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Jugendsprache heute

Aspekte und Verwendung von Jugendsprache

Titel: Jugendsprache heute

Hausarbeit , 2011 , 14 Seiten , Note: 2,7

Autor:in: Annika Süß (Autor:in)

Germanistik - Linguistik
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Sprache ist unser täglicher Begleiter, den wir fortlaufend dazu benutzen mit anderen zu kommunizieren, um uns zu verständigen oder einfach nur Unterhaltungen zu führen.

Jede Generation hat ihre eigene Sprache mit ihren eigenen Wörtern und Begriffen. Vor allem die Jugend benutzt ihre ganz eigene Art von Sprache, um sich untereinander auszutauschen, aber auch, um sich von anderen Generationen ganz offen abzugrenzen. Auch die Jugendsprache befindet sich in einem kontinuierlichen Wandel sowie Sprache an sich auch. So ist auch zu beobachten, dass in Gesprächen der älteren Generationen andere Worte und Ausdrücke verwendet wurden als heute. Was beispielsweise bei den Jugendlichen noch „angesagt“ war als unsere Eltern jung waren, benutzt heute niemand mehr in einer Unterhaltung.

Wer denkt Jugendsprache sei ein „Problem“ der heutigen Zeit, der irrt, denn Belege für Jugend- bzw. eine Studentensprache gibt es bereits 1749 (Robert Salmasius). In Westeuropa wurden durch die Jugendrevolten Ende der 70er Jahre die Äußerdungsformen von Jugendlichen zuerst Gegenstand der öffentlichen Diskussion, später auch Gegenstand der Sprachwissenschaft¹. Jugendsprache ist, genau wie Sprache an sich auch, ständig im Wandel und lässt sich am Besten bei den Sprechern selbst ergründen.

Die folgende Arbeit wird sich mit verschiedenen Aspekten der heutigen Jugendsprache wie der Verwendung von „ich schwöre“, „Alter!“ und diversen Abkürzungen sowie deren Nutzung in Medien befassen. Vor allem wird sich der Text auf Beobachtungen und Umfragen, die mit Jugendlichen durchgeführt wurden, beziehen, da die interessantesten Ergebnisse daraus resultierten. Die Sekundärliteratur wurde also durch eigene Forschungsergebnisse sowie durch Filmmaterial, welches eine junge Zielgruppe anspricht, ersetzt.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Die Konstanten der Jugendsprache: Alter und ich schwöre

2.1 Universalität der Jugendsprache

3. Abkürzungen, Satzfragmente und Jugendsprache in den Medien

3.1 Jungendsprache im Internet

3.2 E-Mails in Jugendsprache (mit deutscher Übersetzung)

3.3 Nutzung der Jugendsprache in der Filmindustrie am Beispiel der Serien Scrubs – Die Anfänger und How I met your mother

4. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Dynamik und die Funktionen der modernen Jugendsprache unter besonderer Berücksichtigung ihrer Verwendung im Alltag, in digitalen Kommunikationsmedien sowie ihrer Instrumentalisierung durch die Filmindustrie.

  • Analyse der Anredeformen „Alter“ und „ich schwöre“ als soziale Marker.
  • Untersuchung des Wandels der Sprachstruktur durch Internetsprache und Abkürzungen.
  • Erforschung der Identitätsstiftung durch sprachliche Abgrenzung von Erwachsenen.
  • Betrachtung der kommerziellen Nutzung von Jugendsprache in populären Fernsehserien.
  • Auswertung von empirischen Umfragen und Beobachtungen zur Sprachpraxis Jugendlicher.

Auszug aus dem Buch

3.1 Jungendsprache im Internet

In der heutigen Jugendsprache lassen sich vermehrt diverse Abkürzungen wie „lol“(laughing out loud), „rofl“ (rolling on floor laughing) oder „omg“ (oh my god/ oh mein Gott) wahrnehmen. Diese Kurzformen hatten sich zunächst in der Internetsprache, also vor allem im Chat, etabliert, um den Kommunikationsfluss möglichst fließend zu halten. In realen Unterhaltungen untereinander fällt aber auf, dass diese Internetkürzel längst Einzug in die alltägliche Sprache der Jugend erhalten hat. Die am häufigsten benutze Abkürzung ist „lol“. In Chats, E-Mails und SMS wird „ge-lol-t“.

Interessant ist auch, dass viele Jugendlichen angeben, dass sie einfach „lol“ sagen anstatt zu lachen. Die Jugend hat das Lachen, revolutioniert ist vielleicht zu viel gesagt, aber sie hat es für sich neu definiert und jeder weiß was gemeint ist. Erwachsene (Alter von 39-52) wissen zumindest was mit „lol“ gemeint ist und verstehen, was ihr Kind meint, wenn es diese drei Buchstaben von sich gibt. Warum sich das bei vielen eingeschlichen hat konnte keiner konkret benennen. Auf Nachfragen erhält man Schulterzucken oder Vermutungen. Ein Jugendlicher versuchte sich das „lol“ als Lachersatz so zu erklären, dass man eben keine Emotionen zeigen will. Indem man diese Abkürzung in den Raum wirft distanziere man sich und bietet keine Angriffsfläche, weil man sich emotional abgegrenzt hätte.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet den stetigen Wandel von Sprache und definiert die Jugendsprache als Mittel zur Identitätsstiftung und Abgrenzung gegenüber älteren Generationen.

2. Die Konstanten der Jugendsprache: Alter und ich schwöre: Dieses Kapitel analysiert die Funktionen der Anrede „Alter“ und der Bestätigungsfloskel „ich schwöre“ anhand von Beobachtungen in einem Jugendzentrum.

2.1 Universalität der Jugendsprache: Hier wird die Vielseitigkeit dieser Ausdrücke untersucht, die sowohl als freundschaftliche Anrede als auch als aggressive Warnung dienen können.

3. Abkürzungen, Satzfragmente und Jugendsprache in den Medien: Dieses Kapitel betrachtet, wie digitale Medienformate die Ausdrucksweise Jugendlicher beeinflussen und verändern.

3.1 Jungendsprache im Internet: Fokus auf die Adaption von Online-Akronymen in die gesprochene Sprache und das Phänomen des "lol" als Lachersatz.

3.2 E-Mails in Jugendsprache (mit deutscher Übersetzung): Untersuchung der Veränderung von Rechtschreibung und Grammatik in digitalen Nachrichten durch die Analyse konkreter E-Mail-Beispiele.

3.3 Nutzung der Jugendsprache in der Filmindustrie am Beispiel der Serien Scrubs – Die Anfänger und How I met your mother: Analyse, wie Produzenten Jugendsprache einsetzen, um die Identifikation der Zuschauer mit Serienfiguren zu steigern und kommerzielle Erfolge zu erzielen.

4. Fazit: Das Fazit fasst zusammen, dass Jugendsprache trotz ihrer grammatischen Nonkonformität ein essenzieller Bestandteil der Jugendkultur und Identität ist, der durch äußere Einflüsse ständig transformiert wird.

Schlüsselwörter

Jugendsprache, Sprachwandel, Identität, Kommunikation, Mediennutzung, Abkürzungen, Soziolinguistik, Scrubs, How I met your mother, Internet-Slang, Sprachgebrauch, Generationenkonflikt, Sprachanalyse, Jugendzentrum, Anredeformen.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die Charakteristika, Funktionen und den sozialen Kontext der heutigen Jugendsprache sowie deren Einfluss durch moderne Medien.

Welche sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Die Arbeit fokussiert sich auf spezifische Anredeformen, digitale Kommunikation im Internet, die Bedeutung von Jugendsprache in TV-Serien und die soziolinguistische Funktion der sprachlichen Abgrenzung.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Ziel ist es zu ergründen, warum und wie Jugendliche ihre eigene Sprache verwenden, um sich von Erwachsenen abzugrenzen und innerhalb ihrer Peergroup Identität zu stiften.

Welche wissenschaftliche Methode wurde für diese Studie verwendet?

Die Autorin stützt sich auf eine Kombination aus Literaturrecherche, empirischen Beobachtungen in Jugendzentren, Umfragen unter Jugendlichen und Erwachsenen sowie die Analyse von Textbeispielen aus E-Mails und Fernsehserien.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung von Konstanten wie „Alter“ und „ich schwöre“, die Analyse von Internet-Kurzformen und E-Mail-Kommunikation sowie die Betrachtung der medialen Vermarktung von Jugendsprache in der Filmindustrie.

Welche Schlüsselwörter beschreiben diese Arbeit am besten?

Die zentralen Schlagworte sind Jugendsprache, Sprachwandel, Identität, Mediennutzung und Soziolinguistik.

Wie unterscheidet sich die Nutzung des Ausdrucks „Alter“ bei Jungen und Mädchen?

Die Umfragen zeigen, dass „Alter“ zwar von allen Jugendlichen verstanden und genutzt wird, Jungen diesen Ausdruck jedoch wesentlich häufiger verwenden als Mädchen.

Welche Rolle spielt das Internet bei der Veränderung der Sprache?

Das Internet fördert eine Verkürzung der Sprache, etwa durch Akronyme wie „lol“, die zunehmend auch den Weg in die mündliche Alltagskommunikation der Jugendlichen finden.

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Details

Titel
Jugendsprache heute
Untertitel
Aspekte und Verwendung von Jugendsprache
Hochschule
Johannes Gutenberg-Universität Mainz  (Deutsches Institut)
Veranstaltung
Übung: Gesprächslinguistik
Note
2,7
Autor
Annika Süß (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2011
Seiten
14
Katalognummer
V181716
ISBN (eBook)
9783656050940
ISBN (Buch)
9783656052555
Sprache
Deutsch
Schlagworte
jugendsprache aspekte verwendung
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Annika Süß (Autor:in), 2011, Jugendsprache heute, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/181716
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  14  Seiten
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