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Brauchen wir ein Leistungsschutzrecht für Verlage?

Title: Brauchen wir ein Leistungsschutzrecht für Verlage?

Bachelor Thesis , 2011 , 34 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: Anja Wohlrab (Author)

Law - Media, Multimedia Law, Copyright
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Das Zeitalter der neuen Medien ist nicht mehr nur angebrochen, sondern hat sich bereits fest in der heutigen Gesellschaft integriert.
So ist es bspw. leicht, ein Foto zu einem bestimmten Themenbereich nicht selbst zu fotografieren, sondern über eine Online-Suchmaschine im WorldWideWeb eine Aufnahme zu diesem bestimmten Thema zu finden. Aber darf dieses Bild dann auch kopiert und anschließend als eigenes tituliert werden?
Dies ist eine Thematik mit der sich das Urheberrecht beschäftigt und genaue Regelungen zum Schutz bestimmter Werke vor der unbefugten Verwendung Dritter enthält. Zu diesen Werken gemäß § 2 UrhG gehören neben bspw. Filmen, Schriftstücken und Computerprogrammen auch Fotos.
Doch wie verhält es sich mit der Nachbildung von Ton- oder Filmträgern? Denn auch hier hätte man im Internet die Möglichkeit, kostenfrei Musik und Film sich anzueignen. Obwohl dies illegal und strafbar wäre, da man diese dem Grunde nach nur käuflich erwerben darf.
Auch hier gibt es klare Regelungen im Urheberrechtsgesetz, dessen vierter Abschnitt dem umfassenden Schutz der Tonträgerhersteller gewidmet ist.
Aber ist es vielleicht möglich, eine bereits produzierte Sendung zu benutzen, um diese bspw. weiterzusenden und somit die Öffentlichkeit zu bereichern?
Auch hier gibt es eine klare Antwort, beziehungsweise Rechtslage: Nein, denn im fünften Abschnitt des Urheberrechtsgesetzes wird ausgiebig auf diese Problematik eingegangen. Durch diese bestehenden Regelungen wird es Dritten verboten, sich die von den Sendeunternehmen erbrachten Leistungen ohne entsprechendes Nutzungsrecht zu Eigen zu machen.
Der beschriebenen Systematik zu folge drängt sich nun die Frage auf, ob somit auch eine Regelung über die Verwendung im Internet veröffentlichter Texte von Verlagen zu finden ist. Doch wird das Kapitel über die verwandten Schutzrechte im Urheberrechtsgesetz genauer betrachtet, so werden zwar Regelungen zum Schutz der bereits oben genannten Sendeunternehmen, Tonträgerherstellern und anderen Werkmittlern gefunden, keine aber für den Schutz der Verlage und deren veröffentlichte Arbeiten.[...]

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

I. Einleitung

II. Das Leistungsschutzrecht als verwandtes Schutzrecht

1. Bereits bestehende Leistungsschutzberechtigte

a) ausübende Künstler

b) Tonträgerhersteller

c) Sendeunternehmen

d) Fazit der bereits bestehenden rechtlichen Regelungen

2. Die Leistungen der Tonträgerhersteller und die der Verlage

a) Problemfokus Verlage

b) Vergleich der Leistungen des Verlages mit deren des Tonträgerherstellers

III. Brauchen wir ein Leistungsschutzrecht für Verlage?

1. Leistungsschutzrecht für Verlage – Was spricht dafür?

2. Leistungsschutzrecht für Verlage – Was spricht dagegen?

IV. Persönliche Würdigung

V. Ergebnis der Untersuchung

Zielsetzung & Themen der Arbeit

Die vorliegende Arbeit untersucht kritisch die aktuelle Debatte um die Einführung eines spezifischen Leistungsschutzrechts für Presseverlage im Kontext der digitalen Mediennutzung. Dabei wird insbesondere der Frage nachgegangen, ob eine solche gesetzliche Neuregelung zur Sicherung der wirtschaftlichen Grundlage von Verlagen notwendig ist oder ob bestehende Schutzmechanismen im Urheber- und Wettbewerbsrecht bereits ausreichend sind, um die Interessen der Verlage zu wahren.

  • Analyse der bestehenden verwandten Schutzrechte im deutschen Urheberrecht
  • Vergleichende Untersuchung der Leistungen von Verlagen und Tonträgerherstellern
  • Darstellung der Pro-Argumente für ein Leistungsschutzrecht im Hinblick auf Online-Nachrichtendienste
  • Kritische Beleuchtung der Gegenargumente bezüglich Informationsfreiheit und Auswirkungen auf kleine Verlage
  • Bewertung der Rechtsposition von Verlagen gegenüber Suchmaschinen und Aggregatoren

Auszug aus dem Buch

2. Die Leistungen der Tonträgerhersteller und die der Verlage

Zunächst muss hierfür der Begriff des Werkmittlers genauer betrachtet werden. Darunter sind jegliche natürlichen oder juristischen Personen zu fassen, welche ein Werk weitervermitteln. Die Werkmittler übernehmen für den Urheber die Aufbereitung seines Werkes, so dass es verbreitet werden kann. Zudem organisieren sie die Produktion und Vermarktung. „Sie bilden die Schnittstelle zwischen Urheber und Publikum.“ „Ihre Hauptleistung besteht in der Vermittlung der von den Urhebern geschaffenen Werke.“ Die jeweiligen Werkmittler handeln auf eigene Rechnung und im eigenen Namen, womit sie auch das komplette wirtschaftliche Risiko tragen.

Daraus geht hervor, dass ein Presseverlag mithin durchaus auch als ein Werkmittler angesehen werden kann, da er die geschaffenen schöpferischen Werke nutzt, intensiv aufarbeitet und in eine der Öffentlichkeit zugängliche Form verwandelt, bzw. diese anderweitig zugänglich macht. Beim Tonträgerhersteller geschieht dies bspw. durch das Festhalten auf einem Tonträger, inklusive aller für die Verkörperung und Verbreitung nötigen Vorarbeiten, wie z.B. Redaktion, Aufnahme, Schnitt und Anderes.

Wird diese Leistung mit der des Verlages verglichen, so können durchaus Parallelen gefunden werden. Denn auch dieser bewirkt mit seiner wirtschaftlich organisatorischen Leistung, dass ein durch den Urheber, z.B. Autor oder Journalist, geschaffenes Werk der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden kann. Der „Verlag materialisiert sein Werk dadurch, dass er dieses in einer für den Kulturmarkt brauchbaren äußerlichen Form vervielfältigt und verbreitet“. Dies kann mittels Druck eines Buches ebenso wie durch die Veröffentlichung via Internet geschehen.

Zusammenfassung der Kapitel

I. Einleitung: Die Einleitung führt in die Problematik des Urheberrechts im Zeitalter der digitalen Medien ein und wirft die Kernfrage auf, ob für Verlage ein vergleichbarer Schutz wie für andere Werkmittler notwendig ist.

II. Das Leistungsschutzrecht als verwandtes Schutzrecht: Dieses Kapitel erläutert die dogmatischen Grundlagen der verwandten Schutzrechte und stellt die Leistungen von Verlagen denen der Tonträgerhersteller gegenüber, um Gemeinsamkeiten und Unterschiede herauszuarbeiten.

III. Brauchen wir ein Leistungsschutzrecht für Verlage?: Hier werden die kontroversen Argumente der Debatte beleuchtet, wobei sowohl die Forderungen nach einer fairen Vergütung gegenüber Online-Plattformen als auch Bedenken hinsichtlich der Informationsfreiheit abgewogen werden.

IV. Persönliche Würdigung: Der Verfasser nimmt kritisch Stellung zur aktuellen Gesetzesvorlage und schlägt Modifikationen vor, die ein Gleichgewicht zwischen Verlagsschutz und anderen gesellschaftlichen Interessen anstreben.

V. Ergebnis der Untersuchung: Das Fazit stellt fest, dass ein Leistungsschutzrecht in der geforderten Form nicht zwingend notwendig ist, da Verlage bereits durch bestehende Schutzmechanismen abgesichert sind.

Schlüsselwörter

Urheberrecht, Leistungsschutzrecht, Verlage, Presseverlage, Werkmittler, Tonträgerhersteller, Google News, Snippets, Digitalisierung, Online Publishing, Informationsfreiheit, Schutzfähigkeit, Verwertungsgesellschaft, Internet, Wettbewerbsrecht.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit der juristischen und wirtschaftlichen Debatte um die Einführung eines neuen Leistungsschutzrechts für Presseverlage im Internetzeitalter.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind der Schutz geistigen Eigentums, das Urheberrechtsgesetz, die Rolle von Online-Suchmaschinen und die wirtschaftliche Situation von Verlagen.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Ziel ist es zu klären, ob die Einführung eines Leistungsschutzrechts für Verlage aufgrund der veränderten Mediennutzung im Internet zwingend erforderlich oder bereits durch bestehendes Recht abgedeckt ist.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Der Autor führt eine juristische Analyse der geltenden Gesetzeslage durch, ergänzt um einen Vergleich mit bereits existierenden Leistungsschutzrechten und eine Auswertung aktueller Marktstudien.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert die Definition und den Schutz von Werkmittlern, vergleicht Verlagsleistungen mit Tonträgerherstellern und erörtert detailliert die Argumente für und gegen ein neues Schutzrecht.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Urheberrecht, Leistungsschutzrecht, Presseverlage, Online-Aggregatoren, Snippets und Informationsfreiheit.

Was sind „Snippets“ im Kontext dieser Arbeit?

Snippets sind kurze Textauszüge, die von Suchmaschinen wie Google News angezeigt werden; ihre urheberrechtliche Einstufung als gemeinfrei oder schutzbedürftig ist ein zentraler Streitpunkt der Debatte.

Wie bewertet der Autor die Situation für kleine Verlage?

Der Autor äußert die Sorge, dass ein pauschales Leistungsschutzrecht vor allem großen Verlagen nützen würde, während kleine Verlage bei einer notwendigen Gebührenumverteilung oder durch Qualitätsverlust eher gefährdet wären.

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Details

Title
Brauchen wir ein Leistungsschutzrecht für Verlage?
College
Dresden Technical University
Grade
2,0
Author
Anja Wohlrab (Author)
Publication Year
2011
Pages
34
Catalog Number
V182569
ISBN (eBook)
9783656061915
Language
German
Tags
brauchen leistungsschutzrecht verlage
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Anja Wohlrab (Author), 2011, Brauchen wir ein Leistungsschutzrecht für Verlage?, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/182569
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