Diese wissenschaftliche Arbeit befasst sich mit einer immer wichtiger werdenden Thematik der IT und der gesamten Welt: Web 2.0. Innerhalb der letzten Jahrzehnte wandelte sich das Internet erheblich – weg von der „einfachen“, einseitigen und rationalen
Informationsbeschaffung/-verarbeitung hin zu einer interaktiven, virtuellen und vor allem mächtigen Mitmachplattform für „Jedermann“.
Aufgrund des breitgefächerten Begriffs Web 2.0 ist eine umfassende Erklärung des Verständnisses zu Beginn der Studienarbeit unbedingt nötig, da durch die fehlende DIN-ISO-Definition keine klare, einheitlich fundierte Grundlage herrscht und zudem die Bezeichnung
implizit auf eine vorherige Entwicklung schließen lässt, die nicht unberücksichtigt bleiben sollte.
Das Potential von Web 2.0 und dessen neuen Anwendungen führen zu einem weiteren, spannenden wie großen Thema, nämlich dem Umgang und Einsatz von Web 2.0 in Unternehmen, das sogenannte Enterprise 2.0. Hier liegt das Augenmerk hauptsächlich auf den Einsatzmöglichkeiten von Web 2.0 Anwendungen/Plattformen in Beratungsunternehmen, da
besonders für Dienstleistungsunternehmen die neue Web-Ära eine große Rolle spielt.
Der Rahmen dieser Studienarbeit wird daher auf die Fragen eingegrenzt, welche derzeitigen Anwendungsmöglichkeiten das Web 2.0 für Beratungsunternehmen birgt und ob ein Beratungsunternehmen durch Enterprise 2.0 konkurrenzfähiger und effizienter als seine
Marktbegleiter sein kann.
Die dahinterstehende Zielsetzung des Autors ist einen möglichst genauen, jedoch verständlichen Überblick über den komplexen und weitreichenden Sachverhalt zu vermitteln, um anschließend fundierte Aussagen zu den erwähnten Fragen zu treffen. Hierzu werden die Grundlagen von Web 2.0 ergänzend erläutert.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Entwicklung des Internets
2.1. Web 0.5
2.2. Web 1.0
2.3. Web 2.0
3. Was ist Social Software?
4. Die bedeutesten Web 2.0 Anwendungen/Plattformen
4.1. Wiki
4.2. Blogs (Weblogs)
4.3. Podcasts
4.4. Social Bookmarking
4.5. Instant Communication
4.6. Social Networks
5. Enterprise 2.0: Einsatz in Beratungsunternehmen
5.1. Personal-/Kontaktmanagement
5.2. Produktmanagement/Marketing
5.3. Wissensmanagement
5.4. Kunden-/Identitätsmanagement
6. Fazit
Zielsetzung & Themen der Arbeit
Diese Studienarbeit untersucht die Einsatzmöglichkeiten von Web 2.0-Technologien in Beratungsunternehmen im Rahmen des Konzepts "Enterprise 2.0". Das primäre Ziel besteht darin, aufzuzeigen, wie Dienstleistungsunternehmen durch den Einsatz dieser Werkzeuge ihre Effizienz steigern, implizites Wissen sichern und ihre Wettbewerbsfähigkeit gegenüber Marktbegleitern verbessern können.
- Evolution des Internets vom Web 0.5 bis zum Web 2.0
- Klassifizierung und Funktionsweise relevanter Social-Software-Anwendungen (Wikis, Blogs, Podcasts etc.)
- Strategischer Einsatz von Enterprise 2.0 zur Verbesserung des Wissensmanagements
- Optimierung von Personal- und Kundenmanagement durch soziale Netzwerke
- Viraler Marketingnutzen und Identitätsmanagement in der Beratungspraxis
Auszug aus dem Buch
4.2. Blogs (Weblogs)
Ein Blog bezeichnet im Allgemeinen eine sporadisch aktualisierte Internetseite, auf der einzelne Beiträge („Artikel“) eines Individuums in umgekehrt chronologischer Reihenfolge veröffentlicht und für die Öffentlichkeit aufgelistet sind. Der Name „Blog“ entstammt von Weblog, da ein Blog eine Art onlinegeführtes Tagebuch einer Person bzw. Gruppe verkörpert. Der Blogger (Autor der Artikel) schreibt generell aus einer sehr subjektiven Sichtweise über alle möglichen Geschehnisse aus seinem Leben oder über aktuelle, interessante Ereignisse, die ihn derzeit bewegen.
Zahlreiche Blogdienste bieten kostenlos die Möglichkeit innerhalb weniger Minuten eine personalisierte Blog-Internetseite – basierend auf der installierten Rahmensoftware des Anbieters – zu kreieren, sodass keine tiefgehenden Kenntnisse über Programmiersprachen oder sonstiges Spezialwissen nötig sind. Somit kann der Blogger seine Artikel auf der Basis des WYSIWYG-Prinzips („What you see is what you get“) veröffentlichen, was für denjenigen soviel bedeutet, dass er einen virtuellen Texteditor – wie sein eigenes Textprogramm – für die Publikation bereitgestellt bekommt.
Blogs werden öfters „in einem Atemzug“ mit den schon im Web 1.0 vorhandenen Foren (fast) gleichgestellt, was auf dem ersten Blick durch die ähnliche Struktur und Aufgabe beider Kommunikationsmittel sinnvoll erscheint, jedoch existieren zwei essentielle Unterschiede, die sie eindeutig voneinander trennen: Das erste Merkmal ist die Handhabung der Veröffentlichung eines Artikels. Ein Forum beherbergt eine registrierte Anzahl von einzelnen Mitgliedern, die alle den ersten Beitrag zu einem Thema (sog: Threads) schreiben können und anschließend automatisch zur weiteren Diskussion stellen. Bei Blogs hingegen gibt es meist nur einen Autor, der alle Ursprungsbeiträge ins Internet stellt, die von zufälligen Besuchern (oft ohne vorherige Registrierung) in irgendeiner Form kommentiert werden können.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Thematik des Web 2.0 ein und skizziert die Relevanz für den Unternehmenskontext, insbesondere für Beratungsunternehmen.
2. Entwicklung des Internets: Das Kapitel beschreibt die historische Evolution des Internets von einer Expertenplattform (Web 0.5) über das kommerzielle Informationszeitalter (Web 1.0) bis hin zur interaktiven Mitmachplattform (Web 2.0).
3. Was ist Social Software?: Hier wird der Begriff Social Software definiert und als Basis für Web 2.0 Anwendungen zur Unterstützung zwischenmenschlicher Interaktion vorgestellt.
4. Die bedeutesten Web 2.0 Anwendungen/Plattformen: Dieser Abschnitt analysiert detailliert die wichtigsten Werkzeuge wie Wikis, Blogs, Podcasts, Social Bookmarking, Instant Communication und Social Networks.
5. Enterprise 2.0: Einsatz in Beratungsunternehmen: Das Hauptkapitel erläutert, wie Unternehmen diese Werkzeuge für Personal- und Wissensmanagement, Marketing sowie Kundenbindungen gezielt einsetzen können.
6. Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und bewertet die zukünftige Bedeutung von Enterprise 2.0 als kritischen Wettbewerbsfaktor.
Schlüsselwörter
Web 2.0, Enterprise 2.0, Social Software, Beratungsunternehmen, Wissensmanagement, Wissenssicherung, Social Networks, Blogs, Wikis, Personalmanagement, Kundenmanagement, Corporate Identity, Internetentwicklung, Online-Kommunikation, Dienstleistungen.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Studienarbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit dem Einfluss von Web 2.0-Technologien auf die Arbeitsweisen und strategischen Prozesse in Beratungsunternehmen.
Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?
Die zentralen Felder umfassen die technologische Evolution des Webs, die Definition von Social Software und deren spezifische Anwendungsmöglichkeiten im Unternehmensalltag.
Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?
Es soll geklärt werden, ob und wie Beratungsunternehmen durch den Einsatz von Enterprise 2.0-Konzepten ihre Effizienz steigern und wettbewerbsfähiger agieren können.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse, dem Vergleich verschiedener Web-Generationen und der Auswertung von Fallbeispielen aus der Wirtschaftspraxis.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil konzentriert sich auf die praktischen Einsatzgebiete: Personal- und Kontaktmanagement, Produktmanagement, Wissensmanagement sowie Kunden- und Identitätsmanagement.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Begriffe sind Web 2.0, Enterprise 2.0, Wissensmanagement, Social Software und Dienstleistungsorientierung.
Wie unterscheidet sich die Nutzung von Wikis in Unternehmen von öffentlichen Plattformen?
Unternehmensinterne Wikis dienen primär der Sicherung des impliziten Mitarbeiterwissens und der zentralen Dokumentation von Geschäftsprozessen.
Welche Rolle spielt die "Blogosphäre" für Beratungsunternehmen?
Sie dient als Kommunikationsraum, in dem das Unternehmen über Corporate-Blogs ein menschlicheres Image aufbauen und Markenbotschaften viral verbreiten kann.
Warum ist Enterprise 2.0 gerade für Beratungsunternehmen so relevant?
Da das Kernkapital von Beratungen in ihrem Know-how liegt, ist die Vermeidung des Wissensabflusses bei Mitarbeitern über solche Plattformen strategisch entscheidend.
Welche Herausforderung sieht der Autor beim Einsatz viraler Marketingstrategien?
Der Autor weist darauf hin, dass virale Effekte zwar Reichweite bieten, aber bei negativer Resonanz auch ein schnelles Handeln des Unternehmens erzwingen können.
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- B.Sc. Christopher Krause (Autor), 2010, Web 2.0 - Einsatzmöglichkeiten in Beratungsunternehmen, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/181495