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Erneuerbare Energien in China: Klimapolitische Einsicht oder strategisches Kalkül?

Titel: Erneuerbare Energien in China: Klimapolitische Einsicht oder strategisches Kalkül?

Seminararbeit , 2011 , 35 Seiten , Note: 2,3

Autor:in: Barbara Zachariou (Autor:in)

Politik - Thema: Entwicklungspolitik
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Abstract

In der vorliegenden Seminararbeit werden die möglichen Positionen, die China im Bereich erneuerbarer Energien einnimmt, untersucht und erläutert. China ist derzeit wahrscheinlich das Land mit den größten Treibhausgasemissionen der Welt, zeigt sich aber in den internatio-nalen Klimaschutzverhandlungen sehr reserviert, wenn es um verbindliche CO2-Obergrenzen geht. Innenpolitisch hingegen steht der Klima- und Umweltschutz hoch im Kurs. So hat die chinesische Regierung – nach deutschem Vorbild – ein Erneuerbares Energiengesetz verab-schiedet, das am 01.01.2006 in Kraft trat. Ein Blick auf den Energiemix 2006 zeigt, dass Chi-na seinen „Energiehunger“ vor allem mit Kohle (ca. 70 %) und Öl (20,3 %) stillt. Erneuerbare Energien spielen prozentual (Wasserkraft 6 %, sonstige erneuerbare Energien 0,2 %) eher eine untergeordnete Rolle. China verfolgt jedoch das ehrgeizige Ziel, bis 2020 seine Kapazitä-ten an Erneuerbaren zu versechsfachen (Biomasse, Windkraft, Solarenergie) bzw. in etwa zu verdoppeln (Wasserkraft). Mit dem „Dreischluchtenstaudamm“ wurde das größte Wasser-kraftwerk der Welt installiert, aber auch der Lebensraum vieler Tiere und Pflanzen zerstört, was auf ein gespanntes Verhältnis zur Klima- und Wirtschaftspolitik schließen lässt. Bei ei-ner Analyse der Hintergründe für die moderne Energiepolitik Chinas fällt auf, dass strategi-schen Überlegungen ein beachtliches Gewicht zukommt, vor allem wenn man das enorme Wirtschaftswachstum der letzten Jahre, den wachsenden „Energie- und Technologiehunger“ und den immensen Entwicklungsbedarf berücksichtigt. Untersucht man aber die konkreten Maßnahmen, Projekte und Programme der chinesischen Regierung sowie die Aktivitäten der GONGOs und NGOs auf dem Gebiet des Umwelt- und Klimaschutzes und der erneuerbaren Energien, lässt sich der Eindruck gewinnen, dass China den Umwelt- und Klimaschutz ernst nimmt.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einführung

2. Chinas Position in der Klimapolitik

2.1 Die Weltklimakonferenzen und China

2.2 Die aktuelle Außenwirtschafts-, -energie- und -klimapolitik der Volksrepublik China

2.3 Politische Programme und Regelungen zum Klimawandel und zu erneuerbaren Energien

2.4 Institutionen und Mechanismen der chinesischen Klimaschutzpolitik

2.5 Die Umsetzung der chinesischen Klimapolitik

3. Chinas wirtschaftliche Entwicklung seit 1949

4. Chinas „Hunger nach Energie“

4.1 Ursachen für den gestiegenen und steigenden Energiebedarf und –verbrauch

4.2 Der Energie-Mix Chinas

4.2.1 Fossile Energieträger

4.2.2 Kernenergie

4.2.3 Erneuerbare Energien

4.2.3.1 Energie aus Biomasse

4.2.3.2 Wasserkraft

4.2.3.3 Windenergie

4.2.3.4 Solarenergie

4.2.3.5 Sonstige Erneuerbare Energien

5. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht, ob Chinas Bemühungen im Bereich der erneuerbaren Energien primär auf klimapolitischer Einsicht basieren oder ob es sich dabei um ein strategisches Kalkül handelt, um den wachsenden Energiebedarf zu decken und Energiesicherheit zu gewährleisten.

  • Chinas Rolle und Position in internationalen Klimaschutzverhandlungen.
  • Die Abhängigkeit des chinesischen Wirtschaftswachstums vom Energieverbrauch.
  • Analyse politischer Programme und gesetzlicher Rahmenbedingungen zur Energiewende.
  • Bewertung verschiedener erneuerbarer Energiequellen wie Wind, Sonne und Wasserkraft.
  • Spannungsfeld zwischen wirtschaftlichem Fortschritt, Umweltschutz und politischer Stabilität.

Auszug aus dem Buch

4. Chinas „Hunger nach Energie“

Die Vorstellung von Chinas „Hunger nach Energie“ wurde vor allem dadurch hervorgerufen, dass der Energieverbrauch zwischen den Jahren 2000 und 2008 mehr als vier Mal größer war als in den Jahren 1990 – 2000.

„Es ist davon auszugehen, dass der Energiekonsum in China weiter steigen wird, da der Pro-Kopf Verbrauch gegenwärtig nur ein Drittel des OECD-Durchschnitts beträgt und China mit 1,3 Milliarden Einwohnern die bevölkerungsreichste Nation der Welt ist“ (vgl. OECD/IEA 2010: 9).

Dabei ist der Begriff „Energiehunger Chinas“ durchaus als ein relativer Begriff zu betrachten, vor allem wenn man bedenkt, dass die chinesische Bevölkerung etwa 20 % der Weltbevölkerung ausmacht, gleichzeitig aber nur 10 % des Weltenergieverbrauchs auf China entfällt (vgl. Gu 2005: 1). Dennoch machen die absoluten Zahlen am gestiegenen Primärenergiebedarf deutlich, dass der „Hunger nach Energie“ in der VRC nachvollziehbar ist. Dabei ist die Befürchtung vieler westlicher Länder, dass Chinas Hunger nach Energie zu einem Kampf um Ressourcen, vor allem was die Erdölreserven anbelangt, führen wird, derzeit sicher unbegründet (vgl. Mayer 2007: 70, 71). China tritt allerdings bei der Beschaffung der begehrten Energieressourcen als aggressiver global Player auf, was auf den Weltmärkten Misstrauen und Ängste wachruft.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einführung: Hinführung zur Bedeutung erneuerbarer Energien für die Weltwirtschaft und die Ambivalenz der chinesischen Energiepolitik.

2. Chinas Position in der Klimapolitik: Analyse der internationalen Verhandlungsstrategie Chinas und seiner nationalen Klimaschutzprogramme sowie politischer Institutionen.

3. Chinas wirtschaftliche Entwicklung seit 1949: Überblick über die historische wirtschaftliche Entwicklung Chinas als Kontext für den steigenden Energiehunger.

4. Chinas „Hunger nach Energie“: Untersuchung der Ursachen für den massiven Energiebedarf und detaillierte Analyse der einzelnen Energieträger sowie Investitionen in Erneuerbare.

5. Fazit: Zusammenfassende Bewertung, ob der Ausbau erneuerbarer Energien eher klimapolitischer Einsicht oder strategischem Kalkül zur Sicherung der Energieversorgung geschuldet ist.

Schlüsselwörter

China, Klimaschutzpolitik, erneuerbare Energien, Energiehunger, Wirtschaftswachstum, Energiesicherheit, Klimakonferenzen, Treibhausgasemissionen, Energiemix, Kohle, Wasserkraft, Windenergie, Solarenergie, strategisches Kalkül, Klimawandel.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die Energiepolitik Chinas im Kontext der globalen Klimaschutzbemühungen und des enormen nationalen Energiehungers.

Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?

Die zentralen Themen umfassen die chinesische Klimapolitik, die wirtschaftliche Entwicklung des Landes, den Energiemix sowie die Förderung erneuerbarer Energien.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Es wird untersucht, ob die chinesische Förderung erneuerbarer Energien auf echter klimapolitischer Einsicht basiert oder ob sie primär als strategisches Kalkül zur Sicherung des Wachstums dient.

Welche wissenschaftliche Methode wurde für die Untersuchung verwendet?

Die Autorin stützt sich auf eine Analyse von Sekundärliteratur, offiziellen Regierungsberichten, internationalen Statistiken und Vergleichen zur Energiepolitik.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil beleuchtet die historische Entwicklung Chinas, die aktuelle Klimaschutz- und Außenwirtschaftspolitik sowie eine detaillierte Aufschlüsselung der Energieträger inklusive der Potenziale für Erneuerbare.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?

Klimaschutzpolitik, China, erneuerbare Energien, Energiesicherheit und strategisches Kalkül.

Wie bewertet die Autorin den „Drei-Schluchten-Staudamm“?

Das Projekt wird zwiespältig betrachtet: Einerseits liefert es große Mengen Energie und spart CO2 ein, andererseits hat es schwerwiegende ökologische Auswirkungen durch die Überflutung großer Gebiete.

Was ist das Ergebnis der Untersuchung zum „strategischen Kalkül“?

Die Arbeit kommt zu dem Schluss, dass die meisten Autoren den Motiven der Energiesicherung und dem strategischen Kalkül den Vorrang vor reinem Klimaschutz einräumen.

Welche Rolle spielen NGOs in der chinesischen Klimapolitik?

Die Bedeutung von NGOs und GONGOs nimmt zu; sie fordern zunehmend eine Beschleunigung der Energiewende und spielen eine wichtigere Rolle im politischen Diskurs.

Was zeigt das Fallbeispiel Rizhao?

Das Beispiel verdeutlicht, dass auf kommunaler Ebene durch gezielte politische Anreize eine deutliche Senkung des Energieverbrauchs und der CO2-Emissionen erreicht werden kann.

Ende der Leseprobe aus 35 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Erneuerbare Energien in China: Klimapolitische Einsicht oder strategisches Kalkül?
Hochschule
Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg  (Alfred Weber Institut für Wirtschaftswissenschaften)
Note
2,3
Autor
Barbara Zachariou (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2011
Seiten
35
Katalognummer
V182314
ISBN (eBook)
9783656058885
ISBN (Buch)
9783656058861
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Seminararbeit
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Barbara Zachariou (Autor:in), 2011, Erneuerbare Energien in China: Klimapolitische Einsicht oder strategisches Kalkül?, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/182314
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  35  Seiten
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