Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Publicación mundial de textos académicos
Go to shop › Economía - Teoría y política de la competencia.

Horizontale Fusionen: Die Theorie nach Farrell und Shapiro und ihre Relevanz bei Kartellentscheidungen

Título: Horizontale Fusionen: Die Theorie nach Farrell und Shapiro und ihre Relevanz bei Kartellentscheidungen

Tesis (Bachelor) , 2010 , 46 Páginas , Calificación: 1,7

Autor:in: Moritz Breuninger (Autor)

Economía - Teoría y política de la competencia.
Extracto de texto & Detalles   Leer eBook
Resumen Extracto de texto Detalles

Die Fundiertheit der Entscheidungen des Bundeskartellamtes wurde in den vergangenen Jahren mehrfach diskutiert. Vor allem das Fehlen einer systematischen Analyse der Fusionen und deren Auswirkungen auf die Marktteilnehmer anhand der formalen Erkenntnisse der industrieökonomischen Theorien gilt als problematisch. Die vorliegende Arbeit überprüft Kartellentscheidungen im Hinblick auf ihre Kongruenz mit der wettbewerbspolitischen Theorie. Der Fokus liegt dabei auf horizontalen Fusionen in oligopolen Märkten. Das von Joseph Farrell und Carl Shapiro (1990) aufgestellte Modell zur Gleichgewichtsanalyse von horizontalen Fusionen bildet die Basis der Untersuchung. Besondere Beachtung finden Preis- und Wohlfahrtseffekte von Zusammenschlüssen. Es wird formal gezeigt, dass Fusionen unter recht allgemeinen Annahmen immer den Preis des produzierten Gutes erhöhen, solange nicht erhebliche Synergieeffekte gehoben werden können. Außerdem verdeutlicht eine Betrachtung des externen Effektes eines Zusammenschlusses die Auswirkungen auf die Gesamtwohlfahrt. Zusammenfassend werden generelle Aussagen gemacht, welche Fusionen genehmigt und welche untersagt werden sollten.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Einführung in die Theorie und Praxis zu Horizontalen Fusionen

2.1 Wettbewerbspolitische Konzeptionen

2.2 Theoretische Grundlagen

2.2.1 Das Cournot-Modell

2.2.2 Konzentrationsmaße

2.3 Das Bundeskartellamt

2.3.1 Rechtliche Grundlagen und Zuständigkeiten

2.3.2 Aktuelle Entwicklung der Fusionskontrolle

3 Das Modell von Farrell und Shapiro (1990a)

3.1 Modellannahmen

3.2 Preiseffekte von horizontalen Fusionen

3.2.1 Fusionen ohne Synergien

3.2.2 Fusionen mit Skalen- oder Lerneffekten

3.3 Wohlfahrteffekte von horizontalen Fusionen

3.4 Implikationen für Wettbewerbsbehörden

4 Analyse von Kartellentscheidungen

4.1 Empirische Studien zu Fusionen

4.2 Fallbeispiele der Zusammenschlusskontrolle

4.2.1 Untersagungen

4.2.2 Genehmigungen

5 Zusammenfassung

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Kongruenz zwischen der wettbewerbspolitischen Theorie, insbesondere dem Modell von Farrell und Shapiro (1990a), und der realen Entscheidungspraxis des Bundeskartellamtes bei horizontalen Fusionen in oligopolen Märkten.

  • Wettbewerbspolitische Konzeptionen und theoretische Grundlagen des Oligopolwettbewerbs.
  • Formale Analyse von Preis- und Wohlfahrtseffekten bei horizontalen Zusammenschlüssen.
  • Rolle von Synergieeffekten und strategischen Reaktionen der Marktteilnehmer.
  • Empirische und fallbasierte Analyse der Entscheidungspraxis des Bundeskartellamtes.
  • Bewertung der Anwendbarkeit ökonomischer Modelle in der kartellrechtlichen Praxis.

Auszug aus dem Buch

3.2 Preiseffekte von horizontalen Fusionen

Betrachtet wird der Effekt einer Fusion auf den aggregierten Output X, da dieser Einfluss auf den Preis und bei ausschließlicher Beachtung der Konsumentenwohlfahrt somit auch auf die Gesamtwohlfahrt hat. Nun kann, wie oben erwähnt, eine Fusion im Cournot-Oligopol mit unterschiedlichen Grenzkosten Produktionskapazitäten von kleineren, ineffizienteren Firmen zu größeren, effizienteren Firmen verlagern. Bei gleich bleibendem Output wäre dies sozial wünschenswert. Entstehen jedoch durch den Zusammenschluss Synergien, welche gehoben werden können, führt dies zu Kostensenkungen und steigert die Wohlfahrt erneut. Um den Zusammenhang zwischen dem Preiseffekt der Fusion und der Kostenstruktur der Unternehmen besser zu verstehen, wird folgendes Modell aufgestellt:

Der ex ante Output sei x_i und X. Dann ist der Grenzerlös der fusionierten Firma M bei ex ante Mengen p(X) + X_M p'(X). M wird seinen Output nur senken (und damit den Preis erhöhen, wie das oben beschriebene Lemma zeigt), falls seine Grenzkosten höher sind als sein Grenzerlös c_M'(X_M) > p(X) + X_M p'(X). Dies lässt sich umformen zu p(X) - c_M'(X_M) < X_M p'(X). Die rechte Seite des Terms lässt sich auch als Summe der individuellen Markups der Insider schreiben, da jede Firma i element I die gleiche Bedingung erster Ordnung (1) besitzt. Diese wird umgeformt zu p(X) - c_i'(x_i) = x_i p'(X). Aufsummiert über alle i element I ergibt sich die Gleichung Summe[p(X) - c_i'(x_i)] = Summe[x_i p'(X)] = X_M p'(X), also die Summe der individuellen Markups.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Vorstellung der Relevanz horizontaler Fusionen im Kontext der Wirtschaftskrise und der Diskussion um eine systematische, theoriebasierte Analyse durch Wettbewerbsbehörden.

2 Einführung in die Theorie und Praxis zu Horizontalen Fusionen: Darstellung industrieökonomischer Konzeptionen, theoretischer Grundlagen wie dem Cournot-Modell und der rechtlichen Rahmenbedingungen für das Bundeskartellamt.

3 Das Modell von Farrell und Shapiro (1990a): Formale Herleitung des Basismodells zur Analyse von Preis- und Wohlfahrtseffekten, insbesondere unter Berücksichtigung von Synergien und strategischen Reaktionen.

4 Analyse von Kartellentscheidungen: Empirische Betrachtung von Fusionen und Analyse ausgewählter Fallbeispiele zur Bewertung der Übereinstimmung von Theorie und kartellrechtlicher Praxis.

5 Zusammenfassung: Synthese der Ergebnisse mit der Schlussfolgerung, dass die deutsche Wettbewerbspolitik weitestgehend unabhängig von industrieökonomischen Modellen agiert.

Schlüsselwörter

Horizontale Fusionen, Wettbewerbspolitik, Cournot-Modell, Bundeskartellamt, Fusionskontrolle, Marktbeherrschung, Wohlfahrtseffekte, Synergien, Herfindahl-Hirschman-Index, Preisbildung, Oligopol, Kartellentscheidungen, Konsumentenwohlfahrt, Industrieökonomik, Wettbewerbsintensität.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert, inwieweit die Ergebnisse der industrieökonomischen Theorie zu horizontalen Fusionen, konkret das Modell von Farrell und Shapiro, in der tatsächlichen Entscheidungspraxis des deutschen Bundeskartellamtes Anwendung finden.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind die theoretische Modellierung von Preis- und Wohlfahrtseffekten bei Zusammenschlüssen, die rechtlichen Grundlagen der Fusionskontrolle in Deutschland sowie die empirische Analyse von Kartellentscheidungen.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es zu prüfen, ob Kartellentscheidungen des Bundeskartellamtes mit den theoretischen Erkenntnissen der Industrieökonomik kongruent sind und welche Rolle dabei Faktoren wie Synergien oder Marktanteile spielen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine formale ökonomische Modellierung nach Farrell und Shapiro zur Herleitung theoretischer Ergebnisse und gleicht diese anschließend mit der kartellrechtlichen Praxis durch eine Fallbeispielanalyse ab.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil umfasst die formale Herleitung der Preis- und Wohlfahrtseffekte, die Diskussion der Modellannahmen sowie die anschließende kritische Gegenüberstellung mit realen Fällen wie Holtzbrinck, Müller/Poelmeyer und Rhön-Klinikum.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die wichtigsten Begriffe sind Horizontale Fusionen, Fusionskontrolle, Wohlfahrtseffekte, Bundeskartellamt, Oligopoltheorie und Kartellentscheidungen.

Warum reicht die Betrachtung des Herfindahl-Hirschman-Index allein oft nicht aus?

Laut der Theorie von Farrell und Shapiro ist die Konzentration allein nicht hinreichend, da sie Synergieeffekte und strategische Reaktionen der Wettbewerber vernachlässigt, die maßgeblich über die Wohlfahrtswirkung einer Fusion entscheiden.

Wie bewertet der Autor die Entscheidungspraxis des Bundeskartellamtes?

Der Autor kommt zu dem Schluss, dass die wirtschaftswissenschaftliche Fundierung in der deutschen Wettbewerbspolitik weitestgehend fehlt und Entscheidungen stärker auf strukturellen Marktanteilsgrenzen als auf einer umfassenden Wohlfahrtsanalyse basieren.

Final del extracto de 46 páginas  - subir

Detalles

Título
Horizontale Fusionen: Die Theorie nach Farrell und Shapiro und ihre Relevanz bei Kartellentscheidungen
Universidad
University of Mannheim  (Lehrstuhl für Volkswirtschaftslehre und Mikroökonomik)
Calificación
1,7
Autor
Moritz Breuninger (Autor)
Año de publicación
2010
Páginas
46
No. de catálogo
V181869
ISBN (Ebook)
9783656051336
ISBN (Libro)
9783656051619
Idioma
Alemán
Etiqueta
Industrieökonomik M&A VWL Horizontale Fusionen
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Moritz Breuninger (Autor), 2010, Horizontale Fusionen: Die Theorie nach Farrell und Shapiro und ihre Relevanz bei Kartellentscheidungen, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/181869
Leer eBook
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
Extracto de  46  Páginas
Grin logo
  • Grin.com
  • Envío
  • Contacto
  • Privacidad
  • Aviso legal
  • Imprint