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Die Rekonstruktion des Rawlschen Differenz- bzw. Unterschiedsprinzips

Título: Die Rekonstruktion des Rawlschen Differenz- bzw. Unterschiedsprinzips

Trabajo Escrito , 2011 , 19 Páginas , Calificación: 1, 0

Autor:in: Suad Zumberi (Autor)

Filosofía - Práctica (etica, estética, cultura, naturaleza, derecho, etc.)
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In dieser Hausarbeit geht es um die Rekonstruktion des Rawlschen Differenz bzw. Unterschiedsprinzips. Dies erfolgt anhand der Heranziehung zweier bedeutender Aufsätze und seines Hauptwerkes, der "Theory of Justice" (1971, dt. Eine Theorie der Gerechtigkeit, Frankfurt am Main, 1975). Nach der Konstruktion erfolgt die Dekonstruktion, d. h. die inhaltliche Kritik an Rawls Ausführungen.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

I.: Die Grundstruktur und das Differenzprinzip

II.: Die historische und pareto-optimale Interpretation des Differenzprinzips

III.: Der Umgang des Differenzprinzips mit sozialen und natürlichen Kontingenzen

IV.: Kritik

Zielsetzung & Themen der Arbeit

Die vorliegende Arbeit rekonstruiert und analysiert kritisch die Begründung des Differenzprinzips nach John Rawls, wobei der Fokus auf dessen Einbettung in die soziale Grundstruktur sowie der Auseinandersetzung mit Einwänden bezüglich der Benachteiligung der am schlechtesten gestellten Positionen liegt.

  • Analyse der Grundstruktur von Gesellschaft und ihrer Rolle bei der Verteilung sozio-ökonomischer Güter
  • Untersuchung der historischen und pareto-optimalen Interpretationen des Differenzprinzips
  • Reflexion des Umgangs mit natürlichen und sozialen Kontingenzen im Rahmen der Gerechtigkeitstheorie
  • Kritische Auseinandersetzung mit der Position von Robert Nozick und der Reziprozitätsannahme

Auszug aus dem Buch

I.: Die Grundstruktur und das Differenzprinzip

Wenn wir die Frage beantworten wollen, wie Rawls das Differenzprinzip begründet, sollten wir uns meines Erachtens die Frage stellen, warum sich die von Rawls auf Seite 133 seines Essays „Distributive Justice“ erstmalig formulierten Gerechtigkeitsgrundsätze auf die Grundstruktur der Gesellschaft beziehen müssen. Sie müssen sich auf die Grundstruktur der Gesellschaft beziehen, weil es eben diese Grundstruktur ist, die Ungleichheiten überhaupt erst hervorbringt. Denn die Grundstruktur umfasst nach Rawls Definition die Verfassung einer bestimmten Gesellschaft und die wichtigsten sozialen und ökonomischen Institutionen. Die Gesamtheit dieser Institutionen setzt die Rechte und Pflichten der Menschen fest und beeinflusst zugleich partiell ihre Lebenschancen, ihre Erwartungen dahingehend, was sie in einer solchen Gesellschaft realistischerweise „werden können und wie gut es ihnen gehen wird“. Es besteht darüber hinaus nicht einmal die Möglichkeit, sich der Auswirkungen der Grundstruktur auf die eigene sozio-materielle Zukunft zu entziehen, da wir bei unserer Geburt eine bereits verregelte Welt, eine bereits etablierte Grundstruktur vorfinden, in der unterschiedlichen Einkommensklassen, unterschiedlichen gesellschaftlichen Positionen unterschiedlich verfügbare sozio-ökonomische Möglichkeiten offenstehen, d. h. je nachdem, in welche gesellschaftliche Position wir hineingeboren werden, stehen uns aufgrund des schon bestehenden „fundamentalen Systems von Rechten und Pflichten“ mehr oder weniger sozio-ökonomische Optionen zur Verfügung. Es bedeutet aber auch, dass die Grundstruktur bestimmte Menschen bzgl. ihrer Zukunftsaussichten privilegiert und andere benachteiligt und das sind die „besonders tiefgreifende[n] Ungleichheiten“, auf die sich die beiden Gerechtigkeitsgrundsätze beziehen.

Zusammenfassung der Kapitel

I.: Die Grundstruktur und das Differenzprinzip: Dieses Kapitel erläutert, warum die Gerechtigkeitsgrundsätze zwingend auf die Grundstruktur der Gesellschaft bezogen werden müssen, da diese die primäre Quelle für soziale und ökonomische Ungleichheiten darstellt.

II.: Die historische und pareto-optimale Interpretation des Differenzprinzips: Hier werden Rawls Versuche einer präziseren Ausformulierung des Differenzprinzips untersucht, wobei insbesondere auf die historischen Aspekte und die ökonomische Logik der Pareto-Optimalität eingegangen wird.

III.: Der Umgang des Differenzprinzips mit sozialen und natürlichen Kontingenzen: Das Kapitel analysiert, wie das Differenzprinzip mit zufälligen Faktoren wie natürlichen Begabungen oder sozialen Startbedingungen umgeht und wie diese in das Modell integriert werden.

IV.: Kritik: Der abschließende Teil setzt sich mit der internen Konsistenz der Rawls’schen Argumentation auseinander und diskutiert insbesondere die Einwände von Kritikern wie Robert Nozick bezüglich individueller Freiheitsrechte.

Schlüsselwörter

John Rawls, Differenzprinzip, soziale Grundstruktur, Verteilungsgerechtigkeit, sozio-ökonomische Ungleichheit, Pareto-Optimalität, Kontingenzen, Lebenschancen, Institutionsethik, Reziprozitätsprinzip, Robert Nozick, Freiheit, individuelle Autonomie, soziale Kooperation, Gerechtigkeitstheorie.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit der philosophischen Begründung und der kritischen Analyse des Differenzprinzips von John Rawls im Kontext seiner Gerechtigkeitstheorie.

Welches sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Zentrale Themen sind die Rolle der institutionellen Grundstruktur einer Gesellschaft, die Verteilung von sozio-ökonomischen Gütern sowie der Umgang mit natürlichen und sozialen Zufallsfaktoren bei der Chancenverteilung.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage der Arbeit?

Das Ziel ist die Rekonstruktion von Rawls’ Begründung des Differenzprinzips und eine kritische Stellungnahme zu Einwänden, die insbesondere die privilegierte Berücksichtigung der am schlechtesten gestellten Positionen in Frage stellen.

Welche wissenschaftliche Methode wird in dieser Arbeit verwendet?

Die Arbeit nutzt eine textanalytische Rekonstruktion, indem sie primär Rawls Essays und seine Monographie „A Theory of Justice“ vergleicht und diese einer kritischen philosophischen Prüfung unterzieht.

Welche Inhalte werden schwerpunktmäßig im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil behandelt die theoretische Verankerung des Differenzprinzips, die Interpretation der Pareto-Optimalität in Bezug auf soziale Institutionen sowie die Auseinandersetzung mit libertären Gegenpositionen.

Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit am besten?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie Gerechtigkeitsgrundsätze, soziale Kooperation, Grundstruktur, natürliche Lotterie und Reziprozität charakterisiert.

Wie bewertet der Autor das Spannungsverhältnis zwischen allgemeiner und spezieller Version des Differenzprinzips?

Der Autor zeigt auf, dass Rawls sich der potenziellen Kollision zwischen diesen beiden Fassungen bewusst ist und versucht, durch zusätzliche Annahmen wie die „Kettenwirkung“ der Erwartungen eine Harmonisierung zu erreichen.

Wie reagiert die Arbeit auf Robert Nozicks Kritik an Rawls?

Die Arbeit greift Nozicks Argumentation auf, wonach das Differenzprinzip die Handlungsfreiheit der „besser Begabten“ unzulässig einschränkt, und entgegnet mit Rawls’ Argumentation zur lexikalischen Vorrangstellung der Grundfreiheiten.

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Detalles

Título
Die Rekonstruktion des Rawlschen Differenz- bzw. Unterschiedsprinzips
Universidad
University of Cologne  (Philosophisches Seminar)
Curso
Hauptseminar
Calificación
1, 0
Autor
Suad Zumberi (Autor)
Año de publicación
2011
Páginas
19
No. de catálogo
V180807
ISBN (Ebook)
9783656040033
ISBN (Libro)
9783656040651
Idioma
Alemán
Etiqueta
rekonstruktion rawlschen differenz- unterschiedsprinzips
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Suad Zumberi (Autor), 2011, Die Rekonstruktion des Rawlschen Differenz- bzw. Unterschiedsprinzips, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/180807
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