Die Soldatenkaiser - eine sinnvolle Periodisierung?


Hausarbeit (Hauptseminar), 2009

26 Seiten, Note: 1,0


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Historischer Hintergrund

3. Typologische Merkmale
a)Herkunft und Aufstieg
b)Innenpolitik
c)Außenpolitik

4. Soldatenkaiser- ein systematischer Vergleich

5. Schluss

6. Bibliographie

1. Einleitung

Die Periodisierung ist ein klassisches Merkmal der Geschichtsschreibung. Gewisse Ereignisse erhalten eine solche Bedeutung, dass die Zeiträume vor und nach ihnen eine Einheit mit gemeinsamen Merkmalen bilden. Solche Einteilungen sind stets Ausdruck zeitgenössischer (Wert-)urteile und müssen regelmäßig aufs Neue überprüft werden. Unterhalb der klassischen Einteilung der römischen Antike (Königszeit, Republik, Kaiserzeit, Spätantike) wird jede dieser Perioden wiederum in mehrere Abschnitte eingeteilt.1 In der Kaiserzeit stehen einige Abschnitte klar definiert: das Prinzipat und die julisch-claudische Dynastie, die flavische Dynastie und die Zeit der Adoptivkaiser2, die mit der Kaiserschaft des Mark Aurel endete. In der folgenden Zeit jedoch gibt es einige Unwägbarkeiten: noch Franz Altheim bezeichnete in seinem Werk von 1939 die Kaiser „vom Ausgang des Commodus bis zum Regierungsantritt Diokletians“ als Soldatenkaiser3, allerdings trennte gleichzeitig schon Rostovtzeff die Severer davon ab mit der Unterscheidung: Militärmonarchie-Militäranarchie.4 Aufgrund der zu Anfang genannten methodischen Erwägungen scheint es mir jedoch sinnvoll zu sein die heute so bezeichnete Zeit der Soldatenkaiser (oder “Reichskrise des 3. Jahrhunderts“) von 235-284 n. Chr. dahingehend zu untersuchen, ob sie wirklich eine sinnvolle Periodisierung darstellt um sie von den vorhergehenden und folgenden Dekaden abzugrenzen. Hierzu werde ich verschiedene Aspekte der Soldatenkaiser vergleichend untersuchen und feststellen ob genügend Gemeinsamkeiten für eine Abgrenzung als eigene Periode existieren oder ob sie in einer größeren historischen Epoche zu verorten sind. Bei der Analyse werde ich mich auf die im Allgemeinen als Kaiser gezählten Personen beschränken, an eben denen ja auch die Periode festgemacht wird, und die vielen Usurpatoren und Gegenkaiser nicht einzeln beschreiben, deren Existenz aber natürlich bei der Beschreibung des jeweiligen legitimen Kaisers einbringen. Das Ziel dieser Arbeit ist also nicht wirkliche Kaiserbiographien zu schreiben, sondern gewisse Aspekte dieser Persönlichkeiten systematisch einzuordnen, dementsprechend werden die Kaiser, die zu kurz regierten um eine eigenständige Politik zu führen, eher kursorisch behandelt.

Die Quellenlage für die untersuchte Zeit stellt sich als sehr schwierig dar: es ist kein zusammenhängendes großes geschichtsschreibendes Werk überliefert5, im griechischen Raum haben so nur Fragmente eines Dexippos oder Eusebios überlebt. Die Historia Augusta stellt eine äußerst problematische Quelle dar und wird nur eingeschränkt benutzt werden können, oftmals nur als zu widerlegende Quelle.6 Von großer Bedeutung sind daher die Breviarien7 des Aurelius Victor, Eutropius und die Epitome de Caesaribus, allesamt aus dem 4.Jh. n.Chr8. Hinzu kommen Kirchenhistoriker (Eusebius von Caesarea), byzantinische Autoren (Zonaras, Zosimos) und nicht-literarische Quellen, die aber den Mangel an durchgängiger Historiographie nicht kompensieren können, gerade das Vorleben einiger Kaiser bleibt völlig im Dunkeln9. An neuerer Literatur sei besonders das Werk von Klaus-Peter Johne genannt.

2. Historischer Hintergrund

Da der Begriff Soldatenkaiser oftmals verwendet wird, um stabile Phasen des Römischen Reiches von dieser unruhigen Zeit abzugrenzen10, ist es wichtig deutlich zu machen dass die Jahrhunderte davor natürlich nicht durchgängig stabil waren und viele Phänomene der „Reichskrise“ schon früher auftauchten. Bereits mit dem Tode Neros und somit dem Ende der julisch-claudischen Dynastie begann eine, wenn auch sehr kurze, unruhige Zeit, das „Vierkaiserjahr“. Bereits hier sehen wir eine Mehrzahl von Usurpatoren, die sich in verschiedenen Teilen des Reiches von Heeresteilen zum Kaiser ausrufen lassen11, wobei sich dann schnell Vespasian durchsetzte. Nach dem Ende der flavischen Dynastie 96, brach dessen vom Senat eingesetzter Nachfolger Nerva bewusst mit dem dynastischen Prinzip und begann das Adoptivkaisertum12 bis es zugunsten Commodus durchbrochen 13 Nach dessen Tod folgte 193 ein zweites Vierkaiserjahr, aus dem wiederum zügig Septimius Severus als Sieger hervorging.

Die heute separat eingeordnete Zeit der Severer war alles andere als friedlich: zwei Bürgerkriege 193-197 und 217 fallen in diese Zeit, die Macht der Kaiser kam beinahe ausschließlich aus der Unterstützung der Legionen, vier von fünf severischen Kaisern wurden ermordet, selbst die Blutsverwandtschaft bestand nach dem Intermezzo des Macrinus 217/218 nur noch indirekt: kurzum all das was gemeinhin der Zeit der Soldatenkaiser zugeschrieben wird finden wir bereits in diesen Jahren, überstrahlt von der Regierungszeit des Septimius Severus selbst. Von daher wird zu untersuchen sein, ob nicht zumindest die Zeit nach Severus Tod 211 zu den Soldatenkaisern zu zählen ist- oder ob dieser Begriff eine solch disparate Personengruppe bezeichnet, dass man ihn lieber aufgeben sollte zugunsten einer allgemeinen Krisenepoche zwischen Mark Aurel und Diokletian. Die umfangreichen Reformen des Diokletian, die den Charakter des römischen Staates endgültig veränderten, lassen es hingegen weiterhin sinnvoll erscheinen hier tatsächlich eine neue Epoche des Römichen Reiches, eben die Spätantike, beginnen zu lassen, wobei natürlich klar sein muss, dass die Reformen Diokletians viele Ansätze seiner Vorgänger aufgriffen und weiterentwickelten.14

3. Typologische Merkmale

a)Herkunft und Aufstieg

aa)Maximinius Thrax

Gaius Iulius Verus Maximinus wurde im späten 2. Jh. in einem zentralthrakischen Dorf geboren als „halber Barbar“15 In der Weltchronik des spätbyzantinischen Autors Zonaras wird sein Geburtsjahr mit 173 angegeben16, aber mehrere Fehler lassen an seiner Darstellung zweifeln, so dass seine Geburt irgendwann bis 183 stattgefunden haben kann. Die Historia Augusta bezeichnet ihn als Sohn eines Goten und einer Alanin17, was jedoch schon von Hermann Dessau angezweifelt wurde und allgemein als widerlegt gilt,18 so dass für das Leben vor seiner Regentschaft primär Herodian verwendet werden muss.19 Jedenfalls war Maximinus von niederer Geburt und Bildung20, in seiner Jugend ein einfacher Hirte, der unter Septimius Severus dem Heere beitrat und unter Severus Alexander im Perserkrieg Truppen kommandierte bevor er dann 234 zum praefectus tironibus, d.h. zum Ausbilder neu ausgehobener Truppen in Germanien wurde, wobei er sich durch Großzügigkeit und Tapferkeit Ansehen unter den Truppen erwarb.21

235 hielt sich dann zeitgleich mit Maximinus Kaiser Severus Alexander zusammen mit seiner Mutter Mammaea im Heerlager bei Mainz auf. Der Kaiser galt als schwach und unsoldatisch und unter der Dominanz seiner Mutter stehend.22 Als Alexander in Verhandlungen mit den Alemannen trat und über „Frieden für Gold“ verhandelte, während den Truppen schon länger keine Zuwendungen mehr erhalten hatten, erhob das Heer Maximinus zum Kaiser und ermordete den Kaiser mitsamt seiner Mutter.23 Auch wenn er bei Weitem nicht der erste durch das Heer ausgerufene Kaiser war, so war er wohl tatsächlich der erste Kaiser ohne persönlichen Bezug zu Nobilität oder Ritterschaft.24

ab)das Sechskaiserjahr25

Im Jahre 238 wurde der Procurator von Africa durch eine Gruppe junger Bürger ermordet, offenbar aus Protest gegen dessen Steuereintreibungen. Eine verbreitete Missstimmung ausnutzend, wurde der lokale Statthalter M. Antonius Gordianus zum Kaiser ausgerufen. Herodian zufolge stand jener Mann, „von adeliger Herkunft“, am Ende einer langen Karriere und war fast achtzig Jahre alt26, was aber durchaus angezweifelt wird.27 Interessanterweise wird der unwillige Gordian bei Herodian von einer in sein Haus strömenden Volksmenge ausgerufen, während er bei Aurelius Victor vom Heere in absentia ausgerufen wird.28 Weitere Details über Gordians vorherigen Werdegang lesen wir in der HA, ihrzufolge war er Sohn des Maecius Marullus und der Ulpia Gordiana29, besaß enormen Reichtum und war nach Stationen in Britannien und Achäa nach Afrika gekommen.30 Wenn auch wiederum vieles hiervon zweifelhaft bleiben muss, war er sicherlich von hoher Abstammung und ein erfahrener Soldat und Politiker.

Nach seiner Erhebung reiste er nach Karthago und ernannte dort seinen gleichnamigen Sohn zum Augustus. Folgt man der HA, war auch sein Sohn bereits Mitte vierzig und hatte das Konsulat innegehabt31 -folgt man Interpretationen zugunsten eines deutlich jüngeren Gordian I. ist das natürlich unmöglich. Auf jeden Fall war dieser Gordian II. schon dem Kindesalter entwachsen und als Heerführer einsetzbar. Auf Initiative der Gordiane hin wurden Gesandte gen Rom geschickt, die eine latent gegen Maximinius gerichtete Senatsmehrheit vorfanden: diese bestätigte die Gordiane und erklärte Maximinius zum Staatsfeind.32 Die Herrschaft der Gordiane kam jedoch schnell zu ihrem Ende, denn der Maximinius-Anhänger Capellianus (Statthalter Numidiens) ging gegen sie vor und tötete Gordian II. in einer Schlacht bei Karthago. Herodian zufolge hatte Gordian I. sich zuvor bereits aus Angst vor einer Niederlage erhängt33, während er sich anderen Quellen zufolge erst danach tötete, jedenfalls fielen die Tode zeitlich eng zusammen.

Als die Nachricht ihrer Tode den Senat erreichte und da Maximinius gen Rom marschierte, erhob der Senat zwei M. Clodius Pupienus Maximus und D. Calvinus Balbinus34 zu Kaisern. Pupienus war praefectus urbi gewesen und erfolgreicher Heerführer, zudem Statthalter in Germanien.35 Die Angaben der HA zu seiner Abstammung und Karriere36 sind anzuzweifeln, ebenso sein bei Zonaras37 genanntes hohes Alter.38 Ähnliches gilt für Balbinus, der adeliger Abstammung und zweifacher Konsul wie mehrfacher Statthalter gewesen war39 ; die in der HA genannten Details hierzu können nicht belegt werden.40 Gleichzeitig stachelten offenbar Unterstützer der verstorbenen Gordiane das Volk soweit auf, das es den Senat zwang einen weiteren Gordian41 (Gordian III.) zum Caesar zu ernennen42. Balbinus verblieb in Rom, während Pupienus gegen Maximinus zog. Dieser belagerte für längere Zeit erfolglos Aquileia und wurde schließlich zusammen mit seinem Sohn von seinen langsam demotivierten und unterversorgten Soldaten ermordet43, deren Heer sich anschließend dem Pupienus ergab.44 Pupienus und Balbinus regierten dann zusammen in Rom, gerieten aber untereinander in Streit

Auch die Prätorianer waren scheinbar unzufrieden mit ihrem Machtverlust durch die senatorische Erhebung der Kaiser45, ihre „Vornehmheit“ und Beliebtheit beim Volk, so dass jene die Kaiser ermordeten und Gordian III. allein zurückließen.46

ac)Gordian III.47

M. Antonius Gordianus wurde Anfang des Jahres 225 in Rom geboren, als Sohn der Maecia Faustina und des Iunius Balbus48 ; Maecia war die Tochter Gordians I., Balbus ein Konsular.49 Zum Zeitpunkt des Todes seines Onkels und Großvaters in Afrika befand er sich in Rom, so dass er von einer Volksmenge „daheim beim Spielen“ gefunden und dann vom Senat zum Caesar ernannt wurde. Nach der Ermordung des Pupienus und Balbinus, erhoben die Prätorianer Gordian im Mai oder Juni 238 zum alleinigen Augustus, da er der wahrhaft vom Volk gewollte Kaiser sei und übernahm dreizehnjährig „die Herrschaft der Römer“.50 Gordian III. wurde also einerseits vom Heer zum Kaiser gemacht, andererseits repräsentierte er in gewisser Weise sowohl „Volkswillen“ wie dynastisches Prinzip.

ad)Philippus Arabs

M. Iulius Philippus Arabs wurde in der Trachonitis im heutigen Syrien (damals Arabia)51 geboren, das Geburtsjahr ist wohl um 204 zu verorten, wobei es auch anders lautende Quellen gibt.52 Während einige Quellen sich zu seiner sozialen Herkunft ausschweigen53, bezeichnen andere ihn als von sehr niedriger Herkunft.54 Über sein Leben bis zur Übernahme der Prätorianerpräfektur 243 als Nachfolger des Timesitheus ist nichts überliefert außer seinem Aufstieg in den Ritterstand, wobei zu vermuten ist dass er sich zuvor im Krieg ausgezeichnet hatte. Im Jahr 244 war Philippus also in unmittelbarer Nähe des Kaisers, als dieser starb. Die Art seines Todes ist in Quellen und Forschung heftig umstritten: die meisten römischen Quellen beschuldigen Philippus der Ermordung Gordians55, byzantinische Quellen zumindest der Aufwiegelung der Truppen gegen ihn56 während persische Quellen den Tod des Kaisers in einer verlorenen Schlacht bei Ktesiphon propagieren. Die Fülle der, sonst recht ausgewogenen, Quellen welche Philippus beschuldigen, sprechen dafür dass dieser jedenfalls bei Gordians Tod seine Hand im Spiel hatte, als er 244 zum Kaiser wurde.57 Gordian III. wurde unterdessen bei Dura Europos ein Grab errichtet und auf Betreiben Philipps sogar vergöttlicht.58

ae)Decius

C. Messius Quintus Decius wurde um 190 in Budalia bei Sirmium geboren59, wohl aus angesehener Familie. In den folgenden Jahrzehnten verfolgte er eine lange und erfolgreiche senatorische Karriere mit mehreren Statthalterschaften und dem Konsulat um 23060. 248 wurde er mit dem Kommando über die Donautruppen betreut, die ihn 249 zum Kaiser ausriefen.61 Zosimos und Zonaras beschreiben Decius äußerst positiv, unterstellen ihm sogar er sei nur unwillig Kaiser geworden62 und auch Eutropius stellt keinen Zusammenhang her zwischen Philipps Tod und Decius, anders als Aurelius Victor der Decius der Verschwörung bezichtigt.63 Philipp zog nach Decius Ausrufung nun gegen diesen und wurde in einer Schlacht bei Verona getötet, sein Sohn nach Bekanntwerden dieser Nachricht in Rom.64

af)Trebonianus Gallus und Aemilianus

C. Vibius Trebonianus Gallus, geboren um 206, stammte aus vornehmer Familie, hatte 245 das Konsulat innegehabt und war 251 Statthalter Moesiens. Zosimos beschuldigt ihn durch Verrat aktiv am Tode des Decius mitgewirkt zu haben65, während die anderen Quellen keinen Zusammenhang herstellen66. Auf der Verfolgung der Goten kam es zur Schlacht bei Abrittus, in der Decius getötet wurde, die verbleibenden Truppen riefen Gallus zum Kaiser aus67. Dieser machte seinen Sohn Volusianus zum caesar und nach der Rückkehr nach Rom noch einen Sohn des Decius, Hostilianus, zum augustus.68 Gallus schloss einen teuren Frieden mit den Goten, aber bald begannen erneute Goteneinfälle und auch die Perser griffen im Osten massiv an; zu all dem kam auch noch eine große Epidemie, der u.a. Hostilianus zum Opfer fiel69, so dass Gallus und seinem Sohn immer nur reagierten, nie agierten- mit Ausnahme der Christenverfolgungen, die sich auch unter Gallus fortgesetzt haben sollen.70 „They achieved nothing at all remarkable. Their reign was notable only for the plague, diseases and afflictions.“71 In dieser Situation wurde der Statthalter Aemilius Aemilianus, ein Mann niederer Geburt und afrikanischer Herkunft72, von den moesischen Truppen zum Kaiser ausgerufen und marschierte nach Italien, wo er Gallus und Volusianus in der Schlacht bei Interamna tötete, woraufhin er vom Senat anerkannt wurde.73

ag)Valerian

P. Licinius Valerianus, geboren um 199, war von vornehmer Herkunft und hatte sich sowohl zivil wie militärisch ausgezeichnet: er war noch unter den Severern Suffektkonsul gewesen, 238 in der Gesandtschaft der Gordiane nach Rom74, unter Decius in der Reichsverwaltung75 und 253 Statthalter in Raetien. Von dort hatte ihn Kaiser Gallus entsandt Truppen zu sammeln, um diese gegen Aemilianus zu führen. Dieser wurde von seinen Truppen im Angesicht der heranmarschierenden Armee Valerians getötet.76 Nach dessen Tod wurde Valerian zum Kaiser ausgerufen und die Truppen des Aemilianus gingen zu ihm über, generell scheint Valerian tatsächlich auf breite Zustimmung gestoßen zu sein.77

ah)Gallienus

P. Licinius Egnatius Gallienus, wurde um 218 bei Mailand geboren als Sohn von Valerian und Egnatia Mariniana. Über den ersten Teil seines Lebens ist nichts weiter bekannt, erst mit der Ernennung zum caesar durch seinen Vater Valerian 253 trat er in Erscheinung.78 Nach dessen Abreise war Gallienus mit der Verteidigung des westlichen Reichsteils betraut, wobei er sich nach einem kurzen Balkanaufenthalt auf die Rheingrenze konzentrierte. In diesem Bereich gelangen ihm durchaus Erfolge, aber gleichzeitig gelang es seinen Genrälen im Donauraum nicht die Goten und andere Völker aufzuhalten, so dass diese im Balkanraum wüteten und in Italien sogar bis Ravenna gelangten.79 258 wurde einer seiner Söhne in Illyrien getötet, woraufhin es zur Usurpation des Ingenuus kam, die aber noch unterdrückt werden konnte, auch gelangen Gallienus weitere Erfolge gegen Alamannen und Franken.80 Mit der Gefangennahme seines Vaters 260 wurde Gallienus alleiniger Kaiser.

ai)Claudius Gothicus und Quintillus

M. Aurelius Valerius Claudius, geboren wohl um 214. Über seine genaue Herkunft, Abstammung und Lebensweg bis 268 ist praktisch nichts bekannt; die SHA beschreibt ihn als Abkömmling der Flavier und von illyrischer Herkunft,81 Aurelius Victor als Abkömmling der Gordiane.82 268 war Claudius ein hochrangiger Heerführer, entweder Tribun in Ticinum83 oder vielleicht Reiterführer84 ; jedenfalls war er an einer Verschwörung zur Ermordung des Gallienus beteiligt und wurde von den Truppen zum Kaiser ausgerufen. In schneller Abfolge besiegte er die Alamannen und Goten, woraufhin er den Beinamen Gothicus Maximus annahm. Bevor er zu weiteren Maßnahmen nach Innen oder Außen kommen konnte, fiel er 270 einer Seuche zum Opfer.85 Claudius übernahm die Regierung in einer äußerst kritischen Situation und erzielte schnell einige Erfolge; dementsprechend positiv wird er auch in den Quellen dargestellt, als ein beliebter Kaiser, dem nicht die Zeit blieb seine Talente voll einzusetzen, dem viele Ehrungen und die Vergöttlichung zugesprochen wurden.86 Nach seinem Tod übernahm sein Bruder Quintillus für kurze Zeit den Kaiserthron, wohl wieder durch Ausrufung durch das Heer.87 Über die genaue Länge seiner Regierungszeit wie die Art seines Todes sind die Angaben widersprüchlich, jedenfalls bestieg noch im Jahre 270 Aurelian den Thron.88

aj)Aurelian

L. Domitius Aurelianus wurde um 214 in Dakien geboren89, wohl von bescheidener Herkunft90. Über den Großteil seines Lebens ist nichts bekannt, 268 war er an der Verschwörung zur Ermordung des Gallienus beteiligt, unter Claudius Gothicus bekleidete er weiter eine führende Stellung, so dass er nach dessen Tod scheinbar noch während der Herrschaft des Quintillus zum Kaiser ausgerufen wurde.91

ak)Tacitus, Florianus und Probus

M. Claudius Tacitus wurde um 200, möglicherweise in Interamna, geboren in wohlhabende Verhältnisse.92 Er durchlief eine erfolgreiche Karriere, 273 Konsul93, und war 275 princeps senatus. Zu diesem Zeitpunkt wurde Kaiser Aurelian auf halbem Wege nach Byzanz durch Verrat eines Vertrauten getötet;94 es kam offenbar zu einem kurzen Interregnum bis der Senat Tacitus zum Kaiser wählte, nachdem das Heer eine eigene Wahl abgelehnt hatte.95 Die meisten Quellen berichten nichts bemerkenswertes über seine kurze Regentschaft, die SHA schildert zwar eine Vielzahl von senatsfreundlichen Maßnahmen, diese sind jedoch höchstwahrscheinlich rein fiktiv, nur sein Kampf gegen die Goten ist auch woanders belegt.96 276 fiel Tacitus einer Verschwörung zum Opfer, woraufhin sein Bruder M. Annius Florianus, damals Prätorianerpräfekt, sich zum Kaiser erhob. Über diesen ist weiter nichts bekannt, er begab sich schnell nach Tarsus, denn im Osten hatte sich ein weiterer Mann zum Kaiser erhoben.

M. Aurelius Probus stammte wahrscheinlich aus der Gegend von Sirmium, geboren um 232, weiteres über seine Herkunft ist nicht bekannt. Auch seine Laufbahn liegt im Dunkeln, er gehörte wohl als höherrangiger Militär zu Aurelians Stab.97 276 wurde er im Osten zum Kaiser erhoben und zog gegen Florianus, den er dann besiegte und sich nach dessen Tod vom Senat als Kaiser bestätigen ließ.98

al)Carus und Carinus

Die Herkunft des Carus und Carinus ist nahezu unbekannt, beide stammten aus Narbo.99 Die Tatsache, dass Carus bereits zwei erwachsene Söhne hatte, lässt auf ein höheres Alter schließen, einige Belege sprechen für ein Geburtsjahr des Carus um 223.100 282 war er Prätorianerpräfekt des Probus und wurde im Westen (Raetien) zum Kaiser ausgerufen. Ein von Probus entsandtes Heer lief zu Carus über, woraufhin Probus von seinen verbliebenen Truppen ermordet wurde.101 Kurz nach Herrschaftsantritt erhob er seine Söhne Carinus und Numerianus zu caesares. Während er selbst nach einem erfolgreichen Feldzug gegen die Sarmaten and der Donau bald zusammen mit Numerianus nach Osten gegen die Perser zog, wurde Carinus mit der Verwaltung des Westens betraut. Der Kaiser errang im Osten große Siege, starb aber unerwartet 283: die meisten Quellen sprechen von Tod durch Blitzschlag, jedenfalls war es höchstwahrscheinlich ein natürlicher Tod. Auch Numerianus kam kurz danach um, entweder durch eine Verschwörung oder ebenfalls natürlich102 ; somit verblieb Carinus als alleiniger Kaiser. In den meisten Quellen wird dieser negativ dargestellt, es bleibt jedoch unklar was davon der Wahrheit entspricht und was diokletianischer Propaganda.103 Auf jeden Fall war er fähig genug den aufständischen Prätorianerpräfekten Sabinus Julianus zu besiegen; anschließend zog er weiter Richtung Osten, denn inzwischen hatte das aus Persien zurückkehrende Heer Diokletian zum Kaiser ausgerufen.104 In Moesien trafen die beiden Heere aufeinander und obwohl Carinus mehrmals siegreich blieb, fiel er schließlich einem Attentat zum Opfer105, wobei einige Quellen auch von einer Desertion des Heeres sprechen.106 Carus und Carinus waren also durchaus fähige Herrscher und Heerführer, die durch unglückliche Umstände bzw. Diokletian umkamen; gerade der Herrschaftsantritt Diokletians ist keinesfalls ruhmvoll und auch noch nicht Ausdruck eines neuen Zeitalters.

b)Innenpolitik

ba)Maximinius Thrax

Aufgrund seiner nicht „standesgemäßen“ Herkunft hatte Maximinus seit Erhebung viele Feinde im Senat und am Hof, so dass er den Kronrat und den Großteil des Hofstaates austauschen ließ. Mehrere Verschwörungen gegen ihn wurden aufgedeckt, die er brutal niederschlagen ließ, laut Herodian begünstigt durch seinen grausamen und tyrannischen Charakter.107 Trotzdem zeigte sich der Senat zunächst ergeben und leistete bis 238 keinen offenen Widerstand.108 So erhob mittlerweile Maximinius seinen gleichnamigen Sohn zum Caesar und bekleidete 236 das Konsulat.109 Der enorme Finanzbedarf des Heeres, sowohl regulär wie durch außerordentliche Zuwendungen, im Bemühen die Fehler seines Vorgängers, nicht zu wiederholen, führte zu einer hohen Steuerlast und Ausplünderung des Reiches, die bis zu den Tempelschätzen ging.110 Der andere beachtenswerte Aspekt Maximinius ist seine Christenpolitik. Eusebius berichtet von Christenverfolgungen seit 235 (oder 236), gezielt gerichtet gegen den Klerus.111 Weder von Herodian noch von Lactantius werden solche Verfolgungen erwähnt, so dass sie, wenn sie existierten, lokal begrenzt waren und sich v.a. gegen Anhänger des alten Kaisers richteten.112 Der Großteil Maximinius Innenpolitik war also auf Herrschaftssicherung bzw. Unterstützung seiner militärischen Ambitionen gerichtet, Reformen oder Großprojekte sind nicht bekannt.

[...]


1 U. Walter, Periodisierung, DNP 9, 2000, Sp.576-582

2 oder die „five good emperors“ vgl. N. Macchiavelli, Discourses on Livy I 10, Oxford 1997

3 F. Altheim, Die Soldatenkaiser, Frankfurt a. M. 1939, S. 13

4 M. Rostovtzeff, The social and economic history of the Roman Empire, Oxford 1926, S. 393-468

5 so endet Cassius Dio 229, Herodian 238

6 zur Historia Augusta s. A. Lippold, Allgemeines zur Historia Augusta. In: G.H. Waldherr (Hrsg.), Adolf Lippold, Die Historia Augusta, Stuttgart 1998, S. 1-33

7 mehr zum Breviarium unter J. Rüpke, Breviarium, DNP 2, 1997, Sp. 770

8 wobei diese drei Werke höchstwahrscheinlich grundsätzlich alle auf die verlorene Kaisergeschichte zurückgehen

9 Für die Quellenlage insgesamt grundlegend der entsprechende Abschnitt bei K.-P. Johne (Hrsg.), Die Zeit der Soldatenkaiser, Berlin 2008, S. 15-124

10 T. Franke, Soldatenkaiser, DNP 11, 2001, Sp. 698

11 wobei Galba vom Senat als Kaiser bestätigt wurde, während er selbst sich als legatus senatus populique Romani bezeichnete; Sueton, Galba 10,1

12 sicherlich auch dadurch begünstigt, dass bis Mark Aurel kein Kaiser männliche Nachkommen hatte! W. Eck, Adoptivkaiser, DNP 1, 1996, Sp. 127

13 selbst das Phänomen des Mitkaisers finden wir bereits in der Person des Lucius Verus 161-169

14 Über das Ende der jeweiligen Kaiser werde ich mich im Rahmen des Aufstiegs ihrer Nachfolger äußern.

15 Herodian VI 8,1

16 Zon. 12,16

17 SHA Max. 1,5

18 A. Lippold, Die Herkunft des Kaisers C. Iulius Verus Maximinus. In: G. Waldherr (Hrsg.), a. a. O., S. 82-96

19 natürlich ist auch Herodian umstritten und mit Problemen behaftet, jedoch immer noch zuverlässiger als die SHA; zur Kritik an Herodian s. G. Alföldy, Zeitgeschichte und Krisenempfindung bei Herodian. In: Ders. Die Krise des Römischen Reiches. Ausgewählte Beiträge, Stuttgart 1989, S. 273-294. Als Quelle zur Gegenprüfung kann neben den genannten Breviaristen partiell auch Jordanes Romana et Getica verwandt werden.

20 Aurelius Victor zufolge konnte er noch bei seiner Kaisererhebung „kaum lesen und schreiben“, Aur. Vict. 25,1

21 Herodian 6,8,1-3 und Iord. Get. 15,88

22 Bleckmann bezeichnet ihn als „Muttersöhnchen“ und Mammaeas Wirken als Höhepunkt weiblicher Macht in der Kaiserzeit. B. Bleckmann, Die severische Familie und die Soldatenkaiser, in: H. Temporini-Gräfin Vitzthum, Die Kaiserinnen Roms, München 2002, S. 291

23 Herodian VI,7,9-8,4 Herodian unterstellt den Truppen, dass sie „ohnehin zu Neuerungen und Umsturz“ neigten und ihnen Alexanders Herrschaft keinen Profit mehr versprach; diese Darstellung wird von Müller bestritten. Überlieferung auch bei Aur. Vict. 25,1;SHA Max. 8,1; Eutrop. 9,1 In Herodian VI,9,6 werden die Mörder des Kaisers bereits von Maximinius geschickt

24 B. Bleckmann, a. a. O., S. 302 Zwar war auch Macrinus nicht-senatorischer Abstammung, gehörte zum Zeitpunkt seiner Machtübernahme jedoch schon lange zur römischen Elite.

25 Aufgrund der besonderen Situation des Jahres 238 werde ich mich mit den Kaisern dieses Jahres kumuliert befassen, bevor dann die Person Gordians III. wieder auf ihre einzelnen Aspekte hin analysiert wird. Die Kaiser zwischen diesem und Maximinus werde ich stark verkürzt darstellen.

26 Herodian VII,5,1-3

27 Grasby schlägt ein Alter um die 50 vor. K. Grasby, The Age, Ancestry, and Career of Gordian I, CQ 25, 1975, 123-130

28 Aur. Vict. 26,1

29 mit Stammbäumen bis zurück zu Trajan und den Gracchen

30 SHA Gord. 2,2-4 In der HA wird sein Leben noch enorm mit weiteren Details ausgeschmückt.

31 SHA Gord. 17,4-18,5

32 Herodian VII,7,5-7 und Aur. Vict. 26

33 Herodian VII,9,4

34 entgegen der folgend kurz dargelegten hohen Abstammung und Karriere der beiden spricht Eutropius davon sie seien „of very obscure birth“ gewesen, Eutr. 9,2

35 Herodian VII,10,4 und VIII,6,6

36 SHA Max. Balb. 5

37 Zon. 12,17

38 A.R. Birley, Pupienus, DNP 10, 2001, Sp. 600

39 Herodian VII, 10,4

40 A. R. Birley, Balbinus, DNP 2, 1997, Sp. 418

41 mehr zu ihm in Abschnitt ac)

42 Herodian VII,10,5-9

43 Herodian VIII,2-5 Herodian bezeichnet die Art seines Todes- die Köpfe nach Rom geschickt, die Leichen den Tieren vorgeworfen-als gerechte Strafe für dessen „verruchte Art der Machtausübung.

44 Herodian VIII,7,3-7

45 spätestens seit der Ermordung des Pertinax an ihre Machtstellung gewöhnt

46 Herodian VIII, 8,1-6;Aur. Vict. 27,6;Eutr. 9,2

47 Entgegen der SHA, Herodian und den anderen Quellen gehen Aurelius Victor und Eutropius nur von zwei Gordianen aus, so dass sie die Geschehnisse zwischen 238 und 244 Gordian II. zuschreiben!

48 die SHA diskutiert noch weitere Versionen: Geburtsjahr 223 oder 220 sowie die Vaterschaft Gordians II., spricht sich aber für die allgemein akzeptierte Version aus, SHA. Gord. 22

49 SHA Gord. 4,2 und ILS 496-497

50 Herodian VII,10,7-8. An dieser Stelle endet Herodian

51 Aur. Vict. 28,1

52 Epit. de Caes. 28,3 Aurelius Victor hingegen spricht von Philippus in 28,10 als „durch sein Alter körperlich geschwächt“, was ein höheres Alter als Mitte 40 bedeutete

53 Die Vita der sonst hierzu weit ausschweifenden SHA ist verloren.

54 Epit. des Caes. 28,3; Zos. 1,18,3 Dass sowohl er wie sein Bruder den Ritterstand erreichten spricht für eine nicht ganz unbedeutende Familie.

55 Eutr. 9,2; Aur. Vict. 27,8; SHA Gord. 30,9

56 Zos. 1,18,3; Zon. 12,18

57 Für eine ausführliche Diskussion C. Körner, Philippus Arabs. Ein Soldatenkaiser in der Tradition des antoninisch-severischen Prinzipats, Berlin 2001, S. 75-89

58 Eutr. 9,2; SHA Gord. 31,7

59 Aur. Vict. 29,1; Eutr. 9,4

60 C. Körner, a.a.O., S. 341-343

61 Zos. 1,21,22; Zon. 12,19

62 Zos. 1,22,1; Zon. 12,19

63 Eut. 9,3-4; Aur, Vict. 29,1

64 Eut. 9,3; Aur. Vict. 28,11 Einzelne Quellen und Forscher verlegen die Schlacht nach Beroia und gehen von einer kurzen Herrschaft Philipps II. aus, was jedoch den allermeisten Quellen widerspricht. C. Körner, a.a.O., S. 305-322

65 Zos. 1,23,2-3

66 Aurelius Victor spricht zwar von einer List, der Decius zum Opfer gefallen sei, weist aber niemandem die Schuld zu, Aur. Vict. 29,5

67 Aur. Vict. 30,1

68 Eine überraschende Wiederkehr der Adoptivkaiserpraktiken!

69 Zos. 1,25-27

70 Eus. HE 7,1

71 Eut. 9,5

72 Zon. 12,21

73 Eutr. 9,5

74 Zos. 1,14

75 Zon.12,20 Wie erwähnt, behauptet die SHA Decius habe versucht Valerian zum Zensor zu machen.

76 Aur. Vict. 31,3

77 Zos. 1,29 Wie meist übertrieben in SHA Valer. 5

78 Zos. 1,30

79 Eutr. 9,7; Zos. 1,31

80 Eutr. 9,8

81 SHA Claud. 3,6;11,9

82 Aur. Vict. 34,1

83 Aur. Vict. 33,28

84 Zon. 12,26

85 Zos. 1,43-46

86 ibid. 1,46; Aur. Vict. 34, 1-2; Eutr. 9,11

87 Eutr. 9,12

88 Bei Zonaras 12,26 und Eutr. 9,12 regiert er 17 Tage,in der SHA Aur. 37,6 20 Tage, bei Zosimos 1,47 einige Monate. Zosimos, Zonaras und die SHA sprechen von Selbstmord, Eutropius wiederum von Mord.

89 Eutr. 9,13

90 SHA Aur. 3 Den weiteren Angaben der SHA ist wie meist nicht zu trauen.

91 Zos. 1,47

92 SHA Tac. 6-10

93 CIL 18844; Aur. Vict. 36,1

94 Eutr. 9,15

95 Aur. Vict. 36,1; SHA Tac. 3-8 Zonaras 12, 28 hingegen berichtet von einer Ausrufung durch das Heer;ohne Zustimmung des Heeres wäre Tacitus sicher nicht anerkannt worden. Die SHA behauptet das Interregnum habe 6 Monate gedauert, allem Anschein nach waren es jedoch höchstens zwei Monate. G. Kreucher, Der Kaiser Marcus Aurelius Probus und seine Zeit, Stuttgart 2003, S. 104

96 Zos. 1, 63. Kreucher nennt die ganze Tacitus-Vita in der SHA „jeglicher Realität“ entbehrend. G. Kreucher, a.a.O., S. 118

97 SHA Probus 3-7

98 Zos. 1,64

99 Aur. Vict. 39,12

100 G. Kreucher, Probus und Carus. In:K.-P.Johne, a.a,O.,S.415

101 Zos. 1,71

102 Eutr. 9, 18; Aur. Vict. 38,3-8

103 G. Kreucher, Probus und Carus. In: K.-P. Johne, a.a.O., S.420

104 Zos.1,73

105 Aur. Vict. 39,11-12 Dieser schreibt das Attentat der Rachsucht eines gedemütigten Tribunen zu, mit dessen Frau der Kaiser geschlafen habe.

106 Eutr. 9,20

107 Herodian VII, 1,1-12

108 Laut der SHA Max. 8,6 war der Senat durch Furcht paralysiert. Wahrscheinlicher ist, dass man abwartete wie sich der Kaiser verhalten würde. K. Dietz, Senatus contra principem. Untersuchungen zur senatorischen Opposition gegen Kaiser Maximinius Thrax, München 1980

109 Aur. Vict. 25,2

110 Herodian VII,3,3-6

111 Eus. HE 6,28. Auch die SHA spricht von diesen Verfolgungen, Lippold zufolge jedoch primär um den idealisierten Severus Alexander vom „bösen“ Maximinius abzugrenzen. A. Lippold, Maximinus Thrax und die Christen. In: G. Waldherr (Hrsg.), a. a. O., S. 143

112 T. Franke, Maximinus Thrax, DNP 7, 1999, Sp. 1073

Ende der Leseprobe aus 26 Seiten

Details

Titel
Die Soldatenkaiser - eine sinnvolle Periodisierung?
Hochschule
Ernst-Moritz-Arndt-Universität Greifswald
Note
1,0
Autor
Jahr
2009
Seiten
26
Katalognummer
V180815
ISBN (eBook)
9783656040002
ISBN (Buch)
9783656040613
Dateigröße
421 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
soldatenkaiser, periodisierung
Arbeit zitieren
Ivo Sieder (Autor:in), 2009, Die Soldatenkaiser - eine sinnvolle Periodisierung?, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/180815

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