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Markt in der Unternehmung - Der interne Markt als Substitut der Hierarchie?

Titre: Markt in der Unternehmung - Der interne Markt als Substitut der Hierarchie?

Dossier / Travail , 2005 , 5 Pages

Autor:in: Robert Motzek (Auteur)

Economie politique - Microéconomie, en général
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Résumé Extrait Résumé des informations

Ein Markt stellt im volkswirtschaftlichen Sinne einen Ort dar, auf dem Angebot und
Nachfrage nach Produkten und Dienstleistungen zusammen treffen. Die Koordination des
Austausches von angebotenen und nachgefragten Leistungen wird hierbei über den
Marktpreis vorgenommen. Analog zielt die Einrichtung von internen Märkten auf den
Transfer von Leistungen autonomer Organisationseinheiten innerhalb einer Unternehmung
auf Basis von Verrechnungspreisen ab. Im Folgenden soll aus Sicht der Principal-Agency-
Theorie untersucht werden, welche Voraussetzungen ein interner Markt benötigt um seine
Koordinationsfunktion zu entfalten. Anschließend werden die Auswirkungen des internen
Marktes auf Agency-Probleme dargestellt. Abschließend soll eine Diskussion von Vor- und
Nachteilen des Marktes in der Unternehmung Aufschluss darüber geben, ob sich dieser als
Substitut für die unternehmensinterne Hierarchie eignet.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Ausgangssituation

3 Koordinationsfunktion

4 Auswirkungen auf Agency-Probleme

4.1 Hidden characteristics

4.2 Hidden action

4.3 Hidden intention

5 Bewertung

5.1 Vorteile

5.2 Nachteile

6 Fazit

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die vorliegende Arbeit untersucht aus der Perspektive der Principal-Agency-Theorie, unter welchen Voraussetzungen interne Märkte innerhalb einer Unternehmung als Substitut für hierarchische Strukturen fungieren können und welche Auswirkungen dies auf bestehende Agency-Probleme hat.

  • Analyse der Koordinationsfunktion interner Märkte mittels Verrechnungspreisen.
  • Untersuchung der Agency-Probleme: Hidden characteristics, hidden action und hidden intention.
  • Gegenüberstellung von Vorteilen durch Effizienzsteigerung und Nachteilen durch Organisationskosten.
  • Bewertung der Eignung interner Märkte als Ersatz für bürokratische Hierarchien.

Auszug aus dem Buch

4.2 Hidden action

Das Problem hidden action tritt nach dem Vertragsabschluss auf. Die Konzernführung kann nur das Arbeitsergebnis, nicht aber den tatsächlich eingetretenen Umweltzustand oder die durchgeführten Handlungen der Organisationseinheiten beobachten. Dieser Spielraum birgt die Gefahr des moral hazard, bei dem der Agent entgegen den Interessen des Principals handelt.

Die Einführung eines internen Marktes gesteht den Organisationseinheiten eine erhöhte Unabhängigkeit von der Konzernführung zu. Die obligatorische Kontroll- und Überwachungsfunktion des Principals wird über den marktlichen Effizienzdruck auf die Organisationseinheiten ausgeübt. Die Interessendivergenzen zwischen Agent und Principal werden dadurch minimiert, dass die Organisationseinheit aufgrund von Leistungsanreizen wie erfolgsabhängiger Entlohnung nach einer Maximierung ihres Bereichsergebnisses strebt.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Diese Einführung erläutert die Grundidee interner Märkte und die Forschungsfrage nach deren Eignung als Substitut zur Unternehmenshierarchie.

2 Ausgangssituation: Das Kapitel beschreibt die Problematik wachsender Organisationskomplexität und die Einführung marktähnlicher Strukturen nach Schmalenbach.

3 Koordinationsfunktion: Hier wird die Rolle von Verrechnungspreisen als Steuerungsinstrument für Profit-Center und deren Beitrag zur Ressourcenallokation dargelegt.

4 Auswirkungen auf Agency-Probleme: Dieser Hauptteil analysiert, wie interne Märkte spezifische Informationsasymmetrien (hidden characteristics, hidden action, hidden intention) beeinflussen.

5 Bewertung: Es erfolgt eine kritische Abwägung der ökonomischen Vor- und Nachteile der Einführung eines internen Marktes.

6 Fazit: Das Fazit stellt die Bedingungen auf, unter denen interne Märkte tatsächlich einen Effizienzvorteil gegenüber Hierarchien bieten.

Schlüsselwörter

Principal-Agency-Theorie, Interner Markt, Verrechnungspreise, Hierarchie, Profit-Center, Agency-Kosten, Hidden characteristics, Hidden action, Hidden intention, Ressourcenallokation, Informationsasymmetrie, Opportunismus, Koordinationsfunktion, Pretiale Lenkung, Make-or-buy.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit dem Konzept des internen Marktes in Unternehmen und der Frage, inwiefern dieses Modell hierarchische Organisationsstrukturen ersetzen oder ergänzen kann.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Felder sind die Principal-Agency-Theorie, die Steuerung durch Verrechnungspreise sowie die Analyse von Informationsasymmetrien innerhalb von Organisationen.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist die ökonomische Bewertung interner Märkte hinsichtlich ihrer Fähigkeit, Agency-Kosten zu senken und die Effizienz in der Unternehmenssteuerung zu steigern.

Welche wissenschaftliche Methode findet Anwendung?

Es wird ein theoretischer Ansatz gewählt, der die Problematiken der Delegation und Koordination auf Basis der Agency-Theorie analysiert und literaturbasiert auswertet.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die funktionale Analyse der Preisbildung, die Untersuchung der drei klassischen Agency-Problemtypen und eine wertende Diskussion der Marktorganisation.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Principal-Agency-Theorie, Verrechnungspreise, Profit-Center und Agency-Kosten definiert.

Wie trägt der interne Markt zur Lösung von 'Hidden action' bei?

Durch den marktlichen Effizienzdruck und Anreizsysteme wie erfolgsabhängige Entlohnung werden die Interessen des Agenten besser an die des Principals gebunden, was moral hazard reduziert.

Warum können interne Märkte Synergien gefährden?

Die hohe Unabhängigkeit der Einheiten kann dazu führen, dass Bereichsinteressen vor das Wohl des Gesamtunternehmens gestellt werden, wodurch wertvolle Verbundeffekte verloren gehen können.

Welche Rolle spielt Schmalenbach in diesem Kontext?

Schmalenbach liefert mit der "pretialen Lenkung" die historische und theoretische Grundlage für die heutige Umsetzung interner Märkte mittels Verrechnungspreisen.

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Résumé des informations

Titre
Markt in der Unternehmung - Der interne Markt als Substitut der Hierarchie?
Université
HHL Leipzig Graduate School of Management
Auteur
Robert Motzek (Auteur)
Année de publication
2005
Pages
5
N° de catalogue
V182372
ISBN (ebook)
9783656064657
Langue
allemand
mots-clé
markt unternehmung substitut hierarchie
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Robert Motzek (Auteur), 2005, Markt in der Unternehmung - Der interne Markt als Substitut der Hierarchie?, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/182372
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Extrait de  5  pages
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