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Wissensmanagement - theoretische Grundlagen und Ansätze

Title: Wissensmanagement - theoretische Grundlagen und Ansätze

Seminar Paper , 2011 , 18 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Hendrik Schneider (Author), Sascha Puhl (Author)

Business economics - Information Management
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Wissensmanagement ist gefragter denn je: Denn das Wissen der gesamten Menschheit verdoppelt sich laut Experten alle vier Jahre. Zugleich sinkt die Halbwertszeit des Wissens rapide. Ein struktureller Wandel von arbeits- zu wissensintensiven Geschäftsfeldern ist eingeläutet. Gerade in der Dienstleistungs- und Beratungsbranche avanciert das Gut Wissen zum wesentlichen Erfolgsfaktor. Das Fortschreiten der Globalisierung zeigt den Unternehmen, dass die Nachhaltigkeit der eigenen Wettbewerbsfähigkeit mit der optimierten Nutzung des Produktionsfaktors Wissen einher geht. Wissensvorsprünge von Mitbewerbern werden zu enormen Wettbewerbsnachteilen des eigenen Unternehmens. Es besteht daher die Notwendigkeit einer zielgerichteten Wissenssteuerung und – nutzung.1 Die immer schneller und häufiger auftretenden Änderungen und Verwerfungen auf den klassischen Märkten, sowie eine höhere Innovationsrate (z. B. durch Preisverfall, sich verkürzende Produktlebenszyklen, individualisierte Kundenbedürfnisse und die Entstehung neuer Geschäftsfelder) machen eine Mobilisierung aller Wissensressourcen im Unternehmen notwendig. Daher wird das Management des vorhandenen Wissenskapitals immer mehr als entscheidender Produktionsfaktor (neben Kapital, Arbeit und Boden) verstanden, der die zukünftige Innovations- und Wettbewerbsfähigkeit sichern soll. Unternehmerisches Know-how ist somit der Rohstoff, der im Markt der Zukunft entscheiden wird, ob ein Unternehmen erfolgreich bleibt oder von der Bildfläche verschwindet. Viele Unternehmen wissen jedoch oftmals weder, was sie alles wissen, noch, wie sie das betriebliche Fachwissen im Unternehmen entwickeln und sichern sollen.2 Gerade kleine und mittelständische Betriebe haben bei den Themen Wissensmanagement, Wissensentwicklung und Wissenstransfer erheblichen Nachholbedarf. Ein Wissensverlust durch das Ausscheiden von Führungs- und Fachkräften kann gerade dort schnell zum Kostenfaktor werden. Oft fehlt jedoch die Möglichkeit, einmal gewonnenes Wissen zu dokumentieren und für alle Mitarbeiter nutzbar zu machen. Und genau bei diesem Schwachpunkt setzt das Wissensmanagement an.

Ziel dieser Arbeit ist es einen Teil der theoretischen Grundlagen, Bausteine und Ziele des Wissensmanagements aufzuzeigen und abzugrenzen, sowie den grundlegenden wissenschaftlichen Ansatz der Wissensspirale nach Nonaka und Takeuchi näher darzustellen.

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Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

1.1 Ausgangssituation und Relevanz

1.2 Gang der Untersuchung

2 Wissen und Wissensmanagement

2.1 Wissen

2.2 Wissensmanagement

2.2.1 Allgemein

2.2.2 Bausteine des Wissensmanagements

2.2.3 Ziele des Wissensmanagements

3 Die Wissensspirale nach Nonaka und Takeuchi

3.1 Erläuterung der Theorie

3.2 Kritische Würdigung

4 Zusammenfassung

Zielsetzung & Themen

Ziel dieser Arbeit ist es, die grundlegenden theoretischen Grundlagen, Bausteine und Ziele des Wissensmanagements aufzuzeigen und abzugrenzen, sowie das wissenschaftliche Modell der Wissensspirale nach Nonaka und Takeuchi detailliert zu analysieren und kritisch zu bewerten.

  • Definition und Abgrenzung der Begriffe Wissen und Wissensmanagement
  • Analyse der Bausteine des Wissensmanagements nach Probst et al.
  • Systematisierung der Ziele des Wissensmanagements (normativ, strategisch, operativ)
  • Detaillierte Erläuterung des SECI-Modells (Wissensspirale)
  • Kritische Würdigung des Modells hinsichtlich seiner Anwendbarkeit und methodischen Grenzen

Auszug aus dem Buch

3.1 Erläuterung der Theorie

Der theoretische Ansatz der Wissensspirale (sog. SECI-Modell) wurde von den Wissenschaftlern Nonaka und Takeuchi entwickelt und gilt mittlerweile als eines der essentiellen Modelle des Wissensmanagements. Der theoretische Ansatz stellt ein Modell zum Wissenserwerb in Unternehmen dar, das zudem als Vorlage einer lernenden Organisation angesehen werden kann. Mithilfe der Wissensspirale soll erklärt werden, wie Organisationen lernen und wie die Wissensübertragung zwischen Einzelpersonen und Organisationen ablaufen kann. Der Ansatz veranschaulicht die epistemologische (erkennntnistheoretische) sowie die ontologische (Schaffung von Wissen vom Individuum über die Gruppe bis zur gesamten Organisation sowie darüber hinaus) Ebene.

Die epistemologische Dimension erklärt die unterschiedlichen Ausprägungen impliziten und expliziten Wissens. Die ontologische Dimension beschreibt die einzelnen Schichten der Wissensentstehung bzw. – erzeugung. Die Verknüpfung der Dimensionen nach der Art des Wissens (epistemologische) und dem Ort der Entstehung (ontologische) führt als Ergebnis zu vier Prozessen in der Umwandlung und Erzeugung von Wissen.

Der Prozess der Wissensumwandlung erfolgt über die aufeinander folgenden Teilprozesse: Sozialisation, Externalisierung, Kombination und Internalisierung. Hierbei wird das Wissen inmitten einer Organisation von Individualwissen einzelner Personen bei höher stehenden Organisationsstufen (z. B. Abteilungen oder strategische Geschäftseinheiten) angesiedelt. In diesem Zusammenhang wird häufig von einem Kontinuum zunehmender Kollektivität gesprochen. Um Wissen zu erzeugen besteht die Notwendigkeit Individualwissen durch Externalisierung und Sozialisierung zu vergemeinschaften (Kombination), damit sich neue Wissensträger dieses Wissen zu eigen machen können (Internalisierung). Der wiederholte Ablauf der einzelnen Phasen wird von Nonaka und Takeuchi als Wissensspirale bezeichnet.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Dieses Kapitel begründet die hohe Relevanz des Wissensmanagements als Erfolgsfaktor in modernen Unternehmen und erläutert den Aufbau der Arbeit.

2 Wissen und Wissensmanagement: Hier werden die theoretischen Begrifflichkeiten definiert und das Bausteinmodell nach Probst et al. sowie verschiedene Zielarten des Wissensmanagements dargestellt.

3 Die Wissensspirale nach Nonaka und Takeuchi: Dieses Kapitel erläutert das zentrale SECI-Modell zur Wissensumwandlung und unterzieht es einer kritischen wissenschaftlichen Würdigung.

4 Zusammenfassung: Dieses Kapitel bietet eine abschließende Synthese der erarbeiteten Grundlagen und der theoretischen Erkenntnisse zum Wissensmanagement.

Schlüsselwörter

Wissensmanagement, Wissensspirale, SECI-Modell, Nonaka, Takeuchi, Probst, Wissensumwandlung, implizites Wissen, explizites Wissen, Wissenserzeugung, Wissensziele, Sozialisation, Externalisierung, Kombination, Internalisierung

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit behandelt die theoretischen Fundamente des Wissensmanagements, seine zentralen Bausteine und Ziele sowie das prominente Modell der Wissensspirale.

Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?

Die zentralen Themen umfassen die Definition von Wissen, die Strukturierung von Wissensmanagementaufgaben, die Typisierung von Wissenszielen und die Analyse organisationaler Lernprozesse.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Ziel ist es, die theoretischen Grundlagen des Wissensmanagements aufzuzeigen, abzugrenzen und das Modell der Wissensspirale nach Nonaka und Takeuchi kritisch zu beleuchten.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturanalyse und der strukturierten Darstellung sowie kritischen Würdigung bestehender theoretischer Modelle und Definitionsansätze.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Begriffsbestimmung (Wissen/Wissensmanagement), die Darstellung der Probst-Bausteine, die Systematisierung von Wissenszielen und die detaillierte Analyse der SECI-Spirale.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit ist durch Begriffe wie Wissensmanagement, SECI-Modell, implizites und explizites Wissen sowie die vier Phasen der Wissensumwandlung gekennzeichnet.

Was unterscheidet bei Probst et al. den inneren vom äußeren Kreislauf?

Der äußere Kreislauf wirkt auf der Steuerungsebene (Wissensziele und Bewertung), während der innere Kreislauf die Gestaltungsebene mit den operativen Prozessen wie Erwerb und Verteilung umfasst.

Warum wird das Modell von Nonaka und Takeuchi kritisiert?

Kritikpunkte sind unter anderem die Notwendigkeit hoher Selbstständigkeit der Mitarbeiter, die methodische Begrenzung auf Metaphern und die Vernachlässigung anderer Wissensbildungsarten wie Experimente.

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Details

Title
Wissensmanagement - theoretische Grundlagen und Ansätze
College
University of Applied Sciences Essen
Course
Information & Knowledge Management
Grade
1,0
Authors
Hendrik Schneider (Author), Sascha Puhl (Author)
Publication Year
2011
Pages
18
Catalog Number
V180680
ISBN (eBook)
9783656036609
ISBN (Book)
9783656036852
Language
German
Tags
Informationen Informationsmanagement Knowledge Management Wissensspirale Wissen Management
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Hendrik Schneider (Author), Sascha Puhl (Author), 2011, Wissensmanagement - theoretische Grundlagen und Ansätze, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/180680
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