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Denkmalsanalyse zum Ehrenmal auf dem Tönsberg bei Oerlinghausen

Title: Denkmalsanalyse zum Ehrenmal auf dem Tönsberg bei Oerlinghausen

Term Paper , 2010 , 21 Pages , Grade: 2,3

Autor:in: Christopher Stickdorn (Author)

History of Germany - National Socialism, World War II
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In der folgenden Ausarbeitung wird eine Denkmalsanalyse des Ehrenmals auf dem Tönsberg bei Oerlinghausen durchgeführt. Zu Beginn der Ausführungen sollen zunächst die Charakteristika herausgearbeitet werden, die den Ersten Weltkrieg so besonders machten, um ein Verständnis für die Errichtung von Kriegerdenkmälern und die Aufrechterhaltung und Verbreitung des Totenkultes dieser Zeitspanne zu entwickeln.
Im Anschluss daran erfolgt eine ausführliche Beschreibung des Denkmals. Aufgrund der mangelnden Quellenlage, was die äußere Gestalt des Denkmals und deren Entwicklung angeht, wird bei dieser Beschreibung im großen Maße auf eigenständige Bearbeitung von Originalfotos aus der Entstehungszeit, sowie auf eigene Messungen am Denkmal selbst zurückgegriffen. Zudem wurden zahlreiche Gespräche mit einem renommierten Heimatforscher aus Oerlinghausen geführt, der engen Kontakt mit auf dem Tönsberg stationierten ehemaligen Offizieren des Königs-Infanterie-Regiments Nr. 145 gepflegt hat. Im selben Sinnesabschnitt werden dann noch die Standortfaktoren der Stadt Oerlinghausen, die Beschreibung und Deutung der Einweihungszeremonie, sowie das Finanzierungskonzept des Denkmals erläutert.
Im Anschluss daran soll gezeigt werden, in wie fern sich die Demokratisierung des Todes an diesem Denkmal erkennen lässt und in wie weit es einen Zusammenhang zwischen der Lage des Denkmals und dessen Bedeutung zur Entstehungszeit, sowie in den darauf folgenden Nachkriegsjahren bis heute in Bezug zur Natur und christlicher Symbolik gibt. Hierbei sollen vor allem die Ausführungen und Forschungen von Mosse und Koselleck Aufschluss geben.
Im letzten Abschnitt sollen vor allem durch die Forschungen vom bereits erwähnten Heimatforscher Werner Höltke sowie durch aktuelle Zeitungs– und Erfahrungsberichte erläutert werden, ob das Ehrenmal auch zur heutigen Zeit noch eine politisch bedeutende Rolle spielt oder nur eines von vielen Sehenswürdigkeiten eines gemütlichen Sonntagnachmittagspaziergangs geworden ist. In diesem Zusammenhang soll zudem verstärkt ins Auge gefasst werden, ob die eigentliche und ursprüngliche Bedeutung des Denkmals durch diverse politische Aktivisten verfehlt bzw. in gewisser Weise sogar missbraucht worden ist.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Charakteristik des Ersten Weltkrieges

3. Das Ehrenmal auf dem Tönsberg - Beschreibung

3.1. Standortfaktor Oerlinghausen und Einweihung

3.2. Finanzierungskonzept

4. Das Ehrenmal auf dem Tönsberg - Deutung

4.1. Verwendung der Natur und christlicher Symbolik

4.2. Demokratisierung des Todes

4.3. Das Ehrenmal heute - Politische Verfehlung?

5. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit verfolgt das Ziel, eine umfassende Denkmalsanalyse des Ehrenmals auf dem Tönsberg bei Oerlinghausen durchzuführen. Dabei wird untersucht, wie sich die Bedeutung des Denkmals im diachronen Vergleich gewandelt hat und inwieweit es zwischen einer Funktion als heldenverehrendes Kriegerdenkmal und einem mahnenden Gedenkobjekt oszilliert.

  • Historische Einordnung des Ersten Weltkriegs und der Totenkult-Entwicklung.
  • Detaillierte materielle Beschreibung und Analyse der Entstehungsgeschichte des Denkmals.
  • Untersuchung der Symbolik in Bezug auf Natur und christliche Motive.
  • Analyse der "Demokratisierung des Todes" im Kontext der Denkmalarchitektur.
  • Bewertung der heutigen politischen Bedeutung und möglicher Instrumentalisierung.

Auszug aus dem Buch

3. Das Ehrenmal auf dem Tönsberg – Beschreibung

Das zu beschreibende Kriegerdenkmal steht in Form eines Ehrenmals auf dem Kammweg auf dem Tönsberg, der 333 Meter über Normalnull oberhalb von Oerlinghausen liegt und Teil des Hermannsweges ist. Kaum ein anderes Teilstück dieses Weges bietet, neben einer guten Aussicht über die Landschaft Oerlinghausens derart viele Sehenswürdigkeiten wie z.B. die ehemalige Windmühle, das Lönsdenkmal, die Antoniuskapelle sowie das Ehrenmal, um welches es in dieser Ausarbeitung gehen soll.

Das Denkmal wurde 1930 zur Erinnerung an die gefallenen Soldaten des Königlichen-Infanterie-Regiments Nr. 145 des ersten Weltkrieges errichtet und tritt in einer schlichten, jedoch erhebenden Gestalt auf. Es ist auf einer Gesamtfläche von 108 Quadratmetern säulenförmig auf einem leicht erhöhten Fundament erbaut worden. 21 Säulen mit jeweils einem Durchmesser von rund einem Meter wurden um das gesamte Denkmal errichtet und schirmen den inmitten liegenden in Bronze gegossenen Soldaten von der prächtigen Natur ab. Dieser trägt seine Uniform, welches an dem Wappen des Königs-Infanterie-Regiments Nr. 145 auf seinen Schultern gut zu erkennen ist.

Unter dem Soldaten befindet sich ein Kenotaph mit einer Höhe von 1,5 Metern inklusive Sockel und Deckel, in dem zur Einweihung am 31. August 1930 eine Urne eingelassen wurde. Der Soldat liegt flach und mit geschlossenen Augen auf diesem Sarkophag und wurde mit der Truppenfahne der Preußischen Armee eingehüllt. Seine linke Hand umschließt sein längs unter der Decke herunter liegendes Gewehr auf Bauchhöhe. Seine rechte Hand liegt militärisch stramm und flach an seinem Körper, die Finder eng beieinander liegend, an das „still gestanden“ erinnernd.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung skizziert die methodische Denkmalsanalyse und legt das Forschungsziel fest, die Wandlung der Bedeutung des Ehrenmals Tönsberg zu untersuchen.

2. Charakteristik des Ersten Weltkrieges: Dieses Kapitel arbeitet die spezifischen Merkmale des Ersten Weltkriegs heraus, um das Verständnis für die anschließende Entstehung der Kriegerdenkmal-Kultur zu schärfen.

3. Das Ehrenmal auf dem Tönsberg - Beschreibung: Es erfolgt eine detaillierte materielle Bestandsaufnahme des Denkmals sowie eine Erläuterung der Standortfaktoren, der Einweihungszeremonie und der Finanzierung.

4. Das Ehrenmal auf dem Tönsberg - Deutung: Dieses Kapitel analysiert die Symbolik des Denkmals, die Demokratisierung des Todes und die heutige politische Wahrnehmung des Objekts.

5. Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und bestätigt, dass sich die ursprüngliche Intention zugunsten einer Deutung als Mahnmal gewandelt hat, während gleichzeitig ein Risiko der politischen Instrumentalisierung besteht.

Schlüsselwörter

Ehrenmal, Tönsberg, Oerlinghausen, Kriegerdenkmal, Erster Weltkrieg, Denkmalsanalyse, Mahnmal, Totenkult, Preußen, Soldatenvereine, Erinnerungskultur, Symbolik, Identitätsstiftung, Denkmalpflege, Zeitgeschichte.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit einer wissenschaftlichen Analyse des Ehrenmals auf dem Tönsberg bei Oerlinghausen als Spiegelbild der deutschen Erinnerungskultur nach dem Ersten Weltkrieg.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Zentrale Themen sind die Charakteristik des Ersten Weltkriegs, die bauliche und symbolische Gestaltung von Kriegerdenkmälern sowie die politische Bedeutung von Gedenkorten im Wandel der Zeit.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Ziel ist es aufzuzeigen, wie sich die Deutung des Ehrenmals von einem Instrument zur nationalen Identitätsstiftung hin zu einem Mahnmal oder einem kulturellen Ausflugsziel gewandelt hat.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Autorin kombiniert eine Denkmalsanalyse (inklusive Archivrecherche, Gesprächen mit Experten und eigener Dokumentation) mit einer theoretischen Einbettung durch politikwissenschaftliche und historische Literatur (z.B. Koselleck, Mosse).

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine detaillierte Beschreibung der Architektur, eine Interpretation der verwendeten Natur- und Christussymbolik sowie eine kritische Auseinandersetzung mit der heutigen Nutzung.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die wichtigsten Schlagworte sind Ehrenmal, Tönsberg, Erste Weltkrieg, Erinnerungskultur, Denkmalsanalyse und Mahnmal.

Welche Rolle spielt der Heimatforscher Werner Höltke in der Arbeit?

Werner Höltke fungiert als zentraler Informant, der durch seine Kenntnisse über das Königs-Infanterie-Regiment Nr. 145 und seine Rolle als Denkmalpfleger fundierte Einblicke in die Historie und den heutigen Zustand des Denkmals ermöglicht.

Wie gehen Neonazis laut der Arbeit mit dem Denkmal um?

Das Dokument berichtet über Fackelzüge und Kranzniederlegungen durch extrem rechte Gruppierungen, die das Denkmal für ihre Ideologie instrumentalisieren, was regelmäßig auf Widerstand bei Antifa-Gruppen stößt.

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Details

Title
Denkmalsanalyse zum Ehrenmal auf dem Tönsberg bei Oerlinghausen
College
Bielefeld University
Grade
2,3
Author
Christopher Stickdorn (Author)
Publication Year
2010
Pages
21
Catalog Number
V182209
ISBN (eBook)
9783656060802
ISBN (Book)
9783656060475
Language
German
Tags
denkmalsanalyse ehrenmal tönsberg oerlinghausen
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Christopher Stickdorn (Author), 2010, Denkmalsanalyse zum Ehrenmal auf dem Tönsberg bei Oerlinghausen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/182209
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