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Die Anfänge des Buchdrucks am Beispiel der Weltchronik von Hartmann Schedel

Titre: Die Anfänge des Buchdrucks am Beispiel  der Weltchronik von Hartmann Schedel

Dossier / Travail de Séminaire , 2011 , 27 Pages , Note: 1,7

Autor:in: Stephan Lembke (Auteur)

Philologie Allemande - Histoire littéraire, Epoques
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Die aus dem Jahr 1493 stammende Schedelsche Weltchronik hat in der Forschung eine große Bedeutung und dadurch ein hohes Ansehen. Die Chronik gilt neben den Bibeldrucken als das bedeutendste Verlagserzeugnis dieser Zeit. Diese Sonderstellung liegt zum einen darin begründet, dass die Chronik das spätmittelalterliche Welt- und Geschichtsbild beinhaltet, aber auch daran, dass es sich wohl um die aufwändigste und kostenintensivste Verlagsproduktion der Inkunabelzeit handelt. Darüber hinaus gilt es als das bildreichste Werk des ausgehenden 15. Jahrhunderts.
Auf Grund der Detailfülle der Schedelsche Weltchronik wurde sie von zahlreichen Chronisten und Autoren nach ihrem Erscheinen als Quelle benutzt. Dies wird auf der einen Seite durch die explizite Nennung als Quelle, aber auch mit Hilfe durchgeführter Textvergleiche deutlich. Dabei scheinen vor allem die Städteansichten der Weltchronik eine besondere Bedeutung zu haben.
Allerdings lassen sich in der Literatur auch kritische Stimmen finden, die Schedels Werk neben allem Lob unter anderem ,,als eine imposante Ab-, Um- und Nachschreibe-Arbeit" bezeichnen. Nicht nur aus diesen weiter zu erörternden Vorwürfen sowie den Leistungen der
Weltchronik hat sich die Schedelsche Weltchronik als Forschungsfeld etabliert, sondern auch aufgrund der einmaligen Funde zu diesem Nürnberger Projekt. So sind z.B. die handschriftlichen Manuskript- und Bildvorlagen sowie fünf abgeschlossene Verträge aus den Jahren 1491 bis 1509 zu der Weltchronik erhalten geblieben. Darüber hinaus verfügt die Forschung auch über die Schedelsche Bibliothek, welche die Quellengrundlage zur Verfassung der Chronik darstellte und heute in weiten Teilen in der Bayrischen Staatsbibliothek in München aufbewahrt wird. In der vorliegenden Arbeit wird die Erfindung des Buchdrucks näher beschrieben und dabei besonders auf eines der bedeutendsten Werke seiner Zeit, der Schedelschen Weltchronik, eingegangen. Dabei werden das Werk sowie seine Bedeutung für die Folgezeit näher betrachtet. Somit dient die Arbeit eher als Übersichtswerk. Dennoch stellt sich bei der Betrachtung die Frage nach der Bedeutung der Weltchronik von Hartmann Schedel als wegweisendes Beispielwerk der Inkunabelzeit.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Der Weg von den Hieroglyphen zur Schrift von Heute

3. Die Erfindung des Buchdrucks

3.1. Johannes Gutenberg: Erfinder des Buchdrucks mit bewegten Lettern

3.2. Erste gedruckte Werke

3.3. Was sind Inkunabeln

4. Die „Schedelsche Weltchronik“

4.1. Der Auftraggeber Hartmann Schedel

4.2. Der Drucker Anton Koberger

4.3. Der Aufbau und die Daten der Weltchronik

4.4. Die Weltchronik als Spiegel der zeitgenössischen Weltanschauung

4.5. Die Bedeutung der Weltchronik bis in die heutige Zeit

5. Fazit

6. Literatur

6.1. Primärliteratur

6.2. Sekundärliteratur

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die historischen Hintergründe und die Bedeutung der Erfindung des Buchdrucks mit beweglichen Lettern am Beispiel der Schedelschen Weltchronik aus dem Jahr 1493. Ziel ist es, die Rolle der Chronik als wegweisendes Beispielwerk der Inkunabelzeit sowie ihren Einfluss auf die Wissensvermittlung und das spätmittelalterliche Weltbild darzustellen.

  • Die Entwicklung der Schriftkultur von den Anfängen bis zum Buchdruck
  • Biografische und historische Einordnung von Johannes Gutenberg
  • Die Schedelsche Weltchronik als technisches und verlegerisches Großprojekt
  • Der Einfluss von Anton Koberger auf die Verbreitung des Werkes
  • Die kulturhistorische Bedeutung der Schedelschen Weltchronik

Auszug aus dem Buch

4.3. Der Aufbau und die Daten der Weltchronik

Die Weltchronik ist eine universalhistorische Darstellung der Weltgeschichte. Sie bietet von Anbeginn der Welt bis zum Jahr 1492/1493 in chronologischer Abfolge außer historischen Ereignissen und Personen auch Wunder-Erscheinungen, Sensationsberichte und geographische Informationen, insbesondere zu Städten und Gegenden. Die Unterteilung folgt den "Etymologiae" des Isidor von Sevilla (gest. 636) in sechs Weltaltern. Schedel erweitert das Schema um zwei zusätzliche. Er ergänzte die Chronik um das siebte Zeitalter mit dem Kommen des Antichristen und das letzte Zeitalter mit dem Jüngsten Gericht. Das sechste Weltalter von Christi Geburt bis in Schedels Gegenwart, zu dem auch zwei Anhänge gehören, macht etwa die Hälfte des Gesamtumfangs aus.

Schedels Hauptquelle war das "Supplementum chronicarum" des Italieners Jacobus Foresta di Bergamo (1434-1520). Er bediente sich aber noch diverser anderer, insbesondere italienischer Quellen, beispielsweise von Eneas Silvio Piccolomini (der spätere Papst Pius II. [reg. 1458-1464]), von dem auch der Annex "Europa" stammt, den der Arzt und Humanist Hieronymus Münzer (um 1437/1447-1508) für die Weltchronik bearbeitete.

Die Schedelsche Weltchronik war ein Buch der Superlative. Zum ersten gab es sie in zwei verschiedensprachigen Ausgaben. Eine in lateinischer und die andere in deutscher Sprache. Zum zweiten war sie außerordentlich großformatig. Eine Seite des Großfolios hatte mit etwa 325 mm x 480 mm Maße, die größer waren als das heute bekannte Maß DIN A3. Zum dritten hatte sie einen bemerkenswerten Umfang. Die lateinische Ausgabe zählt 326 Blätter, die deutsche 297.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung skizziert die Bedeutung der Schedelschen Weltchronik als bedeutendstes Verlagserzeugnis der Inkunabelzeit und führt in die wissenschaftliche Fragestellung der Arbeit ein.

2. Der Weg von den Hieroglyphen zur Schrift von Heute: Das Kapitel beschreibt die Entwicklung der menschlichen Schriftkultur von den frühen Hieroglyphen bis hin zur Perfektionierung der Schreibkunst als technologische Voraussetzung für den Buchdruck.

3. Die Erfindung des Buchdrucks: Hier wird die Erfindung von Johannes Gutenberg als medientechnische Revolution betrachtet, die den Zugang zu Wissen grundlegend veränderte.

3.1. Johannes Gutenberg: Erfinder des Buchdrucks mit bewegten Lettern: Dieser Abschnitt beleuchtet die Biografie Gutenbergs, seine handwerklichen Wurzeln als Goldschmied und die schwierige Finanzierung seines Projekts.

3.2. Erste gedruckte Werke: Hier werden die frühen Druckerzeugnisse Gutenbergs, insbesondere die 42-zeilige Bibel, als Meilensteine der Kommunikationsgeschichte eingeordnet.

3.3. Was sind Inkunabeln: Der Begriff der Inkunabel bzw. des Wiegendrucks wird definiert und in den bibliographischen Kontext der frühen Druckzeit eingeordnet.

4. Die „Schedelsche Weltchronik“: Das Kapitel stellt die universelle historische Bedeutung dieses spezifischen Werkes im Kontext des ausgehenden Mittelalters dar.

4.1. Der Auftraggeber Hartmann Schedel: Diese biographische Skizze würdigt Schedel als Humanisten, Arzt und Sammler, der die intellektuelle Grundlage für die Chronik schuf.

4.2. Der Drucker Anton Koberger: Das Kapitel würdigt das Wirken Kobergers, dessen Werkstatt die Schedelsche Weltchronik zu einem verlegerischen Welterfolg machte.

4.3. Der Aufbau und die Daten der Weltchronik: Hier erfolgt eine detaillierte Analyse der Struktur, der Quellen sowie der technischen Spezifikationen (Format, Illustrationen) des Werkes.

4.4. Die Weltchronik als Spiegel der zeitgenössischen Weltanschauung: Dieses Kapitel untersucht, wie das Werk frühhumanistisches Gedankengut mit mittelalterlichen Traditionen verbindet.

4.5. Die Bedeutung der Weltchronik bis in die heutige Zeit: Der Abschnitt schließt mit einer Betrachtung zur anhaltenden Faszination des Werkes als Kulturgut und Sammlerobjekt.

5. Fazit: Die Arbeit fasst zusammen, dass die Chronik ein Symbol für den Wissensdrang des Humanismus darstellt und den Übergang zur Neuzeit maßgeblich prägte.

6. Literatur: Dieses Verzeichnis listet die verwendeten Primär- und Sekundärquellen auf.

Schlüsselwörter

Buchdruck, Johannes Gutenberg, Hartmann Schedel, Schedelsche Weltchronik, Inkunabel, Wiegendruck, Anton Koberger, Humanismus, Buchgeschichte, Mediengeschichte, Verlagswesen, Weltchronik, Inkunabelkunde, 1493, Wissensgeschichte.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Geschichte des Buchdrucks im 15. Jahrhundert und analysiert anhand der Schedelschen Weltchronik, wie diese neue Technologie das Weltbild und die Wissensverbreitung nachhaltig beeinflusst hat.

Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?

Zentrale Themen sind die Person Johannes Gutenberg, die verlegerische Leistung von Anton Koberger, die Biografie von Hartmann Schedel sowie die detaillierte Beschreibung der Entstehung und Struktur der Weltchronik von 1493.

Welches primäre Ziel verfolgt die Arbeit?

Ziel ist es, die Schedelsche Weltchronik als Paradebeispiel für den Wissensdrang und die technologischen Fortschritte der frühen Neuzeit zu analysieren und ihre Rolle als "Wegbereiter der Neuzeit" zu erläutern.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit stützt sich auf eine Literaturanalyse, welche historische Quellen, zeitgenössische Dokumente und biographische Informationen zu den Hauptakteuren zusammenführt und interpretierend aufbereitet.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Im Hauptteil werden der geschichtliche Weg der Schrift, die Erfindung des Buchdrucks, die Lebensläufe der beteiligten Akteure (Schedel, Koberger, Gutenberg) sowie der inhaltliche und technische Aufbau der Weltchronik detailliert beschrieben.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Buchdruck, Humanismus, Inkunabel, Weltchronik, Medienrevolution und Wissensgeschichte charakterisieren.

Wie ist die Schedelsche Weltchronik in die frühhumanistische Zeit einzuordnen?

Sie gilt als Spiegel des Übergangs vom Mittelalter zur Neuzeit, da sie tradiertes theologisches Wissen mit den neuen humanistischen Interessen an Geografie, Naturwissenschaften und antiker Literatur verbindet.

Warum spielt die Person Anton Koberger eine so wichtige Rolle für das Werk?

Koberger war der Drucker und Verleger, dessen Werkstatt über die nötigen Kapazitäten verfügte, um ein Projekt dieser Größenordnung – mit 24 Druckerpressen und hunderten von Holzschnitten – ökonomisch erfolgreich zu realisieren.

Was ist das Besondere an der Illustration der Schedelschen Weltchronik?

Die Chronik war das bildreichste Werk des 15. Jahrhunderts, wobei die Holzschnitte – darunter die berühmten Stadtansichten – entscheidend zur Popularität des Werkes beitrugen, da sie historische Abfolgen lebendig veranschaulichten.

Wie hat sich die Schedelsche Weltchronik in der Forschung etabliert?

Neben ihrem Wert als philologisches Forschungsobjekt wird sie heute vor allem als einmaliges Kulturgut geschätzt, dessen Bedeutung durch Faksimile-Ausgaben und eine bis heute anhaltende Rezeption durch Wissenschaft und Sammler immer weiter gesteigert wurde.

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Résumé des informations

Titre
Die Anfänge des Buchdrucks am Beispiel der Weltchronik von Hartmann Schedel
Université
University of Rostock  (Institut für Germanistik)
Note
1,7
Auteur
Stephan Lembke (Auteur)
Année de publication
2011
Pages
27
N° de catalogue
V182097
ISBN (ebook)
9783656053606
ISBN (Livre)
9783656053958
Langue
allemand
mots-clé
Hartmann Schedel Schedelsche Weltchronik Inkunabeln Wiegendrucke Gutenberg Buchdruck
Sécurité des produits
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Citation du texte
Stephan Lembke (Auteur), 2011, Die Anfänge des Buchdrucks am Beispiel der Weltchronik von Hartmann Schedel, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/182097
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Extrait de  27  pages
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