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„Drakonisch heißt blutig und hart!“ - Die Gesetzgebung des Drakon

Titre: „Drakonisch heißt blutig und hart!“ - Die Gesetzgebung des Drakon

Dossier / Travail , 2011 , 16 Pages , Note: 1,0

Autor:in: Felix Eibenstein (Auteur)

Histoire globale - Antiquité
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Die Gesetzgebung des Drakon ist im Volksmund verklärt und mit einem markant harten und blutigen Charakter versehen. Drakons Absichten und Gesetzesinhalte stehen hier im Mittelpunkt der Betrachtungen. Zudem wird der direkte Bogen zum deutschen Grundgesetz und dem Strafgesetzbuch gespannt, um die heutige Gültgkeit der Gesetzgebung des Drakon zu untersuchen.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1. Die Demokratie und Drakon

2. Quellensituation und Probleme der Geschichtsrekonstruktion

3. Die Thesmoi (ϑεσμοια) Drakons

3.1. Unabsichtliche Tötung

3.2. Absichtliche Tötung – Mord

4. Entwicklung der Gerichtsverfahren in (vor-)solonischer Zeit

4.1. Drakons Prozessordnung

4.2. Solons Neuerungen

5. Die Frage nach der Verfassung

6. Drakons Bedeutung für unsere Zeit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Gesetzgebung des antiken athenischen Gesetzgebers Drakon unter besonderer Berücksichtigung der Tötungsdelikte, um deren historische Absichten sowie die Auswirkungen auf die Entwicklung juristischer Strukturen im archaischen Athen zu analysieren.

  • Historische Einordnung der drakonischen Gesetzgebung in den Kontext der attischen Gesellschaft.
  • Analyse der Quellenlage und der Probleme bei der Rekonstruktion archaischer Rechtstexte.
  • Unterscheidung zwischen unabsichtlicher und absichtlicher Tötung im Rechtssystem Drakons.
  • Die Rolle der Epheten und die Institutionalisierung von Gerichtsverfahren.
  • Vergleich antiker Rechtskonzepte mit modernen juristischen Grundsätzen wie der Notwehr.

Auszug aus dem Buch

3.1. Unabsichtliche Tötung

Drakon, der als erster Mediator gilt, um die innenpolitischen Streitigkeiten in Athen zu dämmen, befasste sich in seinen Gesetzen mit der Rechtslage bei Tötungsdelikten. Er unterschied zunächst zwischen zweierlei Arten der Tötung: unabsichtliche und absichtliche. Letzteres scheint allerdings nur Spekulation zu sein. Dazu wird später näheres erläutert.

Zunächst ist von unabsichtlicher Tötung die Rede. Um diesen Tatbestand feststellen zu können, bedarf er der öffentlichen Anklage des Verdächtigen durch die nächsten, männlichen Verwandten des Opfers. Stellte das Ephetengericht fest, dass der Angeklagte sich der unabsichtlichen Tötung schuldig gemacht hatte, sah Drakon hier als Strafe die Verbannung (φεύγειν) vor. Die Verbannung hatte eigentlich nur den einen Grund: der Frieden innerhalb der Polis sollte gewahrt bleiben. Der Verurteilte hatte sich von öffentlichen Plätzen und Orten fernzuhalten, wo mit Selbstjustizhandlungen der Angehörigen des Opfers zu rechnen war. Da diese Orte de facto überall waren, wurde er per Gerichtsurteil in die Verbannung geschickt. Man muss hier aber beachten, dass sich die Verbannung als Urteil aus der Flucht herauskristallisierte.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Die Demokratie und Drakon: Einführung in die Problematik des Begriffs "drakonisch" im Kontrast zur modernen Demokratie und Darlegung der Zielsetzung der Arbeit.

2. Quellensituation und Probleme der Geschichtsrekonstruktion: Erörterung der schwierigen Quellenlage und der methodischen Unsicherheiten bei der Rekonstruktion der nur in Fragmenten erhaltenen drakonischen Gesetze.

3. Die Thesmoi (ϑεσμοια) Drakons: Analyse der gesellschaftlichen Konflikte im 7. Jh. v. Chr. und die Einführung einer differenzierten Regelung für Tötungsdelikte.

4. Entwicklung der Gerichtsverfahren in (vor-)solonischer Zeit: Untersuchung der Prozessordnung, der Rolle der Epheten und der Institutionalisierung der Justiz sowie der späteren Reformen durch Solon.

5. Die Frage nach der Verfassung: Kritische Auseinandersetzung mit der Hypothese, ob Drakons Gesetzgebung als ein systematisches Verfassungswerk betrachtet werden kann.

6. Drakons Bedeutung für unsere Zeit: Zusammenfassende Reflexion über das Erbe drakonischer Rechtsverfahren für das moderne Verständnis von Gerechtigkeit und Notwehr.

Schlüsselwörter

Drakon, Athen, Tötungsdelikte, Blutrache, Epheten, Verbannung, Aidesis, Archon, Justizgeschichte, Notwehr, Antike, Rechtsordnung, Verfassungsgeschichte, Gesetzgebung, Polis.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit den Gesetzen des athenischen Gesetzgebers Drakon aus dem 7. Jahrhundert vor Christus, insbesondere mit deren Bedeutung für die Rechtsentwicklung.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Zentral sind die Tötungsdelikte, die historische Quellenlage, die Entwicklung von Gerichtsverfahren und die Frage nach einem möglichen verfassungsrechtlichen Charakter der Reformen.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, die Absichten Drakons bei der Gesetzeserstellung zu ergründen und die historische Bedeutung dieser Gesetze für Athen sowie deren Nachhall in der heutigen Zeit zu beleuchten.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es erfolgt eine quellenkritische Analyse historischer Texte und die Interpretation moderner wissenschaftlicher Forschungsergebnisse zu archaischen griechischen Rechtstexten.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung von Tötungsdelikten, die Analyse der damaligen Gerichtsstrukturen und die Diskussion über die Existenz einer frühen athenischen Verfassung.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Drakon, Tötungsdelikte, Epheten, Notwehr, Rechtsentwicklung und athenische Antike sind die prägenden Begriffe.

Wie unterschied Drakon zwischen Tötungsarten?

Drakon unterschied zwischen unabsichtlicher Tötung, die in die Verbannung führte, und einer nicht zweifelsfrei belegten, aber vermuteten Regelung für absichtliche Tötung (Mord).

Warum wird der Begriff "drakonisch" heute negativ konnotiert?

Der Begriff wird heute mit übermäßiger Härte assoziiert, was nach Meinung des Autors jedoch nicht der ursprünglichen Intention der drakonischen Gesetze entspricht.

Welche Rolle spielten die Epheten im Gerichtswesen?

Die 51 Epheten fungierten als entscheidende Instanz, die zur Klärung der Rechtslage und zum Fällen von Urteilen bei Tötungsdelikten institutionalisiert wurde.

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Résumé des informations

Titre
„Drakonisch heißt blutig und hart!“ - Die Gesetzgebung des Drakon
Université
Dresden Technical University
Note
1,0
Auteur
Felix Eibenstein (Auteur)
Année de publication
2011
Pages
16
N° de catalogue
V181449
ISBN (ebook)
9783656044222
ISBN (Livre)
9783656044468
Langue
allemand
mots-clé
drakonisch gesetzgebung drakon
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Felix Eibenstein (Auteur), 2011, „Drakonisch heißt blutig und hart!“ - Die Gesetzgebung des Drakon, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/181449
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Extrait de  16  pages
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