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Evaluation des Fragebogens "Wettkampf Angst Inventar - State" nach der Probabilistischen Testtheorie

Título: Evaluation des Fragebogens "Wettkampf Angst Inventar - State" nach der Probabilistischen Testtheorie

Tesis , 2009 , 67 Páginas , Calificación: 1,0

Autor:in: cand. Dipl.-Psy. Hanno Dietrich (Autor)

Psicología - Otras
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In dieser Arbeit wurde eine revidierte, 16 Items umfassende Version des Wettkampf Angst Inventar – State (WAI-S) von Ehrlenspiel, Brand und Graf (2009) nach der Probabilistischen Testtheorie evaluiert. Anhand einer Stichprobe von N= 353 Sportlerinnen und Sportlern aus 16 verschiedenen Sportarten wurde jede der drei Skalen Besorgnis, somatische Angst und
Zuversicht auf Konformität mit verschiedenen Rasch-Modellen hin untersucht. Die Geltung eines Modells war als Nullhypothese (H0) formuliert. Bei den Modellgeltungstests wurden zum einen die Signifikanztests nach Cressie-Read (C.R.) und Pearson (P-χ²) verwendet, zum
anderen die Informationskriterien BIC und CAIC. Mit der Gesamtstichprobe wurden alle Modelle durch die Signifikanztests verworfen. Durch die Berechnung eines Person-Fit-Index (PFI) und Betrachtung der individuellen Antwortmuster der Teilnehmer, wurden Personen identifiziert und von der weiteren Auswertung ausgeschlossen, die ein sehr auffälliges und
unplausibles Antwortmuster aufwiesen. Mit dem reduzierten Datensatz wurden erneut alle Modelle getestet, wobei die meisten Modelle nicht verworfen wurden. Anschließend wurde das ordinale Rasch-Modell als am besten auf alle Skalen passendes Modell ausgewählt. Auf Grundlage dieses Modells wurden alle Items auf ihre psychometrischen Eigenschaften hin
betrachtet und es wurden Empfehlungen gegeben, welche vier Items man wieder aus dem WAI-S entfernen kann, um den ursprünglichen Itemumfang von 12 Items zu erlangen. Ob diese neue Version des WAI-S sich ebenfalls als Rasch-konform erweist, ist in weiteren Studien zu testen.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Theoretische Grundlagen

2.1. Die Probabilistische Testtheorie

2.1.1. Grundlegende Unterschiede der PTT gegenüber der KTT

2.1.2. Wesentliche Vorteile der Rasch-Modelle gegenüber der Klassischen Testtheorie

2.1.3. Relevanz für die Praxis

2.1.4. Kritik an der PTT

2.2. Wettkampfangst

2.3. Messen von Wettkampfangst

2.3.1. Das CSAI-2

2.3.2. Das WAI-S

3. Methode

3.1. Beschreibung der Stichprobe

3.2. Durchführung der Datenerhebung

3.3. Rückmeldung der Werte an die Teilnehmer

3.4. Deskriptive Statistische Auswertung

3.5. Auswertung nach der Probabilistischen Testtheorie

4. Ergebnisse

5. Diskussion

5.1. Konformität des WAI-S mit den verschiedenen Rasch-Modellen

5.2. Empfehlungen für die Eliminierung von vier Items

5.3. Implikationen für die Praxis

5.4. Limitationen der vorliegenden Arbeit

5.4.1. Datenerhebung

5.4.2. Stichprobe

5.4.3. Psychometrische Eigenschaften des CSAI-2

5.4.4. Methodisches Vorgehen

5.4.5. Schwächen der PTT

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Diplomarbeit evaluiert die revidierte, 16 Items umfassende Version des Wettkampf Angst Inventar – State (WAI-S) anhand der Probabilistischen Testtheorie, um deren psychometrische Qualität zu prüfen und eine optimierte 12-Item-Version abzuleiten.

  • Evaluation des WAI-S nach der Probabilistischen Testtheorie (PTT)
  • Prüfung der Konformität mit verschiedenen Rasch-Modellen
  • Optimierung des Itemumfangs durch Eliminierung ungeeigneter Items
  • Qualitative und quantitative Analyse von Antwortmustern bei Leistungssportlern

Auszug aus dem Buch

2.1.2. Wesentliche Vorteile der Rasch-Modelle gegenüber der Klassischen Testtheorie

Spezifische Objektivität. Auch in der PTT lassen sich die klassischen Gütekriterien wie Reliabilität, Objektivität, und Validität anlegen. In der Bewertung der Objektivität kommt der spezifischen Objektivität eine zentrale Bedeutung zu. Spezifische Objektivität bezeichnet die Unabhängigkeit der Testergebnisse von der Auswahl der Items (Bühner, 2006; Rost, 2004, 2006). So kann ein Test immer nur eine begrenzte Anzahl an Items umfassen, das Ergebnis soll aber Aussagen über die Fähigkeit der getesteten Person machen, diesen Typ von Item zu lösen, also eine hypothetisch unbegrenzte Anzahl von ähnlichen Items. Der Aspekt spezifisch objektiver Vergleiche bedeutet, „das der Schwierigkeitsunterschied zweier Items unabhängig davon festgestellt werden kann, ob Personen mit niedrigen oder hohen Merkmalsausprägungen untersucht wurden“ (Moosbrugger, 2007, S.78). Auch das Ergebnis eines Eigenschaftsvergleiches zweier Personen sollte unabhängig sowohl von anderen Personen als auch von der Verteilung der dazu herangezogen Items sein (Kubinger, 2003). Die spezifische Objektivität bezieht sich also sowohl auf die Unabhängigkeit der Personenparameter von den Items als auch auf die Unabhängigkeit der Itemparameter von den Personen.

Lokale Unabhängigkeit und lokale stochastische Unabhängigkeit. Man spricht von lokaler Unabhängigkeit, wenn innerhalb eines Tests bei Konstanthaltung der Personenparameter (z. B. wiederholte Messung einer Person oder Messung mehrerer Personen mit gleichen Merkmalsausprägungen) keine Korrelationen zwischen den Items bestehen, d. h. die Lösung eines Items nicht von der Bearbeitung eines anderen Items beeinflusst wird (Rost, 2004). Sind außerdem Multiplikationen der einzelnen Lösungswahrscheinlichkeiten zweier oder mehrerer Items für eine Person zulässig, bedeutet dies, dass die Beantwortung der Items unabhängig voneinander erfolgt und nur von der latenten Variablen beeinflusst wird. In diesem Fall spricht man von lokaler stochastischer Unabhängigkeit. Es dürfen sich dann (auf dieser lokalen Stufe des latenten Merkmals) keine Korrelationen zwischen den Items mehr zeigen (Moosbrugger, 2007). Ein Test, bei dem lokale Unabhängigkeit oder lokale stochastische Unabhängigkeit vorliegt, gilt als eindimensional. Somit können dessen Items als Indikatoren des latenten Merkmals (Personeneigenschaft) angesehen werden (Bühner, 2006; Moosbrugger, 2007). Sie sind bezüglich des latenten, zu messenden Merkmals homogen. Gilt das Rasch-Modell, liegt lokale (stochastische) Unabhängigkeit vor, genauso wie andere positive Testeigenschaften, die im Folgenden beschrieben werden.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Arbeit führt in die Bedeutung von Emotionen im Sport ein, definiert Wettkampfangst und begründet das Ziel, das WAI-S nach der Probabilistischen Testtheorie zu evaluieren.

2. Theoretische Grundlagen: Dieses Kapitel erläutert die Probabilistische Testtheorie im Vergleich zur Klassischen Testtheorie, definiert Wettkampfangst und beschreibt die Konstruktion des WAI-S sowie des CSAI-2.

3. Methode: Der Abschnitt beschreibt das Vorgehen bei der Datenerhebung an 353 Sportlern sowie die statistische Auswertung, inklusive der Anwendung verschiedener Rasch-Modelle.

4. Ergebnisse: Die Ergebnisse zeigen die Modelltestungen für die drei Skalen auf und präsentieren die Kennwerte der Items sowie die Begründung für den Ausschluss bestimmter Datensätze.

5. Diskussion: Das Fazit bewertet die Konformität des WAI-S mit dem Rasch-Modell, diskutiert die Empfehlungen zur Item-Eliminierung und reflektiert die Limitationen der Studie.

Schlüsselwörter

Wettkampfangst, WAI-S, Probabilistische Testtheorie, Rasch-Modell, Sportpsychologie, Item-Response-Theorie, Angstzustand, Testkonstruktion, Modellgeltung, psychometrische Evaluation, Fragebogen, Leistungssport, kognitive Angst, somatische Angst, Zuversicht

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundlegend?

Die Arbeit befasst sich mit der psychometrischen Evaluation des Wettkampfangst-Inventars – State (WAI-S) auf Basis der Probabilistischen Testtheorie.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Die zentralen Themenfelder umfassen die sportpsychologische Angstdiagnostik, die Anwendung von Rasch-Modellen in der Testkonstruktion und die Validierung von Fragebogenskalen.

Welches primäre Ziel verfolgt die Arbeit?

Das Hauptziel ist die Überprüfung der Konformität des WAI-S mit dem ordinalen Rasch-Modell sowie die Ableitung einer praxisfreundlichen Version mit 12 statt 16 Items.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Es werden probabilistische Testmodelle angewendet, ergänzt durch explorative und konfirmatorische Faktorenanalysen sowie qualitative kognitive Interviews.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil umfasst die theoretische Fundierung, die detaillierte Beschreibung der Stichprobe und Datenerhebung sowie die komplexe statistische Auswertung der Modellpassung.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Studie?

Die Studie ist durch Begriffe wie Wettkampfangst, Rasch-Modell, PTT, WAI-S und sportpsychologische Diagnostik charakterisiert.

Warum wurde das WAI-S 2.3 gegenüber den Vorversionen modifiziert?

Die Modifikationen erfolgten, um durch kognitive Interviews identifizierte Probleme bei der Item-Interpretation zu lösen und die psychometrische Qualität der Skalen zu verbessern.

Wie wurde mit auffälligen Antwortmustern umgegangen?

Personen mit statistisch auffälligen Fit-Indizes wurden qualitativ geprüft; bei inhaltlich unplausiblen Antwortmustern wurden diese von der weiteren Analyse ausgeschlossen.

Welche Empfehlungen gibt der Autor für die zukünftige Nutzung?

Es wird empfohlen, vier spezifische Items aus den Skalen Besorgnis und Zuversicht zu eliminieren, um die diagnostische Präzision bei reduziertem Umfang zu erhalten.

Ist das WAI-S für die sportpsychologische Praxis geeignet?

Ja, durch den Nachweis der Rasch-Konformität bietet das Instrument eine fundierte Grundlage für eine objektive und präzise Diagnostik des Angstzustandes bei Athleten.

Final del extracto de 67 páginas  - subir

Detalles

Título
Evaluation des Fragebogens "Wettkampf Angst Inventar - State" nach der Probabilistischen Testtheorie
Universidad
University of Bremen
Calificación
1,0
Autor
cand. Dipl.-Psy. Hanno Dietrich (Autor)
Año de publicación
2009
Páginas
67
No. de catálogo
V181815
ISBN (Ebook)
9783656093909
ISBN (Libro)
9783656094197
Idioma
Alemán
Etiqueta
Probabilistische Testtheorie Evaluation Wettkampfangst Sportpsychologie Testtheorie Rasch Modell
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
cand. Dipl.-Psy. Hanno Dietrich (Autor), 2009, Evaluation des Fragebogens "Wettkampf Angst Inventar - State" nach der Probabilistischen Testtheorie, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/181815
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