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Das Scheitern von Bretton Woods als Resultat neorealistischer Machtpolitik der USA

Titre: Das Scheitern von Bretton Woods als Resultat neorealistischer Machtpolitik der USA

Dossier / Travail , 2011 , 11 Pages , Note: 1,7

Autor:in: Leon Keller (Auteur)

Gestion d'entreprise - Politique économique
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Das Abkommen über die Gründung des Internationalen Währungsfonds (IWF), das 1944 unterzeichnet wurde, stellt die Geburtsstunde des Bretton-Woods-Systems dar. Mit einem internationalen Währungssystem das auf festen Wechselkursen beruhte, wollte man die katastrophalen wirtschaftlichen Entwicklungen der Zwischenkriegszeit vermeiden. Bereits 27 Jahre später galt das System als gescheitert, die festen Wechselkurse und die Bindungen aller teilnehmenden Währungen am US-Dollar wurden aufgehoben, flexible Wechselkurse bestimmen heute das internationale Währungssystem. Die USA hatten in dem Währungsregime eine besondere Rolle inne, auf deren Einzelheiten hier eingegangen werden soll. Sicher ist jedoch, dass die USA mit ihrem Alleinstellungsmerkmalen die Möglichkeit nutzten, das System scheitern zu lassen indem US-Präsident Nixon im August 1971 die Bindung des US-Dollar an den Goldstandard aufhob. Die Frage nach den Gründen des Niedergangs und der Verantwortung der USA drängen sich hier auf. In dieser Hausarbeit soll vor allem der Frage nachgegangen werden, ob das Scheitern von Bretton Woods ein Resultat neorealistischer Machtpolitik der USA ist. In dieser Arbeit verzichte ich auf eine detaillierte Darstellung der neorealistischen Theorie.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

1.1 Das Bretton-Woods-Regime und die besondere Rolle der USA

1.2 Neorealistisch determinierte Entscheidungen der Nixon-Administration

1.3 Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht das Ende des Bretton-Woods-Systems und geht der zentralen Forschungsfrage nach, ob das Scheitern dieses Währungsregimes ein Resultat neorealistischer Machtpolitik der USA war. Dabei wird analysiert, inwiefern sicherheitspolitische Interessen und das Streben nach außenpolitischer Autonomie der USA die währungspolitischen Entscheidungen der Nixon-Administration maßgeblich beeinflussten.

  • Die historische Rolle der USA als Leitwährungsgeber im Bretton-Woods-System
  • Die theoretische Perspektive des Neorealismus nach Kenneth Waltz
  • Fiskalische Expansion, Inflation und Zahlungsbilanzdefizite der USA in den späten 60er Jahren
  • Die prioritäre Unterordnung ökonomischer Stabilität unter Sicherheitsinteressen
  • Entscheidungsprozesse innerhalb der Nixon-Administration und die Rolle der "Volcker-Group"

Auszug aus dem Buch

1.1 Das Bretton-Woods-Regime und die besondere Rolle der USA

Der Wechselkurs einer nationalen Währung zur Leitwährung des US-Dollar war im Bretton-Woods-System zwar fix, aber doch in bestimmten Fällen justierbar. Regierungen die ihre Währungen ab- oder aufwerten wollten, hatten zuvor den IWF zu konsultieren1 (vgl. Oatley 2010: 225). Die unveränderliche Bindung des US-Dollars an Gold wurde mit 35 Dollar pro Feinunze festgelegt. Das Zentralbank-System der USA, die Federal Reserve garantierte in diesem System jederzeit die Eintauschbarkeit von Devisenreserven in Gold oder Dollar zu dem festgelegten Preis.

Der IWF verwaltete einen Stabilisierungsfonds der einen Pool aus allen Währungen beinhaltete. Die Einlagenhöhe eines Mitgliedsstaates war prozentual zu seinem relativen Anteil an der Weltwirtschaft und bestand zu 25 Prozent aus Gold und zu 75 Prozent aus seiner nationalen Währung. Die USA legten als größte Volkswirtschaft der Welt 2,75 Milliarden US-Dollar in den Stabilisierungsfond (vgl. Oatley 2010: 226). Der Fond diente den einzelnen Regierungen zur Stabilisierung kleiner Zahlungsbilanzdefizite, ohne dafür die eigene Währung abwerten zu müssen. Die Konstruktion von Bretton Woods sah vor, dass die Teilnehmer zur Erlangung der angestrebten Parität ihrer Währung zur Leitwährung in ausländische Devisenmärkte durch Käufe oder Verkäufe von Währungen intervenieren konnten (vgl. Gowa 1983: 36).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in das Bretton-Woods-System ein und formuliert die zentrale Fragestellung, ob dessen Scheitern auf neorealistische Machtpolitik der USA zurückzuführen ist.

1.1 Das Bretton-Woods-Regime und die besondere Rolle der USA: Dieses Kapitel erläutert die technischen Grundlagen des Systems und analysiert die spezifischen Vorteile sowie die passive Rolle der USA bei der Devisenmarktsteuerung.

1.2 Neorealistisch determinierte Entscheidungen der Nixon-Administration: Hier wird dargelegt, wie Sicherheitserwägungen und das Festhalten an militärischer Expansion die wirtschaftspolitischen Handlungsoptionen der US-Regierung unter Nixon einschränkten.

1.3 Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und bewertet die Loslösung vom Bretton-Woods-Regime als Resultat einer neorealistischen Priorisierung sicherheitspolitischer Autonomie.

Schlüsselwörter

Bretton-Woods-System, USA, Neorealismus, US-Dollar, Goldstandard, Inflation, Nixon-Administration, Sicherheitspolitik, Zahlungsbilanzdefizit, internationale Währungspolitik, internationale politische Ökonomie, Kenneth Waltz, Wechselkurse, Machtpolitik, Geldpolitik.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundlegend?

Die Arbeit analysiert das Ende des internationalen Bretton-Woods-Währungssystems aus einer neorealistischen Perspektive und untersucht die Rolle der USA dabei.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Die zentralen Themen umfassen die Geschichte des Bretton-Woods-Systems, die Rolle des US-Dollars, die US-Außen- und Sicherheitspolitik sowie die wirtschaftlichen Entwicklungen in den USA zwischen 1964 und 1972.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist die Beantwortung der Frage, ob das Ende von Bretton Woods als gezieltes Resultat neorealistischer Machtpolitik der USA zu interpretieren ist, um außenpolitische Autonomie zu wahren.

Welche wissenschaftliche Methode wird angewendet?

Die Arbeit nutzt einen deduktiven Ansatz, um die Erhaltung des Bretton-Woods-Systems an der neorealistischen Theorie nach Kenneth Waltz zu messen.

Was steht im Hauptteil im Fokus?

Der Hauptteil konzentriert sich auf die Wechselwirkungen zwischen dem amerikanischen Zahlungsbilanzdefizit, der Priorisierung von Militärausgaben (z.B. Vietnamkrieg) und den währungspolitischen Entscheidungen der Nixon-Administration.

Durch welche Schlüsselwörter lässt sich die Arbeit beschreiben?

Bretton-Woods-System, Neorealismus, US-Dollar, Machtpolitik, Sicherheitspolitik und Goldstandard.

Welche Rolle spielte die sogenannte "Volcker-Group"?

Die Volcker-Group war eine Experteneinheit, die dem Präsidenten empfahl, Reformen anzustreben, um US-außenpolitische Operationen von Zwängen des Weltwährungssystems zu befreien.

Wie beeinflusste der Vietnamkrieg die Entscheidung zur Aufhebung der Goldbindung?

Die hohen Staatsausgaben für den Vietnamkrieg und soziale Reformprogramme belasteten den Haushalt und die Zahlungsbilanz; die Regierung wollte aus sicherheitspolitischen Gründen (Signal an die Sowjetunion) keinen Truppenrückzug und wählte daher die Aufhebung der Goldbindung als Weg aus der Krise.

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Résumé des informations

Titre
Das Scheitern von Bretton Woods als Resultat neorealistischer Machtpolitik der USA
Université
University of Bremen  (Institut für Politikwissenschaft )
Note
1,7
Auteur
Leon Keller (Auteur)
Année de publication
2011
Pages
11
N° de catalogue
V182932
ISBN (ebook)
9783656069645
ISBN (Livre)
9783656069652
Langue
allemand
mots-clé
Politische Ökonomie Bretton Woods Währungspolitik Währungssysteme US-Dollar Nixon Neorealismus Kenneth Waltz Wechselkurs
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Leon Keller (Auteur), 2011, Das Scheitern von Bretton Woods als Resultat neorealistischer Machtpolitik der USA, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/182932
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Extrait de  11  pages
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