Die optimale Durchführung eines Feedbackgesprächs mit kaufmännischen Auszubildenden


Hausarbeit, 2011

20 Seiten, Note: 1,0


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

Abkürzungsverzeichnis

Abbildungs- und Tabellenverzeichnis

1 Das Feedbackgespräch als Qualitätsmerkmal der Ausbildung

2 Ziel und Aufbau der kaufmännischen Ausbildung

3 Die Hauptfunktionen von Mitarbeitergesprächen

4 Allgemeine Merkmale von Feedback

5 Gestaltung eines guten Feedbackgesprächs

6 Individuelle Förderung nach der Theorie der Salutogenese

7 Positive Auswirkungen auf den Ausbildungsprozess

Quellenverzeichnis

Abkürzungsverzeichnis

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildungs- und Tabellenverzeichnis

Abb. 1 Ziele der Berufsausbildung

Quelle: Industrie- und Handelskammern 2010: 84

Abb. 2 Hauptfunktionen von Mitarbeitergesprächen

Quelle: Fiege, Muck, Schuler 2006: 488

1 Das Feedbackgespräch als Qualitätsmerkmal der Ausbildung

Der viel diskutierte demographische Wandel und die damit einhergehende Ver- ringerung der Schulabgängerzahlen haben es in den zurückliegenden Jahren für deutsche Unternehmen erheblich erschwert geeignete Auszubildende zu finden (vgl. Bundesministerium für Bildung und Forschung 2011: 5). Da zudem auch der Fachkräftemangel kontinuierlich zunimmt, zeichnet es sich ab, dass das Werben der Unternehmen um die besten Schulabgänger weiter zunehmen wird. Die Un- ternehmen erhoffen sich dadurch die Gewinnung von Fachkräften für die Zukunft und visieren somit die Übernahme der besten Auszubildenden nach deren erfolg- reichem Abschluss an. Zu diesem Zweck und um als Unternehmen auf dem Ausbildungsmarkt im Kampf um die leistungsstärksten Schulabsolventen eine stabile Position erreichen zu können, ist die Qualität der Ausbildung einer der ausschlaggebenden Punkte. In diesem Zusammenhang ist Qualität nicht auf Vergütung, Sozialleistungen und Urlaubstage beschränkt, sondern bezieht sich vielmehr auf die inhaltliche Gestaltung des Ausbildungsablaufs sowie die Wis- sensvermittlung an den Auszubildenden in der Praxis.

Ein entscheidender Punkt ist der Ablauf der Kommunikation innerhalb der Ausbil- dung. Hierbei ist vor allem die Qualifikation der eingesetzten Ausbilder im Um- gang mit den Auszubildenden hervorzuheben, da sie das Unternehmen gegen- über diesen repräsentieren und stets einen sehr engen Kontakt pflegen. Im ge- samten Ausbildungsprozess stellt dieser Kommunikationsprozess eine richtung- weisende Größe dar, wobei der effektive kommunikative Austausch zwischen Ausbilder 1 und Auszubildendem 2 das Kernelement für die Aufgabenerfüllung der jeweiligen Rollen ist (vgl. Fiege et al. 2006: 473). Kommunikation im Ausbil- dungsprozess zwischen beiden Beteiligten findet auf unterschiedlichste Art und Weise statt, wobei sich die weiteren Ausführungen explizit auf das Feedbackge- spräch beschränken sollen, das der Ausbilder mit dem Auszubildenden in regel- mäßigen Abständen führt. Dieses stellt ein wichtiges Führungsinstrument dar, welches auch auf die „langfristige Zielerreichung der Organisation“ (Regnet 2009: 28), nämlich die bereits angesprochene Übernahme der Auszubildenden, hinwirkt.

Um den Einstieg in das Thema des Feedbackgesprächs zu ermöglichen, wird zunächst beschrieben, welche tiefer gehenden Ziele, außer der reinen Wissens- vermittlung, mit der Berufsausbildung verfolgt werden und wie diese allgemein aufgebaut ist. Im Anschluss wird erläutert, worin die Hauptfunktionen von Mitar- beitergesprächen liegen, zu denen unter anderem auch das Feedbackgespräch zu zählen ist. Darauf aufbauend findet eine Erklärung der Hauptfunktion „Feedback“ statt, indem genauer auf Ihre spezifischen Merkmale eingegangen wird, die dann weiterführend differenziert werden. Mit Hilfe ausgewählter Grundregeln sollen Anhaltspunkte gegeben werden, wie ein gut vorbereitetes und durchgeführtes Feedbackgespräch ablaufen könnte. Hierbei wird vor allem auf die Perspektive des Ausbilders eingegangen, der die Gesprächsführung übernimmt und die Hauptverantwortung für das Gelingen des Gesprächs trägt.

Da es nicht möglich sein kann ein universell anwendbares Ablaufkonzept für je- des Feedbackgespräch zu entwerfen, muss der Ausbilder dementsprechend eine individuelle Anpassung der Gesprächsführung auf den jeweiligen Auszubilden- den vornehmen. Diese personenzentrierte Feedbackgestaltung wird im weiteren Verlauf anhand der Theorie der Salutogenese von Antonovsky dargestellt und die möglichen positiven Auswirkungen eines guten Feedbackgesprächs auf den gesamten Ausbildungsprozess beschrieben. Zum Abschluss werden alle Aspekte zusammenfassend betrachtet, was ermöglichen soll, das Grundprinzip eines gu- ten Berufsausbildungssystems zu umreißen und einen groben Orientierungsrah- men für Ausbilder zu liefern.

2 Ziel und Aufbau der kaufmännischen Ausbildung

Wie bereits angesprochen, stellt die Berufsausbildung eine Investition von Unter- nehmen in ihre erfolgreiche Zukunft dar. Diese ist integraler Bestandteil der Per- sonal- und Organisationsentwicklung und bei durchdachter Gestaltung bereits auf zukünftige Anforderungen des Unternehmens ausgerichtet (vgl. Industrie- und Handelskammern 2010: 84). Sie verfolgt weitaus mehr als das simple Ziel dem Auszubildenden Fachwissen beizubringen, sondern umfasst ein ganzheitli- ches Konzept, welches die berufliche Handlungsfähigkeit des Auszubildenden sicherstellt. Dazu gehört neben der zweifelsohne sehr wichtigen Fachkompetenz, die sich aus fachlichem Können und Erfahrung zusammensetzt, auch die Fähig- keit sich durch Lernprozesse Wissen aneignen und gedanklich sowie praktisch nachvollziehen zu können (Methodenkompetenz). Die Fertigkeit mit anderen in einer Gruppe interagieren und auch in heterogenen Konstellationen zusammen- wirken zu können (Sozialkompetenz) gehört ebenfalls zu den Kompetenzschwer- punkten der Berufsausbildung. Nachfolgende Grafik bietet einen kleinen Über- blick über die Gesamtheit der Aufbauzusammenhänge und Ziele.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abb. 1: Ziele der Berufsausbildung - Quelle: Industrie- und Handelskammern 2010: 84

Als Praxisbeispiel betrachten wir die deutsche Niederlassung eines international agierenden Handelskonzerns, die mit ca. 250 Mitarbeitern in diversen Geschäfts- feldern tätig ist. Ausgebildet werden Kaufleute im Groß- und Außenhandel mit der Fachrichtung Außenhandel. Um den Ausbildungsrahmenplan zu erfüllen, durch- läuft der Auszubildende im Laufe der auf zwei Jahre ausgelegten Ausbildung insgesamt sieben Fachabteilungen und trifft somit auf sieben verschiedene Aus- bildungsbeauftragte. Im Folgenden werden diese ebenfalls als Ausbilder be- zeichnet, da für einen optimalen Ablauf der Ausbildung eine Qualifizierung der Ausbildungsbeauftragten hinsichtlich der IHK-Ausbildereignung vorgenommen werden sollte, in der pädagogische Grundlagen gelegt werden, die eine didak- tisch durchdachte Gestaltung des Abteilungseinsatzes ermöglichen. Weiterhin ist zu beachten, dass sich der Ausbilder innerhalb eines sehr kurzen Zeitraums von durchschnittlich drei Monaten ein umfassendes Bild vom Auszubildenden ma- chen muss, wofür ein hohes Maß an Empathie und Menschenkenntnis vorhan- den sein muss.

[...]


1 Im folgenden wird ausschließlich die männliche Form verwendet, die für beide Geschlechter gilt

2 Im folgenden wird ausschließlich die männliche Form verwendet, die für beide Geschlechter gilt

Ende der Leseprobe aus 20 Seiten

Details

Titel
Die optimale Durchführung eines Feedbackgesprächs mit kaufmännischen Auszubildenden
Hochschule
Hamburger Fern-Hochschule
Note
1,0
Autor
Jahr
2011
Seiten
20
Katalognummer
V182402
ISBN (eBook)
9783656064619
ISBN (Buch)
9783656064909
Dateigröße
547 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Antonovsky, Salutogenese, Auszubildende, Ausbildung Feedbackgespräch, Mitarbeitergespräch, Ausbildung
Arbeit zitieren
Moritz Hinnenthal (Autor), 2011, Die optimale Durchführung eines Feedbackgesprächs mit kaufmännischen Auszubildenden, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/182402

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