Der vorliegende Text liefert eine literaturhistorische Betrachtung der Epoche der Romantik und, nach deren Ende, ihres Untergangs anhand dreier Gedichte. Mit Joseph von Eichendorffs "Mondnacht" wird die spätromantische Naturerfahrung verdeutlicht. Darauf folgt die Ironisierung der Romantik anhand von Heinrich Heines "Das Fräulein stand am Meere". Der Untergang der romantischen Sonne erfolgt letztlich mit Charles Baudelaires gleichnamigen Gedicht.
Inhaltsverzeichnis
- Einleitung
- Joseph von Eichendorff - spätromantische Naturerfahrung
- Romantische Naturerfahrung am Beispiel von Eichendorffs „Mondnacht“
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Diese Arbeit untersucht die deutsche Romantik, insbesondere die spätromantische Naturerfahrung bei Joseph von Eichendorff. Sie analysiert Eichendorffs Werk im Kontext der romantischen Bewegung und beleuchtet seine dichterische Arbeitsweise anhand des Gedichts „Mondnacht“.
- Die deutsche Romantik als literarische Epoche
- Joseph von Eichendorffs spätromantisches Naturverständnis
- Die Bedeutung von Natur und Spiritualität in Eichendorffs Lyrik
- Analyse der Entstehung und Struktur von Eichendorffs „Mondnacht“
- Das Motiv der redenden Natur (Natura loquitur) bei Eichendorff
Zusammenfassung der Kapitel
Die Einleitung gibt einen Überblick über die deutsche Romantik, ihre Ziele und Motive, und positioniert sie im Kontext der Aufklärung und Klassik. Sie hebt die Bedeutung von Natur, Spiritualität und der Abkehr vom reinen Rationalismus hervor. Das Kapitel über Joseph von Eichendorff beschreibt seine literarischen Einflüsse und seine spezifische Naturerfahrung, die durch eine positive Sicht der von Gott gegebenen Wahrheit und die Verwendung von Symbolen und Formeln geprägt ist. Die Bedeutung christlicher Elemente in seiner Poesie wird ebenfalls angesprochen.
Der Abschnitt zu „Mondnacht“ untersucht die Entstehung des Gedichts und den Entstehungsprozess, der zeigt wie die Vollendung des Gedichts intensiver Arbeit und Überarbeitung bedurfte. Dabei wird der Fokus auf die Verbindung von Naturerfahrung und Spiritualität gelegt und wie verschiedene Motive und Bilder in das Gedicht eingearbeitet wurden.
Schlüsselwörter
Deutsche Romantik, Joseph von Eichendorff, Spätromantik, Naturerfahrung, Spiritualität, „Mondnacht“, Natura loquitur, Symbolismus, Gottespräsenz in der Natur, dichterische Arbeitsweise, Pantheismus, Sehnsucht.
Häufig gestellte Fragen
Was ist das Hauptthema der literaturhistorischen Betrachtung?
Die Arbeit untersucht die Entwicklung und den schrittweisen Untergang der romantischen Epoche anhand ausgewählter Gedichte.
Wie wird die Naturerfahrung bei Eichendorff dargestellt?
In Gedichten wie „Mondnacht“ wird die Natur als spiritueller Ort der Gottespräsenz und als „redende Natur“ (Natura loquitur) erfahren.
Welche Rolle spielt Heinrich Heine in diesem Kontext?
Heine nutzt Ironie (z.B. in „Das Fräulein stand am Meere“), um die übersteigerten Gefühle der Romantik zu hinterfragen und zu brechen.
Was symbolisiert der „Untergang der romantischen Sonne“ bei Baudelaire?
Baudelaires Werk markiert den endgültigen Abschied von der romantischen Sichtweise und den Übergang zur Moderne/Symbolismus.
Was bedeutet der Begriff „Natura loquitur“?
Es ist das romantische Motiv der „sprechenden Natur“, in der der Dichter göttliche Wahrheiten und Symbole in der natürlichen Welt liest.
Inwiefern unterscheidet sich die Spätromantik von der Aufklärung?
Die Romantik betont Spiritualität, Sehnsucht und das Irrationale als Gegenpol zum reinen Rationalismus der Aufklärung.
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- Melanie Strieder (Author), 2004, Der Untergang der romantischen Sonne, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/182854