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S.I. Witkiewiczs "Nowe Wyzwolenie" als Einakter

Versuch einer typologischen Zuordnung

Título: S.I. Witkiewiczs "Nowe Wyzwolenie" als Einakter

Trabajo Escrito , 2004 , 15 Páginas , Calificación: 2,3

Autor:in: M.A. Renata Paluch-Kompalla (Autor)

Ruso / Lenguas eslavas
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1. Einleitung

In der vorliegenden Arbeit soll der Frage der typologischen Zugehörigkeit von S. I. Wit-kiewiczs Einakter Nowe Wyzwolenie (Neue Befreiung) nachgegangen werden. Damit wird eine Teilmenge des Deutungsangebots erschlossen.
Um die Zuordnung festzulegen, ist es zuerst notwendig, die Einaktertypen zu beschrei-ben. Wir werden uns in dieser Arbeit auf den Theorievorschlag von Brigitte Schulze stüt-zen, die unter Berücksichtigung des Textbestands vom 18. bis zum 20. Jahrhunderts den Versuch einer typologischen Klassifikation von Einaktern unternahm.
In ihrem Aufsatz schlägt Schulze drei strukturelle Grudmuster der Kurzdramen vor: den „Zustands-", „Situations-" und den „Handlungseinakter“. Da sich aber die drei Struktur-muster oft überlagern und von „Übergänglichkeit “ gekennzeichnet sind, werden auch Zwischenformen und typologische Varianten unterschieden.
Der Zustanseinakter ist typisch für das realistisch-mimethische Theater, d.h. dasjenige des Realismus und Naturalismus. Hiermit wird das Zusandsbild einer Gesellschaft ge-zeigt. Die Aussage des Stückes bleibt am ende immer gleich, auch wen man einzelne Szenen bzw. Sequenzen umstellt.
Im Situationstypus ändert sich das Faktum in der Lebenswelt nicht. Die Situation wird wie beim analytischen Drama erst am ende völlig enthüllt (analytischer Einakter).
Ein Handlungseinakter liegt vor, wenn die Situation A in eine ganz neue Situation B über-führt wird , wenn sich etwas gegenständlich in dem Raum verändert oder eine Rollenfigur ihre Wertvorstellung ändert. Dieser Ansatz lehnt sich an Manfred Pfisters Dramentheorie.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. St. I. Witkiewiczs Nowe Wyzwolenie als Handlungseinakter

3. Tatiana als Regisseurin

4. Weitere handlungsmächtige Figuren in Nowe Wyzwolenie

5. Figuren mit eingeschränkte oder ohne Handlungskompetenz

6. Ergebnisse und Ausblick

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die typologische Einordnung des Einakters Nowe Wyzwolenie von S. I. Witkiewicz anhand der Dramentheorie von Manfred Pfister, um zu belegen, dass es sich hierbei um einen Handlungseinakter handelt.

  • Analyse der Einakter-Typologie nach Brigitte Schulze und Manfred Pfister
  • Untersuchung der Handlungselemente in Nowe Wyzwolenie
  • Rollenanalyse und Handlungskompetenz der Dramenfiguren
  • Diskussion der Geschichtsphilosophie und des Katastrophismus bei Witkiewicz
  • Kritische Auseinandersetzung mit der Theorie von Diemut Schnetz

Auszug aus dem Buch

2. S.I. Witkiewiczs Nowe Wyzwolenie als Handlungseinakter

Wie bereits angedeutet, gehen wir davon aus, dass Witkiewiczs Nowe Wyzwolenie dem Handlungstypus zuzuordnen ist. Um die Handlung in Witkacys Einakter zu untersuchen, ist es zuerst notwendig, den Handlungsbegriff zu erläutern. Da sich besonders viele Arbeiten auf Manfred Pfister berufen, wird auch für diese Arbeit sein Definitionsvorschlag maßgebend sein.

In dem Handlungsbegriff ist eine semantische Mehrdeutigkeit angelegt. Er kann sowohl „die einzelne Handlung einer Figur in einer bestimmten Situation“ als auch den „übergreifenden Handlungszusammenhang“ des ganzen Dramas bezeichnen. Um die Uneindeutigkeit aufzulösen, wird in dieser Arbeit die Handlung nur im Sinne der Einzelhandlung einer Figur verwendet. In dem zweiten Fall, bei dem wir mit einer Aneinanderreihungen von Handlungen zu tun haben, geht es um die Handlungssequenz.

Pfister definiert die Handlung als: „absichtsvoll gewählte, nicht kausal bestimmte Überführung einer Situation in eine andere.“ Bei der Veränderung der Situation, die als „die gegebene Relation von Figuren zueinander und zu einem gegenständlichen oder ideellen Kontext“ definiert wird, entsteht „Handlung“. Diese von Intentionalität gekennzeichneter Handlungsdefinition wollen wir in der vorliegenden Arbeit akzeptieren. Die Kategorie des Konflikts gilt bei Pfister als ein fakultatives Kriterium, die Situation kann entweder konfliktgeladen oder konfliktlos sein.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Einführung in die Fragestellung der typologischen Zuordnung von Nowe Wyzwolenie unter Einbeziehung der Theorien von Brigitte Schulze und Manfred Pfister.

2. St. I. Witkiewiczs Nowe Wyzwolenie als Handlungseinakter: Anwendung der Pfisterschen Handlungskriterien auf das Drama, um dessen Zuordnung zum Handlungstypus zu begründen.

3. Tatiana als Regisseurin: Analyse der Figur Tatiana, die durch ihre steuernde Rolle und ihr Strickzeug als zentrale Handlungsmacht und Regiefigur im Stück auftritt.

4. Weitere handlungsmächtige Figuren in Nowe Wyzwolenie: Untersuchung der Handlungskompetenz von König Richard III., der Köchin und der Figur des Unbekannten.

5. Figuren mit eingeschränkte oder ohne Handlungskompetenz: Betrachtung der passiven oder in ihrer Macht begrenzten Figuren wie der Schergen, der Mörder, Zabawnisia, Florestan und Joanna.

6. Ergebnisse und Ausblick: Zusammenfassende Bestätigung der These, dass Nowe Wyzwolenie ein Handlungseinakter ist, sowie eine kritische Reflexion des polnischen Kurzdramas im Kontext der Forschungsliteratur.

Schlüsselwörter

Nowe Wyzwolenie, Stanisław Ignacy Witkiewicz, Handlungseinakter, Manfred Pfister, Reines Theater, Dramentheorie, Katastrophismus, Handlungsanalyse, Polnisches Kurzdrama, Moderne, Theaterwissenschaft, Rollenanalyse, Sprachhandlung, Moderne Literatur, Gattungstheorie.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit?

Die Arbeit untersucht das Drama Nowe Wyzwolenie des polnischen Autors S. I. Witkiewicz hinsichtlich seiner strukturellen Zugehörigkeit zur Gattung des Einakters.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Im Zentrum stehen die Kategorisierung des Dramas, die Analyse der Figurenkonstellationen sowie die Frage nach der Handlungsmacht innerhalb der theatralen Struktur.

Was ist die primäre Forschungsfrage?

Die Arbeit geht der Frage nach, ob Witkiewiczs Werk als "Handlungseinakter" klassifiziert werden kann, basierend auf den Definitionen von Manfred Pfister.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Es wird eine strukturelle Dramenanalyse angewandt, die sich auf die Definitionen von Brigitte Schulze und Manfred Pfister zur Klassifikation von Kurzdramen stützt.

Was sind die wesentlichen Inhalte des Hauptteils?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Begründung der Handlungstypologie, gefolgt von einer detaillierten Analyse der Figuren in handlungsmächtige und handlungsunfähige Gruppen.

Durch welche Schlüsselwörter lässt sich die Arbeit beschreiben?

Wichtige Begriffe sind Handlungseinakter, Witkiewicz, Dramentheorie, Handlungskompetenz, Katastrophismus und Reines Theater.

Welche Rolle spielt die Figur Tatiana im Stück?

Tatiana fungiert als eine Art Regisseurin des Geschehens, die durch ihr Arrangement und ihre Kontrolle über die anderen Figuren den Handlungsverlauf maßgeblich beeinflusst.

Warum wird die These von Diemut Schnetz kritisiert?

Die Autorin kritisiert, dass Schnetz das polnische Kurzdrama vernachlässigt und durch ihre Fokussierung auf ein westliches Textkorpus zu einer verallgemeinernden, unzutreffenden Definition des Einakters als handlungslose Gattung gelangt.

Final del extracto de 15 páginas  - subir

Detalles

Título
S.I. Witkiewiczs "Nowe Wyzwolenie" als Einakter
Subtítulo
Versuch einer typologischen Zuordnung
Universidad
Johannes Gutenberg University Mainz  (Slawistik)
Curso
Polnische Kurzdramen des 20. Jahrhunderts.
Calificación
2,3
Autor
M.A. Renata Paluch-Kompalla (Autor)
Año de publicación
2004
Páginas
15
No. de catálogo
V182078
ISBN (Ebook)
9783656059585
ISBN (Libro)
9783656059424
Idioma
Alemán
Etiqueta
witkiewiczs nowe wyzwolenie einakter versuch zuordnung
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
M.A. Renata Paluch-Kompalla (Autor), 2004, S.I. Witkiewiczs "Nowe Wyzwolenie" als Einakter, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/182078
Leer eBook
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