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Grundlagen der Bilanzpolitik

Título: Grundlagen der Bilanzpolitik

Trabajo , 2009 , 19 Páginas , Calificación: 1,7

Autor:in: Markus Matthes (Autor)

Economía de las empresas - Contabilidad e impuestos
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In Finanzberichten können merkwürdige Dinge geschehen. Das Investmenthaus
Morgan Stanley zum Beispiel hat im Zuge der Umfirmierung des Konzerns zu
einer Großbank das Geschäftsjahr verschoben. Das alte endete im November
2008, das neue begann im Januar 2009. Der Dezember verschwand mitsamt den
in diesem Monat verbuchten Schulden. Allianz und Commerzbank strichen gar
den 3,9 Milliarden Euro schweren Verlust der Dresdner Bank aus dem
Schlussquartal 2008. Die alte Eigentümerin Allianz konsolidierte die Dresdner
Bank als Tochtergesellschaft nur bis August in ihrer Einkommensrechnung, die
Commerzbank als neue Muttergesellschaft erst ab Januar 2009 (vgl. Kaiser
(2009), S. 1). Die bewusste Gestaltung der Finanzberichte durch Wahlrechte und
Ermessensspielräume ist für unternehmensexterne Adressaten indes wenig
offenkundig. Das Hauptziel der vorliegenden Seminararbeit ist daher einen
wissenschaftlich basierten Überblick über die Anreize von Unternehmen zu
Bilanzpolitik zu liefern und aufzuzeigen, welche Schwierigkeiten sich dadurch für
die Adressaten ergeben. Im nächsten Kapitel erfolgt zunächst eine detaillierte
Auseinandersetzung mit der bilanzpolitischen Problemstellung aus informationsökonomischer
Perspektive. Daran anschließend werden im dritten Abschnitt die
Grundlagen der Bilanzpolitik, bestehend aus Begriffsdefinition, Abgrenzung zur
Bilanzfälschung, bilanzpolitischem Instrumentarium und Systematisierung der mit
Bilanzpolitik verfolgten Ziele, dargestellt. Diese beiden Themenabschnitte sollen
dem Leser Erkenntnisse über bilanzpolitische Motive liefern und somit die
Ursachen für die Anwendung von Bilanzpolitik aufzeigen. Kapitel vier beinhaltet
eine kritische Analyse bedeutender statistischer Modelle und deren Anwendung in
empirischen Untersuchungen. Das primäre Anliegen dieses Abschnitts ist es, der
Forschungsfrage, wie Bilanzpolitik gemessen werden kann, nachzugehen und die
Zweckmäßigkeit der Modelle diesbezüglich zu beurteilen. Im Vordergrund stehen
die Modelle zu diskretionären Periodenabgrenzungen und der Verteilung
ausgewiesener Gewinne. Dass der bilanzpolitisch motivierten Gestaltung und
Abbildung von Sachverhalten Grenzen gesetzt sind, wird in Kapitel fünf
nachgewiesen. Die Seminararbeit schließt mit einer Zusammenfassung der
wesentlichen Erkenntnisse und einem kurzen Ausblick auf die Folgen des
Bilanzrechtsmodernisierungsgesetzes (BilMoG) für die Bilanzpolitik.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Analyse der bilanzpolitischen Problemstellung aus informationsökonomischer Perspektive

3 Grundlagen der Bilanzpolitik

3.1 Begriff und bilanzpolitisches Instrumentarium

3.2 Systematisierung der bilanzpolitischen Ziele

4 Modelle und Empirie zum Nachweis von Bilanzpolitik

4.1 Vorbemerkungen

4.2 Modelle der diskretionären Periodenabgrenzungen

4.3 Empirische Erkenntnisse und praktische Relevanz

4.4 Alternativer Nachweis durch Gewinnverteilungsmodelle

5 Grenzen der Bilanzpolitik

6 Zusammenfassung und Ausblick

Zielsetzung & Themen

Das Hauptziel dieser Seminararbeit ist es, einen fundierten Überblick über die Anreizstrukturen für Unternehmen zur Bilanzpolitik zu geben und die daraus resultierenden Probleme für externe Adressaten der Finanzberichterstattung kritisch zu beleuchten.

  • Grundlagen und Systematisierung bilanzpolitischer Maßnahmen und Ziele
  • Informationsökonomische Analyse der Problematik zwischen Management und Anteilseignern
  • Kritische Würdigung statistischer Modelle zum Nachweis von Bilanzpolitik
  • Empirische Untersuchungen zu Anreizsituationen wie Management Buyouts oder Börsengängen

Auszug aus dem Buch

4.2 Modelle der diskretionären Periodenabgrenzungen

Die Modelle der diskretionären Periodenabgrenzungen analysieren das Ausmaß der buchmäßigen Bilanzpolitik und versuchen damit den beabsichtigten ergebnismaximierenden oder -minimierenden Einkommensausweis des Managements zu erfassen. Den Ausgangspunkt dieser empirischen Untersuchungen bildet die Annahme, dass Periodenabgrenzungen (accruals) in der Finanzberichterstattung teilweise das Ausmaß an Bilanzpolitik widerspiegeln. „Die Periodenabgrenzungen entsprechen der Differenz des Jahresergebnisses und des Cashflows aus der Geschäftstätigkeit und zeigen die zahlungsunwirksamen Erträge und Aufwendungen“ (Wagenhofer/Ewert (2007), S. 253). Es handelt sich hierbei beispielsweise um Abschreibungen, Rückstellungen, Veränderungen im Vorratsvermögen, Forderungen oder Verbindlichkeiten (vgl. Szczesny (2007), S. 105). Die Summe aller Periodenabgrenzungen ist im Rahmen der hier behandelten Modelle in diskretionäre (abnormale) und nicht-diskretionäre (normale) Komponenten aufzuteilen. Da die diskretionären Periodenabgrenzungen ausschließlich durch Bilanzpolitik und nicht durch tatsächliche Geschäftsfälle entstehen, gelten diese als Maß für die Bilanzpolitik. Eine besondere Herausforderung für die Modelle ist es, die normalen Komponenten zu ermitteln, wodurch sich die diskretionären indirekt als Residuum ergeben (vgl. Wagenhofer/Ewert (2007), S. 254; McNichols (2000), S. 327).

Beim Modell der Durchschnittsbildung nach Healy (1985) wird das Ausmaß der nicht-diskretionären Periodenabgrenzungen als Mittelwert der gesamten Periodenabgrenzungen mehrerer Perioden ermittelt (vgl. Healy (1985), S. 94-96). Das von DeAngelo (1986) beschriebene Random-Walk-Modell nutzt die gesamten Periodenabgrenzungen der Vorperiode als Maßstab für die erwarteten nicht-diskretionären Komponenten der Betrachtungsperiode, so dass sich die diskretionären Periodenabgrenzungen der aktuellen Periode als einfache Differenz der gesamten Periodenabgrenzungen zweier aufeinander folgender Perioden errechnen lassen. Die Veränderung der gesamten Periodenabgrenzungen spiegelt demnach die Veränderung der diskretionären Komponenten wider (vgl. DeAngelo (1986), S. 409). Es handelt sich bei beiden Modellen um Schätzmodelle, die über die Strukturen der normalen Periodenabgrenzungen nur sehr einfache Annahmen treffen und die wirtschaftliche Situation des Unternehmens unberücksichtigt lassen (vgl. Wagenhofer/Ewert (2007), S. 255; Szczesny (2007), S. 106).

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Einleitung motiviert das Thema anhand praktischer Beispiele für Bilanzmanipulationen und formuliert das Ziel der Arbeit, Anreize und Schwierigkeiten der Bilanzpolitik wissenschaftlich aufzuarbeiten.

2 Analyse der bilanzpolitischen Problemstellung aus informationsökonomischer Perspektive: Dieses Kapitel erörtert die Problematik der Bilanzpolitik im Kontext der Prinzipal-Agent-Theorie und die daraus resultierenden Interessenkonflikte bei der Rechenschaftslegung.

3 Grundlagen der Bilanzpolitik: Hier werden Definitionen sowie das Instrumentarium und die Zielsystematik der Bilanzpolitik dargelegt, um das Verständnis für die Anwendungsbereiche zu schaffen.

4 Modelle und Empirie zum Nachweis von Bilanzpolitik: Dieser Hauptteil widmet sich einer kritischen Analyse statistischer Messmodelle und präsentiert empirische Ergebnisse zu Anreizsituationen wie MBOs und Börsengängen.

5 Grenzen der Bilanzpolitik: Das Kapitel thematisiert die gesetzlichen und ökonomischen Rahmenbedingungen, die den Spielraum des Managements begrenzen.

6 Zusammenfassung und Ausblick: Abschließend werden die zentralen Erkenntnisse thesenartig zusammengefasst und ein Ausblick auf die Auswirkungen des BilMoG gegeben.

Schlüsselwörter

Bilanzpolitik, Rechnungslegung, Informationsökonomie, Earnings Management, Periodenabgrenzungen, Prinzipal-Agent-Theorie, Jahresabschluss, diskretionäre Rückstellungen, Finanzberichterstattung, Unternehmenskontrolle, Bilanzanalyse, Gewinnverteilungsmodelle, BilMoG, Unternehmenssteuerung, Wahlrechte.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der bewussten Gestaltung von Finanzberichten durch das Management, um bestimmte ökonomische Ziele zu erreichen, und untersucht, wie dies für Außenstehende erkennbar wird.

Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?

Die zentralen Felder sind die informationsökonomische Analyse von Bilanzpolitik, die Systematisierung der Ziele, die Anwendung statistischer Messmodelle sowie die praktischen Grenzen der bilanzpolitischen Gestaltung.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Hauptziel ist es, einen wissenschaftlich basierten Überblick über die Anreize zur Bilanzpolitik zu liefern und aufzuzeigen, wie Bilanzpolitik gemessen werden kann und welche Schwierigkeiten dies für Adressaten mit sich bringt.

Welche wissenschaftlichen Methoden werden verwendet?

Die Arbeit stützt sich auf eine Literaturanalyse sowie die kritische Würdigung empirischer statistischer Modelle, insbesondere Modelle zu diskretionären Periodenabgrenzungen und Gewinnverteilungsanalysen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Im Hauptteil werden verschiedene statistische Messmodelle zur Identifikation von Bilanzpolitik analysiert und auf ihre Zweckmäßigkeit hin überprüft sowie empirische Studien zu konkreten Anreizsituationen diskutiert.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Bilanzpolitik, Earnings Management, Prinzipal-Agent-Theorie, Periodenabgrenzungen und Rechnungslegungspolitik charakterisiert.

Was bedeutet der Begriff „Big Bath“ im Kontext dieser Arbeit?

Der Begriff beschreibt eine bilanzpolitische Vorgehensweise, bei der ein neues Management im Eintrittsjahr einkommensmindernde Maßnahmen ergreift, um das alte Management implizit für schlechte Ergebnisse verantwortlich zu machen und für Folgejahre Spielräume zu gewinnen.

Welche Rolle spielt das Bilanzrechtsmodernisierungsgesetz (BilMoG) in der Arbeit?

Das BilMoG wird im Ausblick thematisiert, da es durch die Annäherung an internationale Rechnungslegungsstandards versucht, die Aussagekraft der Finanzberichte zu erhöhen, wenngleich neue Ermessensspielräume kritisch angemerkt werden.

Final del extracto de 19 páginas  - subir

Detalles

Título
Grundlagen der Bilanzpolitik
Universidad
http://www.uni-jena.de/
Calificación
1,7
Autor
Markus Matthes (Autor)
Año de publicación
2009
Páginas
19
No. de catálogo
V180209
ISBN (Ebook)
9783656027775
ISBN (Libro)
9783656028017
Idioma
Alemán
Etiqueta
grundlagen bilanzpolitik
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Markus Matthes (Autor), 2009, Grundlagen der Bilanzpolitik, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/180209
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