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Entwicklung der Demokratie - Demokratiedefizite an Thüringer Hochschulen und Lösungsansätze zu deren Überwindung

Titre: Entwicklung der Demokratie - Demokratiedefizite an Thüringer Hochschulen und Lösungsansätze zu deren Überwindung

Thèse de Bachelor , 2011 , 128 Pages

Autor:in: Maik Gerstner (Auteur)

Pédagogie - Système scolaire, Politique d'enseignement et de l'école
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Résumé Extrait Résumé des informations

Die Fakultät Wirtschaftsrecht der Fachhochschule Schmalkalden, die Studierendeninitiative
„Projekt für internationale Beziehungen“ und die Zürcher Hochschule für angewandte
Wissenschaften in Winterthur ermöglichten dem Autor der vorliegenden Arbeit im Rahmen
seines Studiums 2009 ein Auslandssemester in der Schweiz zu absolvieren, wodurch dieser
mit einer direkten Form der Demokratie in Berührung kam.
Zeitgleich begann in Deutschland ein von den Studierendenvertretern initiierter
„Bildungsstreik“, an dem sich Studierende, Professoren,1 Hochschulmitarbeiter, Schüler und
Auszubildende zu Tausenden an Aktionen wie Demonstrationen und Hörsaalbesetzungen
beteiligten. Auch die Thüringer Hochschulen nahmen innerhalb dieses hochschulübergreifenden
Netzwerkes am Bildungsstreik teil. Selbst außerhalb Deutschlands und
außerhalb Europas gab und gibt es ähnliche Bewegungen. Forderungen des Bildungsstreiks
waren und sind neben den Ausbau der Hochschulkapazitäten und Sicherstellung der
Finanzierung auch eine Demokratisierung der Hochschulstruktur.
Vom Erfolg der direkten Demokratie beeindruckt begann der Autor sich für die
Studierendenschaft seiner Hochschule zu engagieren, indem er von Oktober 2009 bis Februar
2011 als Delegierter in der Konferenz Thüringer Studierendenschaften für die
Fachhochschule Schmalkalden und während dieser Zeit auch für den Studierendenrat der
Fachhochschule Schmalkalden tätig war. Sein Ziel war und ist die Erreichung einer
demokratischeren Struktur im Hochschulsektor. Mit der Beteiligung der Studierendenschaft
der Fachhochschule Schmalkalden am bundesweiten Bildungsstreik wurden Forderungen an
Politik und Hochschulleitung aufgestellt.
Die vorliegende Arbeit soll nun die Entwicklung der Demokratie erklären, Demokratiedefizite
an Thüringer Hochschulen aufzeigen und Lösungsansätze zu deren Überwindung vorstellen.
Eröffnet wird im zweiten Teil der Arbeit mit der Darstellung der Demokratieentwicklung.
Beginnend bei ihren Anfängen im antiken Athen, über Rückschläge während des römischen
Reiches und später des europäischen Absolutismus. Das Streben nach Demokratie durch die
Aufklärer und die Entstehung der demokratischen Verfassung der Vereinigten Staaten von
Amerika, die Französischen Revolution und die Arbeiterbewegungen in England werden
erklärt.[...]

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Geschichte der älteren Demokratietheorien

2.1 Die Entstehung der Demokratie im antiken Griechenland

2.2 Die römische Republik

2.3 Norditalienische Republiken im Spätmittelalter

2.4 Demokratietheorien der Frühen Neuzeit

2.4.1 Die Aufklärung

2.4.2 Die Entwicklung der demokratischen Kultur in Nordamerika

2.5 Demokratietheorien der neueren Geschichte

2.5.1 Die Französische Revolution

2.5.2 Die Industrielle Revolution und der Chartismus in England

3. Geschichte der modernen Demokratietheorien

3.1 Zur Situation in den deutschen Staaten

3.2 Die deutsche Revolution und das Paulskirchenparlament von 1848

3.3 Erstarken der deutschen Sozialdemokratie und deren Bedeutung für die deutsche Demokratieentwicklung

3.4 Das Auf und Ab der deutschen Demokratieentwicklung zwischen Beginn des Ersten und Ende des Zweiten Weltkrieges

3.5 Demokratie in der Bundesrepublik Deutschland

4. Struktur Thüringer Hochschulen

4.1 Normierung des Hochschulaufbaus

4.2 Aufbau der Thüringer Hochschulen nach dem Thüringer Hochschulgesetz

4.2.1 Das Präsidium bzw. Rektorat

4.2.2 Der Hochschulrat

4.2.3 Der Senat

4.2.4 Die Fachbereiche

4.2.5 Die Studierendenschaft

4.3 Einordnung des Hochschulaufbaus in Demokratietheorien

5. Demokratiedefizite an Thüringer Hochschulen

5.1 Die Forderung nach Demokratisierung

5.1.1 Der Bildungsstreik 2009 / 2010

5.1.2 Demokratisierungsforderungen früher und heute

5.1.3 Hauptkritikpunkt Hochschulrat

6. Lösungsansätze zur Überwindung der Demokratiedefizite

6.1 Praktische Modelle

6.1.1 Der Hochschulrat der Fachhochschule Nordhausen

6.1.2 Das erweiterte Rektorat der Fachhochschule Schmalkalden

6.2 Theoretische Modelle

6.2.1 Die Stärkung des Senats

6.2.2 Sonstige denkbare Formen nach den Demokratietheorien

6.2.2.1 Das Hochschulparlament

6.2.2.2 Das Hochschulrätesystem

6.2.2.3 Die Legitimation durch Studierende

6.2.2.4 Die Vollversammlung

7. Fazit

Zielsetzung & Themen

Diese Bachelorarbeit untersucht die Entwicklung der Demokratie und analysiert bestehende Demokratiedefizite innerhalb der Struktur der Thüringer Hochschulen. Ziel ist es, unter Einbeziehung wissenschaftlicher Demokratietheorien und aktueller hochschulpolitischer Gegebenheiten Lösungsansätze zu entwickeln, um die Partizipationsmöglichkeiten der Studierenden sowie die demokratische Legitimation hochschulischer Gremien zu verbessern.

  • Historische Entwicklung demokratischer Theorien und deren Übertragbarkeit.
  • Strukturanalyse der Thüringer Hochschulen gemäß Thüringer Hochschulgesetz.
  • Identifikation und Kritik von Demokratiedefiziten in der Hochschulselbstverwaltung.
  • Evaluierung praktischer und theoretischer Ansätze zur Demokratisierung.

Auszug aus dem Buch

3 Neuordnung der Hochschulstruktur

Das Rektorat entscheidet über Stellenbesetzungen, Struktur- und Entwicklungspläne, Gebührenordnungen und Ziel- und Leistungsvereinbarungen nach Berücksichtigung von Stellungnahmen weitgehend alleine. Die meisten dieser Aufgaben unterliegen keinesfalls einer Dringlichkeit, die es rechtfertigt, dass die Entscheidungen der relativen kleinen Personengruppe der Hochschulleitung überlassen werden.

Berufungen beispielsweise werden in Berufungskommission umfassend vorbereitet, vielfach diskutiert und am Ende steht eine Liste geeigneter Personen, die in verschiedenen Gremien einschließlich des Senats noch einmal geprüft wird. Man kann nun davon ausgehen, dass jedes Argument ausgetauscht und abgewogen wurde, bevor diese Entscheidung mit Auswirkungen auf viele Jahre getroffen wird. Aber anstatt den Senat mit der Entscheidung zu betrauen, kann die Hochschulleitung nach Gutdunken die Liste auf den Kopf stellen oder – wie von einer Hochschulleitung geäußert wurde – jemand komplett anderen berufen. Solche Entscheidungen finden in der Hochschule wenig Akzeptanz.

Diese Akzeptanz wird zusätzlich geschmälert, wenn die Hochschulleitung – wie mit der Gesetzesnovelle beabsichtigt – auch mit Personen besetzt werden kann, die nicht in den Lehrbetrieb der Hochschule integriert sind. Die letzten Jahre haben gezeigt, dass solche „Hochschulmanager“ in der Leitungsposition nicht erwünscht sind, denn zum Rektor wurden ausschließlich Hochschullehrer gewählt.

Man sollte deshalb dazu übergehen, wichtige Entscheidungen grundsätzlich dem Senat oder dem entsprechenden Fakultätsgremium zu überlassen. Die Hochschulleitung sollte als geschäftsführende Einheit fungieren und nur dringliche Eilentscheidungen treffen, die vom Senat bestätigt werden müssen.

Zudem sollten Angelegenheiten, die primär die Fakultäten betreffen, auch von deren Mitgliedern entschieden werden. Genannt sei die Wahl des Dekanats, die der Zustimmung des Präsidenten bedarf und im Zweifelsfall vom Hochschulrat entschieden wird.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Beschreibt die Motivation des Autors, die sich aus einem Auslandssemester und dem deutschen Bildungsstreik ergab, sowie die Zielsetzung der Arbeit, Demokratiedefizite an Thüringer Hochschulen zu untersuchen.

2. Geschichte der älteren Demokratietheorien: Erläutert die historischen Ursprünge der Demokratie von der Antike bis zur Aufklärung und ihre Auswirkungen auf das moderne Staatsverständnis.

3. Geschichte der modernen Demokratietheorien: Analysiert die Entwicklung demokratischer Ideen in Deutschland unter Berücksichtigung von Revolutionen und den politischen Systemen bis zur Bundesrepublik.

4. Struktur Thüringer Hochschulen: Detailliert den gesetzlichen Rahmen des Hochschulaufbaus in Thüringen und beschreibt die Aufgaben und Befugnisse der zentralen Gremien wie Rektorat, Hochschulrat und Senat.

5. Demokratiedefizite an Thüringer Hochschulen: Untersucht kritisch die mangelnde Partizipation und die strukturellen Ungleichgewichte in der studentischen Mitbestimmung an Thüringer Hochschulen.

6. Lösungsansätze zur Überwindung der Demokratiedefizite: Stellt praktische Modelle und theoretische Ansätze zur Stärkung der studentischen Beteiligung und zur Neuordnung der Hochschulstrukturen vor.

7. Fazit: Führt die Erkenntnisse zusammen und betont die Notwendigkeit einer aktiven, kontinuierlichen Demokratisierung für eine lebendige Hochschullandschaft.

Schlüsselwörter

Demokratie, Thüringer Hochschulen, Hochschulgesetz, Partizipation, Hochschulrat, Senat, Studierendenschaft, Demokratiedefizit, Bildungsstreik, Selbstverwaltung, Autonomie, Mitbestimmung, Hochschulstruktur, Machtkonzentration, Rektorat.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der demokratischen Struktur und den Mitbestimmungsmöglichkeiten an Thüringer Hochschulen im Kontext der allgemeinen Demokratietheorie.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Die zentralen Themen umfassen die historische Entwicklung von Demokratietheorien, die rechtlichen Grundlagen des Thüringer Hochschulwesens und die kritische Analyse der bestehenden Gremienstruktur.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Das Ziel ist es, Demokratiedefizite an Thüringer Hochschulen aufzudecken und konkrete Lösungsansätze für eine stärkere demokratische Partizipation aller Hochschulgruppen zu erarbeiten.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Der Autor stützt sich auf eine tiefgehende Literatur- und Quellenanalyse, die geschichtliche Demokratietheorien mit dem aktuellen Thüringer Hochschulgesetz und hochschulpolitischen Dokumenten verknüpft.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Fundierung, die Analyse der Hochschulstrukturen, die Identifikation von Defiziten und die Präsentation konkreter Lösungsmodelle für die Hochschulverwaltung.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?

Demokratie, Hochschulpolitik, Partizipation, Thüringer Hochschulgesetz, Mitbestimmung, Gremienstruktur und studentische Vertretung sind die zentralen Begriffe.

Wie bewertet der Autor die Rolle des Hochschulrats?

Der Autor kritisiert die Machtkonzentration im Hochschulrat und hinterfragt die paritätische Vertretung der Studierenden sowie die Einflussnahme durch externe Mitglieder.

Welchen Stellenwert nimmt die "Erprobungsklausel" im Thüringer Hochschulgesetz ein?

Sie wird als regulatorisches Instrument gesehen, das den Hochschulen die Möglichkeit gibt, abweichende Strukturen zu testen, um Effizienz und Profilbildung zu steigern.

Welche Rolle spielt die studentische Mitbestimmung laut der KTS?

Die Konferenz Thüringer Studierendenschaften fordert eine stärkere und paritätischere Mitbestimmung in allen Gremien, um eine "Entdemokratisierung" zu verhindern.

Fin de l'extrait de 128 pages  - haut de page

Résumé des informations

Titre
Entwicklung der Demokratie - Demokratiedefizite an Thüringer Hochschulen und Lösungsansätze zu deren Überwindung
Université
Schmalkalden University of Applied Sciences
Auteur
Maik Gerstner (Auteur)
Année de publication
2011
Pages
128
N° de catalogue
V182162
ISBN (ebook)
9783656055310
ISBN (Livre)
9783656055556
Langue
allemand
mots-clé
Bildungsstreik ältere Demokratietheorie Demokratie griechische Polis Drakon Solon Heliaia Perikles Ekklesia Aristoteles erste Staatsformenlehre Monarchie Tyrannis Aristokratie Oligarchie Politie Platon römische Republik Volksverfassung Patritzier Plebejer principes dritter Stand Thomas Morus Niccoló Machiavelli Republik Jean Bodin Theodor Beza Philipp Duplessis-Mornay Stephanus Junius Brutus Johannes Calvin Franz Hotman Ständeversammlung calvinistische Monarchomachen Widerstandstheorie Verfassung Leveller Thomas Hobbes weltliche Legitimationstheorie Baruch de Spinozza John Locke Baron de La Bréde et de Montesquieu Legislative Exekutive föderative Gewalt Gewaltenverteilungslehre Prärogative Judikative Gesellschaftsvertrag Sonderwille Gemeinwille Demokratisierungsgrad Jean-Jacques Rousseau no taxtion without representation Boston Massacre Boston Tea Party Volkssouveränität check an balances Förderalismus Thomas Jefferson Alexander Hamilton James Madison John Jay Thüringen
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Citation du texte
Maik Gerstner (Auteur), 2011, Entwicklung der Demokratie - Demokratiedefizite an Thüringer Hochschulen und Lösungsansätze zu deren Überwindung, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/182162
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Extrait de  128  pages
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