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Der Skandal um die Ehrung Kuni Tremel-Eggerts

Projektvorschlag für den Geschichtswettbewerb des Bundespräsidenten

Titel: Der Skandal um die Ehrung Kuni Tremel-Eggerts

Hausarbeit (Hauptseminar) , 2010 , 18 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: Anonym (Autor:in)

Didaktik - Geschichte
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Die vorliegende Arbeit stellt die Ehrung der fränkischen Heimat-Schriftstellerin Kuni Tremel-Eggert (1889-1954) aus dem Jahr 2007 als mögliches Thema für den Geschichtswettbewerb des Bundespräsidenten im Schuljahr 2010/11 unter dem Titel Ärgernis, Aufsehen, Empörung: Skandale in der Geschichte vor.

Nach einer kurzen Biographie Tremel-Eggerts sowie einer Vorstellung des Skandals unter Einbezug einer Begriffsdefinition soll die grundsätzliche Eignung des potentiellen Projekts für den Bundeswettbewerb geprüft werden.

Neben einer Betrachtung grundsätzlicher Kriterien zur Themenwahl (wie etwa der Quellensituation) soll das Hauptaugenmerk dabei auf die Frage gerichtet sein, welch didaktisches „Potential“ das anvisierte Projekt birgt, soll heißen, inwieweit das Projekt zu einem reflektierteren Geschichtsbewusstsein der Schüler/-innen beitragen kann. Hierzu soll mit den verschiedenen Dimensionen von Geschichtsbewusstsein nach PANDEL gearbeitet werden.

In einem letzten Schritt soll begründet werden, warum die vorliegende Arbeit das potentielle Projekt vor allem in die gymnasiale Oberstufe verordnet. Darüber hinaus soll eine Empfehlung hinsichtlich der Präsentationsform des Projekts erfolgen.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Vorstellung des Skandals

1.1. Biographie Kuni Tremel-Eggerts

1.2. Der Skandal

2. Grundsätzliche Eignung des Projekts

3. Didaktisches „Potential“ des anvisierten Projekts

3.1. Identitätsbewusstsein

3.2. Moralisches Bewusstsein

3.3. Ergänzung: Bewusstsein für Multiperspektivität

4. Einordnung des Projekts in eine Klassen-/Altersstufe

5. Präsentationsformen

6. Fazit

Zielsetzung & Themen der Arbeit

Die Arbeit untersucht den Skandal um die Ehrung der fränkischen Schriftstellerin Kuni Tremel-Eggert im Jahr 2007 als exemplarische Fallstudie für den Geschichtswettbewerb des Bundespräsidenten. Dabei steht die Forschungsfrage im Vordergrund, inwiefern eine solche historische Aufarbeitung das Geschichtsbewusstsein von Schülerinnen und Schülern fördern und zu einem reflektierten Umgang mit Vergangenheit beitragen kann.

  • Analyse des Tremel-Eggert-Skandals als historisches und moralisches Konfliktfeld
  • Förderung des Identitäts- und moralischen Bewusstseins nach Hans-Jürgen Pandel
  • Methodische Einordnung des Projekts in die gymnasiale Oberstufe
  • Evaluierung didaktischer Potenziale für den forschenden Geschichtsunterricht
  • Empfehlungen für Präsentationsformen in der historischen Projektarbeit

Auszug aus dem Buch

3.2. Moralisches Bewusstsein

Nach PANDEL wird […] die Welt historischer Sachverhalte […] „moralisiert“, d.h. es wird nach den zugrunde liegenden Motivationen und den Begründungsformen von Handlungen gefragt, und diese werden dann gewertet. Dementsprechend werden […] historische Ereigniszusammenhänge […] als gut oder schlecht, historische Handlungen als richtig oder falsch klassifiziert. Eine solche Klassifizierung nach moralischen Kriterien erfordert jedoch ein moralisches Bewusstsein, welches […] die Prädikate gut und böse nicht willkürlich oder zufällig, sondern nach Regeln anzuwenden […] imstande ist. Für ein reflektiertes moralisches Bewusstsein sind zwei Kompetenzen von zentraler Bedeutung: Zum einen die Fähigkeit, moralische Urteile für historische Situationen nicht analog zu hypothetischen Situationen der eigenen Zeit vorzunehmen, also die Geschichtlichkeit der zu beurteilenden historischen Ereignisse zu berücksichtigen. Zum anderen aber dabei nicht in einen ethischen Relativismus zu verfallen, […] der die „Geltung moralischer Urteile allein an Rationalitäts- oder Wertstandards derjenigen Kultur- oder Lebensform bemisst“, die verstanden werden soll und nicht an der, der das urteilende Subjekt angehört.

Teil der Erwartungen, die der Bundeswettbewerb für Geschichte an die einzureichenden Projekte stellt, ist die Auswertung und Deutung der Quellen sowie vollzogene Ansätze von Bewertungen und eigener Meinung der Projektanten. Konkret für das behandelte Projekt bedeutet dies vor allem, zu den beiden kontroversen Positionen zur Ehrung Kuni Tremel-Eggerts Stellung zu nehmen und Skandal als gerechtfertigt bzw. nicht gerechtfertigt zu beurteilen. Dies wird die Schüler/-innen zwangsläufig nicht nur in das Jahr des Skandals 2007, sondern auch in die Schaffenszeit der Autorin führen, werden sie doch deren Leben und Werk als einer Ehrung würdig oder unwürdig befinden müssen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Vorstellung des Skandals: Dieses Kapitel liefert die biografischen Hintergründe zu Kuni Tremel-Eggert und rekonstruiert den öffentlichen Skandal um ihre Gedenkfeier im Jahr 2007.

2. Grundsätzliche Eignung des Projekts: Hier werden Kriterien wie Umfang, Aktualität und Quellenverfügbarkeit geprüft, um die Eignung des Themas für den Geschichtswettbewerb zu verifizieren.

3. Didaktisches „Potential“ des anvisierten Projekts: Das Kapitel untersucht anhand der Dimensionen von Pandel, wie das Projekt historisches Denken sowie moralisches und identitätsstiftendes Bewusstsein fördern kann.

4. Einordnung des Projekts in eine Klassen-/Altersstufe: Der Autor argumentiert, warum das Thema besonders für die zehnte Jahrgangsstufe und die Oberstufe des Gymnasiums geeignet ist.

5. Präsentationsformen: Hier werden verschiedene Möglichkeiten der Projektdarstellung, insbesondere die Computerpräsentation und die Ausstellung, hinsichtlich ihres Lernwerts diskutiert.

6. Fazit: Das Fazit fasst die Eignung des Themas zusammen und bekräftigt den hohen didaktischen Wert der kritischen Auseinandersetzung mit lokalgeschichtlichen Skandalen.

Schlüsselwörter

Kuni Tremel-Eggert, Geschichtswettbewerb des Bundespräsidenten, Geschichtsbewusstsein, Identitätsbewusstsein, moralisches Bewusstsein, Burgkunstadt, Heimatdichtung, Nationalsozialismus, historisches Lernen, Projektarbeit, Multiperspektivität, Erinnerungskultur, Quellenarbeit, NS-Propagandaliteratur, didaktisches Potenzial.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht das Potenzial des Skandals um die Ehrung der nationalsozialistisch belasteten Schriftstellerin Kuni Tremel-Eggert als Thema für ein Geschichtsprojekt im Rahmen des Bundeswettbewerbs.

Welches sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Felder sind die historische Aufarbeitung von NS-Vergangenheit in lokalen Kontexten, die Entwicklung von Geschichtsbewusstsein sowie methodische Fragen der historischen Projektarbeit.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es zu belegen, dass die Beschäftigung mit kontroversen Lokalereignissen geeignet ist, ein reflektiertes, moralisches und identitätsbezogenes Geschichtsbewusstsein bei Schülern der gymnasialen Oberstufe zu fördern.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit stützt sich auf geschichtsdidaktische Konzepte, insbesondere die Dimensionen des Geschichtsbewusstseins nach Hans-Jürgen Pandel, sowie auf curriculare Vorgaben für bayerische Gymnasien.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil analysiert die theoretische Eignung des Projekts, die Anwendung der Pandel-Dimensionen (Identität, Moral, Multiperspektivität) und diskutiert geeignete Präsentationsmethoden wie Ausstellungen oder Portfolios.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Geschichtsbewusstsein, Kuni Tremel-Eggert, NS-Vergangenheit, didaktisches Potenzial, lokale Erinnerungskultur und reflektiertes historisches Lernen.

Warum wird der Skandal um Kuni Tremel-Eggert als „Projekt“ bewertet?

Die Arbeit bewertet den Fall als ideal, da er durch die unmittelbare lokale Verankerung in Burgkunstadt und die hohe Aktualität des Themas ein hohes Maß an lebensweltlicher Nähe bietet.

Welche Rolle spielt die „Wir-Ihr-Differenzierung“ im Projekt?

Dieses Konzept wird genutzt, um Schülern zu verdeutlichen, wie durch die Ehrung der Autorin eine künstliche lokale Identität konstruiert wurde, die im Widerspruch zu den demokratischen Werten der heutigen Mehrheitsgesellschaft steht.

Ende der Leseprobe aus 18 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Der Skandal um die Ehrung Kuni Tremel-Eggerts
Untertitel
Projektvorschlag für den Geschichtswettbewerb des Bundespräsidenten
Hochschule
Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg  (Department Geschichte)
Veranstaltung
Seminar "Forschendes Lernen im Geschichtsunterricht"
Note
1,3
Autor
Anonym (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2010
Seiten
18
Katalognummer
V182930
ISBN (eBook)
9783656071938
ISBN (Buch)
9783656072638
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Geschichtswettbewerb Geschichtswettbewerb des Bundespräsidenten Kuni Tremel-Eggert Geschichtsdidaktik Geschichtsbewusstsein Dimensionen von Geschichtsbewusstsein Pandel Tremel-Eggert Burgkunstadt Skandal Oral History Kategorien von Geschichtsbewusstsein
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Anonym (Autor:in), 2010, Der Skandal um die Ehrung Kuni Tremel-Eggerts, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/182930
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Leseprobe aus  18  Seiten
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