In meinem Teil des zu bearbeitenden Referatsthemas beschäftigte ich mich mit dem Begriff der "Schlüsselqualifikation" in der betrieblichen Weiterbildung. Wie sieht das Konzept der Schlüsselqualifikationen aus und welche Relevanz hat es für die betriebliche Weiterbildung? In meinen Aussagen stütze ich mich auf die Ausführungen und Veröffentlichungen von Rolf Arnold. Er betrachtet die Konzepte von Mertens u.a. und bezieht hierzu kritisch Stellung. Ich werde im folgenden näher auf das genannte Konzept eingehen und sowohl die arbeitsmarktpolitischen, als auch die berufspädagogischen Begründungsansätze aufgreifen und beschreiben. Anschließend werde ich aufzeigen, wie das Konzept der Schlüsselqualifikationen umgesetzt werden kann; im letzten Teil meiner Ausführungen gehe ich auf die Bedeutung von Schlüsselqualifizierung für die Unternehmen ein.
Inhaltsangabe
1. Inhaltsangabe
2. Einleitung
3. Das Konzept der Schlüsselqualifikation
3.1 Begründungsansätze
3.1.1 arbeitsmarktpolitische Begründung
3.1.2 berufspädagogische Begründung
3.2 Umsetzungsansätze
4. Bedeutung der Schlüsselqualifizierung für ein Unternehmen
5. Zusammenfassung
6. Literaturverzeichnis
Zielsetzung & Themen
Diese Arbeit untersucht das Konzept der Schlüsselqualifikationen in der betrieblichen Weiterbildung, bewertet dessen Relevanz und analysiert kritisch die arbeitsmarktpolitischen sowie berufspädagogischen Begründungsansätze unter Berücksichtigung der Unternehmensperspektive.
- Definition und theoretische Fundierung von Schlüsselqualifikationen
- Arbeitsmarktpolitische versus berufspädagogische Begründungsansätze
- Methoden und Umsetzungsstrategien in der betrieblichen Praxis
- Die Bedeutung von Kompetenzentwicklung für Unternehmen
- Kritische Reflexion über Lernmotivation und betriebliche Rahmenbedingungen
Auszug aus dem Buch
3. Das Konzept der Schlüsselqualifikation
Dieter Mertens definiert den Begriff der „Schlüsselqualifikation“ wie folgt: Es sei der „Schlüssel zur raschen und reibungslosen Erschließung von wechselndem Spezialwissen.“ Wobei zu beachten ist, dass das Konzept der Schlüsselqualifikationen als Fundierung von bereits diskutierten und gepflegten Prinzipien dienen soll und nicht etwa als „Zauberformel“ (Lisop 1988, Zabeck 1989) für das didaktische Vorgehen in der Bildungspolitik, Berufs- und Erwachsenenpädagogik. Arnold hebt hervor, dass eben dieses Konzept als erweiterter Qualifikationsbegriff zu sehen ist, „... der über eine eng fachspezifische Entwicklung beruflicher Handlungskompetenz hinausweist und sowohl eine erweiterte Sachkompetenz als auch eine Selbst- und Sozialkompetenz umfasst.“
Aufgekommene Unklarheiten bezüglich der Begriffsklärung in der Debatte der Schlüsselqualifikation ist darauf zurückzuführen, dass Begründungs- und Umsetzungsfragen vermischt diskutiert werden. Details hierzu werde ich in einem späteren Kapitel diskutieren. Weitesgehende Einigung hingegen besteht in bezug auf die zu vermittelnden Bereiche. Man stützt sich hierbei hauptsächlich auf die von Reetz 1989 aufgestellte „Dreiheit“. Hierbei gilt es eine Zusammenführung von Sachkompetenz, Selbstkompetenz und Sozialkompetenz zu erreichen. Bei der Sachkompetenz geht es darum, Fertigkeiten zu vermitteln. Zugriffswissen soll erlangt werden; Arnold spricht hier von „know how to know“ oder „keyknowledge“. Selbstkompetenz soll dazu befähigen selbständig zu arbeiten, woraus eine Flexibilität entstehen soll, die den Wechsel zwischen verschiedenen beruflichen Aufgabenstellungen und Problemlösungen ermöglichen.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Inhaltsangabe: Listet die Gliederungspunkte der Arbeit auf.
2. Einleitung: Stellt das Thema Schlüsselqualifikationen in der betrieblichen Weiterbildung vor und skizziert die methodische Vorgehensweise anhand der Ansätze von Rolf Arnold.
3. Das Konzept der Schlüsselqualifikation: Analysiert den Begriff, die theoretische Einordnung in die Sach-, Selbst- und Sozialkompetenz sowie die zugrunde liegenden Begründungs- und Umsetzungskonzepte.
4. Bedeutung der Schlüsselqualifizierung für ein Unternehmen: Beleuchtet den Wandel vom lehrorientierten zum lernorientierten Modus und reflektiert die ökonomischen Interessen der Unternehmen.
5. Zusammenfassung: Fasst die Erkenntnisse zusammen und äußert Kritik an der fehlenden Trennschärfe der Begründungsansätze sowie der vernachlässigten Mitarbeitermotivation.
6. Literaturverzeichnis: Führt die in der Arbeit verwendeten Quellen auf.
Schlüsselwörter
Schlüsselqualifikation, betriebliche Weiterbildung, Sachkompetenz, Selbstkompetenz, Sozialkompetenz, Handlungskompetenz, berufliche Bildung, Lernorientierung, Arbeitsmarktanforderungen, Berufspädagogik, Fachwissen, Qualifizierung, Personalentwicklung, Methodenkompetenz, Fachdidaktik.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit der Bedeutung und Relevanz von sogenannten Schlüsselqualifikationen innerhalb des Rahmens der betrieblichen Weiterbildung in den 90er Jahren.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die zentralen Themen umfassen die Definition von Schlüsselqualifikationen, die Unterscheidung zwischen Sach-, Selbst- und Sozialkompetenz sowie die Umsetzung in betrieblichen Lernprozessen.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Ziel ist es, das Konzept der Schlüsselqualifikationen kritisch zu hinterfragen und zu analysieren, wie Unternehmen durch den Wandel zum lernorientierten Modus auf veränderte Anforderungen reagieren.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Der Autor stützt sich auf eine Literaturanalyse, primär basierend auf den Ausführungen und Publikationen von Rolf Arnold, um das Thema theoretisch fundiert zu bearbeiten.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Definition, eine detaillierte Betrachtung arbeitsmarktpolitischer und berufspädagogischer Begründungsansätze sowie eine Analyse der praktischen Umsetzung und Unternehmensbedeutung.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Schlagworte sind Schlüsselqualifikation, Betriebliche Weiterbildung, Kompetenzentwicklung, Lernorientierung und Berufspädagogik.
Warum unterscheidet der Autor zwischen arbeitsmarktpolitischen und berufspädagogischen Ansätzen?
Diese Unterscheidung ist notwendig, da das Konzept historisch als arbeitsmarktpolitisches Lösungsmodell entstand, jedoch in der modernen Pädagogik stark um eine ganzheitliche Persönlichkeitsbildung ergänzt wurde.
Welchen kritischen Aspekt bringt der Autor gegenüber Rolf Arnold ein?
Der Autor kritisiert, dass in Arnolds Ausführungen die individuelle Einstellung und Motivation der Mitarbeiter, insbesondere bei langjährig beschäftigten Fachkräften, zu wenig berücksichtigt wird.
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- Carsten Rauer (Author), 2001, Bildende Qualifizierung? Neue erwachsenpädagogische Bewertungen und Perspektiven in den 90er Jahren, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/18258