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Merkmale und gesellschaftliche Funktionen von Nonprofit-Organisationen

Titre: Merkmale und gesellschaftliche Funktionen von Nonprofit-Organisationen

Dossier / Travail de Séminaire , 2010 , 13 Pages , Note: 1,3

Autor:in: Maxim Westermann (Auteur)

Sport - Economie du sport, Management du sport
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1 Einleitung

NPOs stehen im Fokus vieler sozialwissenschaftlicher Untersuchungen und Studien in Deutschland und weltweit. Sie nehmen vor allem in Deutschland eine bedeutende Rolle im Beziehungssystem aus Staat, Markt und Gesellschaft ein. Insbesondere Verbände und Vereine als Ausprägungsart der NPOs sollen im Verlauf der Belegarbeit hinsichtlich ihrer sie kennzeichnenden Merkmale und Prinzipien, sowie ihrer Interessenvermittlungs-, Sozialintegrations- und Dienstleistungsfunktion näher erläutert werden.

Bezüglich der Interessenvermittlungsfunktion erläutere ich die Begriffe „Interesse“ bzw. „organisiertes Interesse“ und untersuche, welche Rolle Verbände bzw. organisierte Interessen im politischen System aus der Sicht der Theorien des Pluralismus, der Neuen Politischen Ökonomie sowie des Neokorporatismus spielen.

Der Abschnitt Dienstleistungsfunktion befasst sich mit den Verbänden allgemein und deren Arten und Gründe der Dienstleistungserstellung. Darüber hinaus wird ein Verband im Sport näher betrachtet.

Anhand der Sozialintegrationsfunktion wird herausgestellt, was soziale Integration eigentlich bedeutet, inwiefern Sport integrierend wirken kann, was unter dem Begriff Sozialkapital verstanden wird und wie Sozialkapital zur Integration beitragen kann.

Das Ziel der Belegarbeit soll es sein, Kenntnisse über NPOs und deren Struktur sowie Funktion in sportbezogenen und nicht sportbezogenen Handlungsfeldern in Deutschland zu vermitteln und/oder zu vertiefen.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Merkmale von NPOs

3 Interessenvermittlungsfunktion

3.1 Interessen und organisierte Interessen

3.2 Pluralismus

3.3 Neue Politische Ökonomie

3.4 (Neo-) Korporatismus

4 Dienstleistungsfunktion

4.1 Arten von Verbänden

4.2 Verbände und Dienstleistungen

4.3 Der Deutsche Olympische Sportbund

5 Sozialintegrationsfunktion

5.1 Sportvereine und soziale Integration

5.2 Sozialkapital

6 Zusammenfassung

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht die Rolle von Nonprofit-Organisationen (NPOs), insbesondere Verbänden und Vereinen, im deutschen Gesellschaftssystem. Das primäre Ziel ist es, Kenntnisse über deren Struktur sowie deren zentrale Funktionen in sportbezogenen und nicht-sportbezogenen Handlungsfeldern zu vermitteln und zu vertiefen.

  • Charakteristika und Grundprinzipien von NPOs
  • Die Interessenvermittlungsfunktion im politischen System
  • Dienstleistungserstellung und deren Wandel in Verbänden
  • Soziale Integrationsfunktion am Beispiel von Sportvereinen
  • Die Bedeutung von Sozialkapital für bürgerschaftliches Engagement

Auszug aus dem Buch

3.2 Pluralismus

Pluralismus geht davon aus, dass in einer Gesellschaft zahlreiche unterschiedliche Interessen bestehen und dass diese alle gleichberechtigt sind und sich organisieren lassen. Organisation und auch Durchsetzung dieser Interessen seien erlaubt und erreichbar. Während pluralistische Interessen und deren Organisation Ende des 19.Jahrhunderts dem staatlich definierten Gemeinwohl als schädlich galten (vgl. Sebaldt und Straßner, 2004, S.29), betont der moderne Pluralismus die „Legitimität divergierender und sich organisierenden Interessen sowie ihre Teilhabe an der Willensbildung“ (Sebaldt und Straßner, 2004, S.30). Interessengruppen und Verbände werden nicht als Gefahr für den Staat gesehen, sie sollen vielmehr den politischen Willensbildungsprozess aktiv mitgestalten (Sebaldt und Straßner, 2004, S.30; nach Alemann und Heinze, 1979a, S.16). Fraenkels Begriff des Neopluralismus erkennt gesellschatlich organisierte Interessengruppen als legitim und flexibel an, stellt ihnen jedoch den Staat und dessen demokratisch legitimierte Institutionen als quasi „Aufseher“ gegenüber. So entsteht nach Fraenkel im politischen System ein gleichmäßiges Kräfteverhältnis zwischen Staat, Parteien und Verbänden, das das politische System der westlichen Demokratien kennzeichnet. Verbände sollen neben Parteien und den Medien an die Stelle zwischen Individuum und Staat treten und als Vermittler tätig sein (Sebaldt und Straßner, 2004, S.32; nach Fraenkel, 1979). Pluralismus erkennt vielfältige und divergierenden Interessen(-gruppen) an, schließt dabei jedoch nicht aus, dass die in Konkurrenz miteinander treten können. Um die Konkurrenz und den Diskurs der verschiedenen Interessen auf eine solide Basis zu stellen, geht Fraenkel davon aus, dass sich die Interessengruppen auf einen Minimalkodex einigen, der zu keiner Zeit Bestandteil der Interessenkonflikte sein darf. Dieser Kodex soll die Legitimität der Verbände erhöhen und ihnen gleichzeitig ihre Grenzen aufweisen. Bestandteil dieses Kodex sind nach Fraenkel in etwa die Menschenrechte, Menschenwürde, Aspekte des Sozial- und Rechtsstaates sowie die Demokratie an sich (Sebaldt und Straßner, 2004, S.32; nach Fraenkel, 1979).

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Einleitung führt in die Bedeutung von NPOs in Deutschland ein und skizziert die methodische Untersuchung der drei Kernfunktionen: Interessenvermittlung, Dienstleistung und soziale Integration.

2 Merkmale von NPOs: Dieses Kapitel definiert den Begriff der NPO anhand zentraler Merkmale wie Nicht-Profit-Orientierung, Freiwilligkeit, Autonomie sowie den Prinzipien der Selbstverwaltung, Subsidiarität und Gemeinwirtschaft.

3 Interessenvermittlungsfunktion: Es werden die theoretischen Sichtweisen des Pluralismus, der Neuen Politischen Ökonomie und des Korporatismus auf die Rolle organisierter Interessen im politischen Willensbildungsprozess analysiert.

4 Dienstleistungsfunktion: Dieses Kapitel beleuchtet, wie Verbände staatliche Aufgaben übernehmen, Dienstleistungen anbieten und wie der Wandel zum Markt das klassische Organisationsgefüge beeinflusst.

5 Sozialintegrationsfunktion: Der Fokus liegt auf der Rolle von Sportvereinen bei der sozialen Integration und dem Konzept des Sozialkapitals als Faktor für Vertrauen und bürgerschaftliches Engagement.

6 Zusammenfassung: Die Arbeit resümiert die Komplexität der NPO-Funktionen und betont die politische Notwendigkeit, das sozialintegrative Potenzial von Vereinen und Verbänden stärker zu fördern.

Schlüsselwörter

Nonprofit-Organisation, NPO, Interessenvermittlung, Pluralismus, Dienstleistung, Sportverein, Soziale Integration, Sozialkapital, Subsidiarität, Selbstverwaltung, Neokorporatismus, Gemeinwohl, Trittbrettfahrerproblem, Zivilgesellschaft, Freiwilligkeit

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Bedeutung von Nonprofit-Organisationen im deutschen Beziehungssystem zwischen Staat, Markt und Gesellschaft.

Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?

Die zentralen Themen sind die drei Hauptfunktionen von NPOs: die Interessenvermittlung, die Erbringung von Dienstleistungen und die soziale Integrationsfunktion.

Was ist die zentrale Forschungsfrage?

Das Ziel ist die Vermittlung und Vertiefung von Kenntnissen über die Struktur sowie die spezifischen Funktionen von NPOs in sportlichen und nicht-sportlichen Handlungsfeldern in Deutschland.

Welche wissenschaftlichen Theorien werden zur Analyse herangezogen?

Zur Untersuchung der Interessenvermittlung werden insbesondere der Pluralismus, die Neue Politische Ökonomie und der (Neo-) Korporatismus betrachtet.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil analysiert detailliert die theoretischen Grundlagen der Interessenvermittlung, die Dienstleistungserstellung in Verbänden und die Rolle des Sozialkapitals in Sportvereinen.

Welche Schlagworte charakterisieren diese Arbeit?

Schlüsselbegriffe sind Nonprofit-Organisation, Interessenvermittlung, Sozialkapital, Subsidiarität und soziale Integration.

Wie unterscheidet sich der Ansatz des Korporatismus von der Pluralismustheorie?

Im Gegensatz zum Pluralismus, der auf Konkurrenz setzt, ist beim Korporatismus die Teilhabe der Verbände staatlich zugesichert und institutionalisiert.

Warum spielt das Konzept der „Trittbrettfahrer“ eine Rolle bei der Analyse von Verbänden?

Es dient dazu, die Problematik zu erklären, warum Individuen trotz des Nutzens eines Kollektivguts oft nicht in eine Organisation eintreten, und wie Verbände dem durch selektive Anreize entgegenwirken.

Welche Bedeutung hat das Sozialkapital für die Integration?

Sozialkapital, bestehend aus Vertrauen und Netzwerken, fördert den Zusammenhalt und die demokratische Kultur, was wiederum ein hohes Maß an sozialer Integration begünstigt.

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Résumé des informations

Titre
Merkmale und gesellschaftliche Funktionen von Nonprofit-Organisationen
Université
Humboldt-University of Berlin  (Institut für Sportwissenschaft)
Note
1,3
Auteur
Maxim Westermann (Auteur)
Année de publication
2010
Pages
13
N° de catalogue
V181759
ISBN (ebook)
9783656049579
ISBN (Livre)
9783656049418
Langue
allemand
mots-clé
merkmale funktionen nonprofit-organisationen NPO Verbände Sozialkapital DOSB
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Maxim Westermann (Auteur), 2010, Merkmale und gesellschaftliche Funktionen von Nonprofit-Organisationen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/181759
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