Mitarbeiter stellen eine wichtige Ressource für Unternehmen dar und können
bei zukunftsorientierter Ausbildung und effizientem Einsatz einen starken
Wettbewerbsvorteil bedeuten. Das richtige Führungsmanagement stellt somit
einen wesentlichen Bestandteil erfolgreichen Wirtschaftens dar. Die
Entwicklung zukunftsfähiger Managementkonzepte wurde in den letzten Jahren
immer mehr vorangetrieben und liegt nun sehr stark im Fokus vieler
Unternehmensberatungen. Die Aufgabenstellung dieser Arbeit gibt vor, anhand
von frei wählbarer Literatur, die Dimensionen des Konzeptes „positive
Leadership“, also positive Führung, zu präzisieren und diese durch einen
Fragebogen oder ein Interviewleitfaden zu operationalisieren. Die Beantwortung
der Fragestellung, inwieweit positive Führung ein Nutzenpotential für
Unternehmen birgt, soll durch diese Arbeit möglich werden.
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
1.1 Aufgabenstellung
1.2 Vorgehen und Zielsetzung
2 Grundlagen
2.1 Positive Organizational Scholarship (POS)
2.2 Positive Leadership und positive deviance performance
3 Ansätze zu positive Leadership
3.1 Kim Cameron
3.2 Gretchen M. Spreitzer und Scott Sonenshein
3.3 Sonstige Ansätze
4 Operationalisierung
4.1 Forschungsprinzipien und Methodenwahl
4.2 Dimensionen
4.3 Indikatoren
4.4 Aufbau des Fragebogens
5 Diskussion
6 Fazit
Zielsetzung & Themen
Das Hauptziel dieser Arbeit ist die theoretische Fundierung und praktische Vorbereitung einer empirischen Untersuchung zur Erfassung von "Positive Leadership" in Unternehmen mittels eines Fragebogens, um zu klären, inwieweit dieses Führungskonzept Nutzenpotenziale durch positive Abweichungsperformanz bietet.
- Konzeptionelle Einordnung und Definition von "Positive Leadership"
- Analyse relevanter theoretischer Ansätze (u.a. Cameron, Spreitzer/Sonenshein)
- Systematische Operationalisierung des Konstrukts in Dimensionen und Indikatoren
- Entwicklung und methodische Gestaltung eines strukturierten Fragebogens
Auszug aus dem Buch
3.1 Kim Cameron
Einer der wichtigsten Ansätze kommt von dem bereits oft zitierten Kim Cameron. Er hat sich vor allem mit der Umsetzung von positiver Führung beschäftigt. In seiner Forschungsarbeit hat er sich sehr stark mit der Betrachtung und Empirie der Einflussfaktoren zur Entstehung von positiver Abweichung beschäftigt. Dadurch konnte er die vier wichtigsten Verursacher positives Klima, positive Beziehungen, positive Kommunikation und positive Sinnhaftigkeit als die wichtigsten Grundlagen von positiver Führung definieren. (vgl. Cameron 2008, S. 14 – 15)
Unter positivem Klima, versteht Cameron, eine Umgebung voller Mitgefühl, Vergebung und Dankbarkeit. Die Mitarbeiter fühlen sich gestärkt und gewürdigt auch wenn Sie Fehler begehen oder mit Schwierigkeiten umgehen müssen. Dazu gehört, dass der Leiter eine Umgebung des Verständnisses und Zusammengehörigkeitsgefühl schafft und seinen Mitarbeitern zeigt, dass er dankbar für ihre Arbeit ist. In einem positiven Umfeld, indem der Mitarbeiter sich gewertschätzt fühlt und keine Angst vor Fehlern hat, ist es möglich eine erhöhte Kreativität, Produktivität, Effizienz und Effektivität zu erreichen. (vgl. Cameron 2008, S. 23 – 33)
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Die Arbeit führt in die Bedeutung von Mitarbeitern als wichtige Unternehmensressource ein und formuliert das Ziel, das Konzept "Positive Leadership" mittels Literaturanalyse zu präzisieren und operationalisierbar zu machen.
2 Grundlagen: Es werden die theoretischen Wurzeln der positiven Psychologie sowie das "Positive Organizational Scholarship" (POS) als Basis für positive Führung und deren Zielsetzung der Leistungssteigerung erläutert.
3 Ansätze zu positive Leadership: Das Kapitel stellt verschiedene Modelle von Autoren wie Kim Cameron, Gretchen M. Spreitzer und Scott Sonenshein sowie weitere Ansätze vor, um die Einflussfaktoren auf positive Abweichungen zu identifizieren.
4 Operationalisierung: Die theoretischen Erkenntnisse werden in Forschungsprinzipien und konkrete Dimensionen übersetzt, wobei der Aufbau eines schriftlichen Fragebogens zur Messung der Führungskultur detailliert begründet wird.
5 Diskussion: Es findet eine kritische Auseinandersetzung mit den Schwierigkeiten bei der Konstruktdefinition, der Auswahl der Indikatoren und der methodischen Durchführung der Befragung statt.
6 Fazit: Die Arbeit resümiert, dass "Positive Leadership" ein praxisrelevantes Konzept ist, dessen Erfolg stark vom Vertrauensverhältnis zwischen Führungskraft und Mitarbeiter abhängt und branchentypische Unterschiede bei der Anwendung berücksichtigt werden müssen.
Schlüsselwörter
Positive Leadership, Positive Organizational Scholarship, positive Abweichung, Mitarbeiterbefragung, Führungskonzept, Operationalisierung, Arbeitsklima, positive Beziehungen, positive Kommunikation, Sinnhaftigkeit, Engagement, Selbstbestimmung, Fragebogenmethode, Managementkonzept, Leistungssteigerung.
Häufig gestellte Fragen
Was ist das grundlegende Thema der Arbeit?
Die Arbeit beschäftigt sich mit der Konzeption, theoretischen Einordnung und operationalen Messbarkeit des Führungsansatzes "Positive Leadership" im unternehmerischen Kontext.
Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?
Zentrale Themen sind die positive Psychologie, die Identifikation von Treibern für "positive Abweichung" (positive deviance) sowie die Gestaltung von Fragebögen zur Evaluation von Unternehmenskultur.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Ziel ist es, ein wissenschaftlich fundiertes Instrumentarium (Fragebogen) zu entwickeln, mit dem sich der Grad der Anwendung von "Positive Leadership" in Unternehmen empirisch erfassen lässt.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse verschiedener Fachansätze und führt diese in eine quantitative Forschungsplanung über, die den Aufbau eines standardisierten, schriftlichen Fragebogens umfasst.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung theoretischer Modelle (Cameron, Spreitzer et al.), die Herleitung eines Strukturbaums mit Dimensionen und Indikatoren sowie die methodische Ausarbeitung des Fragebogen-Layouts.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit wird durch Begriffe wie Positive Leadership, positive Abweichung, Operationalisierung, Mitarbeiterbefragung und Organisationsentwicklung charakterisiert.
Welche Rolle spielt die "positive Abweichung" in der Argumentation der Autorin?
Positive Abweichung wird als direktes Ergebnis und messbarer Indikator für erfolgreiche "Positive Leadership" definiert; die Arbeit nutzt dieses Konzept, um den Erfolg des Führungsstils quantifizierbar zu machen.
Warum wird im Anhang ein Gutschein verwendet?
Der Gutschein dient als Anreiz, um die Rücklaufquote der schriftlichen Befragung zu erhöhen, basierend auf der psychologischen Reziprozitätsnorm, nach der sich Teilnehmer eher zu einer Erwiderung verpflichtet fühlen.
- Arbeit zitieren
- Alexandra Mißler (Autor:in), 2011, Die Erstellung eines Fragebogens zur Evaluierung von „positive leadership“ in Unternehmen, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/181514