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Frauensprache – Männersprache. Die Geschlechtsspezifischen Unterschiede in der Kommunikation

Title: Frauensprache – Männersprache. Die Geschlechtsspezifischen Unterschiede in der Kommunikation

Term Paper , 2008 , 24 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Antje Kreher (Author)

Social Work
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Was bedeutet es, im sprachlichen Sinn, eine Frau oder ein Mann zu sein und an wie viele Grenzen stoßen wir, wenn wir mit dem anderen Geschlecht kommunizieren wollen? Auch mir geht es oft so, dass ich in privaten Gesprächen mit Männern an meine Grenzen stoße, weil ich mich einfach unverstanden fühle. Deshalb habe ich mich mit Debora Tannen beschäftigt, um zu verstehen, warum Männer und Frauen in verschiedenen Situationen so reagieren, wie sie reagieren. Wie mir scheint, geht es da nicht nur mir so, der Markt boomt mit Bestsellern, die alle den kleinen Unterschied zwischen Mann und Frau erklären. Ich habe mich dabei auf den sprachlichen Unterschied konzentriert und dabei bemerkt, dass sich damit auch nicht nur Sprachwissenschaftler beschäftigt haben, sondern auch Soziologen, Psychologen, Antropologen und andere. Dabei habe ich entdeckt, dass dies ein breit gefächertes Gebiet ist und man nicht auf alles eingehen kann.
Ziel dieser Arbeit ist es, die verschiedenen Kommunikationsstile der Geschlechter zu beleuchten und die Gründe für Kommunikationskonflikte zu erklären. Im Leben ist es oft so, dass der Mann sich gefühlsmäßig distanziert, häufig belehrend spricht und die Oberhand im Dialog behalten will. Die Frau dagegen nimmt sich zurück und baut den Partner durch Bestätigungen auf. Dies alles, so sagt es Friedemann Schulz von Thun, wird schon in der frühen Kindheit durch das unterschiedlich strukturierte Frühschicksal erworben. Auch die mannigfachen Interpretationsregeln von Frau und Mann führen oft zu Missverständnissen. Da sie, so Malz und Borker, in verschiedenen Kulturen aufwachsen. Diese beiden Hypothesen möchte ich in Kapitel 1 näher beleuchten um eine erste Erklärung zu finden, wie es mit der Sozialisation und geschlechtspezifischem Sprechen einhergeht. In Kapitel 2 beziehe ich mich auf das geschlechtsspezifische Sprachverhalten, wobei ich näher darauf eingehe, welche Unterschiede es in der Kommunikation zwischen Mann und Frau gibt. Dabei werde ich das Kommunikationsverhalten herausfiltern, und mich der Beziehungs- und Berichtssprache widmen. Um das ganze abzurunden, möchte ich auch die dominanten und nichtdominanten Mittel des Sprachverhaltens erklären. Durch den unterschiedlichen Stil im Sprachverhalten kommt es sehr oft zu Konflikten in der Kommunikation zwischen Mann und Frau.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

0 Einleitung

1 Ansätze zur Entstehung geschlechtsspezifischer Kommunikation

1.1 Hypothese des Frühschicksals

1.2 Der soziolinguistische Ansatz

2 Geschlechtsspeziefisches Sprachverhalten

2.1 Kommunikationsverhalten der Geschlechter

2.1.1 Wie sprechen Frauen?

2.1.2 Wie sprechen Männer?

2.1.3 Berichts und Beziehungssprache

2.2 Geschlechtstypische Gesprächsstile

2.2.1 Dominante Formen von Sprachverhalten

2.3 Nicht-dominante Formen von Sprachverhalten

3 Kommunikationskonflikte zwischen den Geschlechtern

3.1.1 Kommunikationsstörungen

3.1.2 Konflikt: Sach- oder Beziehungsebene und komplementäre Schismogenese

4 Lösungsansätze für eine gelungene Kommunikation

5 Schlusswort

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit beleuchtet die unterschiedlichen Kommunikationsstile von Frauen und Männern und untersucht die Ursachen für daraus resultierende Konflikte im privaten und öffentlichen Bereich.

  • Sozialisation und geschlechtsspezifische Kommunikation
  • Unterschiede zwischen Beziehungs- und Berichtssprache
  • Dominante vs. nicht-dominante Gesprächsformen
  • Mechanismen der Schismogenese in Partnerschaften
  • Strategien für eine gelungene, respektvolle Kommunikation

Auszug aus dem Buch

3.1.2 Konflikt: Sach- oder Beziehungsebene und komplementäre Schismogenese

Durch die oft unbewusste Verschachtelung von Beziehungs- und Sachebene ist für die Kommunikationspartner oft nicht erkennbar, auf welcher Ebene sich ein Konflikt bewegt. Dabei wird die Konfliktschlichtung verhindert, weil ein Sachproblem nur auf der Sachebene und ein Beziehungsproblem nur mit der Auseinandersetzung des Beziehungsaspekts gelöst werden kann. Wenn dies von den Gesprächspartnern nicht erkannt wird und z. B. ein Beziehungsproblem versucht wird auf der Sachebene zu bearbeiten, weitet der Konflikt sich weiter aus, dabei kann kaum eine Lösung erzielt werden.

Probleme durch Gespräche zu lösen wird oft erschwert wenn Missverständnisse in unterschiedlichem Gesprächsverhalten begründet sind. Oft wird damit der Konflikt verschlimmert, da man sich bisher nicht verständlich machen konnte, steigert man damit seine Verhaltensweise, damit wird der Partner zur Steigerung seiner Verhaltensweise gereizt. Dieser Mechanismus wird als komplementäre Schismogenese bezeichnet:

Schismogenese ist ein Prozess, bei dem zwei Leute immer extremere Formen eines Verhaltens demonstrieren, das ein inkongruentes Verhalten beim anderen auslöst, so dass sie sich gegenseitig wie in einer hochschraubenden Spirale zu immer stärkeren Manifestationen des inkongruenten Verhaltens anstacheln (Tannen 1992, S. 153).

Zusammenfassung der Kapitel

0 Einleitung: Die Autorin legt ihre Motivation dar, die verschiedenen Kommunikationsstile der Geschlechter zu beleuchten und Missverständnisse im Dialog zu hinterfragen.

1 Ansätze zur Entstehung geschlechtsspezifischer Kommunikation: Erläutert die Hypothese des Frühschicksals nach Schulz von Thun sowie den soziolinguistischen Ansatz der zwei Kulturen.

2 Geschlechtsspeziefisches Sprachverhalten: Analysiert detailliert die Unterschiede zwischen weiblicher Beziehungs- und männlicher Berichtssprache sowie dominante und nicht-dominante Kommunikationsformen.

3 Kommunikationskonflikte zwischen den Geschlechtern: Untersucht die Gründe für Kommunikationsstörungen und erklärt das Phänomen der komplementären Schismogenese.

4 Lösungsansätze für eine gelungene Kommunikation: Bietet praxisorientierte Empfehlungen an, wie durch Sensibilisierung und den Einsatz von Ich-Botschaften ein harmonischerer Dialog gelingen kann.

5 Schlusswort: Die Autorin resümiert, dass die Kenntnis über geschlechtsspezifische Unterschiede dabei helfen kann, Konflikte zu entschärfen und Toleranz zu fördern.

Schlüsselwörter

Frauensprache, Männersprache, Geschlechterkommunikation, Berichtssprache, Beziehungssprache, Schismogenese, Kommunikationskonflikte, Schulz von Thun, Deborah Tannen, Interkulturelle Kommunikation, Sprachverhalten, Metaebene, Themenkontrolle, Gesprächsarbeit.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die sprachlichen Unterschiede zwischen Frauen und Männern und wie diese zu Missverständnissen und Konflikten im Alltag führen können.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Felder sind die Sozialisationsunterschiede in der Kindheit, der Kontrast zwischen Beziehungs- und Berichtssprache sowie die Dynamik von Macht in Gesprächen.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, ein Verständnis für die verschiedenen Kommunikationsstile zu schaffen, um so zu einer konstruktiven und harmonischeren Kommunikation zwischen den Geschlechtern beizutragen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Auseinandersetzung mit kommunikationspsychologischen und soziolinguistischen Ansätzen, etwa von Schulz von Thun, Deborah Tannen und John Gray.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil werden sowohl die theoretischen Grundlagen der Entstehung geschlechtsspezifischer Sprache als auch konkrete Gesprächstechniken wie Unterbrechungen, Themenkontrolle und Minimalreaktionen analysiert.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Frauensprache, Männersprache, Berichtssprache, Beziehungssprache, Schismogenese und Metaebene.

Was genau bedeutet der Begriff der komplementären Schismogenese im Kontext der Arbeit?

Es beschreibt einen eskalierenden Prozess, bei dem zwei Partner ihre Kommunikationsstile so steigern, dass sie sich gegenseitig zu immer extremerem (und unpassenderem) Verhalten anstacheln, ohne den eigentlichen Ursprung des Konflikts zu lösen.

Warum fällt es Männern und Frauen oft schwer, die Metaebene im Gespräch zu nutzen?

Da viele Menschen in der Hitze eines Gefechts auf der Sachebene verharren und das Gespräch eher als einen Wettbewerb um Status oder ein zu lösendes Problem betrachten, anstatt über die Art der Kommunikation selbst zu reflektieren.

Welchen Rat gibt die Autorin für den Alltag?

Die Autorin empfiehlt vor allem gegenseitige Toleranz, aktives Zuhören und den bewussten Einsatz von Ich-Botschaften, um die Beziehungsebene nicht durch unbedachte Angriffe zu gefährden.

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Details

Title
Frauensprache – Männersprache. Die Geschlechtsspezifischen Unterschiede in der Kommunikation
College
University of Applied Sciences Jena
Course
Kulturelle Kommunikation
Grade
1,3
Author
Antje Kreher (Author)
Publication Year
2008
Pages
24
Catalog Number
V182907
ISBN (eBook)
9783656072416
ISBN (Book)
9783656072683
Language
German
Tags
frauensprache männersprache geschlechtsspezifischen unterschiede kommunikation
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Antje Kreher (Author), 2008, Frauensprache – Männersprache. Die Geschlechtsspezifischen Unterschiede in der Kommunikation, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/182907
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