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Meinen und Wissen in Platons 'Politeia'

Título: Meinen und Wissen in Platons 'Politeia'

Trabajo Escrito , 2011 , 24 Páginas , Calificación: 1

Autor:in: Helga Spriestersbach (Autor)

Filosofía - Filosofía de la Edad Antigua
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Diese Arbeit setzt sich kritisch mit der Frage auseinander, in welchem Zusammenhang die Unterscheidung von Meinen und Wissen, die Idee des Guten und die Platonische Ideenlehre stehen.
Ausgangspunkt zur Beantwortung dieser Frage ist das Faktum, dass Platon in seiner Politeia die Erkenntnis der Idee des Guten als höchstes Lebensziel des Menschen nennt. Diese Vorstellung entfaltet er im Zusammenhang mit dem Bildungsziel des Philosophenherrschers. Eine solche Erkenntnis aber ist nur möglich, wenn der Mensch wahres Wissen von bloßem Meinen unterscheiden lernt. Um sein eigentliches Lebensziel zu erreichen, muss er daher eine Entwicklung durchlaufen, die ihn vom Scheinwissen über das bewusste Nichtwissen zur Weisheit führt. Diese Weisheit setzt Platon mit der Erkenntnis des Guten gleich. Anhand der einschlägigen Kapitel der Politeia versuche ich nachzuzeichnen, wie sich Platon diese Entwicklungsstufen vorstellt und welche Pflichten sich daraus für denjenigen ergeben, der den genannten Gipfelpunkt des menschlichen Daseins erreicht hat.
Im Rahmen dieser Arbeit soll die Platonische Ideenlehre nicht in vollem Umfang dargelegt, son-dern nur im Zusammenhang mit der Idee des Guten angesprochen werden. Auch möchte ich die Schaffung eines gerechten Staates, wie sie in der Politeia vorgestellt wird, nur kurz anreißen und auch keinen Bezug auf andere Platon-Dialoge nehmen, die sich mit dem Thema Meinen und Wissen auseinandersetzen. Diese Arbeit soll sich ausschließlich an dem orientieren, was in der Politeia zum Thema Meinen und Wissen, zur Ideenlehre und zur Idee des Guten herauslesbar ist.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Wissen und Meinen

2.1 Das Verhältnis zwischen Wissen und Meinen

2.2 Kriterien zur Unterscheidung von Wissen und Meinen

2.3 Das Liniengleichnis

2.4 Fazit

3 Die Idee des Guten als Ursache von allem

3.1 Das Bildungsziel des Philosophenherrschers

3.2 Das Wesen des Guten

3.3 Das Sonnengleichnis

3.4 Fazit

4 Das Reich des Wahrnehmbaren und das Reich der Erkenntnis

4.1 Das Höhlengleichnis

4.2 Die pädagogische Pflicht des Philosophen

4.3 Fazit

5 Zusammenfassung

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht das Verhältnis von Meinen (doxa) und Wissen (episteme) in Platons Politeia, wobei der Schwerpunkt auf der erkenntnistheoretischen Funktion der „Idee des Guten“ liegt. Ziel ist es, den Bildungsweg des Philosophenherrschers nachzuzeichnen, der notwendig ist, um die Erkenntnis des Guten zu erlangen und diese als Grundlage für ein gerechtes Gemeinwesen zu etablieren.

  • Unterscheidung zwischen Meinen und Wissen bei Platon
  • Analyse der platonischen Gleichnisse: Liniengleichnis, Sonnengleichnis und Höhlengleichnis
  • Die „Idee des Guten“ als höchstes Ordnungsprinzip und Erkenntnisziel
  • Das Bildungsideal und die politische Pflicht des Philosophen

Auszug aus dem Buch

4.1 Das Höhlengleichnis

In seinem Höhlengleichnis macht Platon deutlich, in welchem Verhältnis seiner Auffassung nach das Reich des Wahrnehmbaren und das Reich der Erkenntnis zueinander stehen. In diesem Gleichnis schildert Sokrates seinem Gesprächspartner Glaukon die sinnlichen Wahrnehmungen von Menschen, die von Kindheit an in einer Höhle gefesselt sind und weder Kopf noch Körper bewegen können. Ein schwach erkennbarer Feuerschein in ihrem Rücken sorgt dafür, dass der Schatten einer niedrigen Mauer hinter ihnen an die Höhlenwand, auf die sie blicken, geworfen wird. Diese Mauer ist offensichtlich hoch genug, die Menschen zu verbergen, die dahinter vorbeigehen. Sokrates vergleicht diese Mauer mit der „Schranke, die die Puppenspieler vor den Zuschauern errichten, um über sie weg ihre Kunststücke zu zeigen.“ Bereits an diesem Bild wird die trügerische Wahrnehmung derjenigen deutlich, die das Schattenspiel vor ihren Augen für Wahrheit nehmen. Hinter der Mauer tragen Menschen, die demnach selbst unsichtbar bleiben, über ihren Köpfen allerlei Artefakte vorbei. Dabei kommt es auch vor, dass sie miteinander sprechen. Was die Gefesselten in der Höhle sehen oder hören, sind nun nicht die Gegenstände selbst bzw. die Gespräche, die geführt werden, sondern lediglich deren Schattenbilder oder akustischen Echos. Dabei entsteht der Eindruck, als sprächen die Träger der Schatten selbst. Doch die Gefesselten sind nicht in der Lage, diese Täuschung zu erkennen, sie ahnen noch nicht einmal, wer die Täuschung hervorruft, da für sie die Träger der Objekte, die hinter der Mauer verborgen bleiben, unsichtbar sind.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Arbeit führt in die Fragestellung ein, wie Platon das Meinen vom Wissen unterscheidet und welche Rolle die Idee des Guten für den Philosophen spielt.

2 Wissen und Meinen: Es wird erläutert, wie Sokrates Wissen und Meinen abgrenzt und durch das Liniengleichnis eine ontologische Einteilung in Sichtbares und Denkbares vornimmt.

3 Die Idee des Guten als Ursache von allem: Dieses Kapitel untersucht die Funktion der Idee des Guten als höchstes Bildungsziel und Ordnungsprinzip anhand des Sonnengleichnisses.

4 Das Reich des Wahrnehmbaren und das Reich der Erkenntnis: Anhand des Höhlengleichnisses wird der Weg des Menschen zur Erkenntnis sowie die daraus resultierende pädagogische Verantwortung des Philosophen dargelegt.

5 Zusammenfassung: Die Ergebnisse werden gebündelt und der politische sowie ethische Anspruch der platonischen Erkenntnislehre resümiert.

Schlüsselwörter

Platon, Politeia, Wissen, Meinen, Doxa, Episteme, Idee des Guten, Philosophenherrscher, Liniengleichnis, Sonnengleichnis, Höhlengleichnis, Erkenntnistheorie, Gerechtigkeit, Dialektik, Ideentheorie

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die platonische Erkenntnistheorie in der Politeia und das Verhältnis zwischen Scheinwissen (Meinen) und wahrem Wissen.

Welche zentralen Themenfelder behandelt die Hausarbeit?

Die zentralen Themen sind die platonische Ideenlehre, die Unterscheidung von Erkenntnisstufen und die Notwendigkeit der Erkenntnis des Guten für gerechtes Handeln.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist aufzuzeigen, wie Platon den Bildungsweg des Philosophen definiert, um vom bloßen Meinen zur Weisheit zu gelangen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt die textualanalytische Auswertung einschlägiger Passagen aus Platons Politeia unter Einbeziehung relevanter Sekundärliteratur.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Analyse des Wissensbegriffs, der Bedeutung der Idee des Guten und des Übergangs aus der Sinneswelt in das Reich der Erkenntnis mittels der platonischen Gleichnisse.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die wichtigsten Begriffe sind Meinen, Wissen, Idee des Guten, Philosophenherrscher, Höhlengleichnis und Gerechtigkeit.

Wie unterscheidet Platon laut dieser Arbeit zwischen Wissen und Meinen?

Platon differenziert nicht primär durch den Gegenstand, sondern durch das Bewusstsein über diesen: Wissen richtet sich auf das unwandelbare Seiende, während Meinen ein unsicheres, wechselhaftes Verhältnis zur Erscheinungswelt darstellt.

Warum ist die Idee des Guten für Platon kein Wissen im klassischen Sinne?

Die Idee des Guten steht laut Arbeit über dem Sein und dem Wissen selbst; sie fungiert als Bedingung für alle Erkenntnis und als ordnendes Prinzip, weshalb ihre volle Wesensdefinition sprachlich schwer fassbar bleibt.

Welche Rolle spielt die pädagogische Pflicht des Philosophen?

Da der Philosoph die Wahrheit erkannt hat, ist er verpflichtet, seine Einsichten in den Dienst des Gemeinwohls zu stellen und seine Mitmenschen aus der Welt der bloßen Schatten zu führen.

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Detalles

Título
Meinen und Wissen in Platons 'Politeia'
Universidad
University of Hagen
Calificación
1
Autor
Helga Spriestersbach (Autor)
Año de publicación
2011
Páginas
24
No. de catálogo
V181414
ISBN (Ebook)
9783656079194
ISBN (Libro)
9783656079378
Idioma
Alemán
Etiqueta
meinen wissen plantons politeia
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Helga Spriestersbach (Autor), 2011, Meinen und Wissen in Platons 'Politeia', Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/181414
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