„Ohne den Einsatz von IT könnten wir unser Geschäft nicht mehr betreiben. Vor rund 30 Jahren war in der Logistikbranche das Wichtigste das Abholen und Zustellen eines Pakets. Heute ist die Information über das Paket genauso wichtig wie das Paket selbst.“
Dieses Zitat des Chief-Information-Officers (CIO) des deutschen Logistikunternehmens DHL zeigt stellvertretend für sehr viele Unternehmen verschiedener Branchen die enorme Wichtigkeit der Informationstechnologie (IT) für den Geschäftserfolg in der heutigen Zeit.
Besonders Unternehmen, die unter ständigem Druck durch lobalisierung,
zunehmenden Wettbewerb und immer kürzer werdenden Produkt- und Innovationslebenszyklen stehen, müssen sich immer wieder neuen Herausforderungen stellen, die es bestmöglich zu erkennen und lösen gilt, um weiterhin wirtschaftlich erfolgreich zu bleiben. Eine immer schwierigere Frage lautet, wie Unternehmen gegenüber ihren Marktbegleitern wirtschaftliche Erfolge erzielen können, um kurzfristige Wettbewerbsvorteile zu nutzen und somit ihren Gewinn zu steigern. Da meist die Märkte gesättigt, die Gewinnmargen aufgrund des harten Wettbewerbs minimal und Vorstöße außerhalb des Kerngeschäfts risikoreich sind, wird der Betrachtungsschwerpunkt zur Optimierung des Unternehmens auf die Organisation selbst gelegt, um durch eine strategische Neuplanung Kosten zu minimieren und die
Effizienz zu steigern.
Da damit oft tiefgreifende Veränderungen im gesamten Unternehmen verbunden sind, obliegen diese Aufgaben und deren Steuerung wie Überwachung dem Top-Management eines Unternehmens, da solche strategischen Entscheidungen langfristig das Unternehmen beeinflussen und lenken. Diese wissenschaftliche Ausarbeitung befasst
sich im Folgenden mit einer der wichtigsten Teildisziplinen in diesem Kontext, dem Management der Unternehmensarchitektur (Enterprise Architecture), also der ganzheitlichen Abstimmung der IT auf die Geschäftsprozesse (das „Business“) des Unternehmens.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Historische Entwicklung der IT
3. IT-Governance
3.1. Definition & Modelle
3.2. IT-Business-Alignment
3.3. Die 5 Disziplinen der IT-Governance
4. Enterprise Architecture Management (EAM)
4.1. Definition
4.2. Modelle
4.3. IT-Architektur bei Unternehmenszukäufen und –veräußerungen
4.4. Enterprise Application Integration (EAI)
4.5. Beispiel: Serviceorientierte Architektur (SOA)
5. Fazit
6. Anhang
6.1. Anhangsverzeichnis
6.2. Globaler Enterprise Architecture Überblick
6.3. Zachman Enterprise Architecture Framework Überblick
6.4. Iteratecs Best-Practice-Enterprise Architecture
7. Quellenverzeichnis
Zielsetzung & Themen
Die Arbeit untersucht, inwieweit das Enterprise Architecture Management (EAM) als ein unverzichtbarer, integraler Bestandteil einer erfolgreichen IT-Strategie in modernen Unternehmen angesehen werden muss, um auf dynamische Markteinflüsse reagieren zu können.
- Historische Entwicklung und strategische Bedeutung der Informationstechnologie
- Grundlagen der IT-Governance und des IT-Business-Alignment
- Definition, Aufgaben und Modelle des Enterprise Architecture Management (EAM)
- IT-Architektur im Kontext von Mergers & Acquisitions (M&A)
- Technologische Integrationsansätze wie Enterprise Application Integration (EAI) und serviceorientierte Architekturen (SOA)
Auszug aus dem Buch
4.4. Enterprise Application Integration (EAI)
So eine Trennung wie Kopplung einzelner IT-Systeme/-Landschaften gelingt besonders kostengünstig, flexibel und schnell mittels vorhandener Enterprise Application Integration (EAI). EAI ist eine IT-Infrastruktur, die mithilfe einer Middleware (eine vermittelnde Software) bzw. einem Message/Business Bus die zentralen betriebswirtschaftlichen, heterogenen Systeme des Unternehmens miteinander verbindet.
Die Zielsetzung hinter Enterprise Application Integration ist es nämlich, „die beteiligten Applikationen möglichst lose und idealerweise ohne gegenseitige Abhängigkeiten miteinander zu verbinden“, um hohe Flexibilität, einfache Erweiterbarkeit und problemlose Änderungen an Geschäftsprozessabläufen zu ermöglichen.
Die derzeit beliebteste Integrationstopologie ist neben der traditionellen Middleware-Implementierung die Bus-Architektur, da sie die Anzahl gebrauchter Schnittstellen auf ein Minimum reduziert, für hohe Datentransfervolumina ausgelegt ist und alle verschiedenen, geschäftsprozessrelevanten Applikationen zu einem einzigen verteilten System mit einer gemeinsamen „Datensprache“ zusammenfasst:
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Diese Einleitung beleuchtet die steigende Bedeutung der IT für den Geschäftserfolg und führt in die Fragestellung ein, ob EAM einen integralen Bestandteil einer IT-Strategie darstellt.
2. Historische Entwicklung der IT: Das Kapitel beschreibt den Wandel der IT-Landschaft von zentralen Mainframe-Systemen hin zu flexiblen, aber oft komplexen, historisch gewachsenen Strukturen.
3. IT-Governance: Es wird definiert, wie IT-Governance als Brücke zwischen Business und IT fungiert und welche Bedeutung das IT-Business-Alignment für die strategische Ausrichtung hat.
4. Enterprise Architecture Management (EAM): Hier wird das Konzept des EAM erläutert, seine Aufgaben definiert und verschiedene Frameworks sowie technologische Integrationslösungen wie EAI und SOA vorgestellt.
5. Fazit: Das Fazit bestätigt, dass EAM ein unverzichtbares strategisches Instrument für Unternehmen in dynamischen Märkten ist, trotz der Herausforderungen bei der Quantifizierung des direkten Erfolgs.
6. Anhang: Der Anhang enthält vertiefende Visualisierungen und Framework-Überblicke wie den Zachman-Ansatz und Iteratecs Best-Practice-Modell.
7. Quellenverzeichnis: Hier werden alle in der Arbeit verwendeten Bücher und sonstigen Quellen aufgeführt.
Schlüsselwörter
Enterprise Architecture Management, EAM, IT-Governance, IT-Strategie, IT-Business-Alignment, Geschäftsprozess, IT-Architektur, Enterprise Application Integration, EAI, Serviceorientierte Architektur, SOA, IT-Infrastruktur, IT-Merger-Integration, Unternehmensführung, Middleware
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Studienarbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit der Rolle der Informationstechnologie in modernen Unternehmen und untersucht speziell, warum das Enterprise Architecture Management (EAM) als strategisches Element für eine erfolgreiche IT-Strategie essenziell ist.
Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?
Zu den Kernbereichen zählen die IT-Governance, das Business-IT-Alignment, die historische Entwicklung der IT, das Management der Unternehmensarchitektur sowie technologische Konzepte zur Integration von Systemen.
Was ist die primäre Forschungsfrage der Arbeit?
Die zentrale Frage lautet, ob Enterprise Architecture Management (EAM) einen integralen und notwendigen Bestandteil einer jeden erfolgreichen IT-Strategie bildet.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturrecherche und -analyse. Es werden bestehende Definitionen und Frameworks aus der Fachliteratur zusammengeführt, strukturiert und bewertet.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung der IT-Governance, eine detaillierte Auseinandersetzung mit EAM, inklusive Definitionen und Modellen, sowie eine Betrachtung der IT-Architektur in besonderen Situationen wie Unternehmensfusionen.
Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren diese Arbeit?
Wichtige Fachbegriffe sind unter anderem EAM, IT-Governance, IT-Business-Alignment, Enterprise Application Integration (EAI) und Serviceorientierte Architektur (SOA).
Wie beeinflusst das IT-Business-Alignment die Unternehmensstrategie?
Es dient dazu, die Geschäftsstrategie und die IT-Strategie aufeinander abzustimmen, um so die gegenseitigen Abhängigkeiten zu nutzen und die langfristige Performanz des Unternehmens zu steigern.
Warum ist die Wahl eines passenden Architektur-Frameworks für EAM entscheidend?
Da Unternehmen dynamisch sind, ist ein Architektur-Framework notwendig, das flexibel genug ist, um bei strukturellen Prozessveränderungen Anpassungen zu ermöglichen und eine kontrollierte Entwicklung der Unternehmensarchitektur zu gewährleisten.
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- B.Sc. Christopher Krause (Author), 2011, Enterprise Architecture Management (EAM), Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/181502