Grin logo
de en es fr
Boutique
GRIN Website
Publier des textes, profitez du service complet
Aller à la page d’accueil de la boutique › Pédagogie - Pédagogie curative, Pédagogie spécialisée

Der Lebensbereich Freizeit bei Menschen mit Lernschwierigkeiten

Barrieren und Möglichkeiten auf dem Weg zu einer inklusiven Gestaltung

Titre: Der Lebensbereich Freizeit bei Menschen mit Lernschwierigkeiten

Mémoire (de fin d'études) , 2010 , 115 Pages , Note: 1,0

Autor:in: Magdalena Beyrich (Auteur)

Pédagogie - Pédagogie curative, Pédagogie spécialisée
Extrait & Résumé des informations   Lire l'ebook
Résumé Extrait Résumé des informations

Einleitung

Sehr oft gibt es ausführliche und
vertiefende Gedanken zu Modellen und aktuellen Entwicklungen in den
Bereichen Wohnen und Arbeiten für Menschen mit spezifischen Lebenserschwernissen. Solch tiefgreifende Überlegungen wurden im Bereich der Freizeitgestaltung bisher seltener vorgenommen, auch wenn dieser Lebensbereich immer mehr in die Diskussion kommt.

In der vorliegenden Arbeit werde ich mich kritisch-konstruktiv mit der Fragestellung auseinandersetzen, inwieweit die Heilpädagogik durch die Umsetzung neuerer Konzepte einen wesentlichen Beitrag zur inklusiven Freizeitgestaltung von Menschen mit Lernschwierigkeiten beitragen kann. Dabei soll eine Antwort darauf gefunden werden, welche Barrieren für die Teilhabe aktuell existieren. Weiterhin wird beleuchtet, welche Voraussetzungen auf gesellschaftlicher und individueller Ebene geschaffen werden müssen, um eine aktive Teilhabe am Leben in der Gesellschaft für Menschen
mit speziellen Bedürfnissen, konkret im Lebensbereich Freizeit zu
gewährleisten. Letztendlich ist zu resümieren, welche Zukunftsperspektiven sich daraus für Menschen mit bestimmten Beeinträchtigungen eröffnen.

Nach einer kurzen Einführung des Personenkreises wird dargelegt, welche Bedeutung Freizeit im täglichen Leben von Erwachsenen mit Lernschwierigkeiten hat. Außerdem soll hervorgehoben werden, welche Besonderheiten bzw. Einschränkungen sich für den Personenkreis ergeben, und ein kurzer Abriss der momentanen Freizeitsituation von Menschen mit Lernschwierigkeiten gegeben werden. Danach wird das Wesen des Inklusionsgedankens dargelegt und davon ausgehend erörtert, was eine inklusive Gestaltung von
Freizeitangeboten für alle bedeutet. Unter anderem wird auch darauf eingegangen, welche strukturellen Voraussetzungen damit verbunden sind, der Vision einer inklusiven Bürgergesellschaft ein Stück näher zu kommen. In dem Zusammenhang werden aktuelle Barrieren für die Teilhabe aller an Freizeitangeboten im Gemeinwesen deutlich. Exemplarisch folgt die Erörterung
einer Möglichkeit und den damit verbundenen Voraussetzungen, wie
durch die Freizeitassistenz als ein angemessenes Angebot und Begleitungsmodell ein Beitrag in Richtung Inklusion geleistet werden kann. Im Abschluss der Arbeit werden
Schlussfolgerungen für die Heilpädagogik und Handlungsmöglichkeiten in diesem Zusammenhang abgeleitet.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Personenkreis

2.1 Definitionen

2.1.1 Behinderung laut WHO

2.1.2 Geistige Behinderung

2.1.3 Diskussion der Begrifflichkeit

3 Der Lebensbereich Freizeit

3.1 Erklärungsansätze und Definition

3.2 Historische Entwicklung des Freizeitverständnisses

3.2.1 Entwicklung seit dem 19. Jahrhundert

3.2.2 Aktuelle Sichtweisen

3.2.3 Freizeitverhalten von Menschen mit Lernschwierigkeiten im historischen Kontext

3.3 Formen der Freizeitgestaltung

3.4 Der Lebensbereich Freizeit bei Menschen mit Lernschwierigkeiten

3.4.1 Einfluss des Freizeiterlebens auf die Lebensqualität

3.4.2 Bedürfnisse in der Freizeitgestaltung

3.4.3 Exkurs: Freizeitkompetenz als Voraussetzung

3.4.4 Determinanten der Freizeitgestaltung

3.4.5 Erschwernisse für die Freizeitgestaltung

3.4.6 Zur Situation der Freizeit von Menschen mit Lernschwierigkeiten

3.4.6.1 Empirische Studien in Deutschland

3.4.6.2 Zusammenfassung wesentlicher Erkenntnisse

4 Inklusion

4.1 Definition

4.2 Wurzeln und Entwicklung des Inklusionsgedankens

4.2.1 Entstehung des Begriffs

4.2.2 Von der Exklusion zur Inklusion in Deutschland

4.2.3 Reflexion zur begrifflichen Verwendung

4.3 Aktuelle inklusive Tendenzen

4.3.1 International

4.3.2 National

4.3.2.1 Gesetzliche Regelungen

4.3.2.2 Entwicklungen in der Heilpädagogik

4.4 Voraussetzungen und Bedingungen

4.5 Zusammenfassung wesentlicher Aspekte

5 Der Inklusionsprozess im Lebensbereich Freizeit

5.1 Bedeutung heilpädagogischer Leitprinzipien

5.1.1 Selbstbestimmung

5.1.2 Partizipation und Teilhabe

5.1.3 Empowerment

5.1.4 Fazit

5.2 Gestaltungsmöglichkeiten auf verschiedenen Handlungsebenen

5.2.1 Subjektzentrierte Ebene

5.2.2 Gruppenbezogene Ebene

5.2.3 Institutionelle Ebene

5.2.4 Sozialpolitische Ebene

5.2.5 Fazit

5.3 Heilpädagogische Handlungsmöglichkeiten

5.3.1 Prozessgestaltung im Sinne heilpädagogischen Handelns

5.3.2 Reflexion – Chancen und Grenzen erfolgreicher Inklusion

5.4 Das Assistenzmodell als Handlungskonzept der Heilpädagogik

5.4.1 Assistenz als Dienstleistungsmodell

5.4.1.1 Hintergrund des Assistenzgedankens

5.4.1.2 Kritische Reflexion und Rolle des Heilpädagogen

5.4.2 Umsetzung im Lebensbereich Freizeit

5.4.3 Freizeitassistenz in der Praxis: IDEAL e. V.

5.4.3.1 Die Arbeit des Vereins

5.4.3.2 Zusammenfassende Bemerkungen zu IDEAL e. V.

5.4.4 Zusammenfassung und Reflexion

6 Resümee und Ausblick

Zielsetzung & Themen

Die Diplomarbeit untersucht kritisch-konstruktiv, wie die Heilpädagogik durch neue Konzepte einen wesentlichen Beitrag zur inklusiven Freizeitgestaltung von Menschen mit Lernschwierigkeiten leisten kann. Dabei liegt der Fokus auf der Identifikation aktueller Barrieren sowie der Erarbeitung notwendiger Voraussetzungen auf gesellschaftlicher und individueller Ebene, um eine aktive Teilhabe zu gewährleisten.

  • Bedeutung der Freizeit für die Lebensqualität von Menschen mit Lernschwierigkeiten
  • Analyse von Barrieren und Hemmnissen im bestehenden sozialen und institutionellen System
  • Die Rolle des Inklusionsgedankens und heilpädagogischer Leitprinzipien wie Selbstbestimmung und Empowerment
  • Praktische Handlungsmöglichkeiten für die Heilpädagogik, insbesondere durch Assistenzmodelle
  • Fallbeispiel der Freizeitassistenz durch den Verein IDEAL e. V.

Auszug aus dem Buch

3.4.5 Erschwernisse für die Freizeitgestaltung

Wie schon verdeutlicht, haben Menschen mit Lernschwierigkeiten ebenso das Bedürfnis nach Freizeit sowie ähnliche Interessen wie jede andere Person ohne spezifische Lebenserschwernisse (vgl. Markowetz 2007, S. 261). Diese sind subjektiv sehr unterschiedlich. Es gibt jedoch bestimmte Einflussfaktoren, die das Freizeitverhalten beeinflussen und besonders erschwerend wirken können. Hier sollen nun die sich als am wesentlichsten negativ auswirkenden Erschwernisse aufgeführt werden.

Menschen mit Lernschwierigkeiten leben häufiger als Menschen ohne Beeinträchtigungen isoliert von der restlichen Gesellschaft. Dafür gibt es eine Vielzahl an Gründen. Die Bereiche Wohnen und Arbeit haben aufgrund des institutionalisierten Behindertensystems in Deutschland noch genügend Sondereinrichtungen (z. B. Wohnheime und Werkstätten für Menschen mit Behinderung). Diese verstärken die Trennung zwischen den Menschen mit Behinderung und den Personen der Gesellschaft ohne Beeinträchtigung. Der Zugang zur Gesellschaft ist durch diesen Umstand allgemein schon erschwert. Dies ist eine durch die Gegebenheiten induzierte Isolation.

Oft sehen sich die betroffenen Personen mit Stigmatisierung und Diskriminierung konfrontiert, auch wenn unter anderem von der Regierung Integration, Aufklärung und Offenheit propagiert wird. Diese Stigmatisierung kann verschiedene Ursachen haben, wie z. B. Desinteresse, Unwissenheit oder Ignoranz der Bevölkerung gegenüber Personen mit Lernschwierigkeiten. In dem Fall gilt die sogenannte ‚Lernschwierigkeit‘ als „(…) negative Bewertung im sozialen Kontext (…)“ (Brinkmann 2006, S. 95). Dieser Blickwinkel auf die Menschen erschwert die Teilhabe am freizeitkulturellen Leben in der Gesellschaft und ist „(…) Grundlage für Unsicherheit, Abwehr und Ausgrenzung“ (ebd.).

Ein weiterer Faktor, der zu zunehmender Isolation führt, kann sein, dass ein Mensch mit Lernschwierigkeiten im bisherigen Leben kein Bewusstsein für seine Freizeitinteressen entwickeln konnte, sei es aufgrund von Bevormundung oder vermittelter Unsicherheit, die ihn dazu bewegt, Unbekanntes zu meiden. Dies kann auch als „Selbstisolierungstendenz“ (Markowetz 2007, S. 264) bezeichnet werden.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die Bedeutung der Freizeitgestaltung für Menschen mit Lernschwierigkeiten und führt in die Fragestellung ein, wie heilpädagogische Konzepte zu einer inklusiven Teilhabe beitragen können.

2 Personenkreis: Dieses Kapitel definiert den Personenkreis der Menschen mit Lernschwierigkeiten und diskutiert kritisch die stigmatisierende Verwendung von Begrifflichkeiten.

3 Der Lebensbereich Freizeit: Hier werden Definitionen von Freizeit, historische Entwicklungen des Freizeitverständnisses sowie spezifische Bedürfnisse und Barrieren von Menschen mit Lernschwierigkeiten analysiert.

4 Inklusion: Das Kapitel erläutert den Inklusionsbegriff als Prozess, geht auf historische Wurzeln und aktuelle nationale sowie internationale rechtliche Rahmenbedingungen ein.

5 Der Inklusionsprozess im Lebensbereich Freizeit: Der Hauptteil verknüpft heilpädagogische Leitprinzipien wie Selbstbestimmung und Empowerment mit konkreten Handlungsebenen und dem Assistenzmodell, illustriert durch das Praxisbeispiel IDEAL e. V.

6 Resümee und Ausblick: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und betont die Notwendigkeit, durch gesellschaftliche Sensibilisierung und professionelles heilpädagogisches Handeln schrittweise eine inklusive Gesellschaft zu verwirklichen.

Schlüsselwörter

Freizeit, Lernschwierigkeiten, Inklusion, Heilpädagogik, Selbstbestimmung, Empowerment, Teilhabe, Barrieren, Freizeitassistenz, Behindertenhilfe, soziale Integration, Lebensqualität, Diskriminierung, Assistenzmodell, Gemeinwesen.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit dem Lebensbereich Freizeit von Menschen mit Lernschwierigkeiten und untersucht, wie eine inklusive Gestaltung dieses Bereichs unter heilpädagogischen Aspekten realisiert werden kann.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind die Bedeutung der Freizeit, die Analyse gesellschaftlicher Barrieren, der Prozess der Inklusion sowie heilpädagogische Unterstützungskonzepte wie das Assistenzmodell.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es, kritisch zu prüfen, wie die Heilpädagogik durch die Umsetzung neuer Konzepte Barrieren abbauen und eine gleichberechtigte sowie selbstbestimmte Freizeitgestaltung für Menschen mit Lernschwierigkeiten fördern kann.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit stützt sich auf eine tiefgreifende Literaturanalyse sowie die Einbeziehung von Ergebnissen empirischer Studien und ein praxisnahes Beispiel aus der Freizeitassistenz.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert die Bedeutung von Leitprinzipien wie Selbstbestimmung, Partizipation und Empowerment, untersucht vier Handlungsebenen der Inklusion und stellt das Assistenzmodell als Handlungskonzept der Heilpädagogik vor.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Inklusion, Freizeit, Lernschwierigkeiten, Heilpädagogik, Selbstbestimmung, Empowerment, Teilhabe und Assistenz.

Welche Bedeutung kommt dem Verein IDEAL e. V. in der Arbeit zu?

Der Verein dient als exemplarisches Praxisbeispiel für die Umsetzung von Freizeitassistenz, anhand dessen die theoretischen Konzepte auf ihre praktische Anwendbarkeit und Herausforderungen hin überprüft werden.

Warum ist das Thema Freizeit bei Menschen mit Lernschwierigkeiten laut der Verfasserin bisher vernachlässigt?

Die Verfasserin stellt fest, dass in der Fachwelt der Fokus oft einseitig auf den Bereichen Wohnen und Arbeiten liegt, während die Freizeitgestaltung für eine sinnerfüllte Lebensqualität seltener tiefgreifend reflektiert wird.

Fin de l'extrait de 115 pages  - haut de page

Résumé des informations

Titre
Der Lebensbereich Freizeit bei Menschen mit Lernschwierigkeiten
Sous-titre
Barrieren und Möglichkeiten auf dem Weg zu einer inklusiven Gestaltung
Université
Neisse University Görlitz
Note
1,0
Auteur
Magdalena Beyrich (Auteur)
Année de publication
2010
Pages
115
N° de catalogue
V182412
ISBN (ebook)
9783656128946
ISBN (Livre)
9783656132400
Langue
allemand
mots-clé
Freizeit Menschen mit Behinderung Lernschwierigkeiten; Inklusion inklusive Freizeitgestaltung
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Magdalena Beyrich (Auteur), 2010, Der Lebensbereich Freizeit bei Menschen mit Lernschwierigkeiten, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/182412
Lire l'ebook
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
Extrait de  115  pages
Grin logo
  • Grin.com
  • Expédition
  • Contact
  • Prot. des données
  • CGV
  • Imprint