Die meisten kapitalmarkttheoretischen Modelle bauen auf expliziten Annahmen über individuelles menschliches Verhalten auf. Generell richtet sich also diese Seminararbeit im Wesentlichen auf die Modelle zur Eigenkapitalkostenermittlung, vor allem auf den bekanntesten Capital Asset Pricing Model, das auch vorteil- und nachteilhaft vorgestellt wird. Demzufolge werden nicht nur die Eigenkapitalkosten, Eigenkapitalzinsen, sondern auch auf den Einfluss der finanzielle Risiken auf Eigenkapital hingewiesen.
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
2 Kapitalmarkttheoretische Modelle zur Eigenkapitalkostenermittlung
2.1 Eigenkapitalkosten und Eigenkapitalzinsenproblemstellung
2.2 Einfluss der finanzielle Risiken auf Eigenkapital
3 Das Capital Asset Pricing Model
3.1 Zielsetzungen des Models CAPM im Vergleich zu anderen Modelle
3.2 CAPM-Formel
3.3 Die Portfolio-Selection-Theorie als Grundlage des CAPM
3.4 Kritik des CAMP
4 Zusammenfassung
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit verfolgt das Ziel, das Capital Asset Pricing Model (CAPM) als zentrales Instrument zur Ermittlung von Eigenkapitalkosten im Kontext der kapitalmarkttheoretischen Bewertung vorzustellen und kritisch zu erörtern.
- Grundlagen und Definition der Eigenkapitalkosten
- Einfluss finanzieller Risiken auf das Eigenkapital
- Herleitung und theoretische Basis des CAPM
- Kritische Würdigung der Modellannahmen und Praxisanwendung
Auszug aus dem Buch
3 Das Capital Asset Pricing Model
Das CAPM wurde auf Basis der Methoden der Portfolioselektion von William F. Sharpe, John Lintner und Jan Mossin im Zeitraum von 1964 bis 1966 entwickelt. Dieses Model, bei dem die Markowitzschen Ideen angewendet wurden, bezieht sich auf die Problemstellung der Preisbildung am Kapitalmarkt.6
Ein optimales und gleichzeitig effizientes Wertpapierportefeuille kann auf Basis der Erwartungswerten und Varianten der Renditen von Anlagemöglichkeiten bestimmt werden. Es wurde festgestellt, dass CAPM als ein Marktgleichgewichtsmodel die Beziehung zwischen dem Preis einer Anlage und den verschiedenen Komponenten des Risikos derselben Anlage hinterbringt. Bei dem Marktgleichgewicht sollen alle am Markt operierenden Individuen ihren persönlichen Nutzen maximieren und die Preise der zu handelnden Güter so einspielen, dass Angebot und Nachfrage ausgeglichen werden. Außerdem sollten auch die Bedingungen für die Existenz eines Kapitalmarktgleichgewichts auch aufbauend aus dem allgemeinen Ansatz zur Portefeuilleauswahl angegeben werden. Die einfache Definition eines Risikomaßes im Kapitalmarkt und darauf aufbauende Ermittlung eines Gleichgewichtspreises für eine bzw. mehrere Einheiten dieses Maßes kann durch die Aufspaltung der Verteilungen der Portefeuille-Renditen ermöglicht werden.7
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die Relevanz der Rendite-Risiko-Konzepte ein und definiert das Ziel der Arbeit, das CAPM als Modell zur Eigenkapitalkostenermittlung darzustellen.
2 Kapitalmarkttheoretische Modelle zur Eigenkapitalkostenermittlung: Das Kapitel erläutert die Einordnung von Eigenkapitalkosten als kalkulatorische Zinsen und diskutiert den Einfluss finanzieller Risiken im Kontext der Geschäftstätigkeit.
3 Das Capital Asset Pricing Model: Hier werden die Entstehung, die mathematische Formel, die theoretische Basis durch die Portfolioselektion sowie eine kritische Analyse des CAPM behandelt.
4 Zusammenfassung: Das abschließende Kapitel fasst die Bedeutung des CAPM für die Steuerung von Kreditinstituten zusammen und bewertet die Anwendbarkeit der vorgestellten Theorien in der Praxis.
Schlüsselwörter
Capital Asset Pricing Model, CAPM, Eigenkapitalkosten, Eigenkapitalzinsen, Portfolioselektion, Kapitalmarkt, Markowitz, Systematisches Risiko, Betafaktor, Risikoprämie, Finanzielle Risiken, Unternehmenswert, Shareholder Value, Marktgleichgewicht, Rendite-Risiko-Konzept
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Seminararbeit grundlegend?
Die Arbeit befasst sich mit dem Capital Asset Pricing Model (CAPM) und dessen Anwendung zur Bestimmung von Eigenkapitalkosten im Bankensektor.
Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?
Die zentralen Themen umfassen die Ermittlung von Eigenkapitalkosten, die Rolle finanzieller Risiken und die theoretische Fundierung durch Portfoliomodelle.
Welches ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?
Das Ziel ist die Vorstellung und kritische Erläuterung des CAPM unter kapitalmarkttheoretischen Gesichtspunkten.
Welche wissenschaftlichen Methoden kommen zum Einsatz?
Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse und der systematischen Darstellung theoretischer Modelle zur Kapitalmarktbewertung.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretischen Grundlagen der Eigenkapitalkosten, die spezifischen Annahmen des CAPM sowie dessen Herleitung und Kritik.
Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit am besten?
Zu den wichtigsten Begriffen zählen CAPM, Eigenkapitalkosten, Betafaktor, systematisches Risiko und Portfolio-Selection-Theorie.
Warum ist das CAPM laut Autor besonders relevant für Banken?
Das Modell dient als Baustein zur Steuerung von Instituten, da es eine notwendige Grundlage zur Ermittlung des Shareholder Value darstellt.
Welche Kritikpunkte werden gegenüber dem CAPM angeführt?
Die Kritikpunkte betreffen die mangelnde Konstanz der Eingabeparameter über die Zeit sowie die Diskrepanz zwischen Modellannahmen und der realen Marktsituation.
- Citation du texte
- Martin Trunda (Auteur), 2008, Capital Asset Pricing Model, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/181878