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Ist der deutsche Rettungsdienst noch zeitgemäß organisiert?

Titre: Ist der deutsche Rettungsdienst noch zeitgemäß organisiert?

Travail de Projet (scientifique-pratique) , 2010 , 33 Pages

Autor:in: Dennis Rupp (Auteur)

Santé - Divers
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Résumé Extrait Résumé des informations

Ein leistungsfähiger, organisierter Rettungsdienst gilt innerhalb der westlich orientierten Industrienationen als selbstverständlicher Bestandteil des Gesundheitssystems. Gerade das deutsche Rettungssystem, mit seiner flächendeckenden Vorhaltung von Luftrettung, bodengebundenen Rettungsmitteln und der Beteiligung von Ärzten an der präklinischen Versorgung, zählt zu den besten der Welt. Es steht jedoch auch immer wieder in der Kritik zu teuer zu sein.
Analog zur Entwicklung im deutschen Gesundheitswesen insgesamt, sind auch die Ausgaben für den Rettungsdienst in den letzten Jahren kontinuierlich gestiegen. Bei der Betrachtung der Ausgaben für den Rettungsdienst innerhalb der vergangenen zehn Jahre fällt jedoch auf, dass diese im Vergleich zu den Gesamtausgaben für das Gesundheitswesen überproportional gestiegen sind. Während die Ausgaben für das gesamte Gesundheitswesen zwischen den Jahren 1998 und 2007 um 25,6 % stiegen, erhöhten sich die Ausgaben für den Rettungsdienst im gleichen Zeitraum um 42 % (Abb. 1).
Die Grafik zeigt die Entwicklung der Kosten im deutschen Rettungsdienst seit 1998. (...)
Im Rahmen der demografischen Entwicklung und den prognostizierten Veränderungen in der Krankenhauslandschaft, aber auch im Bereich der niedergelassenen Ärzte, werden die Ausgaben für den Rettungsdienst in Zukunft weiter steigen. Hier gilt es innovative Strategien zu entwickeln, um die Kosten nicht explodieren zu lassen, bzw. den Nutzen der erbrachten Dienstleistung zu erhöhen.
In der folgenden Arbeit werden, nach einem kurzen historischen Abriss zur Entwicklung des bodengebundenen Rettungsdienstes in Deutschland, die aktuellen Strukturen vorgestellt und kritisch hinterfragt. Im Anschluss folgt die Darstellung künftiger Herausforderungen für den Rettungsdienst und deren Konsequenzen. Darauf aufbauend werden Möglichkeiten der Neustrukturierung aufgezeigt. Einerseits direkt auf den deutschen Rettungsdienst angewendet, andererseits wirft diese Arbeit einen Blick in die USA, um am Beispiel von Wake County EMS (Raleigh, Wake County, North Carolina) zu zeigen, welche Strukturen dort aktuell bestehen und wie mit den bereits genannten Herausforderungen der Zukunft umgegangen wird.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Historische Entwicklung des deutschen Rettungsdienstes

3. Rettungsdienst heute

3.1 Gesetzliche Rahmenbedingungen

3.2 Aufgaben des Rettungsdienstes

3.3 Organisationsstrukturen der Leistungserbringer

3.4 Qualifikationen und Kompetenzen des nichtärztlichen Personals

3.5 Aufstiegsmöglichkeiten und Durchgängigkeit zu anderen Berufen

3.6 Qualifikationen des ärztlichen Personals

3.7 Fortbildungspflichten

4. Zukünftige Herausforderungen

4.1 Demografische Entwicklung

4.2 Veränderungen der ärztlichen Versorgung

4.3 Kostenentwicklung

5. Möglichkeiten der Neustrukturierung

5.1 Veränderung der Rahmenbedingungen

5.2 Einsparungen und Effizienzsteigerung

5.3 Ein Blick ins Ausland

6. Zusammenfassung und Fazit

Zielsetzung & Themen

Diese Projektarbeit untersucht die aktuelle Organisation des deutschen Rettungsdienstes vor dem Hintergrund steigender Kosten und demografischer Veränderungen. Ziel ist es, aufzuzeigen, wie das System durch eine nationale Strukturreform, eine Stärkung der Effizienz und die Übernahme präventiver Aufgaben zukunftssicher und wirtschaftlicher gestaltet werden kann.

  • Analyse der gesetzlichen und strukturellen Rahmenbedingungen in Deutschland.
  • Darstellung der künftigen Herausforderungen durch demografischen Wandel und ärztliche Versorgungslücken.
  • Untersuchung von Einsparpotenzialen durch Synergieeffekte und Prozessoptimierungen.
  • Evaluation neuer Kompetenzmodelle (Advanced Practice Paramedic) anhand eines US-amerikanischen Praxisbeispiels.

Auszug aus dem Buch

3.1 Gesetzliche Rahmenbedingungen

Bedingt durch die föderale Struktur der Bundesrepublik Deutschland, obliegt die Organisation des Rettungsdienstes den einzelnen Bundesländern. Hieraus resultieren 16 Landesrettungsdienstgesetze und Landesrettungsdienstpläne, die Organisation und Durchführung des Rettungsdienstes detailliert regeln. Diese weisen jedoch zum Teil erhebliche Unterschiede auf.

So ist bereits die Einordnung der rettungsdienstlichen Aufgaben, Notfallversorgung und qualifizierter Krankentransport, keineswegs gleich. Die Bundesländer Brandenburg, Bremen, Hamburg, Hessen, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz das Saarland und Sachsen-Anhalt sehen den Rettungsdienst als Teil der Gesundheitsvorsorge und der Gefahrenabwehr. In Bayern und Mecklenburg-Vorpommern definiert man den Rettungsdienst als öffentliche Aufgabe. Eine bedarfsgerechte Versorgung der Bevölkerung mit rettungsdienstlichen Leistungen sehen die Rettungsdienstgesetze von Baden-Württemberg, Berlin und Niedersachsen vor. Keine Angaben bezüglich der Einordnung finden sich in den Gesetzen von Sachsen, Schleswig-Holstein und Thüringen.

Auch die Hilfsfrist, also die zeitliche Vorgabe wie lange es dauern darf, bis das erste Rettungsmittel am Notfallort eintrifft, ist bundesweit nicht einheitlich definiert. Die Zeitspannen differieren zwischen einer Vorgabe von 8 Minuten in Teilen Nordrhein-Westfalens und bis zu 17 Minuten in dünn besiedelten Gebieten Thüringens. Ein Bürger aus Nordrhein-Westfalen, der sich im Wanderurlaub im dünn besiedelten Thüringen befindet, muss also im Notfall unter Umständen doppelt so lange auf Hilfe warten, als dies an seinem Wohnort der Fall wäre.

Mit den Differenzen bei den Zeitvorgaben wird den geographischen Unterschieden der einzelnen Bundesländer Rechnung getragen. Es unterscheiden sich jedoch nicht nur die Zeitvorgaben selbst, sondern auch der vorgegebene Zielerreichungsgrad und die Bemessungsgrundlage. In der Tabelle im Anhang 2 wird die diesbezügliche Situation in den einzelnen Bundesländern noch einmal anschaulich dargestellt.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Beschreibt die aktuelle Kostenproblematik im Rettungsdienst und führt in die Fragestellung zur zukünftigen Ausrichtung des Systems ein.

2. Historische Entwicklung des deutschen Rettungsdienstes: Zeichnet die Entwicklung von den ersten Anfängen im 11. Jahrhundert bis zur Etablierung des modernen Rettungsassistentenberufes nach.

3. Rettungsdienst heute: Beleuchtet die rechtlichen Grundlagen, Organisationsstrukturen sowie Qualifikationsprofile des Personals in den verschiedenen Bundesländern.

4. Zukünftige Herausforderungen: Analysiert die Auswirkungen der demografischen Entwicklung und der veränderten Krankenhauslandschaft auf das Rettungswesen.

5. Möglichkeiten der Neustrukturierung: Zeigt Wege zur Effizienzsteigerung auf, einschließlich einer nationalen Richtlinie und dem Modell des Advanced Practice Paramedic aus den USA.

6. Zusammenfassung und Fazit: Fasst die Erkenntnisse zusammen und plädiert für eine proaktive Entwicklung des Rettungsdienstes hin zu einer stärkeren gesundheitsvorsorgenden Rolle.

Schlüsselwörter

Rettungsdienst, Notfallrettung, Krankentransport, Rettungsassistent, Demografischer Wandel, Kostenentwicklung, Hilfsfrist, Landesrettungsdienstgesetz, Notarzt, Gesundheitsvorsorge, Advanced Practice Paramedic, Systemoptimierung, Qualitätssicherung, Organisationsstruktur, Notfallmedizin.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die aktuelle Organisationsform des deutschen Rettungsdienstes und stellt diese auf den Prüfstand, insbesondere im Hinblick auf ihre Zukunftsfähigkeit und Wirtschaftlichkeit.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Die zentralen Themen sind die gesetzlichen Rahmenbedingungen in den Bundesländern, die Kostenentwicklung, das Qualifikationsniveau des Rettungspersonals sowie Lösungsansätze für eine effizientere Neustrukturierung.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, Strategien zur Kostenoptimierung und Effizienzsteigerung zu identifizieren, ohne dabei das medizinische Versorgungsniveau zu gefährden, und Impulse für eine Modernisierung zu geben.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf der Auswertung vorhandener Fachliteratur, einer Analyse rechtlicher Vorgaben sowie eigenen Berufserfahrungen und Auslandsstudien des Autors im amerikanischen Rettungssystem.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine Bestandsaufnahme des heutigen Systems, eine Prognose zukünftiger Herausforderungen sowie die Vorstellung konkreter Neustrukturierungsmöglichkeiten wie dem APP-Modell.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Die zentralen Schlagworte sind Rettungsdienst, Demografischer Wandel, Kostenentwicklung, Notfallmedizin und Systemoptimierung.

Was unterscheidet das Wake County EMS von deutschen Strukturen?

Ein wesentlicher Unterschied ist der Einsatz von speziell geschulten "Advanced Practice Paramedics", die Hausbesuche durchführen und bei bestimmten Patientengruppen die Versorgung proaktiv steuern, anstatt nur auf Notrufe zu reagieren.

Warum wird eine nationale Richtlinie für den Rettungsdienst gefordert?

Der Autor fordert eine nationale Richtlinie, um die derzeitigen, teilweise erheblichen qualitativen und organisatorischen Unterschiede zwischen den 16 Bundesländern zu vereinheitlichen und Standards für Personal und Ausbildung zu schaffen.

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Résumé des informations

Titre
Ist der deutsche Rettungsdienst noch zeitgemäß organisiert?
Université
University of Cooperative Education  (Hessische Verwaltungs- und Wirtschaftsakademie (VWA) Frankfurt am Main)
Auteur
Dennis Rupp (Auteur)
Année de publication
2010
Pages
33
N° de catalogue
V182457
ISBN (ebook)
9783656065357
ISBN (Livre)
9783656065548
Langue
allemand
mots-clé
Rettungsdienst Organisation Wirtschaftlichkeit Effizienz Qualität
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Dennis Rupp (Auteur), 2010, Ist der deutsche Rettungsdienst noch zeitgemäß organisiert?, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/182457
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Extrait de  33  pages
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