Ziele, nichtökonomische Ziele, Expansionsstrategie, Funktionsbereichsziele, Unternehmensführung, Marktstellungsziele, Auslandsmarkt.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit der systematischen Strukturierung und Definition von strategischen Zielen, die ein Unternehmen bei der Internationalisierung verfolgen muss.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Zu den Kernpunkten zählen das internationale Zielsystem, Marktstrategien nach Ansoff, ökonomische sowie nichtökonomische Motive und die operative Umsetzung in verschiedenen Funktionsbereichen.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist es, ein theoretisches Grundlagenkonzept bereitzustellen, das Unternehmen hilft, ihre Expansionsschritte logisch und zielgerichtet zu planen.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit nutzt eine Literaturanalyse, um bestehende Zielsysteme aus der Managementlehre (z.B. nach Berndt oder Ansoff) darzustellen und auf den Kontext internationaler Expansionen anzuwenden.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung des Zielsystems, die Differenzierung zwischen allgemeinen und marktspezifischen Zielen sowie eine detaillierte Betrachtung der Funktionsbereichsziele.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?
Die zentralen Begriffe sind Internationalisierungsziele, Zielsystem, Marktstrategie, Produkt-Markt-Matrix und Funktionsbereichsziele.
Warum spielt die Unterscheidung zwischen ethnozentrischer und polyzentrischer Orientierung eine Rolle?
Die Orientierung beeinflusst maßgeblich, ob Strategien vom Heimatmarkt "kopiert" werden (ethnozentrisch) oder ob lokale Marktbesonderheiten individuell berücksichtigt werden (polyzentrisch).
Wie hängen Marketingziele mit dem Marketing-Mix zusammen?
Marketingziele definieren die strategische Richtung, während der Marketing-Mix die operative Umsetzungsebene bildet, in der konkrete Maßnahmen wie Preis- oder Distributionspolitik festgelegt werden.
- Citation du texte
- Ralf Greiner (Auteur), 2011, Strategische Internationalisierungsziele von Unternehmen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/180203