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Die Liebeskonzeption im spanischen Schäferroman am Beispiel von Montemayors "Diana"

Título: Die Liebeskonzeption im spanischen Schäferroman am Beispiel von Montemayors "Diana"

Trabajo Escrito , 2010 , 19 Páginas , Calificación: 1,0

Autor:in: Elisabeth Heck (Autor)

Romanística - Estudios españoles
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In der vorliegenden Hausarbeit werde ich mich mit der Liebeskonzeption im spanischen Schäferroman am Beispiel der Diana von Montemayor beschäftigen. Dabei wird ein besonderes Augenmerk auf die Umsetzung der neuplatonischen Idee der Liebe gelegt. Zu Beginn werde ich die Liebestheorie des Neuplatonismus erläutern, die in der
Renaissance vor allem durch den Philosophen Marsilio Ficino formuliert wurde und deren Ursprung, wie der Name schon sagt, in der Lehre Platons liegt. Die Liebesphilosophie Leone Hebreos wird von mir näher beleuchtet werden, spielt diese doch in der Diana eine
so wichtige Rolle.
Im zweiten Teil der Arbeit möchte ich die Liebeskonstruktion des bedeutendsten spanischen Schäferromans analysieren. Die neuplatonische Liebe im Sinne Leone Hebreos zeigt sich hier zum Bespiel in der Differenzierung zwischen buen und falso amor, der
These der Irrationalität der Liebe und der Begründung der Liebe in der Schönheit, dem Ideal der Renaissance. Trotz der eindeutig neuplatonischen Färbung der Diana weicht Montemayor teilweise von der Theorie Hebreos ab oder führt eigene Ideen über die Liebe
an.
Das Ziel der Untersuchung besteht darin, das in der Diana vorherrschende Liebeskonzept auf Basis der neuplatonischen Philosophie darzustellen. Des Weiteren habe ich die Absicht, neben der allgemeinen theoretischen Darstellung des Liebeskonzepts der
Renaissance einen strukturierten und ausführlichen Überblick über die Liebe in Montemayors Roman zu geben. Zwar wurde dieses Thema schon von vielen Literaturkritikern erörtert, jedoch liegt meiner Meinung nach bisher noch keine zusammenhängende Darstellung der neuplatonischen Liebe in "Los siete libros de la Diana"
vor.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Das neuplatonische Liebeskonzept der Renaissance

2.1 Die Lehre Platons als Ursprung

2.2 Die Lehre des Marsilio Ficino und der “Accademia Platonica”

2.3 Die Lehre des Leone Hebreo

3. Die Liebeskonzeption in Montemayors Diana

3.1 Neuplatonische Merkmale der Liebe

3.1.1 buen amor und falso amor

3.1.2 Irrationalität der Liebe

3.1.3 Keuschheit und Treue

3.1.4 Liebe und Schönheit

3.1.5 Der Übergang von der sinnlichen in die intelligible Welt

3.2 Nicht-platonische Elemente

4. Liebe im Kontext von Schicksal und Zeit

5. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht das im spanischen Schäferroman "Diana" von Jorge de Montemayor vorherrschende Liebeskonzept auf Basis der neuplatonischen Philosophie der Renaissance. Ziel ist es, die Umsetzung philosophischer Ideale – wie die Differenzierung zwischen geistiger und körperlicher Liebe – zu analysieren und aufzuzeigen, inwieweit der Autor von diesen Vorlagen abweicht oder sie durch eigene Motive wie Schicksal und Zeit erweitert.

  • Grundlagen der neuplatonischen Liebestheorie (Platon, Ficino, Hebreo)
  • Differenzierung zwischen "buen amor" und "falso amor"
  • Die Rolle von Keuschheit, Treue und Schönheit im Schäferroman
  • Einordnung der "salvajes" und der Protagonistin Diana als Gegenmodelle
  • Der Einfluss von Schicksal und Zeit auf die Handlungsstruktur

Auszug aus dem Buch

3.1.2 Irrationalität der Liebe

Die Liebe in der Diana bleibt zunächst unerwidert. Sie ist eine Liebe, die unmöglich in Erfüllung gehen, beziehungsweise realisiert werden kann (Correa 1961, 59). Alle Schäfer und Schäferinnen leiden unter der crudo amor (Montemayor 1991, 175), die unendliches Leid auslöst und die Liebenden zu bloßen Objekten ohne eigenen Willen macht. Der Grund, warum die Liebe so grausam ist, ist derjenige, dass sie ohne Vernunft handelt. Sie ist zwar aus ihr hervorgegangen, lässt sich aber nicht von ihr beherrschen und ist somit unberechenbar in ihren Auswirkungen. Die Zauberin Felicia beschreibt dieses Phänomen folgendermaßen: “es de tal manera desenfrenado que las más de las veces viene en daño y perjuicio del amante” (Montemayor 1991, 298). Die starke Macht der Liebe führt letztendlich dazu, dass die Protagonisten in einem “inescapable prison” gefangen sind, wie Wardropper (1951, 135) es ausdrückt. Liebe wird als ein Tyrann deklariert, gegen den es anzukommen unmöglich erscheint: „Qué arnés hay tan fuerte, de tan fino acero que pueda a nadie defender de las fuerzas de este tirano que tan injustamente llaman Amor?” (Montemayor 1991, 220).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung führt in die Forschungsfrage ein und erläutert die Bedeutung der neuplatonischen Liebeskonzeption für das Werk von Jorge de Montemayor.

2. Das neuplatonische Liebeskonzept der Renaissance: Dieses Kapitel legt die theoretischen Grundlagen dar, indem es die Ansätze von Platon, Marsilio Ficino und Leone Hebreo analysiert.

3. Die Liebeskonzeption in Montemayors Diana: Der Hauptteil untersucht die praktische Umsetzung des Liebeskonzepts im Roman, von der Dichotomie der Liebe bis hin zur Bedeutung von Schönheit und übernatürlichen Elementen.

4. Liebe im Kontext von Schicksal und Zeit: Das Kapitel beleuchtet, wie der Autor durch die Einbindung von Schicksalsglaube und zeitlicher Vergänglichkeit die Handlung des Romans maßgeblich beeinflusst.

5. Fazit: Das Fazit fasst zusammen, dass Montemayor zwar ein neuplatonisches Gerüst nutzt, dieses jedoch durch eigene Themen originell erweitert und dabei eine Kluft zwischen literarischem Ideal und menschlicher Realität offenbart.

Schlüsselwörter

Neuplatonismus, Schäferroman, Jorge de Montemayor, Diana, Liebeskonzeption, buen amor, falso amor, Leone Hebreo, Renaissance, Schicksal, Zeit, Irrationalität der Liebe, Keuschheit, Treue, Schönheit.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit analysiert die theoretische Fundierung des Liebeskonzepts im spanischen Renaissance-Schäferroman "Diana" von Jorge de Montemayor unter Berücksichtigung neuplatonischer Philosophie.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Zentrale Themen sind die Unterscheidung zwischen ehrbarer und sinnlicher Liebe, die Rolle der Vernunft, das Ideal der Schönheit sowie die Einflüsse von Schicksal und Zeit auf die Protagonisten.

Welches primäre Ziel verfolgt die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es, das in der "Diana" vorherrschende Liebesverständnis auf Basis neuplatonischer Denker zu systematisieren und die Abweichungen Montemayors vom strikten philosophischen Dogma aufzuzeigen.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zur Anwendung?

Es handelt sich um eine literaturwissenschaftliche Analyse, die einschlägige Fachliteratur zur Renaissancephilosophie mit einer engen Textanalyse des Romans verknüpft.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung der neuplatonischen Merkmale der Liebe im Roman und die Untersuchung nicht-platonischer Elemente, wie der Episode der wilden Männer und abweichender Charakterzeichnungen.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Besonders prägend sind Begriffe wie "Neuplatonismus", "buen amor", "crudo amor", "Schicksalsunterworfenheit" und das "Ideal der Keuschheit".

Warum nimmt die Figur Diana eine Sonderrolle im Roman ein?

Diana ist die einzige Figur, die dem neuplatonischen Ideal der Liebenden nicht entspricht, sich nicht in den Palast Felicias begibt und am Ende des Werkes als unglücklich zurückbleibt.

Welche Funktion hat die Episode der "salvajes" (wilden Männer)?

Die wilden Männer symbolisieren die destruktive "falso amor" und dienen als scharfer Kontrast zur harmonischen, spirituellen Liebe, um die Schönheit der pastoralen Welt zu unterstreichen.

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Detalles

Título
Die Liebeskonzeption im spanischen Schäferroman am Beispiel von Montemayors "Diana"
Universidad
University of Bamberg
Calificación
1,0
Autor
Elisabeth Heck (Autor)
Año de publicación
2010
Páginas
19
No. de catálogo
V182140
ISBN (Ebook)
9783656056218
ISBN (Libro)
9783656056089
Idioma
Alemán
Etiqueta
liebeskonzeption schäferroman beispiel montemayors diana
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Elisabeth Heck (Autor), 2010, Die Liebeskonzeption im spanischen Schäferroman am Beispiel von Montemayors "Diana", Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/182140
Leer eBook
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