Die ersten drei Attentate auf Kaiser Wilhelm I


Hausarbeit (Hauptseminar), 2007

25 Seiten, Note: 1,7


Leseprobe

Inhaltsangabe

1. Einleitung

2. Das Opfer: Kaiser Wilhelm I.

3. Die ersten drei Attentate
3.1. Das erste Attentat am 14. Juli 1861
3.1.1. Der Täter
3.1.2. Die Tat
3.1.3. Das Motiv
3.2. Das zweite Attentat am 11. Mai 1878
3.2.1. Der Täter
3.2.2. Die Tat
3.2.3. Das Motiv
3.3. Das dritte Attentat am 2. Juni 1878
3.3.1. Der Täter
3.3.2. Die Tat
3.3.3. Das Motiv
3.4. Politische Auswirkungen der Attentate 1878

4. Fazit

5. Literaturliste

1. Einleitung

Fast täglich liest man in der Zeitung oder sieht in den Nachrichten Meldungen über verübte Anschläge in der Welt. Viele dieser Anschläge berühren die Zuschauer und Leser dabei nicht besonders, sondern sie nehmen sie als irreales Ereignis teilnahmslos hin, ohne persönlich betroffen zu sein. Größere Anteilnahme wird von der Masse bekundet, wenn es Anschläge auf berühmte Personen sind, zu denen sie einen Bezug haben.

In solchen Fällen spricht man von Attentaten. Ein Attentat ist ein Anschlag auf eine Persönlichkeit von hohem politischen, religiösen oder gesellschaftlichen Rang, welche der Attentäter versucht zu töten oder zu verletzten.1 Auch Anschläge auf bekannte Gebäude werden als Attentat gesehen.

Eine solche Tat muss von einer politischen Hinrichtung unterschieden werden. Eine politische Hinrichtung ist von staatlichen Organen veranlasst und somit im Gegensatz zu einem Attentat nicht illegal wo hingegen ein Attentat verübt von einem Täter oder einer Tätergruppe meist illegal ist. In seltenen Fällen lassen sich politische Attentate gesetzlich legitimieren. Sogar heute noch ist im Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland im Artikel 20, dem sogenannten Widerstandsgesetz, festgehalten, wann Widerstand gegen die Obrigkeit gesetzlich erlaubt ist.

Artikel 20

Die Bundesrepublik Deutschland ist ein demokratischer und sozialer Bundesstaat.

Alle Staatsgewalt geht vom Volk aus. Sie wird vom Volk in Wahlen und Abstimmungen und durch besondere Organe der Gesetzgebung, der vollziehenden Gewalt und der Rechtssprechungen ausgeübt.

Die Gesetzgebung ist an die verfassungsmäßige Ordnung, die vollziehende Gewalt und die Rechtsprechung sind an das Gesetz und Recht gebunden.

Gegen jeden, der es unternimmt, diese Ordnung zu beseitigen, haben alle Deutschen das Recht zum Widerstand, wenn andere Abhilfe nicht möglich ist.2

Somit scheint der sogenannte Tyrannenmord in wenigen Fällen vom Gesetz her in Deutschland legitimiert. Schwierig gestaltet sich dabei die Interpretation des Gesetzes, da ein Ausschöpfen der Möglichkeiten und die Wahl der Mittel für den politischen Widerstand definitorisch unscharf sind. Eine Chance, sich für eine Rechtfertigung eines Attentats auf dieses Gesetz zu beziehen, scheint als sehr unwahrscheinlich.

Große Unterschiede sind auch in den Motiven der Attentäter zu sehen. Dabei lassen sich, wie oben bereits erwähnt, politische Attentate klar von persönlichen Attentaten unterscheiden. Bei nicht politisch motivierten Attentaten sind die Täter oft psychisch kranke und desorientierte Menschen, die mit ihrer Tat entweder sich oder Missstände in den Vordergrund stellen wollen. Dabei steht die Verhältnismäßigkeit von Mittel und Ziel in keinem Verhältnis. Besonders die Taten auf berühmte Personen, begangen von geistig Verwirrten, lassen den Sinn hinter einer solchen Tat nur schwer erkennen.

In jedem Fall bleibt der Mord oder Mordversuch für jeden Menschen eine moralische Angelegenheit. Somit lässt sich auch nur schwer eine einstimmige Meinung über einzelne Attentate finden, da die Diskussionen immer auf der moralischen Ebene geführt werden.

Aus historischer Sicht vermitteln Attentate einen Einblick in Meinungen und Absichten einzelner oder mehrerer Täter und bieten die Grundlage für spätere Entwicklungen oder Ereignisse. So zum Beispiel das Attentat auf den Kronprinzen Franz Ferdinand in Sarajevo, welches gerne als Auslöser des Ersten Weltkrieges genannt wird.

Bei den in dieser Hausarbeit beschriebenen Attentaten, handelt es sich sowohl um politisch wie auch um persönlich motivierte Taten mit zum Teil weitreichenden Folgen. Zu hinterfragen ist hierbei, in welchem Zusammenhang die Taten mit den Folgen stehen und welche Rolle das Opfer hierbei spielt.

Spielte Wilhelm I. tatsächlich die entscheidende Rolle bei den Attentaten oder war er für die Täter nur eins von vielen möglichen Opfern?

2. Das Opfer: Kaiser Wilhelm I.

“Ein deutliches Geschöpf des preußischen Staates”3. So beschreibt Angela Schwarz den späteren König von Preußen und ersten Kaiser eines deutschen Nationalstaates im Buch „Das Kaiserreich“ von Michael Fröhlich. Das bedeutet, dass Wilhelm wie kein anderes Kind der Familie die preußisch gefassten Eigenschaften in sich vereinte.

Wilhelm wurde am 22. März 1797 im Kronprinzenpalais zu Berlin geboren. Er war der zweitgeborene Sohn Friedrich Wilhelm III. und seiner Frau, Luise von Mecklenburg-Strelitz. Als Zweitgeborener hatte er keinen direkten Anspruch auf den Königsthron von Preußen. Seine Kindheit verbrachte der junge Wilhelm mit seinen fünf Geschwistern in der Nähe seiner Eltern in Berlin. Das Verhältnis zu seinem Vater war eher spröde und geprägt durch den schuldigen Respekt, den der Sohn zu erbringen hatte, wo hingegen die Beziehung zu seiner Mutter außerordentlich herzlich und gefühlsbetont war.4 Dennoch war die Kindheit Wilhelms nicht sorgenfrei. Das wohl einschneidende Erlebnis in dieser Zeit war der Bankrott Preußens 1806/07, was dazu führte, dass die Königsfamilie in den hintersten Winkel des Landes floh. Liberale Reformer leiteten nun die bürgerliche Umgestaltung ein und dennoch wurde Wilhelm nach alten Werten am Hof erzogen.5 Seine Mutter beschrieb Wilhelm: „Unser Sohn Wilhelm wird, wenn mich alles trügt, wie sein Vater, einfach, bieder und verständig. Auch in seinem Äußeren hat er die meiste Ähnlichkeit mit ihm, nur wird er, glaube ich, nicht so schön.“6

Als Zweitgeborener war die Militärlaufbahn der vorgesehene Werdegang des Jungen. Da er weder besonders intelligent noch musisch begabt war, kam diese Karriere dem Wesen Wilhelms entgegen. Bereits im Alter von 9 Jahren trat er am 1. Januar 1807 der preußischen Armee bei und erhielt der Tradition entsprechend das Leutnantpatent, was in ihm einen inneren Genuss an den militärischen Übungen hervorrief.7 Aber nicht nur das. Im Alter von 16 Jahren nahm er erstmalig an einem Gefecht bei Bar-sur-Aube teil und schrieb in seinem Tagebuch über diesen „unbeschreiblich seeligen Moment“8. Eine rasche militärische Karriere des jungen Wilhelm war somit vorgezeichnet. Seine Militärzeit wurde durch die Befreiungskriege gegen Napoleon geprägt und es bildete sich ein nachhaltiger Eindruck für den jungen Prinzen, dass sich politische Entscheidungen mit dem Schwert herbeiführen lassen.

Ebenso festigte sich in dieser Zeit eine eher untypische Religiosität und ein Gehorsam gegenüber den göttlichen Geboten, welche sich in seinen Lebensgrundsätzen manifestierten, die er 1815 schriftlich festhielt.9 Bekräftigt wurde diese Verbindung zwischen Staat und Religion durch das Heilige Bündnis zwischen Russland, Preußen und Österreich, mit der sich eine absolutistische Regierung und monarchische Prinzipien mit Hilfe des Christentums legitimieren ließen.

In den Folgejahren der Restauration und nach der Anbindung der Landwehr an die regulären Truppen brachten die Friedensjahre für Wilhelm ein weitere Fortsetzung der Militärkarriere und er wurde 1825 zum Kommandierenden General des III. Armeekorps. Dies war die höchste militärische Dienststellung. Zuvor wurde er 1819 bereits zum Inspekteur des VII. und VIII. Armeekorps ernannt und hatte somit eine Sprecherrolle des Militärs inne, womit er deren und seine Interessen im Hause Hohenzollern vertrat. Sein höchstes Bestreben galt einer guten Ausrüstung, Schulung und personell starken Armee, denn für ihn, wie auch für seinen Urgroßvater Friedrich der Große, stellte die Armee das Rückgrat des Staates dar. Diese Einstellung kam deutlich bei der Frage nach der Reduzierung des Ausbildungszeit für Soldaten zum vorscheinen. Nach 1830 konnte die dreijährige Rekrutenzeit in der preußischen Armee nicht mehr aufrecht erhalten werden. Für Wilhelm war es mehr als eine finanzielle oder technische Frage. „Die Armee begründe die Größe und Stärke Preußens, die Schlagkraft der Armee gründe sich auf den Soldatengeist und dieser könne nur durch lange Gewohnheit erzeugt und verinnerlicht werden.“10

Seine Einstellung zum Staat und Militär und der damit verbundener Gehorsam kam ebenso im Privaten zur Geltung. Wilhelm hatte sich Anfang der zwanziger Jahre in Elisa von Radziwill, eine Tochter einer preußischen Prinzessin und eines polnischen Fürsten Anton Radziwill verliebt und eine Liaison begonnen. Als die Öffentlichkeit davon erfuhr, entbrannte sogleich eine juristische Diskussion über Ehrenbürtigkeit der Geliebten, zumal durch die kinderlose Ehe des Kronprinzenpaares Wilhelm immer mehr in den Blickpunkt der Öffentlichkeit als möglicher Thronfolger rückte. Eine weitere Diskussion über das Verhältnis der beiden, beendete sein Vater Friedrich Wilhelm III. mit einem Verbot der Beziehung, welchem sich Wilhelm auch erstaunlich kritiklos fügte. Weiterhin schlug der Vater ihm eine geeignete Kandidatin als Gemahlin vor, Augusta, die jüngere Tochter des Großherzogs Karl Friedrich von Sachsen. Auch dieses Mal fügte sich Wilhelm dem Willen des Vaters und am 11. Juni 1829 ging er mir ihr die „Vernunftehe“ ein.11 Seine Ehefrau wuchs in der Welt von Goethe auf und war im Gegensatz zu ihm musisch interessiert und begabt. Ihr Interesse galt der Literatur und so setzte sie sich auch mit liberal gefärbten Auffassungen auseinander. Immer wieder verstand sie es Wilhelm ein wenig von seiner extrem-reaktionären Position abzubringen.12

Mit der Geburt seines Sohnes Friedrich Wilhelm im Oktober 1831 war die Thronfolge gesichert und die Verpflichtung war eingelöst. Auch ein zweites Kind entstand aus dieser Ehe. Am 3. Dezember 1838 kam Tochter Luise zur Welt.

Zwischen den Eheleuten bildete sich bald eine emotionale Kluft und auch ihre politischen Ansichten unterschieden sich voneinander. Augusta unterstütze zwar nicht die revolutionären Vorstellungen der liberalen Opposition, sie war jedoch der Meinung, dass umfangreiche Reformen nötig sei, um einer Revolution entgegen zu wirken, wo hingegen Wilhelm grundsätzlich gegen jegliches Nachgeben gegenüber dem Liberalismus war. Aus seiner radikalen Meinung machte Wilhelm kein Geheimnis. So erläuterte er angesichts der französischen Revolution 1830, dass die „Irrlehren“ der Demokraten „zum Heile der Menschheit“13 mit Krieg bekämpft werden müsse. Dies galt nicht nur den Revolutionären in Frankreich, sondern ebenso den Liberalen in Preußen. „... gegen Demokraten hülfen letztlich nur Soldaten.“14

Am 7. Juni 1840 starb Friedrich Wilhelm III. und sein Sohn, Wilhelms älterer Bruder, wurde als Friedrich Wilhelm IV. neuer König von Preußen. Am 7. Juni 1840 verlieh er Wilhelm den Titel Prinz von Preußen und er wurde offiziell als Thronnachfolger anerkannt. Obgleich seine Chance auf den Thron gering erschien, setzte Wilhelm alles daran, den Weg für seinen Sohn als Thronnachfolger zu bereiten mit allen Privilegien und Rechten. Somit verwunderte es auch nicht, dass Wilhelm im November 1845 „alle Institutionen, die den konstitutionellen sich nähern oder in diese überzugehen drohen, [..] für Preußen [als] unannehmbar“15 erklärte.

Im Gegensatz zu seinem Bruder galt Wilhelm eher als Gegner von Reformen, da er immer die Schwächung der Monarchie befürchtete. So wehrte er sich ebenso gegen die Bildung eines Landtages, als auch gegen Zugeständnisse an die Provinzialstände, wobei er am 1. Februar 1847 doch das Patent zur Gründung eines Landtages unterschrieb. Jedoch nicht auf Grund eines Einstellungswandels, sondern vielmehr auf Grund der Monarchietreue und Loyalität dem König gegenüber, denn wie es seiner Einstellung entsprach, stand er als Prinz von Preußen treu hinter seinem König Friedrich Wilhelm IV. und wollte nicht durch einen Bruderstreit in dieser Sache die Monarchie schwächen.

Mit dem Beginn der aus Frankreich kommenden Revolution im März 1848 beschloss Friedrich Wilhelm IV. eine Verfassungszusage, welche auch von Wilhelm abgesegnet wurde zu unterzeichnen und setzte sich so an die Spitze der Bewegung. Für Wilhelm stellte diese Zusage den letzten erträglichen Schritt in diese Richtung dar.

Am 18. März 1848 entbrannten in Berlin die ersten Barrikadenkämpfe nachdem bei einer Versammlung von Berlinern auf dem Schlossplatz sich zwei Schüsse aus den Gewehren von Soldaten lösten. Die Schuld für diesen blutigen Konflikt wurde zweifellos Wilhelm zugeschrieben, da er seit jeher gegen die neuere Politik des Landes war und diese nur widerwillig akzeptierte. Schon bald machte der Ausdruck „Kartätscheprinz“ die Runde und der Hass der Aufständischen richtete sich gegen Wilhelm. Dem Bruder Friedrich Wilhelm IV. blieb keine andere Wahl als seinen Bruder, getarnt als Kaufmann, in einer Nacht und Nebelaktion ins Exil nach England zu schicken. Dies stoppte zwar die Aufstände, jedoch war Wilhelm nach seiner Rückkehr im Juni 1848 weiterhin sehr skeptisch gegenüber einer konstitutionellen Regelung.16

Die ein Jahr später erneut aufflammenden Unruhen erfüllten Wilhelms Wunsch nach einem Krieg, den er seit 1815 hatte. Denn nun konnte er sich beweisen und seine militärische Position nutzen. Als kommandierender Offizier der Operationsarmee setzte er sich an die Spitze der Gegenrevolution gegen die Aufständischen in Baden und der Pfalz und konnte so das, seiner Meinung nach, einzig erfolgversprechende gegen diese unternehmen. Mit der immer geringer werdenden Chance auf den Thron sank in den folgenden Jahren die scharfe Haltung gegenüber den preußischen Konservativen merklich.17

1857 erkrankte sein Bruder schwer an einer Nervenkrankheit und so kam es doch unverhofft dazu, dass Wilhelm zunächst die Regierungsgeschäfte als Kronprinz übernahm und ab Oktober 1858 eine dauerhafte Position als Prinzregent einnahm. Gegen die Empfehlung des kranken Bruders legte Wilhelm einen Eid auf die Verfassung ab und in seiner Antrittsansprache am 8. November 1858 sprach er sogar von Reformansätzen. Es machte geradezu den Eindruck in Preußen habe mit Wilhelm als Regent eine „Neue Ära“ begonnen, welche in den Geschichtsbüchern als solche benannt wird. Die Hoffnungen auf dauerhafte und einschneidende Änderungen erwiesen sich jedoch als kurzlebig und erfuhren mit der Konfrontation über eine Heeresreform zwischen Wilhelm und dem Abgeordnetenhaus einen herben Rückschlag, welcher sich zu einem Verfassungskonflikt ausweitete.

Nach dem Tod seines Bruders wurde Wilhelm am 2. Januar 1861 zum König von Preußen gekrönt. Seine, während der langen Zeit bis zum Thron, schon fast aufgegebenen Wünsche erfüllten sich somit und er wurde im Alter von 63 Jahren der höchste Monarch Preußens. Damit war er wohl einer der ältesten Monarchen, die in einem so hohen Alter noch den Thron bestiegen.

Während eines Kuraufenthaltes in Baden-Baden, welchen er regelmäßig unternahm, kam es am 14. Juli 1861 zu einem Anschlag auf den König. Ein junger Student schoss dabei zweimal auf diesen, verletze ihn aber nur leicht am Hals. Dieser Anschlag war politisch motiviert als Zeichen für die Unfähigkeit des Königs Deutschland zu vereinigen.18

Aber auch als König Wilhelm I. von Preußen wich er kaum von seiner konservativen Haltung ab und näherte sich durch viele Auseinandersetzungen immer mehr den Ultrakonservativen. Diese Auseinandersetzungen gingen sogar soweit, dass bereits ein Jahr später in der Frage des Heeresetats und der Dienstzeit es zu einem Abdankungswillen des Königs kam, bevor er diesen Forderungen nachgeben werde. Sogar eine Abdankungsurkunde war bereits 1862 entworfen. Doch soweit sollte es nicht kommen. Auf Bestreben des Kriegsministers Albrecht von Roon gab

Wilhelm I. doch nach und blieb als König im Amt. Jedoch berief er Otto von Bismarck zum Ministerpräsidenten, von dem schon sein Bruder laut Schwarz sagte: „Er riecht nach Blut.“19 Im sogenannten Gespräch von Babelsberg konnte Bismarck Wilhelm von seinen Abdankungsplänen abbringen und die Zweifel über seine Person ausräumen. Dieses Gespräch zwischen Monarch und Politiker war exemplarisch für das Verhältnis zwischen Monarchie und Politik, welches Deutschland die nächsten 25 Jahre bestimmen sollte. Zum einen ein „alter“ Monarch, der nur nach den alten Werten der Monarchie auf die neue Politik reagieren konnte, zum anderen ein Machtmensch, welcher sich in der „neuen“ Politik geschickt zu bewegen wusste und so für sich nutzbar machen konnte. In der Haltung gegenüber Liberalismus und in der Rolle Preußens für das gesamte Deutschland, nämlich als Führungsrolle waren sich beide einig, jedoch in den Methoden und der Umsetzung taten sich Welten zwischen beiden auf.20

[...]


1 Kellerhoff, Sven Felix: Attentäter - mit einer Kugel die Welt verändern. Köln 2003, S. 12.

2 Grundgesetz, 36. Auflage 2001.

3 Schwarz, Angela: Wilhelm I.. In: Das Kaiserreich: Fröhlich, Michael (Hrsg.), Darmstadt 2001, S. 15.

4 Ebenda, S. 16.

5 Börner, Karl Heinz: Wilhelm I., vom Kartätschenprinz zum deutschen Kaiser. In: Gestalten der Bismarckzeit: Seeber, Gustav (Hrsg.), Berlin 1987, S. 58.

6 Marcks, Erich: Kaiser Wilhelm I., Leipzig 1910, S. 9.

7 Börner, S. 59.

8 Schwarz, S. 16.

9 Lebensgrundsätze. In: Briefe Kaiser Wilhelms des Ersten, a. a. O., S. 9-13.

10 Schwarz, S. 17.

11 Ebenda, S. 17.

12 Börner, S. 59.

13 Brief an Oldwig von Natzmer vom 1. April 1833, In: Großen Briefe, Reden und Schriften, a. a. O., S. 112.

14 Schwarz, S. 18.

15 Brief an König Friedrich Wilhelm IV. zur Denkschrift vom 20. November 1845, In: Kaiser Wilhelm des Großen Briefe, Reden und Schriften, a. a. O., S. 149.

16 Schwarz, S. 20.

17 Ebenda, S. 21f.

18 Näheres zu Attentat siehe Kapitel 3.1.

19 Schwarz, S. 21.

20 Ebenda, S. 21.

Ende der Leseprobe aus 25 Seiten

Details

Titel
Die ersten drei Attentate auf Kaiser Wilhelm I
Hochschule
Universität Rostock  (Historisches Institut)
Note
1,7
Autor
Jahr
2007
Seiten
25
Katalognummer
V182085
ISBN (eBook)
9783656053644
ISBN (Buch)
9783656053996
Dateigröße
505 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Kaiser Wilhelm I, Attentat, Attentate, Europa, Deutschland
Arbeit zitieren
Stephan Lembke (Autor), 2007, Die ersten drei Attentate auf Kaiser Wilhelm I, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/182085

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