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Die Regionale Integration in Lateinamerika seit den 90-er Jahren

Alte Allianzen und neue weltpolitische Spieler

Titel: Die Regionale Integration in Lateinamerika seit den 90-er Jahren

Essay , 2011 , 7 Seiten , Note: 2,0

Autor:in: Aurélie Nerzic (Autor:in)

Politik - Region: Mittel- und Südamerika
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Die regionale Integration in Lateinamerika ist nicht von heute. Wie jede Integration ist der Prozess lang und die Entwicklung mühsam. Interessant in Lateinamerika ist zu beobachten, wie die verschiedenen Motive und Modelle regionaler Integration zu dem heutigen Stand geführt hat. Der Bedeutungsverlust alter Allianzen nach der Periode der 90er und der Aufstieg neuer weltpolitischer Spieler innerhalb sowie außerhalb der Regionen haben eine große Wirkung auf den Prozess der regionalen Integration heutzutage. In dieser Arbeit soll zuerst die Periode der 90-er Jahren analysiert werden, indem die wichtigsten Motive und Modelle der Integration betont werden. Der Konzept des offenen Regionalismus soll dadurch erklärt werden und in einem zweiten Teil mit der Rückkehr der Binnenorientierung in Lateinamerika auseinandergesetzt werden. So wird dann auch in einem dritten Teil diskutiert, ob die Modelle der regionalen Integration von heutzutage nicht zu einer „Desintegration“ führen könnten.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

I. Einleitung

II. Motive und Modelle regionaler Integration in Lateinamerika seit den 90-er Jahren

III. Vom offenen Regionalismus zur Binnenorientierung

III. Regionale Integration oder Desintegration?

IV. Schluss

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die Transformation regionaler Integrationsmodelle in Lateinamerika seit den 1990er Jahren, analysiert den Übergang vom Konzept des „offenen Regionalismus“ hin zu einer stärkeren Binnenorientierung und hinterfragt die Auswirkungen dieser Entwicklungen auf die politische Kohärenz der Region.

  • Entwicklung des Konzepts „offener Regionalismus“ und dessen ökonomische Motive.
  • Die Rolle wirtschaftlicher Integrationsbündnisse wie MERCOSUR und Andengemeinschaft.
  • Einfluss weltpolitischer Akteure und das Projekt der FTAA.
  • Wandel der regionalen Dynamiken durch neue Mächte wie Brasilien und Venezuela.
  • Spannungsfeld zwischen Integration und Desintegration sowie die Herausforderung eines neuen Konsenses.

Auszug aus dem Buch

II. Motive und Modelle regionaler Integration in Lateinamerika seit den 90-er Jahren

Die 90-er Jahre bedeuteten eine neue regionale Integrationswelle für Lateinamerika. Sie wird oft als die Phase „offener Regionalismus“ (Husar:86) bezeichnet und ist ein wichtiger Bestandteil der ökonomischen Integration. Diese wird als „der Prozess des Abbaus zwischenstaatlicher Transaktionshemmnisse innerhalb einer Staatengruppe“ definiert (Husar: 86).

Verschiedene marktwirtschaftliche Reformen sind in den 90-er Jahren in Kraft getreten und neue Integrationsbündnisse resultierten daraus. Der MERCOSUR (Mercado Común del Sur) gilt als bedeutendstes Modell regionaler Integration dieser Phase. Er bezeichnet den gemeinsamen Markt Südamerikas und erstrebt einen Binnenmarkt zu bilden. Mitgliedstaaten sind Argentinien, Brasilien, Paraguay und Uruguay. Als anderes Modell ist auch die Andengemeinschaft, oder früher der Andenpakt genannt, die ebenfalls eine wirtschaftliche Kooperation zwischen den Ländern Bolivien, Kolumbien, Ecuador und Peru bildet. Diese Partnerschaften haben vor allem subregionale Ziele, die eine regionale Integration bevorzugen.

Zusammenfassung der Kapitel

I. Einleitung: Die Einleitung skizziert den langfristigen Prozess der Integration in Lateinamerika und setzt sich das Ziel, die Entwicklung von den 90er Jahren bis zur aktuellen Tendenz einer möglichen „Desintegration“ zu analysieren.

II. Motive und Modelle regionaler Integration in Lateinamerika seit den 90-er Jahren: Dieses Kapitel erläutert den „offenen Regionalismus“ und die damit verbundenen ökonomischen Reformen sowie die Entstehung bedeutender Bündnisse wie den MERCOSUR und die Andengemeinschaft.

III. Vom offenen Regionalismus zur Binnenorientierung: Der Fokus liegt auf der wirtschaftlichen und politischen Emanzipation einzelner Staaten wie Brasilien und Venezuela, die zu neuen Bündnissen jenseits des bisherigen US-dominierten neoliberalen Modells führen.

III. Regionale Integration oder Desintegration?: Es wird diskutiert, ob die wachsende Uneinigkeit und die geopolitische Spaltung der Region durch konkurrierende Integrationskonzepte eher zu einer Desintegration führen.

IV. Schluss: Das Fazit fasst zusammen, dass Lateinamerika einen heterogenen Integrationspfad verfolgt, bei dem ein Konsens nach europäischem Vorbild aufgrund fehlender gemeinsamer politischer Identität noch in weiter Ferne liegt.

Schlüsselwörter

Regionale Integration, Lateinamerika, offener Regionalismus, MERCOSUR, Andengemeinschaft, FTAA, ALBA, Binnenorientierung, Meso-globalization, US-Einfluss, geopolitische Spaltung, Brasilien, Venezuela, Desintegration, wirtschaftliche Kooperation.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die verschiedenen Phasen und Modelle der regionalen Integration in Lateinamerika, ausgehend von der wirtschaftlich liberalen Welle der 1990er Jahre bis hin zu gegenwärtigen politischen Neuausrichtungen.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Zentrale Themen sind der „offene Regionalismus“, die Rolle der USA als externer Akteur, die Emanzipation lateinamerikanischer Staaten wie Brasilien und die Gründung neuer, teilweise anti-neoliberaler Bündnisse.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es zu verstehen, wie sich die Motive der regionalen Integration verändert haben und ob die aktuelle Entwicklung eher zur Stärkung der regionalen Kooperation oder zu einer „Desintegration“ beiträgt.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit folgt einem politikwissenschaftlichen Analyseansatz, der theoretische Konzepte (wie den offenen Regionalismus) auf reale Fallbeispiele und die politische Entwicklung lateinamerikanischer Organisationen anwendet.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil behandelt die Transformation von Integrationsmodellen, die Entstehung der FTAA und deren Gegenspieler wie ALBA sowie die sich verändernden Machtverhältnisse durch den Aufstieg neuer Akteure.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?

Die wichtigsten Begriffe umfassen regionale Integration, offener Regionalismus, Binnenorientierung, Desintegration, geopolitische Neuausrichtung und die Rolle von Organisationen wie MERCOSUR und ALBA.

Warum wird im Dokument explizit zwischen einer "inneren" und "äußeren" Integration unterschieden?

Diese Unterscheidung hilft zu verdeutlichen, dass der „offene Regionalismus“ primär darauf abzielte, die Region für den Weltmarkt zu öffnen, während neuere Tendenzen sich stärker auf die interne politische Kohärenz fokussieren.

Wie bewertet die Autorin die Aussichten auf eine EU-ähnliche Integration in Lateinamerika?

Die Autorin sieht eine EU-ähnliche Integration derzeit als schwer erreichbar an, da es an einer gemeinsamen politischen Identität und einem Konsens über die Form der Zusammenarbeit fehlt.

Ende der Leseprobe aus 7 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Die Regionale Integration in Lateinamerika seit den 90-er Jahren
Untertitel
Alte Allianzen und neue weltpolitische Spieler
Hochschule
Universität Konstanz
Note
2,0
Autor
Aurélie Nerzic (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2011
Seiten
7
Katalognummer
V180920
ISBN (eBook)
9783656036449
ISBN (Buch)
9783656036333
Sprache
Deutsch
Schlagworte
regionale integration lateinamerika jahren alte allianzen spieler südamerika
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Aurélie Nerzic (Autor:in), 2011, Die Regionale Integration in Lateinamerika seit den 90-er Jahren , München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/180920
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Leseprobe aus  7  Seiten
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