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Untersuchung der europäischen Raumwahrnehmung in der frühen Neuzeit

Am Beispiel der Reisen des Samuel Kiechel 1585-1589

Título: Untersuchung der europäischen  Raumwahrnehmung in der frühen Neuzeit

Trabajo , 2011 , 18 Páginas , Calificación: 1,0

Autor:in: Anonym (Autor)

Historia de Europa - Tiempos modernos, absolutismo, industrialización
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Wie nahm man in der frühen Neuzeit den Raum wahr?
Was bedeutete Heimat?
Gab es einen frühneuzeitlichen Nationalismusbegriff?

Diesen Frage geht diese stark quellenorientierte Arbeit nach. Basis ist dabei die Publikation "In der Ferne: Die Wahrnehmung des Raums in der Vormoderne" von Axel Gotthard [2007]. Seine Ergebnisse werden anhand des Reiseberichtes von Samuel Kiechel überprüft. Am Ende musste ich konstatieren, dass nicht alle Aussagen Gotthards über die frühe Neuzeit auf dieses konkrete Beispiel zutreffen.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Das Raumwahrnehmungskonzept Axel Gotthards

2.1 Die Merkmale der Raumwahrnehmung in der frühen Neuzeit

3 Die Reisen des Samuel Kiechel 1585-1589

3.1 Heimatliches, Befremdliches

3.2 Wer einem so begegnet

3.3 Verortungen

3.4 Grenzgänge

3.5 Leer oder „lustig“ – was zwischen den Zielorten liegt

4 Schlussfolgerung

Zielsetzung und Themen der Arbeit

Die Arbeit untersucht anhand des Reiseberichts von Samuel Kiechel (1585-1589), inwieweit die Annahmen von Axel Gotthard über die vormoderne Raumwahrnehmung auf individuelle Reiseerfahrungen der frühen Neuzeit zutreffen oder diese infrage stellen.

  • Analyse der Raumwahrnehmungskonzepte der Vormoderne
  • Untersuchung der Reiseberichte von Samuel Kiechel als historische Quelle
  • Gegenüberstellung von theoretischen Thesen und praktischer Reiseerfahrung
  • Diskussion über die Bedeutung von Herkunft, Sprache und Herrschaftstopografie
  • Kritische Reflexion über die Repräsentativität frühneuzeitlicher Reiseberichte

Auszug aus dem Buch

3.5 Leer oder „lustig“ – was zwischen den Zielorten liegt

Schließlich gibt es doch einen Punkt, in dem diese Quelle Gotthard unterstützt. Man kann die Wahrnehmung Kiechels, so aufmerksam er auch ist, durchaus als punktuell bezeichnen. Es kommen Landschaftsbeschreibungen vor, doch bis zum Ende beschränken sie sich meist darauf, zu sagen, ob der Weg gefährlich ist, oder angenehm zu bereisen. Er beschrieb alles sehr detailliert, sobald er auf sicherem Boden war, doch wenn Gefahr lauerte, beschränkte er sich auf die Erwähnung und Begründung dieser. Immer wieder kam er auf seiner langen Reise an Orte, die er offenbar lobpreisen wollte, doch fielen ihm dann keine große Worte ein. Von „schön“, „fruchtbar“ und „lustig“ ist die Rede. Lediglich im Orient lässt er sich ein paar Worte mehr entlocken. Die Beschreibung einer Ruine lässt erahnen, dass in ihm mehr Faszination für menschenleere Räume war, als seine marginalen Worte erahnen lassen.

„Dieser Berg Tabor liegt allein, ist rund, groß und weit begriffen. Nach oben immer zugespitzt und höher als die anderen umliegenden und anstoßenden Berge. Oben wird noch viel Gebäu eines Klosters und eine Kirche gesehen, aber ganz verfallen und zerstört. Wir stiegen dann in etliche Zellen, welche inwendig noch ganz und nicht zerfallen waren, etliche umher waren bemalt mit Bildern und Historien. Weil aber solche ohne einige Helle noch Licht waren, schlugen wir ein Feuer, zündeten Wachslichter an und krochen von einem Gemach in das andere. Sie sind eng und sehr nieder gebaut, mit einem Gewölbe bedeckt. Es kann einer nicht wohl aufrecht darin stehen, sonderlich der Graf, welcher eine sehr lange Person war. Den kam das Hin- und Wiedersteigen sehr hart an. Ungefähr inder Mitte, wo der Berg am höchsten ist, hatte es eine Zisterne tief unter der Erde von gutem, frischem und mächtig kühlem Wasser. Einer von den Arabiern stieg hinunter, da es einen dürren Baum gibt, welcher bis auf den Grund hinuntergeht, und an dem er an den Ästen gleich wie an einer Leiter hinabstieg, bis er das Wasser erreichen konnte. Alsdann erquickten wir uns, da wir ein Buratsche Wein mit uns hinaufgetragen hatten.“

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Einleitung stellt das Forschungsinteresse vor, die vormoderne Raumwahrnehmung anhand von Samuel Kiechels Reisebericht zu untersuchen und die Thesen von Axel Gotthard kritisch zu hinterfragen.

2 Das Raumwahrnehmungskonzept Axel Gotthards: Dieses Kapitel fasst die theoretischen Überlegungen von Axel Gotthard zusammen, insbesondere die Annahme einer punktuellen Raumwahrnehmung und die Bedeutung von Heimat und Identität.

2.1 Die Merkmale der Raumwahrnehmung in der frühen Neuzeit: Hier werden die spezifischen Charakteristika der Raumwahrnehmung in der frühen Neuzeit detailliert, wie der Fokus auf kleinräumige Bezugssysteme und die Rolle von Konfession und Sprache.

3 Die Reisen des Samuel Kiechel 1585-1589: Dieses Kapitel führt in die Person Samuel Kiechel und seinen Reisebericht ein, wobei dessen Motivation und der Charakter der Quelle beleuchtet werden.

3.1 Heimatliches, Befremdliches: Es wird analysiert, ob und wie Kiechel Heimatgefühle oder eine Zugehörigkeit zum Reichsterritorium in seinem Bericht zum Ausdruck bringt.

3.2 Wer einem so begegnet: Die Einordnung von Mitreisenden und Fremden durch Kiechel steht hier im Zentrum, wobei die Bedeutung von Sprache, Nation und Konfession untersucht wird.

3.3 Verortungen: Das Kapitel befasst sich mit der Art und Weise, wie Kiechel Orte und Städte in seinem Reisebericht räumlich einordnet.

3.4 Grenzgänge: Hier wird untersucht, wie Kiechel Grenzen wahrnahm, beschrieb und ob diese für ihn eine Zäsur im Reiseverlauf darstellten.

3.5 Leer oder „lustig“ – was zwischen den Zielorten liegt: Dieses Kapitel behandelt die Wahrnehmung der Naturräume zwischen den Zielorten und prüft die These der punktuellen Raumwahrnehmung.

4 Schlussfolgerung: Die Schlussfolgerung führt die Ergebnisse zusammen und bewertet Kiechel als einen für seine Zeit ungewöhnlich modernen Reisenden, der Gotthards Thesen in Teilen widerspricht.

Schlüsselwörter

Raumwahrnehmung, Samuel Kiechel, frühe Neuzeit, Axel Gotthard, Reisebericht, Vormoderne, Identität, Heimat, Grenzerfahrung, Herrschaftstopografie, Globalisierung, Quellenanalyse, Reise, Europa, Geschichte.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht das Verständnis von Raumwahrnehmung in der frühen Neuzeit anhand der spezifischen Reiseerfahrungen des Kaufmannssohnes Samuel Kiechel.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zu den zentralen Themen gehören die Wahrnehmung von Heimat und Fremde, die Bedeutung von Grenzen, die soziale Einordnung von Menschen während der Reise sowie die wissenschaftliche Debatte um vormoderne Raumkonzepte.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das primäre Ziel ist es, die Thesen des Historikers Axel Gotthard zur vormodernen Raumwahrnehmung kritisch anhand des Reiseberichts von Samuel Kiechel zu überprüfen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird eine quellenkritische Analyse durchgeführt, bei der die Aussagen der Quelle mit den theoretischen Annahmen Gotthards abgeglichen werden.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Vorstellung der Theorie Gotthards sowie eine detaillierte Quellenarbeit, die Kiechels Wahrnehmung von Heimat, Menschenbegegnungen, Verortungen, Grenzverläufen und Naturräumen analysiert.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Raumwahrnehmung, Vormoderne, Reisebericht, Identität, Herrschaftstopografie und Quellenanalyse charakterisieren.

Inwieweit widerspricht Kiechel dem gängigen Bild der Vormoderne?

Kiechel erweist sich in seiner Weltoffenheit und Art der Reisebeschreibung als ein für seine Zeit erstaunlich moderner Reisender, was Gotthards Annahmen einer rein punktuellen und statischen Wahrnehmung teilweise relativiert.

Welche Rolle spielt die Sprache im Bericht?

Die Sprache wird von Kiechel sowohl als pragmatisches Verständigungsmittel als auch als Identitätsmerkmal genutzt, wobei die Mehrsprachigkeit in den bereisten Gebieten durchaus Beachtung findet.

Final del extracto de 18 páginas  - subir

Detalles

Título
Untersuchung der europäischen Raumwahrnehmung in der frühen Neuzeit
Subtítulo
Am Beispiel der Reisen des Samuel Kiechel 1585-1589
Universidad
Ernst Moritz Arndt University of Greifswald  (Historisches Institut)
Calificación
1,0
Autor
Anonym (Autor)
Año de publicación
2011
Páginas
18
No. de catálogo
V181981
ISBN (Ebook)
9783656052746
ISBN (Libro)
9783656052647
Idioma
Alemán
Etiqueta
Samuel Kiechel Raumwahrnehmung Frühe Neuzeit
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Anonym (Autor), 2011, Untersuchung der europäischen Raumwahrnehmung in der frühen Neuzeit, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/181981
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