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Literatur zur Einführung in die Ethik

Ein Vergleich

Titre: Literatur zur Einführung in die Ethik

Dossier / Travail , 2011 , 18 Pages , Note: 1,5

Autor:in: Christoph Stockert (Auteur)

Ethique
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Die Ethik sieht sich bereits seit einiger Zeit einer intensiven Betrachtung von Seiten der Öffentlichkeit ausgesetzt. Die Frage nach der guten und richtigen Lebensweise in einer Welt, die von Ungleichheiten, instabilen kulturellen Identitäten, traditionalistischen Gegen-bewegungen, Entwicklungen der Biotechnologie sowie ständigen globalen Veränderungen politischer und ökonomischer Natur geprägt ist, stellt sich als äußerst komplex dar und ist nicht ohne Weiteres sofort zu beantworten (vgl. Pauer-Studer 2003: 7). Allerdings kann die die Ethik sehr wohl die Richtung aufzeigen, die zu einem ernsthaften Nachdenken über diese Aspekte führen kann. Im Hinblick auf die anzustrebende Lebensweise oder auch vor dem Hintergrund anstehender folgenschwerer Entscheidungen fragt man sich meist: Was soll ich tun?. Dabei handelt es sich um die eigentliche ethische Grundfrage. Wir Menschen sind befähigt, allgemeine oder situationsbezogene Gründe für aber auch gegen diese oder jene Handlungsweise zu finden und uns dann bewusst dazu zu entscheiden, eine bestimmte Handlungsweise zu wählen bzw. eine andere zu unterlassen. In diesem Kontext setzt sich die Ethik auch mit der Rechtfertigung und Begründung von getroffenen Entscheidungen auseinander und kann als Entscheidungshilfe bei Wert- und Normenkonflikten dienen. Schließlich gelangt Ethik im Nachdenken über Moral zur Ausprägung und ist in der Lage, die Entwicklung zu einem moralischen Subjekt zu fördern. Die bisherigen Ausführungen machen mehr als deutlich, dass die Ethik über relativ komplexe Gegenstandsbereiche verfügt, welche nicht ohne Weiteres vollständig zu erfassen und zu durchdringen sind. In der gegenwärtigen Literatur finden sich daher zahlreiche Einführungen in die Ethik, welche sich mit den grundlegenden ethischen Begriffen, Fragestellungen und Argumenten auseinandersetzen. Im Verlaufe der vorliegenden Arbeit sollen die Einführungen in die philosophische Ethik von Fenner (2008), Hepfer (2008) und Pieper (2007) miteinander verglichen werden.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Einleitende Bemerkungen und zentrale ethische Fragestellungen

3 Grundbegriffe und Bestimmung philosophischer sowie ethischer Teildisziplinen

3.1 Ethik

3.2 Moral

3.3 Normative vs. deskriptive Ethik

3.4 Metaethik

4 Zusammenfassung und Schlussbemerkung

Zielsetzung & Themen der Arbeit

Die vorliegende Hausarbeit setzt sich zum Ziel, drei ausgewählte Einführungen in die philosophische Ethik – konkret die Werke von Fenner (2008), Hepfer (2008) und Pieper (2007) – einer vergleichenden Analyse zu unterziehen. Dabei steht die Untersuchung des Aufbaus, der Definitionen zentraler ethischer Grundbegriffe sowie der inhaltlichen Schwerpunkte und Differenzen im Vordergrund, um die Eignung der jeweiligen Werke für unterschiedliche Zielgruppen kritisch zu reflektieren.

  • Vergleichende Analyse philosophischer Standardwerke zur Ethik.
  • Definition und Herleitung zentraler Begriffe wie Ethik, Moral und Metaethik.
  • Differenzierung zwischen normativer und deskriptiver Ethik in den verschiedenen Entwürfen.
  • Untersuchung des wissenschaftlichen Anspruchs philosophischer Disziplinen.
  • Bewertung der Einstiegsliteratur hinsichtlich didaktischer Eignung und Zielgruppenorientierung.

Auszug aus dem Buch

3.1 Ethik

Um sich dem Ethikbegriff zu nähern, wählt Fenner zunächst einen etymologischen Zugang. Sie verweist auf Aristoteles, der als Erster den Begriff der Ethik heranzog, um eine bestimmte Richtung des Denkens philosophischer Natur zu beschreiben (vgl. Fenner 2008: 3). Das aus dem Griechischen stammende Wort ethos konnte sowohl mit kurzem e (ἔθος) als auch mit langem ä (ἦθος) geschrieben werden (vgl. Fenner 2008: 3). Der erste Begriff bedeutet so viel wie Sitte, Brauch oder Gewohnheit und lässt sich zurückführen auf ein Handeln, ausgerichtet an Werten, Normen und Regeln, welche sich im Stadtstaat der Antike auf ihre allgemeine Gültigkeit berufen konnten und über einen vorschreibenden Charakter verfügten (vgl. Fenner 2008: 3). Hiermit ist allerdings das ethische Handeln im weiten Sinne angesprochen.

„Im engen und eigentlichen Sinne ethisch handelt aber nur derjenige, der sich nicht allein regelkonform verhält und den tradierten Handlungsregeln blindlings folgt, sondern der aus Überzeugung und Einsicht das Richtige tut“ (Fenner 2009: 3).

Das ἔθος, welches als gut betrachtet wird, kann sich durch beständiges Einüben zu einer Art Charakterhaltung, Sinnesart oder Denkweise entwickeln, welches der Bedeutung von ἦθος entspricht (vgl. Fenner 2008: 3). Nach Fenner sprach bereits Aristoteles vom Menschen als Wesen der Vernunft, der nicht ohne Weiteres überlieferten Normen, Wertvorstellungen und Regeln folgen, sondern sie fortwährend überprüfen und eventuell auch anpassen solle (vgl. 2008: 4). Das ständige Hinterfragen geltender Normen und Handlungsregeln kann schließlich auch dazu führen, dass man sich mit der Struktur dieser ethischen Auseinandersetzung an sich beschäftigt. Somit beinhaltet dieses Begriffsverständnis auch Aspekte der Metaethik. Allerdings wird hier auch die individuelle Lebensführung angesprochen, die eben durch das o.g. Hinterfragen geprägt sein soll, wodurch zusätzlich ein Bezug zur Individualethik als Teil der normativen Ethik hergestellt werden kann.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Einleitung führt in die Relevanz der Ethik als Disziplin ein und skizziert das methodische Vorgehen des Vergleichs zwischen den Werken von Fenner, Hepfer und Pieper.

2 Einleitende Bemerkungen und zentrale ethische Fragestellungen: Dieses Kapitel vergleicht, wie die drei Autoren in den Einstieg ihrer Werke gelangen und welche Bedeutung sie der zentralen Frage „Wie soll ich handeln?“ beimessen.

3 Grundbegriffe und Bestimmung philosophischer sowie ethischer Teildisziplinen: Dieser Abschnitt analysiert detailliert die Definitionen der Begriffe Ethik und Moral sowie die methodischen Unterscheidungen der Disziplinen.

3.1 Ethik: Untersuchung der etymologischen Herleitung des Ethikbegriffs und dessen Bedeutung für das menschliche Handeln im engen und weiten Sinne.

3.2 Moral: Analyse des Moralbegriffs unter Rückgriff auf die lateinische Bezeichnung „mos“ und dessen Abgrenzung zur ethischen Reflexion.

3.3 Normative vs. deskriptive Ethik: Diskussion der unterschiedlichen Ansätze zur moralischen Anleitung versus der empirischen Beschreibung gesellschaftlicher Normen.

3.4 Metaethik: Auseinandersetzung mit der Reflexionsebene der Ethik, die sich mit der Sprache und den Begründungsverfahren der normativen Ethik befasst.

4 Zusammenfassung und Schlussbemerkung: Resümee des Vergleichs, das die Stärken der untersuchten Einführungen bewertet und deren Eignung für verschiedene Zielgruppen hervorhebt.

Schlüsselwörter

Ethik, Moral, Philosophische Ethik, Normative Ethik, Deskriptive Ethik, Metaethik, Moralphilosophie, Handlungsbegründung, Tugend, Guter Wille, Aristoteles, Wissenschaftstheorie, Handlungsregeln, Wertvorstellungen, Reflexion.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit bietet einen vergleichenden Überblick über drei ausgewählte Einführungen in die philosophische Ethik von Fenner, Hepfer und Pieper, um deren Begriffsverständnisse und Ansätze zu analysieren.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Die zentralen Themen sind die Etymologie und Definition von Ethik und Moral, die Differenzierung zwischen normativen und deskriptiven Methoden sowie das Verständnis von Metaethik.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, die Gemeinsamkeiten und Unterschiede in der Darstellung ethischer Grundbegriffe sowie die didaktische Eignung der drei Werke für unterschiedliche Lesergruppen herauszuarbeiten.

Welche wissenschaftliche Methode wird in dieser Arbeit verwendet?

Die Arbeit nutzt eine vergleichende, analytische Methode, bei der die Texte der drei Autoren systematisch gegenübergestellt und auf Basis ihrer Argumentationsstruktur und inhaltlichen Tiefe bewertet werden.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Analyse der Grundbegriffe Ethik und Moral, die Gegenüberstellung von normativer und deskriptiver Ethik sowie die Untersuchung der metaethischen Reflexionsebene.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit ist insbesondere durch Begriffe wie philosophische Ethik, normative vs. deskriptive Ethik, Handlungsbegründung und den methodischen Vergleich der Autoren Fenner, Hepfer und Pieper gekennzeichnet.

Wie unterscheidet sich der Ansatz von Pieper von den Ansätzen von Fenner und Hepfer?

Pieper verfolgt einen eher deduktiven Ansatz, indem sie die Gegenstandsbereiche der Ethik direkt systematisch entfaltet, während Fenner und Hepfer stärker induktiv vom alltäglichen Handlungsdruck ausgehen.

Welche besondere Rolle spielt der „gute Wille“ laut Pieper?

Für Pieper ist der „gute Wille“ eine grundlegende Voraussetzung für jede Ethik, da er die notwendige Bereitschaft umfasst, das als gut Erkannte als Prinzip des eigenen Handelns in jeder Lebenssituation umzusetzen.

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Titre
Literatur zur Einführung in die Ethik
Sous-titre
Ein Vergleich
Université
University of Education Heidelberg  (Philosophisch-Theologisches Seminar)
Note
1,5
Auteur
Christoph Stockert (Auteur)
Année de publication
2011
Pages
18
N° de catalogue
V182981
ISBN (ebook)
9783656070443
ISBN (Livre)
9783656070283
Langue
allemand
mots-clé
literatur einführung ethik vergleich
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Christoph Stockert (Auteur), 2011, Literatur zur Einführung in die Ethik, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/182981
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Extrait de  18  pages
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