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Totem und Tabu - Religion im Licht der Psychoanalyse

Título: Totem und Tabu - Religion im Licht der Psychoanalyse

Trabajo Escrito , 2009 , 11 Páginas , Calificación: 1,0

Autor:in: Remington Richers (Autor)

Psicología - Psicología de la religión
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Totem und Tabu ist eine von Sigmund Freud 1913 erstmals veröffentlichte Aufsatzsammlung, deren vier Teile zunächst in der von ihm mit herausgegebenen Zeitschrift Imago erschienen. Die Aufsätze „Inzestscheu“, eine Abhandlung über den Totemismus, „das Tabu und die Ambivalenz der Gefühlsregungen“, „Animismus, Magie und Allmacht der Gedanken“ sowie „die Infantile Wiederkehr des Totemismus“, dessen Inhalt eine Gesellschaftstheorie, basierend auf den Grundlagen der ihm vorliegenden ethnologischen Befunde sowie seiner Psychoanalyse ist, bilden die Säulen dieses Werkes, welches auch aus sprachlicher Sicht als sein gelungenstes gilt.In dieser Hausarbeit soll weniger auf die zwar zweifellos wichtige Thematik des Inzesttabus als vielmehr auf die religiösen Aspekte eingegangen werden. Eine Eingrenzung des Themas ist an dieser Stelle nötig, wäre doch der Inhalt sonst nur allzu oberflächlich abgehandelt. Die Entscheidung, den Fokus auf das religiöse Moment zu legen, ergab sich mit Blick auf den Seminarinhalt.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

Einleitung: Aufbau und Eingrenzung

Hauptteil: Das Göttliche unter dem Mikroskop der Kindheits- und Massenpsychologie

Nichtsnutziger Gott?

Wie kommt man bloß darauf?

Nichs als Massenwahn?

Papa kann alles!

Schlussteil: Alles nur infantiler Humbug?

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht die Entstehung und psychologische Funktion von Religion durch eine psychoanalytische Linse, wobei sie insbesondere Freuds Theorien über den Totemismus und die kindliche Abhängigkeit aufgreift. Das Ziel ist es, die Verbindung zwischen der unbewussten Sehnsucht nach einem beschützenden Vaterbild und der kollektiven Aufrechterhaltung religiöser Strukturen zu beleuchten.

  • Psychoanalytische Interpretation der Religion nach Sigmund Freud
  • Der Übergang von der präreligiösen Horde zum religiösen Stamm
  • Die Rolle der Gruppenpsychologie bei der Entstehung religiöser Riten
  • Die Analogie zwischen der kindlichen Elternbeziehung und dem Gottesglauben
  • Die ordnungspolitische Funktion religiöser Tabus

Auszug aus dem Buch

Wie kommt man bloß darauf?

Um nun zum Ursprung der Religion zu kommen, begeben wir uns in die präreligiöse Zeit, als wir Menschen noch wild und instinktgetrieben waren und uns selbst und die Welt ganz anders wahrnahmen. Relikte aus der Zeit sprechen jedenfalls dafür. Sie belegen auch, dass wir damals in kleineren Gruppen aus Blutsverwandten – Horden – zusammenlebten. Eine Horde bestand aus einem Anführer – dem durchsetzungsfähigsten, stärksten Mann, der die jüngeren Männer mit seiner Präsenz einschüchterte und dem die Frauen dank seiner vorzüglichen Eigenschaften willig zur sexuellen Verfügung standen. Diese Einschätzung verdanken wir Charles Darwin, der vom Sozialverbund der Menschenaffen auf unsere Vorväter schloss. Dieser Anführer oder Urvater beschützte die Horde vor Gefahren. War er auch nicht immer gerecht, so war seine Autorität doch unumstritten. Und obwohl ihn die jüngeren Männer fürchteten und manchmal auch verabscheuten, konnten sie sich doch seines Schutzes sicher sein.

Da nur er Kinder zeugen durfte, war gewährleistet, dass die Horde immer stark bleiben würde. Andererseits sorgte dieses unfreiwillige Zölibat natürlich für Bitterkeit unter den heranwachsenden Männern. Daher auch die zweite unumstößliche Regel: Unter keinen Umständen war es erlaubt zu versuchen, den Urvater zu stürzen. Natürlich kam es hier regelmäßig zu Verstößen, die scharf – mit Verbannung aus der Horde – geahndet wurden, setzten sie doch die Sicherheit der Gemeinschaft aufs Spiel.

Nach geraumer Zeit, nachdem sich das menschliche Gehirn weiterentwickelt hatte, kam den verbannten Brüdern – die in Männerverbänden zusammenlebten – ein neuer Gedanke: Sie könnten sich zusammentun und den Vater gemeinsam stürzen. Bald kam also der Tag, an dem sie zur Horde zurückkehrten und den gehassten und gefürchteten Vater erschlugen. „Dass sie den Getöteten auch verzehrten, ist für den kannibalen Wilden selbstverständlich. Der gewalttätige Urvater war gewiss das beneidete und gefürchtete Vorbild eines jeden aus der Brüderschar gewesen. Nun setzten sie im Akte des Verzehrens die Identifizierung mit ihm durch, eigneten sich ein jeder ein Stück seiner Stärke an.“

Zusammenfassung der Kapitel

Einleitung: Aufbau und Eingrenzung: Die Arbeit führt in Sigmund Freuds Aufsatzsammlung "Totem und Tabu" ein und grenzt den Fokus auf die religiösen Aspekte gegenüber der Inzest-Thematik ab.

Hauptteil: Das Göttliche unter dem Mikroskop der Kindheits- und Massenpsychologie: Dieser Abschnitt analysiert das ambivalente Verhältnis zwischen Mensch und Gott sowie die Ursprünge religiöser Strukturen in frühen Horden-Gesellschaften.

Nichtsnutziger Gott?: Es wird untersucht, warum der Mensch an einem allmächtigen Gott festhält, der Schutz bietet, obwohl er auch als unbegreiflich und für das menschliche Leid verantwortlich wahrgenommen wird.

Wie kommt man bloß darauf?: Dieses Kapitel beschreibt die psychoanalytische Herleitung der Religion aus dem gewaltsamen Akt der Urvater-Tötung und der darauf folgenden Übertragung der väterlichen Autorität auf Totemtiere.

Nichs als Massenwahn?: Hier wird der psychologische Prozess beleuchtet, bei dem das Individuum in der Masse seine Eigenverantwortung abgibt und sich der Macht eines charismatischen Anführers unterwirft.

Papa kann alles!: Das Kapitel setzt die kindliche Projektion der allmächtigen Eltern auf das Gottesbild in Beziehung und erklärt die Fixierung auf dieses Vaterbild im Erwachsenenalter.

Schlussteil: Alles nur infantiler Humbug?: Das Fazit würdigt die Religion trotz ihrer illusionären Basis als notwendige gesellschaftliche Ordnungsinstitution.

Schlüsselwörter

Psychoanalyse, Religion, Totemismus, Sigmund Freud, Urvater, Gruppenpsychologie, Massenwahn, Kindheitsentwicklung, Tabu, Autorität, Identifikation, Vaterbild, Projektion, Soziologie, Religionstheorie

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit analysiert die Ursprünge und die psychologische Bedeutung von Religion unter Anwendung psychoanalytischer Konzepte, insbesondere basierend auf Sigmund Freuds Werk "Totem und Tabu".

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Zu den zentralen Themen gehören die Evolution der menschlichen Gesellschaft von der Horde zum Clan, die psychologische Dynamik in Massen sowie die Übertragung kindlicher Beziehungsmuster auf göttliche Autoritäten.

Was ist das primäre Ziel oder die zentrale Forschungsfrage der Arbeit?

Das Ziel ist es, zu verstehen, warum Religionen trotz wissenschaftlicher Fortschritte bestehen bleiben und wie sie durch die Psychoanalyse als Ausdruck menschlicher Bedürfnisse und kollektiver Vergangenheitsbewältigung gedeutet werden können.

Welche wissenschaftlichen Methoden werden angewandt?

Die Arbeit nutzt die psychoanalytische Theoriebildung, ergänzt durch ethnologische und sozialpsychologische Perspektiven (unter anderem von Charles Darwin und Gustave Le Bon), um religiöses Verhalten zu interpretieren.

Was steht im inhaltlichen Fokus des Hauptteils?

Der Hauptteil befasst sich mit der Herleitung des Totemismus aus dem sogenannten Urverbrechen, der Bedeutung der Gruppenpsychologie für religiöse Gefolgschaft und der Analogie zwischen Gott und dem allmächtigen Vater der Kindheit.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Analyse?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie Totemismus, Massenpsychologie, Vaterbild, Regression, Tabu und psychologische Identifikation charakterisiert.

Warum spielt das Totemtier in der Theorie der frühen Gesellschaften eine so wichtige Rolle?

Das Totemtier dient als psychologischer Ersatz für den getöteten Urvater, der nach seinem Tod idealisiert wurde, um Ordnung und Schutz in der nun vaterlosen Gemeinschaft wiederherzustellen.

Inwiefern beeinflusst das „Lustprinzip“ das Verständnis von Religion?

Kinder (und in dieser Analogie auch religiöse Menschen) neigen dazu, aufgrund eines noch nicht vollständig entwickelten Realitätssinns Wünsche als Wirklichkeit zu betrachten, was den Glauben an eine tröstende höhere Macht erleichtert.

Final del extracto de 11 páginas  - subir

Detalles

Título
Totem und Tabu - Religion im Licht der Psychoanalyse
Universidad
University of Erfurt  (Institut für vergleichende Religionswissenschaft)
Curso
Systematische Religionswissenschaft II
Calificación
1,0
Autor
Remington Richers (Autor)
Año de publicación
2009
Páginas
11
No. de catálogo
V182685
ISBN (Ebook)
9783656063391
Idioma
Alemán
Etiqueta
totem tabu religion licht psychoanalyse
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Remington Richers (Autor), 2009, Totem und Tabu - Religion im Licht der Psychoanalyse, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/182685
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