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Victor Klemperers "Lingua Tertii Imperii" (LTI) - Einordnung in die Sprachwissenschaft

Titre: Victor Klemperers "Lingua Tertii Imperii" (LTI) - Einordnung in die Sprachwissenschaft

Dossier / Travail de Séminaire , 2010 , 27 Pages , Note: 1,3

Autor:in: Anonym (Auteur)

Philologie Allemande - Linguistique
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Es ist mittlerweile nahezu obligatorisch, Beiträge über die Sprache im Nationalsozialismus mit dem Hinweis auf Victor Klemperers LTI (Lingua Tertii lmperii) zu eröffnen. Diese Feststellung dürfte Kenner der Thematik keineswegs überraschen: Bis zum heutigen Tag stellt das LTI einen zentralen Bezugspunkt der Forschung auf dem Gebiet Sprache/Sprachgebrauch und Nationalsozialismus dar.

Vor diesem Kontext erscheint es durchaus angebracht, prüfen zu wollen, inwieweit K.s Werk tatsächlich auch dem Anspruch neuerer (sprachwissenschaftlicher) Forschung genügt- beziehungsweise, inwieweit es Wert für eine solche besitzen kann.
Demgegenüber steht die Befürchtung, es sei ein einmal etablierter und seither weitergereichter Duktus- wie auch immer gearteter- Thematisierungen zu NS-Deutsch, das LTI zu zitieren- unreflektiert und allein aus sich selbst begründet, gerade so, als gehöre dies
„zum guten Ton“.
Zu dieser Situation will die vorliegende Arbeit einen Beitrag leisten. Dabei soll wie folgt vorgegangen werden: An erster Stelle soll auf Entstehungsgeschichte und Inhalt des LTI eingegangen werden, wobei Autorintentionen und -methodik besonderes Augenmerk gelten soll. Vor dem Hintergrund dieser „Vorarbeiten“ soll in
einem nächsten Punkt die Genese des Forschungsgegenstandes Sprache/Sprachgebrauch und Nationalsozialismus bis in die heutige Zeit betrachtet werden, mit einer Analyse, inwieweit sich das LTI innerhalb der Forschung einordnen und bewerten lässt. In einem
letzten Schritt sollen schließlich die Ergebnisse dieser Arbeit zusammengefasst und etwaige Schlüsse gezogen werden.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

Einleitung: Das Phänomen LTI

1. Zum LTI

1.1. Entstehungsgeschichte

1.2. Motivation des Autors

1.3. Von den Tagebüchern zum LTI: Konzeptionelle Schwierigkeiten

1.4. Das Endprodukt LTI

2. Der Forschungsgegenstand Sprache / Sprachgebrauch und Nationalsozialismus

2.1. Moralisierende Sprachkritik und Wörterbuchphilologie

2.2. LTI als sprachkritische Arbeit

2.3. Strukturalistische Wende und Sprache im Nationalsozialismus

2.4. Jüngere Forschungsansätze seit Mitte der achtziger Jahre

2.5. Rezeption des LTI bis heute

3. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht das Werk "LTI – Notizbuch eines Philologen" von Victor Klemperer im Kontext seiner Entstehungsgeschichte, Intention und methodischen Einordnung in die Sprachwissenschaft. Ziel ist es, die wissenschaftliche Relevanz des Werkes kritisch zu bewerten und es von einer rein moralisierenden Sprachkritik abzugrenzen bzw. in den Diskurs der fachwissenschaftlichen Auseinandersetzung mit der NS-Sprache einzuordnen.

  • Entstehungsgeschichte und biographische Hintergründe des LTI
  • Methodische Analyse der Arbeitsweise Victor Klemperers
  • Historische Einordnung der Sprachkritik zum Nationalsozialismus
  • Diskursanalytische Neubewertung und moderne Rezeption des Werkes

Auszug aus dem Buch

1.1. Entstehungsgeschichte

Als die Lingua tertii imperii Victor Klemperers 1947 erstmals veröffentlicht wurde, blickte sie auf eine vierzehnjährige Entstehungsgeschichte zurück. Dabei lassen sich zwei wesentliche Phasen des Arbeitsprozesses unterscheiden. Phase eins bedeutete jene der Vorarbeiten (1933-1945): K. hatte zum Zweck einer späteren Curriculum-Publikation bereits seit seinem sechzehnten Lebensjahr (1896) Tagebücher geführt (wobei natürlich auch der „Selbstzweck“ der Bücher für die Person K.s als Reflexionsorgan eine Rolle spielte). Dies setzte er- trotz Papiermangels, etc.- zur Zeit des NS fort; die in den Tagebüchern enthaltenen Beobachtungen sollten später (in Phase zwei der LTI-Entstehung) Grundlage zur Ausarbeitung eines entsprechenden Manuskripts sein.

Die erste Phase, jene der Vorarbeiten, deckt sich zeitlich genau mit den Jahren 1933-1945, also jenen nationalsozialistischer Herrschaft. Wie zu erwarten, bedeuteten diese für den jüdischen Romanisten Victor Klemperer einen Lebensabschnitt, der vornehmlich geprägt war durch Unwägbarkeiten, Diskriminierung und latenter (Lebens-)Gefahr. Vor dem Hintergrund dieser „Rahmenbedingungen“ lässt sich auch die Entwicklung von K.s LTI-Projekt nachvollziehen. Auf seine Motivation diesbezüglich soll nachfolgend noch genauer eingegangen werden, jedenfalls lässt sich früh, schon 1933, das Interesse an einer Studie zur nationalsozialistischen Sprachverwendung erkennen.

Zusammenfassung der Kapitel

Einleitung: Das Phänomen LTI: Es wird die zentrale Bedeutung von Victor Klemperers LTI für die Erforschung der NS-Sprache sowie die methodische Problematik der wissenschaftlichen Auseinandersetzung mit dem Werk skizziert.

1. Zum LTI: Dieses Kapitel behandelt die Entstehungsgeschichte des Werkes unter dem Druck des NS-Regimes, die persönlichen Motive des Autors sowie die konzeptionellen Schwierigkeiten bei der Transformation der Tagebuchaufzeichnungen in das Endprodukt.

2. Der Forschungsgegenstand Sprache / Sprachgebrauch und Nationalsozialismus: Hier erfolgt eine historische Einordnung des LTI in die sprachwissenschaftliche Forschung, von der moralisierenden Sprachkritik über die strukturalistische Wende bis hin zu modernen diskursanalytischen Ansätzen.

3. Fazit: Das Fazit fasst zusammen, dass der wissenschaftliche Wert des LTI weniger in einer methodisch sauberen Studie liegt, sondern primär in seiner Rolle als einzigartige historische Quelle für die Innensicht auf den NS-Alltag.

Schlüsselwörter

Victor Klemperer, LTI, Lingua Tertii Imperii, Nationalsozialismus, Sprachkritik, NS-Sprache, Tagebücher, Sprachwissenschaft, Diskursanalyse, Philologie, Drittes Reich, Sprachgeschichte, Sprachgebrauch, Ideologiekritik, Erinnerungskultur

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit Victor Klemperers Werk "LTI" und ordnet es in den sprachwissenschaftlichen Kontext der Auseinandersetzung mit der Sprache des Nationalsozialismus ein.

Welche zentralen Themenfelder werden abgedeckt?

Die zentralen Felder sind die Entstehungsgeschichte des LTI, Klemperers persönliche Motivation, die methodische Analyse des Werkes sowie der Wandel der sprachwissenschaftlichen Forschung zu diesem Thema.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist die kritische Evaluation des LTI als wissenschaftliche Arbeit und die Prüfung, ob es den Ansprüchen moderner Forschung genügt oder als rein historisches Zeitzeugnis zu bewerten ist.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird eine literaturwissenschaftliche und sprachgeschichtliche Analyse durchgeführt, die das Werk in den Kontext verschiedener Forschungsparadigmen wie Sprachkritik und Diskursanalyse setzt.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Im Hauptteil werden zunächst die Entstehung und Motivation des Autors analysiert, gefolgt von einer detaillierten historischen Untersuchung der Forschungsansätze zur NS-Sprache und der Rezeptionsgeschichte des LTI.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit ist durch Begriffe wie LTI, Nationalsozialismus, Sprachkritik, Philologie und Diskursanalyse charakterisiert.

Warum konnte Klemperer keine systematische wissenschaftliche Arbeit vorlegen?

Laut der Untersuchung lag dies an der Vermischung von privatem Tagebuch, autobiographischen Erinnerungen und einer vagen Zielsetzung, was Klemperer selbst in der Konzeption des Werkes vor große Herausforderungen stellte.

Welche Bedeutung hat die "Tambourmajor-Szene" im LTI für die Argumentation?

Sie dient als Beispiel dafür, wie weit Klemperers Sprachbegriff gefasst war, da er hierbei auch Gestik und den Habitus als Ausdrucksformen des NS-Geistes mit einbezog.

Wie bewertet die Arbeit die "strukturalistische Wende" in Bezug auf das LTI?

Die strukturalistische Wende führte zu einer kritischeren Distanz gegenüber Klemperers methodisch unsauberem Vorgehen, ordnete das Werk aber gleichzeitig als wertvolle Quelle für die Analyse von Diskursen ein.

Welches Fazit zieht die Arbeit über den wissenschaftlichen Wert des LTI?

Das Fazit lautet, dass das LTI zwar keine methodisch perfekte Studie ist, aber als herausragende historische Quelle und "Steinbruch" für die Sprachwissenschaft unverzichtbar bleibt.

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Résumé des informations

Titre
Victor Klemperers "Lingua Tertii Imperii" (LTI) - Einordnung in die Sprachwissenschaft
Université
Friedrich-Alexander University Erlangen-Nuremberg  (Department Germanistik und Komparistik)
Cours
Hauptseminar "Lexikographie historischer Wortschätze"
Note
1,3
Auteur
Anonym (Auteur)
Année de publication
2010
Pages
27
N° de catalogue
V182934
ISBN (ebook)
9783656071921
ISBN (Livre)
9783656072621
Langue
allemand
mots-clé
LTI Klemperer NS-Wortschatz Nationalsozialismus Victor Klemperer Sprache des Dritten Reichs
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Anonym (Auteur), 2010, Victor Klemperers "Lingua Tertii Imperii" (LTI) - Einordnung in die Sprachwissenschaft, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/182934
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Extrait de  27  pages
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