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Ein effektives internationales Kleinwaffenhandelsabkommen - Warum der Weg noch weit ist

Title: Ein effektives internationales Kleinwaffenhandelsabkommen - Warum der Weg noch weit ist

Term Paper , 2009 , 18 Pages , Grade: 3,0

Autor:in: Klaus Cleber (Author)

Politics - Topic: Peace and Conflict, Security
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Die richtige Gesetzgebung zum Umgang mit Schusswaffen ist derzeit in aller Munde. Die
tragischen Amokläufe an Schulen in Deutschland und den Vereinigten Staaten haben eine
öffentlichen Diskussion um die Gefahren und die notwendige Kontrolle solcher Waffen
entfacht. Dabei ist es leicht aus den Augen zu verlieren, das diese Amokläufe bei aller
Tragik angesichts der international jeden Tag mit den selben Waffen begangenen
Verbrechen an den Menschenrechten eher marginal erscheinen.
Ich möchte im folgenden Aufsatz zeigen, wie schwerwiegend der globale Einfluss von
Kleinwaffen auf Menschenleben ist und versuchen, bestehende und neue Wege zur Lösung
aufzuzeigen. Dazu werde ich zuerst ausführen, aus welchen Gründen Kleinwaffenhandel
regelungsbedürftig ist. Ausgehend von einem generellen Überblick über die Folgen
unkontrollierten Kleinwaffenbesitzes werde ich hierbei näher auf die Aspekte der neuen
Kriege und der Menschenrechte eingehen. Im Anschluss stelle ich das
Kleinwaffenaktionsprogramm der Vereinten Nationen sowie das Firearms Protocol vor, um
sie anschließend zu kritisieren und die mit dieser Kritik verbundenen Forderungen
vorzustellen. Es folgt eine kurze Zusammenfassung, die versucht einen Ausblick auf die
Realisierbarkeit dieser Forderungen zu geben.
Der Schwerpunkt dieser Arbeit liegt auf der Anerkennung der Priorität und fundamentalen
Bedeutung der internationalen Menschenrechte, für dieses Thema wie generell.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Die Notwendigkeit einer internationalen Regelung zur Kleinwaffenabrüstung und -nichtverbreitung

2.1 Definition und Auswirkungen von Kleinwaffen

2.2 Exkurs: Neue Kriege

2.3 Fallbeispiele für Menschenrechtsverletzungen durch Kleinwaffenhandel

3 Das Kleinwaffenaktionsprogramm und das Firearms Protocol der Vereinten Nationen

3.1 Wichtigste Punkte des Kleinwaffenaktionsprogramms

3.2 Stand der Implementierung

3.3 Firearms Protocol

3.4 Kritik und Forderungen

4 Schluss und Ausblick

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die vorliegende Arbeit untersucht die schwerwiegenden Auswirkungen des globalen Kleinwaffenhandels auf Menschenleben und analysiert, inwieweit bestehende internationale Instrumente wie das Kleinwaffenaktionsprogramm der Vereinten Nationen zur Lösung dieser Problematik beitragen können, wobei der Fokus insbesondere auf der Einhaltung der internationalen Menschenrechte liegt.

  • Globale Verbreitung und humanitäre Folgen von Kleinwaffen
  • Zusammenhang zwischen Kleinwaffen und den sogenannten "Neuen Kriegen"
  • Analyse von Menschenrechtsverletzungen durch illegalen Waffenhandel
  • Evaluierung der Wirksamkeit des UN-Kleinwaffenaktionsprogramms
  • Forderungen an ein effektives, rechtlich verbindliches Arms Trade Treaty

Auszug aus dem Buch

2.1 Definition und Auswirkungen von Kleinwaffen

Es existiert keine allgemein anerkannte Definition des Begriffes Kleinwaffe. Im Jahresabrüstungsbericht 2007 der Bundesregierung werden Kleinwaffen als Kriegswaffen, welche für die Verwendung durch eine einzelne Person bestimmt sind, definiert. Beispielhaft werden unter anderem Revolver, Gewehre und Maschinenpistolen genannt.

Leichte Waffen, welche für die Nutzung durch eine Mannschaft bestimmt und durch erhöhte Explosivkraft sowie größere Reichweite gekennzeichnet sind, sind von Kleinwaffen grundsätzlich zu differenzieren, werden aber im Englischen hin und wieder fälschlicherweise auch in den Begriff „small arms“ mit eingeschlossen. Die Klassifizierung leichte Waffen betrifft unter anderem Granatenabschussgeräte sowie tragbare Abschussgeräte für Flugabwehrkanonen oder Panzerabwehrraketen. Vereinfachend kann man sagen, Klein- und Leichtwaffen bezeichnen alle tragbaren Feuerwaffen.

Laut Schätzungen von Simone Wisotzki töten Kleinwaffen jährlich eine Million Menschen, wobei 200.000 Menschen ermordet werden oder Selbstmord begehen, 300.000 in bewaffneten Konflikten ums Leben kommen und 500.000 an den Folgen einer Schussverletzung sterben. Circa 1,5 Millionen Menschen werden durch Schusswaffen verletzt, und erleiden zum Teil dauerhafte Schäden. Diese Zahlen können unter anderem mit der großen Verbreitung und der gewaltigen Menge dieser Waffen begründet werden, über 600 Millionen Kleinwaffen sind weltweit im Umlauf, und können oft problemlos und preiswert erworben werden, legal und illegal. Die durchschnittliche Verwendungsdauer von Kleinwaffen beträgt 30-35 Jahre.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die globale Relevanz der Schusswaffenkontrolle angesichts zunehmender Menschenrechtsverletzungen und stellt die Zielsetzung der Arbeit sowie das methodische Vorgehen dar.

2 Die Notwendigkeit einer internationalen Regelung zur Kleinwaffenabrüstung und -nichtverbreitung: Dieses Kapitel definiert Kleinwaffen, erörtert deren verheerende humanitäre Auswirkungen und analysiert anhand von Fallbeispielen, wie illegaler Handel Menschenrechte systematisch gefährdet.

3 Das Kleinwaffenaktionsprogramm und das Firearms Protocol der Vereinten Nationen: Das Kapitel stellt die zentralen UN-Instrumente zur Kontrolle von Kleinwaffen vor, bewertet den Stand ihrer praktischen Umsetzung und identifiziert deren strukturelle Schwächen.

4 Schluss und Ausblick: Der abschließende Teil betont die ethische Verantwortung der Staaten und fordert die Umsetzung eines verbindlichen, globalen Waffenhandelsabkommens zum Schutz der Menschenrechte.

Schlüsselwörter

Kleinwaffen, Rüstungskontrolle, Menschenrechte, Vereinte Nationen, Kleinwaffenaktionsprogramm, Firearms Protocol, Waffenhandel, Neue Kriege, Fragile Staaten, Abrüstung, Zivilbevölkerung, Arms Trade Treaty, Proliferation, Gewaltprävention, Internationales Recht

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die Problematik des unkontrollierten Kleinwaffenhandels und die daraus resultierenden schwerwiegenden Verletzungen der internationalen Menschenrechte.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zu den Schwerpunkten zählen die Definition von Kleinwaffen, die Rolle dieser Waffen in modernen "neuen Kriegen", die Analyse von Menschenrechtsverletzungen und die kritische Würdigung bestehender UN-Kontrollmechanismen.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, warum bisherige Regelungen unzureichend sind und welche Forderungen an ein neues, rechtlich verbindliches internationales Waffenhandelsabkommen gestellt werden müssen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine fachwissenschaftliche Analyse, die auf der Auswertung aktueller Abrüstungsberichte, wissenschaftlicher Literatur und Berichten internationaler Nichtregierungsorganisationen basiert.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine Ursachenanalyse der Kleinwaffenproblematik, die Darstellung von Fallbeispielen aus Krisenregionen sowie eine detaillierte Kritik am UN-Kleinwaffenaktionsprogramm und dem Firearms Protocol.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit lässt sich am besten mit Begriffen wie Kleinwaffen, Menschenrechte, Rüstungskontrolle, UN-Aktionsprogramm und Arms Trade Treaty beschreiben.

Warum gelten Kleinwaffen als besonders problematisch in fragilen Staaten?

Fragile Staaten haben oft defizitäre Strukturen, wodurch sie weder die Sicherheit ihrer Bürger garantieren noch den illegalen Zufluss von Waffen verhindern können, was wiederum die Instabilität weiter befeuert.

Welche Rolle spielt die sogenannte "goldene Regel" für Amnesty International?

Die goldene Regel besagt, dass Waffenexporte verboten werden müssen, solange ein erhebliches Risiko besteht, dass diese Waffen zur Verletzung der Menschenrechte oder des humanitären Völkerrechts eingesetzt werden.

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Details

Title
Ein effektives internationales Kleinwaffenhandelsabkommen - Warum der Weg noch weit ist
College
Martin Luther University
Grade
3,0
Author
Klaus Cleber (Author)
Publication Year
2009
Pages
18
Catalog Number
V182014
ISBN (eBook)
9783656057239
ISBN (Book)
9783656057253
Language
German
Tags
kleinwaffenhandelsabkommen warum
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Klaus Cleber (Author), 2009, Ein effektives internationales Kleinwaffenhandelsabkommen - Warum der Weg noch weit ist, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/182014
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