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Die Problematik der Maske von Commedia bis zur Gesellschaftsmaske

Título: Die Problematik der Maske von Commedia bis zur Gesellschaftsmaske

Trabajo de Seminario , 2011 , 7 Páginas , Calificación: 2,0

Autor:in: Ily Butz (Autor)

Teatrología, danza
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Die Existenz der Maske war schon immer ein heikles Thema, das schon seit Jahrhunderten diskutiert wird. Im weiteren Verlauf meiner Arbeit möchte ich auf die Bedeutung der Maske eingehen. Ich werde mich eher auf die gesellschaftliche Polemik konzentrieren und weniger Masken, z.B. der Commedia dell’Arte in Betracht ziehen, da ich meinen Blickpunkt spezifischer auf die Gesellschaftsmaske lenke.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Die Bedeutung der Maske im Theater

3. Die Maske als Zwischenwesen

4. Die Gesellschaftsmaske

5. Rollenspiel und Identitätsverlust

6. Schutzfunktion und soziale Integration

7. Die Täuschung im Schauspiel

8. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die philosophische und soziologische Dimension der Maske, ausgehend vom theatralen Ursprung der Commedia dell’Arte bis hin zur modernen „Gesellschaftsmaske“ als Ausdruck menschlicher Identitätskonstruktion.

  • Die funktionale Differenz zwischen Halb- und Vollmasken.
  • Die Maske als liminales Zwischenwesen zwischen Sein und Schein.
  • Theoretische Perspektiven von Kant und Nietzsche zum gesellschaftlichen Rollenspiel.
  • Das Spannungsfeld zwischen authentischem Selbst und sozialer Identität.
  • Psychologische Implikationen von Maskeraden und Rollenkonformität.

Auszug aus dem Buch

Die Gesellschaftsmaske

Kants These der Gesellschaftsmaske sagt aus, dass das Tragen einer solchen Gesellschaftsmaske sich auch auf die eigene Persönlichkeit abfärbe. Anders ausgedrückt, „wenn einer lange genug Tugendhaftigkeit vortäuscht, [...], wird sie ’nach und nach wohl wirklich erweckt’ und geht ’in die Gesinnung über’.“ Das bedeutet im Folgenden: Jemand, der z.B. in die „Rolle“ eines Adeligen schlüpft, würde die zivilisierten Verhaltensweisen eines Adeligen irgendwann annehmen. So sagt Kant auch, „die Menschen sind insgesamt, je zivilisierter, desto mehr Schauspieler“. Nietzsche hingegen widerspricht Kants Theorie, so sagt er aus, „[...] die Maske der Zivilisation, [...], nicht zwangsläufig eine zivilisierende Wirkung zu haben [hat]“. Seine Bedenken drückt er somit aus: „die Gefahr besteht darin, dass die Subjektivität dem Rollenspiel gänzlich geopfert wird. Wenn das Rollenspiel zum Normalfall wird, schwächt sich unter Umständen bei einer Person das Bewusstsein des Spiels so sehr ab, dass der ’Schein zum Sein wird’“. Nietzsches Skepsis geht noch weiter, er sagt, dass „wenn Einer sehr lange und hartnäckig etwas scheinen will, so wird es ihm zuletzt schwer, etwas Anderes zu sein“. Zusammengefasst hieße das, dass durch das ständige „Spielen einer Rolle“ die eigene Persönlichkeit mit der Zeit verloren ginge und durch die „gespielte Rolle“ ersetzt würde. Diese Erscheinung kann zu drastischen Persönlichkeitsstörungen führen und würde einer Psychotherapie bedürfen, da der Träger einer solchen Maske seine Identität verlieren würde und sich somit in einer psychotischen Krise befinden würde.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung führt in die historische Entwicklung der Maske ein und grenzt den Fokus auf die gesellschaftliche Polemik ein.

2. Die Bedeutung der Maske im Theater: Dieses Kapitel erläutert die physischen Unterschiede zwischen Halb- und Vollmasken und deren Wirkung auf das Publikum.

3. Die Maske als Zwischenwesen: Hier wird die metaphysische Rolle der Maske als Trennlinie zwischen Diesseits und Jenseits sowie als „Doppelwesen“ analysiert.

4. Die Gesellschaftsmaske: Dieses Kapitel hinterfragt die Notwendigkeit des gesellschaftlichen Maskentragens als Mittel zur sozialen Anpassung.

5. Rollenspiel und Identitätsverlust: Es wird diskutiert, inwiefern das permanente Schlüpfen in soziale Rollen die eigene Identität untergraben kann.

6. Schutzfunktion und soziale Integration: Untersuchung der These, dass Masken intellektuellen Individuen als Schutzschild dienen können, um gesellschaftliche Akzeptanz zu finden.

7. Die Täuschung im Schauspiel: Analyse der Rolle des „perfekten Schauspielers“ und der Frage, wie Gefühle authentisch ohne echtes Empfinden imitiert werden können.

8. Fazit: Das Fazit fasst die Problematik der Balance zwischen dem „Ideal-Ich“ und der sozialen Maske zusammen.

Schlüsselwörter

Maske, Gesellschaftsmaske, Identität, Rollenspiel, Commedia dell’Arte, Schauspiel, Täuschung, Subjektivität, Zivilisation, Authentizität, Psychologie, Nietzsche, Kant, Selbstbild, Theater

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit behandelt die Entwicklung der Maske vom historischen Theaterobjekt bis hin zur metaphorischen „Gesellschaftsmaske“, die der Mensch nutzt, um in sozialen Strukturen zu agieren.

Welche zentralen Themenfelder werden abgedeckt?

Die zentralen Themen umfassen die theatrale Maskenkunde, die philosophische Auseinandersetzung mit dem Rollenspiel und die psychologischen Folgen von Identitätsverlust durch soziale Konformität.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, die Problematik der Balance zwischen einer notwendigen sozialen Maske und der Bewahrung des authentischen „Wahren-Ichs“ zu verdeutlichen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine geisteswissenschaftliche Analyse, die primär auf der Auseinandersetzung mit philosophischen Theorien von Autoren wie Richard Weihe, Kant und Nietzsche basiert.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine physische Analyse der Maske (Halb- vs. Vollmaske), eine philosophische Einordnung gesellschaftlicher Rollen und eine kritische Betrachtung der Täuschung im Schauspiel.

Durch welche Schlüsselwörter lässt sich die Arbeit charakterisieren?

Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Maske, Rollenspiel, Identitätsverlust, soziale Integration, Schauspiel und Selbststilisierung beschreiben.

Wie unterscheidet sich die Auffassung von Kant und Nietzsche bezüglich der Gesellschaftsmaske?

Während Kant argumentiert, dass das soziale Rollenspiel zivilisierend wirkt und eine Tugendhaftigkeit verinnerlicht werden kann, warnt Nietzsche vor einem Identitätsverlust durch das ständige Scheinen.

Warum wird die „Gesellschaftsmaske“ als Schutzfunktion bezeichnet?

Sie ermöglicht es als überintelligent oder „tiefdenkend“ wahrgenommenen Individuen, sich vor einer Gesellschaft zu schützen, die sie ohne Anpassung an die „Norm“ ablehnen oder ausgrenzen würde.

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Detalles

Título
Die Problematik der Maske von Commedia bis zur Gesellschaftsmaske
Universidad
University of Vienna  (Theater-, Film-, Medienwissenschaften)
Curso
Dramaturgie der Innerlichkeit
Calificación
2,0
Autor
Ily Butz (Autor)
Año de publicación
2011
Páginas
7
No. de catálogo
V181303
ISBN (Ebook)
9783656045434
ISBN (Libro)
9783656044864
Idioma
Alemán
Etiqueta
Maske
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Ily Butz (Autor), 2011, Die Problematik der Maske von Commedia bis zur Gesellschaftsmaske, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/181303
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