Gegenstand dieser Seminararbeit ist die Thematik des geschlossenen Fonds, sowie die Betrachtung deren Chancen und Risiken. Auf Grund der Anlageschwerpunkte dieser Investitionsmöglichkeit wird hier auch von „alternativen Anlagen“ gesprochen. Der Ruf dieser Anlage hat in den letzten Jahren auf Grund von negativen Schlagzeilen sehr stark gelitten. Da die geschlossenen Fonds bislang kaum einer staatlichen Kontrolle unterlagen, haben viele „schwarze Schafe“ sich an diesen Beteiligungsmarkt auf Kosten der Anleger ernährt. Bis heute spricht man daher vom „Grauen Kapitalmarkt“. Hinzu kommt eine Hochrechnung aus einer Studie von MPC Capital, dass 15 Millionen potenzielle Anleger keine Ahnung von geschlossenen Fonds haben.
Ziel dieser Seminararbeit ist es somit Vorurteile zu beseitigen und ein sachliches Bild über geschlossene Fonds und deren Chancen sowie auch Risiken zu erstellen.
Hierbei ist zu beachten, dass diese Seminararbeit in 2 Teile gegliedert wird. Da sich die geschlossenen Fonds in vielen Punkten ähneln, jedoch von Ihrem Anlageschwerpunkt unterscheiden wird in allgemein und spezifisch unterscheiden.
Ein gewisses Basiswissen stellt im allgemeinen Teil eine Grundlage dar, welches durch “Einführung“ und „theoretische Grundlagen“ dargelegt wird. „Rechtliche Gesichtspunkte“ stellt den Sachverhalt bezüglich der Sacheinlage dar. Was passiert mit der Kapitalanlage und was bedeutet das für den Anleger. „Steuerliche Gesichtspunkte“ betrifft die zukünftig generierten Cashflows. Wie ist damit umzugehen und wie sind diese zu betrachten. „Prospekthaftung“ legt dar, wie der Anleger vor irreführende Angaben und somit vor den „schwarzen Schafen“ geschützt wird. „Allgemeine Chancen und Risiken“ bezieht sich auf alle geschlossenen Fonds. Welche Chancen und Risiken muss der Anleger auf jeden Fall beachten.
Im spezifischen Teil beschäftigt sich die Seminararbeit mit den einzelnen Beteiligungsmöglichkeiten. Hier wird der Vermögensgegenstand beschrieben und auf Besonderheiten eingegangen.
Hedgefonds werden hierbei nicht erklärt, ob wohl diese im Sprachgebrauch ebenfalls dem „Grauen Kapitalmarkt“ unterliegt. Durch §§ 112 und 113 InvG gelten Hedgefonds als Sondervermögen mit zusätzlichen Risiken und sind somit keine Beteiligungen.
Inhaltsverzeichnis
A Einleitung
B allgemeiner Teil
Einführung
Theoretische Grundlagen
Rechtliche Gesichtspunkte
Steuerliche Gesichtspunkte
Prospekthaftung
Chancen und Risiken
Chancen
Risiken
C spezifischer Teil
Immobilien Fonds
Schiffsfonds
Energiefonds
Weitere geschlossene Fonds
Zusammenfassung
Zielsetzung & Themen
Das primäre Ziel dieser Seminararbeit ist es, Vorurteile gegenüber geschlossenen Fonds abzubauen und eine sachliche Analyse ihrer Funktionsweise, Chancen und Risiken zu präsentieren, um Privatanlegern ein besseres Verständnis für diese Anlageklasse zu ermöglichen.
- Rechtliche und steuerliche Rahmenbedingungen geschlossener Fonds
- Prospekthaftung als Schutzmechanismus für Anleger
- Analyse der Chancen und Risiken alternativer Investments
- Spezifische Betrachtung von Immobilien-, Schiffs- und Energiefonds
- Bedeutung der Risikodiversifikation und des Vermögensgegenstands
Auszug aus dem Buch
Rechtliche Gesichtspunkte
Wie in der Einführung bereits erläutert handelt es sich bei geschlossenen Fonds großteils um eine GmbH & Co. KG. Nach dem deutschen Recht handelt es sich hierbei nicht um eine Kapitalgesellschaft, sondern um eine Personengesellschaft, sie ist somit eine Sonderform der Kommanditgesellschaft. Die GmbH & Co. KG besitzt hinsichtlich der Einkunftsarten eine steuerliche Flexibilität, unter diesem Aspekt ist sie bei Fondsgesellschaften sehr stark von Interesse.
Die GmbH & Co. KG lässt sich sehr leicht anhand der Kommanditgesellschaft erklären. Während die KG aus mindestens 2 natürlichen Personen (Gesellschaftern) besteht, dem Kommanditist und dem Komplementär, besteh die GmbH & Co. KG aus einer natürlichen Person, dem Kommanditisten und einer Kapitalgesellschaft (juristische Person), der Gesellschaft mit beschränkter Haftung(GmbH), welche wiederum einen Gesellschafter benötigt.
Durchdie Zusammensetzung wird die unbeschränkte Haftung außer Kraft gesetzt. Zwar haftet die GmbH als Komplementär unbeschränkt, der Gesellschafter dieser GmbH haftet jedoch nur mit seinem Stammkapitat. Haftungsrisiken wurden hierbei klar reduziert, wobei die Rechtsgrundlagen unverändert bleiben. Zudem ist die GmbH & Co. KG durch ihre Kommanditanteile auch wesentlich flexibler bei der Eigenkapitalbeschaffung.
Zusammenfassung der Kapitel
A Einleitung: Diese Einleitung führt in die Problematik des geschlossenen Fonds ein, der oft als „Grauer Kapitalmarkt“ stigmatisiert wird, und steckt den Rahmen der zweiteiligen Analyse ab.
B allgemeiner Teil: Dieser Abschnitt behandelt die grundlegenden theoretischen, rechtlichen und steuerlichen Aspekte sowie die allgemeine Prospekthaftung und die allgemeine Chancen-Risiken-Struktur.
C spezifischer Teil: Hier erfolgt eine detaillierte Untersuchung konkreter Anlageklassen, darunter Immobilien-, Schiffs-, Energie- und Lebensversicherungs-Zweitmarktfonds sowie weitere Beteiligungsmodelle.
Zusammenfassung: Das Fazit stellt die Bedeutung einer differenzierten Betrachtung heraus und betont, dass geschlossene Fonds bei korrekter Wahl des Vermögensgegenstands eine wertvolle Ergänzung zur Risikodiversifikation sein können.
Schlüsselwörter
Geschlossene Fonds, alternative Investments, Grauer Kapitalmarkt, GmbH & Co. KG, Prospekthaftung, IDW S4-Standard, Immobilienfonds, Schiffsfonds, Energiefonds, Risikodiversifikation, unternehmerische Beteiligung, Sachwertanlage, Tonnagesteuer, Anlegerschutz, Leverage-Effekt.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit?
Die Arbeit analysiert die Thematik geschlossener Fonds als alternative Anlageform, wobei die Chancen und Risiken im Vordergrund stehen.
Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?
Schwerpunkte sind die rechtlichen und steuerlichen Rahmenbedingungen, die Prospekthaftung sowie spezifische Anlagetypen wie Immobilien, Schiffe und regenerative Energien.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Ziel ist es, Vorurteile abzubauen und Privatanlegern eine sachliche Grundlage für die Beurteilung geschlossener Fonds zu liefern.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse sowie der Auswertung aktueller Gesetze und Branchenstandards zur Beschreibung der Investmentstrukturen.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in einen allgemeinen Teil mit theoretischen Grundlagen und einen spezifischen Teil, der unterschiedliche Fondsarten detailliert vorstellt.
Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Begriffe sind unter anderem Kommanditgesellschaft, Grauer Kapitalmarkt, Prospekthaftung, Risikodiversifikation und Sachwertanlage.
Wie unterscheidet sich die GmbH & Co. KG von einer klassischen KG?
Bei der GmbH & Co. KG übernimmt eine Kapitalgesellschaft (GmbH) die Rolle des Komplementärs, wodurch die unbeschränkte persönliche Haftung auf das Stammkapital der GmbH begrenzt wird.
Welche Rolle spielt der IDW S4-Standard für Anleger?
Der Standard bietet Anlegern einen zusätzlichen Schutz, da er eine inhaltliche Plausibilitätsprüfung des Verkaufsprospekts durch einen Wirtschaftsprüfer vorschreibt.
Warum wird der "Graue Kapitalmarkt" in der Arbeit thematisiert?
Der Begriff beschreibt den Sektor, in dem geschlossene Fonds lange Zeit operierten, was aufgrund mangelnder staatlicher Kontrolle oft mit Risiken für Anleger verbunden war.
- Quote paper
- Arne Lubberhuizen (Author), 2010, Geschlossene Fonds, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/183260