Ausgearbeitetes Rollenspiel zu der Thematik "Kalter Krieg". Es handelt sich um die Sitzung des Verteidigungsausschusses, der über die Errichtung des Regierungsbunkers in Ahrweiler entscheiden muss. Die Schüler versetzen sich in die Situation der 50er Jahre in der BRD und müssen selber zu einer Entscheidung kommen. Ein handlungsorientierter Ansatz für eine spannende Geschichtsstunde.
Inhaltsverzeichnis
1. Lerngruppenanalyse
2. Sachanalyse
3. Didaktische Analyse
3.1 Bezug zum Lehrplan
3.2 Bedeutung des Themas
3.3 Didaktische Reduktion
3.4 Problemantizipation
4. Methodische Analyse
5. Unterrichtsverlauf
6. Materialien
6.1 Einstiegstext
6.2 Stichwortzettel
6.3 Rollenkarten
6.4 Beobachtungsbogen
6.5 Hausaufgabe
Zielsetzung & Themen
Ziel des Unterrichtsentwurfs ist es, den Schülern durch ein Rollenspiel die komplexe Entscheidungssituation zur Errichtung des Regierungsbunkers in Ahrweiler während der jungen Bundesrepublik erfahrbar zu machen und ihr historisches Verständnis für die Bedrohungslage im Kalten Krieg zu vertiefen.
- Historische Einordnung der jungen Bundesrepublik in den Kontext des Kalten Krieges
- Analyse sicherheitspolitischer Entscheidungen und NATO-Vorgaben
- Förderung der Empathiefähigkeit durch multiperspektivische Rollenübernahme
- Reflexion über die Bedeutung von Geschichte für die heutige politische Gegenwart
Auszug aus dem Buch
Bedeutung des Themas
In der geplanten Stunde soll es den Schülern ermöglicht werden, ihr bis dahin angeeignetes Wissen anzuwenden und ein tieferes Verständnis für die damalige politische Situation der jungen BRD zu entwickeln.
Für die Schüler in Ahrweiler ist der Bunker bisher diffus immer mal wieder präsent gewesen. Seien es Gespräche mit Eltern, Hinweisschilder in der Stadt oder kurze Artikel in den Medien gewesen; zu einer näheren Betrachtung oder Auseinandersetzung mit diesem Bauwerk ist es jedoch in den seltensten Fällen gekommen. Nach der Eröffnung des Themas stellten die Schüler sehr schnell die grundlegenden Fragen. „Warum wurde ausgerechnet ein Atombunker gebaut?“, „Warum durfte da nur die Regierung rein?“, „Warum wurde der Bunker ausgerechnet in Ahrweiler gebaut?“, „Warum hat man das Geld nicht sinnvoller genutzt?“, etc.
Im bisherigen Verlauf der Reihe haben sich die Schüler auf die Spur des Bunkers und ihrer Fragen gemacht. Während des ersten Besuchs in der Dokumentationsstätte wirkte allein der bedrohliche Bau des Bunkers und löste bei einigen Schülern Beklemmungen aus. Die Frage nach dem Sinn dieses Bauwerkes wurde förmlich spürbar und wird nun von den Schülern innerhalb des Rollenspiels weiter vertieft.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Lerngruppenanalyse: Evaluation der Klassengemeinschaft und deren bisherige Leistungsfähigkeit im Fach Geschichte zur Vorbereitung der methodischen Vorgehensweise.
2. Sachanalyse: Darstellung der historischen Hintergründe und der strategischen sowie politischen Relevanz des Regierungsbunkers innerhalb der Unterrichtsreihe.
3. Didaktische Analyse: Herleitung des Themas aus dem Lehrplan sowie Erläuterung der didaktischen Reduktion und antizipierter Probleme in der Unterrichtsgestaltung.
4. Methodische Analyse: Beschreibung der methodischen Rahmenbedingungen, insbesondere des situativen Rollenspiels als zentrales Instrument zur Einfindung in die historische Perspektive.
5. Unterrichtsverlauf: Detaillierte Darstellung der phasenweisen Unterrichtsstruktur inklusive Zeitplan, Lehr-Lern-Methoden und Medieneinsatz.
6. Materialien: Sammlung der benötigten Unterlagen, darunter Einstiegstexte, Rollenkarten für die Debatte und Beobachtungsbögen.
Schlüsselwörter
Regierungsbunker, Kalter Krieg, Ahrweiler, Unterrichtsentwurf, Geschichte, Rollenspiel, NATO, Bundesrepublik, Verteidigungsausschuss, Sicherheitspolitik, Historische Entscheidung, Zeitzeugen, Demokratie, Konflikt, Atomare Bedrohung.
Häufig gestellte Fragen
Was ist das grundlegende Thema dieses Unterrichtsentwurfs?
Der Unterrichtsentwurf befasst sich mit der Entscheidung der Bundesregierung zum Bau eines Regierungsbunkers in Ahrweiler während der Ära des Kalten Krieges.
Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?
Die Arbeit fokussiert sich auf sicherheitspolitische Entscheidungen der jungen BRD, die NATO-Integration sowie die Ambivalenz zwischen staatlichem Schutz und ziviler Verantwortung.
Was ist das primäre Ziel des Entwurfs?
Das Hauptziel ist es, dass die Schüler historische Argumentationsmuster nachvollziehen und die damalige Zwangslage der Parlamentarier durch ein Rollenspiel kritisch bewerten.
Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?
Die Unterrichtsreihe nutzt die Methode des Rollenspiels (Debatte im Verteidigungsausschuss), um multiperspektivisches Lernen und die Empathiefähigkeit der Schüler zu fördern.
Welche Inhalte werden im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in eine Lerngruppenanalyse, die fachwissenschaftliche Sachanalyse, die didaktische Einordnung sowie eine detaillierte methodische Planung der Unterrichtsstunde.
Welche Schlagworte charakterisieren diese Arbeit?
Die wichtigsten Begriffe sind Regierungsbunker, Kalter Krieg, Ahrweiler, Rollenspiel, Sicherheitspolitik und Geschichtsunterricht.
Warum spielt die örtliche Nähe zu Ahrweiler eine Rolle?
Die lokale Verankerung soll die emotionale Betroffenheit der Schüler erhöhen, da sie sich mit ihrer Heimatregion als möglichem Ziel im Ernstfall identifizieren können.
Wie wird die Rolle der Lehrperson während der Stunde definiert?
Die Lehrperson fungiert als Regierungssprecherin, um den situativen Rahmen des Rollenspiels konsequent aufrechtzuerhalten und die Diskussion zu moderieren.
Welche Funktion haben die Rollenkarten?
Die Rollenkarten dienen dazu, den Schülern spezifische politische Standpunkte und Argumente an die Hand zu geben, damit sie fundiert an der Debatte teilnehmen können.
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- Heike Fournier (Author), 2011, Unterrichtsstunde: "Soll der Regierungsbunker gebaut werden?" Der Verteidigungsausschuss tagt. (Rollenspiel Regierungsbunker), Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/183347