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ICD-orientierte Diagnostik am Beispiel der Depression

Title: ICD-orientierte Diagnostik am Beispiel der Depression

Term Paper , 2011 , 16 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Carolin Rank (Author)

Psychology - Diagnostics
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„Depression - eine Volkskrankheit?“ so und ähnlich titeln SPIEGEL, Bildzeitung und Co., nicht zuletzt, seitdem immer häufiger Fälle bekannt werden, bei denen Personen des öffentlichen Lebens, wie z.B. Nationaltorwart Robert Enke, an Depressionen erkranken und sich, wie in seinem Fall, die gesamte Tragik dieser Erkrankung deutlich macht. Auch wissenschaftliche Studien bestätigen, dass es sich bei der Störungsgruppe der Depressionen um eine häufig auftretende Erkrankung handelt. Das Risiko, im Laufe des Lebens an dieser Störung zu leiden (Lebenszeitprävalenz) liegt bei 7-18% (Mahnkopf, 2005). Verdeutlicht man sich, dass die Punktprävalenzzahlen (Anzahl der zu einem bestimmten Zeitpunkt kranken Personen einer bestimmten Population) für eine akute depressive Episode für Männer bei ca. 3% und für Frauen bei rund 6% liegen, wird klar, dass eine Diskussion und auch öffentliche Betrachtung dieser Thematik, für jeden von uns Relevanz besitzt. Wie im Folgenden gezeigt wird, bestehen auch enge Zusammenhänge mit anderen psychiatrischen Erkrankungen, wie z.B. Angst- und Persönlichkeitsstörungen, sodass man davon ausgehen kann, dass die Dunkelziffern höher liegen. Dies nehme ich zum Anlass, das Krankheitsbild Depression überblicksartig zu erläutern und werde im Anschluss darauf eingehen, wie und mit welchen Mitteln man, als The-rapeut im Erstgespräch, zu dieser Diagnose kommen kann und welche Kompetenzen dafür unabdingbar sind.

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Inhaltsverzeichnis

0. Einleitung

1. Die psychische Störung Depression

1.1 Definition

1.2 Entstehungstheorien

1.3 Risikofaktoren

1.4 Therapie

1.4.1 Medikamentöse Therapie

1.4.2 Psychotherapie

1.4.3 Soziotherapie

1.4.4 Sonstige Therapien

1.5 Verlauf und Prognose

2. Begriff Diagnostik und diagnostischer Prozess

3. Interview/ Erstgespräch

3.1 Grundsätzliches

3.2 Besonderheit Suizidalität

4. Weiterführende Diagnostik

5. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit verfolgt das Ziel, das Krankheitsbild der Depression im Kontext der ICD-10-Klassifikation zu erläutern und aufzuzeigen, wie Therapeuten im Erstgespräch mittels systematischer Diagnostik zu einer fundierten Diagnose gelangen können.

  • Klassifikation und Symptomatik depressiver Störungen
  • Entstehungstheorien und Risikofaktoren
  • Pharmakologische, psychotherapeutische und soziotherapeutische Behandlungsansätze
  • Durchführung und diagnostische Kompetenzen im Erstgespräch
  • Umgang mit Suizidalität als klinisches Risikofeld

Auszug aus dem Buch

3.2 Besonderheit Suizidalität

Trotz moderner Behandlungsmethoden konnte das Suizidrisiko bei affektiven Störungen nicht gesenkt werden und liegt bei 15%. Aus diesem Grund muss während des Erstgesprächs und auch im Verlauf der Therapie immer wieder abgeklärt werden, ob eine akute Suizidalität oder ein Suizidrisiko bei dem Patienten besteht. „Suizidalität gehört zu den bedrohlichsten Symptomen einer depressiven Erkrankung.“ So sagt Angela Mahnkopf in ihrem Buch „Umgang mit depressiven Patienten“ aus dem Jahr 2007. Um eine realistische Einschätzung des derzeitigen Risikos zu erhalten und darauf mit Interventionen reagieren zu können, muss der Therapeut die verschiedenen Ausprägungen mit unterschiedlichem Handlungsdruck kennen.

Diese gliedern sich, in ihrer Bedrohlichkeit aufsteigend, in Ruhe- und Todeswünsche, Suizidideen, konkrete Suizidabsichten mit drängendem Handlunsgdruck, Suizidversuch und erfolgter Suizid. Indikatoren für eine akute Suizidgefahr sind laut Mahnkopf: drängende Suizidgedanken, schwere depressive Verstimmung mit großer Hoffnungslosigkeit, ein starker Handlungsdruck, die offene oder verdeckte Ankündigung eines Suizids. Des Weiteren ist Vorsicht geboten, wenn der Patient sich im Gespräch mit dem Therapeuten nicht von den Suizidideen distanzieren kann und sehr gereizt, aggressiv oder agitiert und verschlossen reagiert. In diesem Fall ist die Situation als medizinischer Notfall einzustufen und der Therapeut ist verpflichtet, den Patienten vor sich selbst zu schützen, indem er beispielsweise seine Verlegung in eine psychiatrische Klinik in die Wege leitet. Die Belastung durch die Auseinandersetzung mit Suizidgedanken kann gemindert werden, indem man dem Patienten bereits zu Beginn erklärt, dass es sich dabei um ein Symptom der Erkrankung handelt und dieses ebenso wieder verschwinden kann. Der Betroffene soll nicht das Gefühl haben, dass es sich in der Therapie bezüglich des Suizids um ein Tabuthema handelt. Die Beziehung zwischen Therapeut und Patient muss so tragfähig sein, dass keine Bedenken bestehen, diese Gedanken zu äußern (Mahnkopf, 2007).

Zusammenfassung der Kapitel

0. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die hohe Relevanz der Depression als Volkskrankheit und leitet zur Fragestellung der diagnostischen Vorgehensweise im therapeutischen Erstkontakt über.

1. Die psychische Störung Depression: Dieses Kapitel definiert das Störungsbild gemäß ICD-10, diskutiert verschiedene Entstehungsmodelle, Risikofaktoren sowie therapeutische Behandlungspfade.

2. Begriff Diagnostik und diagnostischer Prozess: Hier werden die theoretischen Grundlagen der klinisch-psychologischen Diagnostik als Basis für Interventionsentscheidungen dargelegt.

3. Interview/ Erstgespräch: Das Kapitel behandelt die praktische Gestaltung des Erstgesprächs, die erforderlichen Therapeutenkompetenzen und den kritischen Umgang mit Suizidalität.

4. Weiterführende Diagnostik: Fokus dieses Abschnitts ist die Differenzialdiagnostik zur Abgrenzung organischer Ursachen und anderer psychischer Störungsbilder.

5. Fazit: Das Fazit fasst die Komplexität der therapeutischen Arbeit zusammen und unterstreicht die Notwendigkeit einer individuellen, empathischen sowie fachlich fundierten Herangehensweise.

Schlüsselwörter

Depression, ICD-10, Diagnostik, Erstgespräch, Psychotherapie, Pharmakotherapie, Suizidalität, klinische Psychologie, Affektive Störungen, Krankheitsentstehung, Differenzialdiagnose, Therapeutische Kompetenz

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der ICD-orientierten Diagnostik am Beispiel der Depression und beleuchtet sowohl die klinische Theorie als auch die praktische Durchführung des diagnostischen Erstgesprächs.

Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?

Die Schwerpunkte liegen auf der Definition und Klassifikation der Depression, den theoretischen Erklärungsmodellen, den gängigen Therapieformen sowie den diagnostischen Prozessen im therapeutischen Alltag.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, den Lesern das Störungsbild Depression näherzubringen und aufzuzeigen, wie Therapeuten durch ein strukturiertes Vorgehen im Erstgespräch zu einer validen Diagnose und Behandlungsindikation gelangen.

Welche wissenschaftliche Methode wird in dieser Arbeit verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturrecherche und der systematischen Aufarbeitung fachwissenschaftlicher Standards sowie Klassifikationssysteme (ICD-10) für die klinische Praxis.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Im Hauptteil werden neben den theoretischen Grundlagen zu Entstehung und Risikofaktoren vor allem der diagnostische Prozess, die Anforderungen an ein Erstgespräch und die Besonderheiten im Umgang mit suizidalen Patienten thematisiert.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zentrale Begriffe sind unter anderem Depression, ICD-10, Diagnostik, Erstgespräch, Psychotherapie, Pharmakotherapie und Suizidalität.

Warum spielt die Differenzialdiagnostik bei der Depression eine solch wichtige Rolle?

Da Depressionen mit organischen Erkrankungen oder anderen psychischen Störungen einhergehen können, ist die Abgrenzung essenziell, um eine korrekte Diagnose zu stellen und die geeignete therapeutische Intervention zu wählen.

Wie sollte ein Therapeut mit dem Thema Suizidalität im Erstgespräch umgehen?

Das Thema sollte proaktiv und ohne Tabuisierung angesprochen werden, wobei der Therapeut die verschiedenen Ausprägungsgrade kennen muss, um bei akuter Gefahr als medizinischer Notfall handeln zu können.

Welchen Stellenwert nimmt die Beziehung zwischen Therapeut und Patient ein?

Eine tragfähige, wertschätzende Beziehung ist die Voraussetzung dafür, dass sich Patienten öffnen können und bereit sind, an ihrer Geschichte und Genesung mitzuarbeiten.

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Details

Title
ICD-orientierte Diagnostik am Beispiel der Depression
College
University of Applied Sciences Stendal  (Fachbereich Angewandte Humanwissenschaften)
Course
Interview und Beobachtung (ICD-orientiert)
Grade
1,0
Author
Carolin Rank (Author)
Publication Year
2011
Pages
16
Catalog Number
V182137
ISBN (eBook)
9783656090526
ISBN (Book)
9783656090694
Language
German
Tags
icd-orientierte diagnostik beispiel depression
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Carolin Rank (Author), 2011, ICD-orientierte Diagnostik am Beispiel der Depression, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/182137
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