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Markus Meumann: Findelkinder, Waisenhäuser, Kindsmord

Title: Markus Meumann: Findelkinder, Waisenhäuser, Kindsmord

Term Paper , 2002 , 9 Pages , Grade: 1

Autor:in: Stefanie Wolter (Author)

Sociology - General and Theoretical Directions
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Summary Excerpt Details

,,Findelkinder, Waisenhäuser, Kindsmord: Dabei handelt es sich um drei besonders charakteristische Bereiche, in denen die grundlegende soziale und politische Bedeutung der Kinderversorgung für die frühneuzeitliche Gesellschaft sichtbar wurde."
(M. Meumann; Seite 393)

Genau diese drei Bereiche versucht Markus Meumann in einer umfangreichen Studie, die im Sommersemester 1993 vom Fachbereich Historisch- Philologische Wissenschaften der Georg- August- Universität Göttingen als Dissertation angenommen wurde, kritisch zu beleuchten.
Nur wenig später und mit leichten Überarbeitungen, wurde diese Dissertation in Form des Bandes Nummer 29 der Reihe ,,Ancien Régime, Aufklärung und Revolution" im Oldenbourg Verlag veröffentlicht.

In 7 Kapiteln handelt Markus Meumann äußerst ansprechend Themen wie familiäre und obrigkeitliche Kinderversorgung, Kindesmord, Armenpflege, Waisenhäuser und die Grundzüge frühneuzeitlicher Sozialpolitik ab.

Der Leser wird in die Problematik der Kinderarmut beziehungsweise der Armut durch Kinder in der frühneuzeitlichen Gesellschaft eingeführt.
Denn wenn Kinder nicht schon in mittellose Verhältnisse hineingeboren wurden, bestand für die Familie der Unterschicht vermehrt die Gefahr durch ein Kind der Armut zu verfallen.
Die damalige allgemeine Instabilität der Institution Familie, führte dann nicht selten dazu, dass sich Eltern ihren Kindern entledigten, um der Armut zu entkommen.

Solche unversorgten Kinder waren dann auf die Unterstützung durch die Obrigkeit angewiesen.
Um eben dieser finanziellen Belastung zu entgehen, wurden von Seiten der Herrschaft stetig neue Maßnahmen gegen das Verfallen der Bevölkerung in die Versorgungslosigkeit entwickelt.
Dem Leser werden diese Maßnahem vorgestellt und er gewinnt Einblicke in die tatsächlichen Auswirkungen dieser repressiven Maßnahmen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Vorstellung des Werkes

3. Problematik der Kinderarmut und obrigkeitliche Maßnahmen

4. Waisenhauswesen und staatliche Fürsorge

5. Methodischer Aufbau und Analyse der Quelle

6. Rezension und kritische Würdigung

7. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit setzt sich kritisch mit der Monographie von Markus Meumann über die Lebensumstände unversorgter Kinder in der Frühen Neuzeit auseinander. Ziel ist es, die wissenschaftliche Qualität sowie die historische Methodik des Autors im Kontext der Sozial- und Wirtschaftsgeschichte zu bewerten und aufzuzeigen, wie das Werk komplexe Versorgungsstrukturen und die Rolle der Obrigkeit beleuchtet.

  • Familiäre und obrigkeitliche Kinderversorgung
  • Soziopolitische Auswirkungen von Armut und Kindsmord
  • Verwaltung und Finanzierung von Waisenhäusern
  • Methodische Problematik der Quellenanalyse in der Geschichtswissenschaft

Auszug aus dem Buch

Die soziale und politische Bedeutung der Kinderversorgung

„Findelkinder, Waisenhäuser, Kindsmord: Dabei handelt es sich um drei besonders charakteristische Bereiche, in denen die grundlegende soziale und politische Bedeutung der Kinderversorgung für die frühneuzeitliche Gesellschaft sichtbar wurde.“

Genau diese drei Bereiche versucht Markus Meumann in einer umfangreichen Studie, die im Sommersemester 1993 vom Fachbereich Historisch-Philologische Wissenschaften der Georg-August-Universität Göttingen als Dissertation angenommen wurde, kritisch zu beleuchten.

In 7 Kapiteln handelt Markus Meumann äußerst ansprechend Themen wie familiäre und obrigkeitliche Kinderversorgung, Kindesmord, Armenpflege, Waisenhäuser und die Grundzüge frühneuzeitlicher Sozialpolitik ab. Der Leser wird in die Problematik der Kinderarmut beziehungsweise der Armut durch Kinder in der frühneuzeitlichen Gesellschaft eingeführt. Denn wenn Kinder nicht schon in mittellose Verhältnisse hineingeboren wurden, bestand für die Familie der Unterschicht vermehrt die Gefahr durch ein Kind der Armut zu verfallen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Kurze Hinführung zum Thema und Einordnung des Werkes als überarbeitete Dissertation.

2. Vorstellung des Werkes: Präsentation der bibliographischen Daten sowie der inhaltlichen Eckpunkte der Studie.

3. Problematik der Kinderarmut und obrigkeitliche Maßnahmen: Diskussion der repressiven Gesetzgebung, die paradoxerweise zu mehr Kindesaussetzungen führte.

4. Waisenhauswesen und staatliche Fürsorge: Analyse der staatlichen Bemühungen, Kinder zu erziehen, während gleichzeitig Korruption und finanzielle Probleme die Institutionen prägten.

5. Methodischer Aufbau und Analyse der Quelle: Erläuterung der qualitativen Auswertung regionaler Daten und der Problematik im Umgang mit historischen Quellen.

6. Rezension und kritische Würdigung: Reflexion über die Stärken der narrativen Verknüpfung von Fakten mit Individualberichten.

7. Fazit: Abschließendes Urteil über den Mehrwert des Buches als wissenschaftliches und zugleich packendes Werk.

Schlüsselwörter

Frühe Neuzeit, Sozialgeschichte, Wirtschaftsgeschichte, Kinderarmut, Waisenhäuser, Kindsmord, Obrigkeitsstaat, Sozialpolitik, Armenpflege, Quellenkritik, Dissertation, Sozialfürsorge, Demographie, Ancien Régime.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit rezensiert das wissenschaftliche Werk „Findelkinder, Waisenhäuser, Kindsmord“ von Markus Meumann und bewertet dessen Analyse zur frühneuzeitlichen Sozialpolitik.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Felder umfassen die staatliche und familiäre Kinderversorgung, die Ursachen und Auswirkungen von Kinderarmut sowie den Umgang der Obrigkeit mit unversorgten Kindern.

Was ist das primäre Ziel der Rezension?

Das Ziel ist es, die Qualität der Studie, ihre historische Methodik und die Art der Quellenarbeit zu untersuchen und dem Leser eine Einordnung des Werkes zu bieten.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine qualitative Auswertung von historischem Quellenmaterial, ergänzt durch statistische Daten und die Verknüpfung mit persönlichen Schicksalsberichten.

Was wird im Hauptteil der Rezension behandelt?

Der Hauptteil analysiert die soziale Problematik, die Rolle der Verwaltung, den Umgang mit Waisenhäusern sowie die kritische Auseinandersetzung des Autors mit dem „Quellenproblem“.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Sozialgeschichte, Kindsmord, Obrigkeitsstaat, Armenfürsorge und die methodische Quellenkritik im Kontext der Frühen Neuzeit.

Warum ist das erste Kapitel des Buches laut Rezension ein Bruch?

Weil es sich auf geografische und verwaltungstechnische Grundlagen konzentriert, die zwar kontextuell wichtig sind, aber beim ersten Lesen nicht unmittelbar die erhoffte inhaltliche Vertiefung zum Thema „Kinder“ liefern.

Wie bewertet die Rezensentin den Schreibstil des Autors?

Der Schreibstil wird als sehr flüssig und mitreißend gelobt, da es dem Autor gelingt, trockene Fakten mit historischen Fallbeispielen zu verknüpfen.

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Details

Title
Markus Meumann: Findelkinder, Waisenhäuser, Kindsmord
College
University of Hamburg  (Sozialwissenschaften)
Course
Proseminar
Grade
1
Author
Stefanie Wolter (Author)
Publication Year
2002
Pages
9
Catalog Number
V1823
ISBN (eBook)
9783638111249
Language
German
Tags
Fidelkinder aisenhäuser Kindsmord spezielle Soziologie Sozialgeschichte Markus Meumann
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Stefanie Wolter (Author), 2002, Markus Meumann: Findelkinder, Waisenhäuser, Kindsmord, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1823
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