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Müssen sich Marcumar-Patienten Vitamin-K-arm ernähren?

Title: Müssen sich Marcumar-Patienten Vitamin-K-arm ernähren?

Elaboration , 2011 , 3 Pages

Autor:in: M.Sc. Sven-David Müller (Author)

Health - Nutritional Science
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Ernährungsmedizinische Empfehlung bei Therapie mit oralen Antikoagulantien: Die in Beipackzetteln von Antikoagulantien gegebene Empfehlung, unter einer Therapie mit gerinnungshemmenden Pharmaka wie Marcumar die Aufnahme von Vitamin-K-reichen Lebensmitteln einzuschränken oder auf Vitamin-K-reiche Lebensmittel zu verzichten, ist ungerechtfertigt.

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Inhaltsverzeichnis

1. Ernährungstherapie unter Marcumar-Therapie

1.1 Vitamin K und die Blutgerinnung

1.2 Die Wirkung von Cumarinen und von Vitamin K

1.3 „Marcumardiät“ aus wissenschaftlicher Sicht

1.4 Wechselwirkung Cumarinpräparat und Vitamin K

1.5 Ernährungstherapeutische Empfehlungen für Marcumarpatienten

Zielsetzung und Themen der Arbeit

Die vorliegende Arbeit untersucht die ernährungsmedizinische Relevanz einer Vitamin-K-armen Diät bei Patienten unter einer Therapie mit oralen Antikoagulantien (Marcumar). Ziel ist es, die wissenschaftliche Evidenz für entsprechende Ernährungsempfehlungen zu prüfen und aufzuzeigen, dass eine spezielle „Marcumardiät“ medizinisch nicht begründet ist.

  • Physiologische Rolle von Vitamin K bei der Blutgerinnung
  • Wirkweise von Cumarinpräparaten und deren Interaktion mit Vitamin K
  • Kritische Analyse der „Marcumardiät“ auf wissenschaftlicher Basis
  • Einfluss der täglichen Vitamin-K-Zufuhr auf den Quickwert
  • Ernährungstherapeutische Leitlinien für Patienten unter Antikoagulationstherapie

Auszug aus dem Buch

„Marcumardiät“ aus wissenschaftlicher Sicht

Der unter Antikoagulationstherapie stehende Patient bedarf also keiner diätetischen Therapie oder gar einer Marcumardiät [Literatur: H. Kasper, Ernährungsmedizin und Diätetik, S. 36, 2000, Harris J.E.: Interaction of dietary factors with oral anticoagulants: Review and applications, J AM Diet Ass 95 (1995) 580-584]. Nach Kasper gibt es keine Begründung für eine Marcumardiät. Nur deutliche Änderungen der Ernährungsweise, wie etwa der Übergang von einer normalen Ernährung auf eine sehr fettarme Kost (Vitamin K ist ein fettlösliches Vitamin) oder die plötzliche Umstellung auf eine Kost, die besonders reich an Blattgemüse, Innereien oder Sauerkraut ist, sollte eine besondere Überwachung des Quickwertes veranlassen.

Zusammenfassung der Kapitel

Ernährungstherapie unter Marcumar-Therapie: Einführung in das Thema der oralen Antikoagulation und Darstellung der grundlegenden Zielsetzung der Therapie.

Vitamin K und die Blutgerinnung: Erläuterung der biochemischen Notwendigkeit von Vitamin K für die Bildung von Gerinnungsfaktoren und die Problematik einer mangelhaften Versorgung.

Die Wirkung von Cumarinen und von Vitamin K: Analyse der antagonistischen Wirkung von Cumarinen auf Vitamin K und Darstellung der Studienlage zur Vitamin-K-Zufuhr.

„Marcumardiät“ aus wissenschaftlicher Sicht: Wissenschaftliche Einordnung und Widerlegung der Notwendigkeit einer speziellen „Marcumardiät“.

Wechselwirkung Cumarinpräparat und Vitamin K: Erklärung des Quicktests zur Bestimmung der Blutgerinnung und Hinweise zum Umgang mit vegetarischer Ernährung sowie zu vermeidenden Stoffen.

Ernährungstherapeutische Empfehlungen für Marcumarpatienten: Zusammenfassende Handlungsempfehlungen für eine gesunde Ernährung ohne unnötige Einschränkungen.

Schlüsselwörter

Ernährungstherapie, Marcumar, Antikoagulantien, Vitamin K, Blutgerinnung, Cumarine, Quickwert, Ernährungsmedizin, Thromboseprophylaxe, Prothrombin, Diätberatung, Phyllochinon, Menachinon

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Frage, ob Patienten, die mit oralen Antikoagulantien wie Marcumar behandelt werden, eine spezielle, Vitamin-K-arme Ernährung einhalten müssen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Themenfelder umfassen die Physiologie der Blutgerinnung, die Pharmakologie der Vitamin-K-Antagonisten und die ernährungsmedizinische Bewertung der Lebensmittelauswahl.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist der Nachweis, dass eine sogenannte „Marcumardiät“ wissenschaftlich nicht haltbar ist und Patienten sich vielseitig und gesund ernähren können.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer ernährungsmedizinischen Literaturanalyse und dem Vergleich klinischer Studien zu den Auswirkungen der Vitamin-K-Zufuhr auf den Quickwert.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert die Wechselwirkungen zwischen Vitamin K und Cumarinen sowie die diagnostische Bedeutung des Quicktests.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die wichtigsten Begriffe sind Ernährungstherapie, Marcumar, Antikoagulantien, Vitamin K, Blutgerinnung und Quickwert.

Warum wird die „Marcumardiät“ kritisiert?

Der Autor kritisiert sie, da sie medizinisch nicht begründet ist und zu unnötigen Einschränkungen der Lebensqualität führt.

Können sich Veganer problemlos mit Marcumar behandeln lassen?

Ja, laut Arbeit ist auch eine rein vegetarische Ernährung mit hohem Vitamin-K-Anteil bei korrekter medikamentöser Einstellung problemlos möglich.

Gibt es Lebensmittel, die Marcumarpatienten strikt meiden sollten?

Ja, cumarinreiche Pflanzen wie Waldmeister, Steinklee und Tonkabohnen sollten aufgrund der Wechselwirkungen gemieden werden.

Warum ist eine exakte Berechnung des Vitamin-K-Gehalts schwierig?

Die Aufnahme wird durch viele Faktoren beeinflusst und die bakterielle Eigensynthese im Darm ist kaum exakt kontrollierbar, weshalb eine Berechnung wenig aussagekräftig ist.

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Details

Title
Müssen sich Marcumar-Patienten Vitamin-K-arm ernähren?
Author
M.Sc. Sven-David Müller (Author)
Publication Year
2011
Pages
3
Catalog Number
V181052
ISBN (eBook)
9783656045625
Language
German
Tags
Marcumar Vitamin K Sven-David Müller Diätassistent Ernährung Diät Markumar vitamin K arme Kost Diätetik Sauerkraut Diabetesberater Ernährungstherapie
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
M.Sc. Sven-David Müller (Author), 2011, Müssen sich Marcumar-Patienten Vitamin-K-arm ernähren?, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/181052
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