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„Mit Symbolis muß man sich durchaus begnügen“ - Zur Bedeutung des Teufels in Thomas Manns »Doktor Faustus«

Título: „Mit Symbolis muß man sich durchaus begnügen“ - Zur Bedeutung des Teufels in Thomas Manns »Doktor Faustus«

Trabajo , 2011 , 23 Páginas , Calificación: 1,0

Autor:in: Lukas Strehle (Autor)

Filología alemana - Literatura alemana moderna
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[...] So steht auch im Zentrum des Romans der faustische Pakt mit dem Teufel. Doch wenngleich für Thomas Mann „die Idee des Rausches überhaupt und der Anti-Vernunft damit verquickt [war], dadurch auch das Politische, Faschistische, und damit das traurige Schicksal Deutschlands“ , ist das Leben, welches Manns Faustus, der deutsche Tonsetzer Adrian Leverkühn dem Teufel verschreibt, keineswegs ohne weiteres mit dem Untergang des nationalsozialistischen Deutschlands gleichzusetzen. Weitaus komplexer sind die Bezüge, mittels derer Mann, in vielen Fällen bloß andeutungsweise, den Bogen von der Künstlerbiographie zur letztlich verhängnisvollen Geschichte der deutschen Innerlichkeit schlägt. All diese Bezüge kulminieren im Zentrum des Ro-mans, im Gespräch Leverkühns mit dem Teufel. Es gilt daher die Frage zu beantworten, was dieser Teufel, was das Dämonische – für den Künstler Leverkühn wie für das deutsche Volk – letztlich ist, mit dem die deutsche Seele in so eigentümlicher Verbindung steht und so die Bedeutung dieses Mephisto zu verstehen, für den Roman ebenso wie für das Schicksal des deutschen Volkes.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

I. Einleitung

II. Die Bedeutung des Teufels

A. Die Charakteristik des Dämonischen

1) Wesen und Wirkung des Dämonischen

2) Bedingungen und Folgen des Teufelspaktes

3) Die Hölle

B. Der Teufel – eine ambivalente Figur

1) Fiktion oder Realität

2) Erscheinungsformen

C. Der Teufel – eine deutsche Figur

III. Zusammenfassung

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die zentrale Rolle und Bedeutung des Teufels in Thomas Manns Roman „Doktor Faustus“. Ziel ist es, die Verbindung zwischen der künstlerischen Biografie Adrian Leverkühns und der politischen Geschichte Deutschlands sowie dem deutschen Nationalgeist aufzuzeigen und dabei die Frage zu klären, inwieweit der Teufel als Symbol für das Unmenschliche und Dämonische fungiert.

  • Die Charakteristik des Dämonischen und seine Wirkung auf den Menschen
  • Die Struktur und Konsequenzen des Teufelspaktes
  • Die Ambivalenz der Teufelsfigur zwischen Fiktion und Realität
  • Die Identifikation des Teufels als spezifisch deutsche Figur
  • Der Zusammenhang zwischen individueller Künstlerbiografie und nationalem Schicksal

Auszug aus dem Buch

3) Die Hölle

Über die Beschaffenheit dieses Endes verlangt Leverkühn Auskunft von seinem Gegenüber: „Soll ich beim Geschäft den Preis nicht kennen nach Kreuz und Münz? Steht Rede! Wie lebt sich’s in Klepperlins Haus? Was wartet derer, die euch zu Huld genommen, in der Spelunke?“

Mit der Beschreibung dessen, was der Teufelspakt nach sich zieht, deutet Thomas Mann die Verbindung zwischen Leverkühns Los und der deutschen Verbindung mit dem Dämonischen deutlicher als überall sonst im Roman an, wenn er den Teufel ausführen lässt:

„Mit Symbolis, mein Guter, muß man sich durchaus begnügen, wenn man von der Höllen spricht, denn dort hört alles auf, – nicht nur das anzeigende Wort, sondern überhaupt alles, – dies ist sogar das hauptsächliche Charakteristikum, und das was im allgemeinsten darüber auszusagen, zugleich das, was der Neukömmling dort zuerst erfährt, und was er zunächst mit seinem sozusagen gesunden Sinnen gar nicht fassen kann und nicht verstehen will, weil die Vernunft oder welche Beschränktheit des Verstehens nun immer, ihn darin hindert, kurz, weil es unglaublich ist, unglaublich zum Kreideweißwerden, unglaublich, obgleich es einem gleich zur Begrüßung in bündig nachdrücklichster Form eröffnet wird, daß <hier alles aufhört>, jedes Erbarmen, jede Gnade, jede Schonung, jede letzte Spur von Rücksicht auf den beschwörend ungläubigen Einwand <Das könnt und könnt ihr doch mit einer Seele nicht tun>: es wird getan, es geschieht, und zwar ohne vom Worte zur Rechenschaft gezogen zu werden, im schalldichten Keller, tief unter Gottes Gehör, und zwar in Ewigkeit.“

Zusammenfassung der Kapitel

I. Einleitung: Die Einleitung stellt die These auf, dass Thomas Mann das deutsche Wesen als besonders empfänglich für das Dämonische beschreibt und den Roman „Doktor Faustus“ als moderne Teufelsverschreibungsgeschichte sowie Deutschlandroman einordnet.

II. Die Bedeutung des Teufels: Dieses Hauptkapitel analysiert das Dämonische als Stimulans für den Künstler, untersucht die Bedingungen und Folgen des Teufelspaktes sowie die Hölle als Metapher für Unmenschlichkeit und nationalsozialistisches Grauen.

A. Die Charakteristik des Dämonischen: Hier werden das Wesen der Versuchung, die Konsequenzen der Teufelsverschreibung und die symbolische Darstellung der Hölle im Roman erörtert.

B. Der Teufel – eine ambivalente Figur: Dieser Abschnitt beleuchtet das Spannungsfeld zwischen Halluzination und Realität sowie die verschiedenen Erscheinungsformen des Teufels im Roman.

C. Der Teufel – eine deutsche Figur: Das Kapitel verknüpft die künstlerische Entwicklung Leverkühns mit der historischen Entwicklung Deutschlands und definiert den Teufel als Inbegriff des deutschen Verhängnisses.

III. Zusammenfassung: Die Zusammenfassung resümiert, dass Thomas Mann keine einfache politische Antwort liefert, sondern eine tiefgehende Auseinandersetzung mit der deutschen Innerlichkeit und dem Anteil der Bildungselite an der nationalen Katastrophe vornimmt.

Schlüsselwörter

Thomas Mann, Doktor Faustus, Teufel, Dämonisches, Teufelspakt, Adrian Leverkühn, deutsche Innerlichkeit, Nationalsozialismus, Künstlerroman, Deutschlandroman, Unmenschlichkeit, Barbarei, Humanismus, Ambivalenz, Syphilis

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit untersucht Thomas Manns Roman „Doktor Faustus“ unter dem Aspekt, wie der Teufel und das Dämonische als Symbole für das deutsche Schicksal und die künstlerische Existenz fungieren.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Im Fokus stehen die Charakteristik des Dämonischen, der Pakt zwischen Kunst und Teufel, die Ambivalenz der Teufelsfigur und die Identifikation des Teufels als spezifisch deutsche Erscheinung.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Es soll beantwortet werden, was das Dämonische im Kontext des Romans für den Künstler Adrian Leverkühn sowie für das deutsche Volk bedeutet und wie Thomas Mann dies literarisch verarbeitet.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine literaturwissenschaftliche Analyse, die den Primärtext des Romans in Beziehung zu essayistischen Schriften des Autors sowie zu philosophischen und historischen Kontexten setzt.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung des Dämonischen, die Analyse der ambivalenten Teufelsfigur sowie eine dedizierte Betrachtung des Teufels als Repräsentant des deutschen Wesens.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Teufelsverschreibung, deutsche Innerlichkeit, Künstlerbiografie, Nationalsozialismus, Ambivalenz und tragisch-dionysischer Zustand.

Wie deutet der Autor die „Hölle“ im Roman?

Die Hölle wird nicht nur als jenseitiger Ort, sondern als Metapher für die unmenschliche dämonische Maschinerie des Nationalsozialismus und das damit verbundene Grauen interpretiert.

In welchem Verhältnis stehen Leverkühns Krankheit und sein Pakt?

Die Syphilisinfektion fungiert als Anlass und Katalysator, der den Pakt besiegelt und den Künstler zu genialen Leistungen treibt, jedoch gleichzeitig den moralischen und physischen Verfall als Preis fordert.

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Detalles

Título
„Mit Symbolis muß man sich durchaus begnügen“ - Zur Bedeutung des Teufels in Thomas Manns »Doktor Faustus«
Universidad
LMU Munich  (Institut für deutsche Philologie)
Curso
Thomas Mann – »Doktor Faustus«
Calificación
1,0
Autor
Lukas Strehle (Autor)
Año de publicación
2011
Páginas
23
No. de catálogo
V180492
ISBN (Ebook)
9783656032687
ISBN (Libro)
9783656032427
Idioma
Alemán
Etiqueta
Doktor Faustus Thomas Mann Teufel Bedeutung Symbolis
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Lukas Strehle (Autor), 2011, „Mit Symbolis muß man sich durchaus begnügen“ - Zur Bedeutung des Teufels in Thomas Manns »Doktor Faustus« , Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/180492
Leer eBook
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